Auslaufmodelle: Diese Autos werden eingestellt Diese Autos werden nicht mehr gebaut

von AUTO ZEITUNG 14.03.2018
Inhalt
  1. Auslaufmodelle: Ford Focus RS & VW Beetle
  2. Dodge SRT Viper sagt "Goodbye"
  3. Aus für Audi R8 e-tron und BMW Z4

Im April 2018 schicken die Kölner den Ford Focus RS in Rente. Zeitgleich läuft der VW Beetle Cabrio aus. ​Aber auch andere Autobauer stellen Modelle ein – wir geben einen Überblick!

So unterschiedlich können die Gründe für das Aus einer Modellreihe oder eines Typs sein: So läuft der Ford Focus RS Mk3 Anfang April 2018 aus, wie Ford auf AUTO ZEITUNG-Anfrage bestätigt. Hintergrund: Im Sommer 2018 schickt sich die neue Focus-Generation an, in den Markt zu starten. Später sicherlich auch wieder mit einem RS. Zeitgleich stellt Wolfsburg die Produktion des VW Beetle ein und haben bis mindestens 2020 kein einziges Cabrio im Programm. Über die Gründe schwieg sich VW aus, doch dürften die Verkaufszahlen des Beetle Cabrio zuletzt nicht mehr zufriedenstellend gewesen sein. Ein andere Grund für das Aus ist im Falle des BMW M3 die Euro-6d-Norm, die im September 2018 für Neuwagen verpflichtend wird. Dann bräuchte der Bayer einen Otto-Partikelfilter, um die Anforderungen zu erfüllen. Während BMW dem M4 das Technik-Update bereits spendiert hat, stellt man den Verkauf der Limousine in Europa ein. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Vermutlich waren die Verkaufszahlen nicht hoch genug, um den hohen technischen und damit kostspieligen Aufwand zu betreiben. Auch das absehbare Produktionsende der aktuellen 3er-Reihe könnte eine Rolle spielen. In den USA wird der M3 ohne entsprechenden Filter weiter zu haben sein. Der kürzlich vorgestellte M3 CS stellt also nicht nur den Höhe-, sondern auch den Endpunkt der aktuellen Generation dar. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, wenn man sich einen fabrikneuen M3 F80 zulegen will.

V10-Motor der Dodge Viper im Video:

 
 

Auslaufmodelle: Ford Focus RS & VW Beetle

Der Citroën C4 soll schon bald eingestellt werden. Das sagte Xavier Peugeot, Produktplaner des französischen Autobauers, unlängst in einem Interview. Die Sorge, dass sich der Kompakte und das frisch überarbeitete Kompakt-SUV Citroën C4 Cactus kanibalisieren, ist offenbar zu groß. Somit wird der seit 2010 gebaute C4 mit veralteter Technik und überholtem Design zugunsten des Erfolgsmodells eingestellt. Ein genaues Datum für das Ende des C4 steht indes noch aus. Viel konkreter ist da Mercedes beim G 500 4x4², für den die Schwaben nur noch bis Ende Oktober 2017 Bestellungen entgegen nehmen. Ein massenfähiges Auto angesichts des Preises von 231.693 Euro war die besondere G-Klasse freilich nie. Stilprägend für das wuchtige Sondermodell sind die Portalachsen. Diese Technik ermöglicht, die Räder nicht auf Achsmitte, sondern deutlich weiter unten anzubringen. Dadurch steigt die Bodenfreiheit der G-Klasse auf immense 450 Millimeter, die Watttiefe beträgt gar 1000 Millimeter. Für den entsprechenden Grip abseits der Piste sorgen 22-Zoll-Felgen mit grobstolligen Reifen der Dimension 325/55. Unter der Haube des Mercedes G 500 4x4² steckt ein Vierliter-V8-Biturbo mit 422 PS für schier unbändigen Vorwärtsdrang. Im Dezember 2015 kamen die ersten Modelle zum Händler, gut zwei Jahre später ist nun Schluss. 

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Dodge SRT Viper sagt "Goodbye"

Im Produktionsjahr 2017 ereilte auch die Dodge SRT Viper das Aus. Dabei sollte der Sportwagen mit dem 8,4 Liter großem V10 unter der Haube schon im vergangenen Jahr eingestellt werden. Zuletzt wurde die Produktion aus Restbeständen am Leben gehalten. Es müssen wohl zweierlei Gründe für das Ende der Ikone ins Feld geführt werden: Zum einen verkaufte sich die Viper in Konkurrenz zu den preiswerteren Dodge Challenger und Ford Mustang deutlich schlechter, zum anderen hätten neue Sicherheitsstandards in den USA aufwändige Anpassungen erfordert. Laut FCA-Designschef Ralph Gilles hätten die verpflichtenden Kopfairbags nicht mehr ins Auto gepasst. Deutlich weniger emotional ist da wohl das Produktionsende des Mercedes B 250e. Das Elektroauto von Daimler wird im dritten Quartal 2017 eingestellt und bleibt vorerst ohne Nachfolger. Künftig möchte sich Mercedes auf die EQ-Modelle konzentrieren, eine Submarke für Elektroautos von Daimler. Die elektrifizierte B-Klasse kann einen 179 PS und 340 Newtonmeter starken Elektromotor vorweisen, der eine Reichweite von 200 Kilometern ermöglicht. Kurz zuvor hat Damiler auch schon die Produktion der Mercedes R-Klasse eingestellt. Die Großraumlimousine mit bis zu sieben Sitzen wird nur noch bis September 2018 produziert und bis Ende des gleichen Jahres nach China ausgeliefert, wie eine Sprecherin im Juli 2017 sagte. In anderen Ländern ist der Wagen schon seit 2013 nicht mehr zu haben. Seit Produktionsstart 2005 seien gut 200.000 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert worden, deren Wünsche zukünftig mit der SUV-Palette von Mercedes-Benz abgedeckt werden sollen.

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Aus für Audi R8 e-tron und BMW Z4

Mit so viel Tamtam der Audi R8 e-tron ins Rampenlicht gefahren wurde, so leise tritt der Elektrosportler auch wieder ab. Audi hat die Produktion des rund eine Million Euro teuren R8 e-tron eingestellt – nach nicht einmal 100 Stück. Dabei sind die Fahrwerte doch so reizvoll: 462 PS und 920 Newtonmeter Drehmoment beschleunigen den Audi R8 e-tron in nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Trotz der Power kann der R8 e-tron eine Reichweite von rund 450 Kilometern vorweisen. Eine Eigenschaft, die vor allem auf die Hartnäckigkeit von Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg zurückging. Er nahm die gestoppte Entwicklung am Audi R8 e-tron nicht nur wieder auf, er forderte auch die entsprechende Reichweite ein. Nun aber will sich Audi wohl der Entwicklung massentauglicherer E-Autos zuwenden. Wenn die Nachfrage nach einem Autos sinkt, reagieren die Hersteller – und das längst nicht immer mit einem Facelift. So wie der Audi R8 e-tron zu Grabe getragen wurden, ging es in auch vielen anderen Modellen. Gerade bei Roadstern und Cabrios wird scheinbar aufgeräumt. Wo die SUVs nur so aus dem Boden sprießen, wird die Produktion eines Oben-ohne-Modells nach dem anderen eingestellt. Konzernschwester Mini streicht den Roadster und das Coupé, bei VW traf es neben dem Beetle Cabrio auch Eos und Golf Cabrio. Auch die Franzosen folgen diesem Trend, so stellte Peugeot die CC-Varianten des 207 und 308 ein und Renault streichte den Mégane als Cabrio und Coupé.

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