Staumelder: Aktuelle Verkehrslage zum Wochenende Freie Fahrt am Wochenende

von Alexander Koch 24.01.2020
Inhalt
  1. Staumelder: Aktuelle Verkehrslage zum kommenden Wochenende (24. bis 26. Januar 2020)
  2. Stauprognose für Österreich, Schweiz und Italien
  3. Regionale Fahrverbote in Tirol (Österreich)
  4. Diese Alpenpässe sind gesperrt
  5. Staus durch Bauarbeiten: Online-Übersicht der Bundesanstalt für Straßenwesen 
  6. Mit intelligenten Apps Staus vermeiden
  7. Richtiges Verhalten im Stau
  8. Kolonnenspringer gewinnen keine Zeit
  9. Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?
  10. Darf im Stau rechts überholt werden?
  11. Den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?
  12. Darf im Stau gewendet werden?
  13. Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?
  14. Dürfen sich Motorradfahrer durchschlängeln?
  15. Dürfen Autofahrer im Stau aussteigen?
  16. Ist eine Pinkelpause auf der Autobahn erlaubt?
  17. Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

Staumelder: Freie Fahrt bei der aktuellen Verkehrslage zum Wochenende, 24. bis 26. Januar 2020. Wo sich Autofahrer auf Verzögerungen, stockenden Verkehr und Staus einstellen müssen, sagt die Stauprognose!

Trotz Winterreiseverkehrs drohen bei der aktuellen Verkehrslage am Wochenende, 24. bis 26. Januar 2020, nur wenig Staus. Wie der Staumelder des ACE begründet, gibt es derzeit in keinem Bundesland Ferien, was sich in überwiegend freien Autobahnen in die Ski-Regionen äußert. Wetterkapriolen wie heftiger Schneefall oder Starkregen können mancherorts aber einen Strich durch die Rechnung machen und zu Verzögerungen führen. Für die An- und Abreiserouten in Süddeutschland sagt der ACE in seiner Stauprognose ab Samstagvormittag eine "latente Staugefahr" voraus. Am Sonntag sollten sich Autofahrer ab dem Nachmittag in nördlicher Richtung auf Verzögerungen einstellen. Zu den Winterurlaubern gesellen sich am Freitag noch die üblichen Pendler, besonders voll dürfte es zwischen 14 und 18 Uhr werden. Stockender Verkehr und Staus sind auch im Bereich von Baustellen und nach Unfällen möglich. Wo bei der aktuellen Verkehrslage am Wochenende, 24. bis 26. Januar 2020, stockt, verrät der Staumelder unten.

Aktuelle Verkehrslage zum Wochenende, 24. bis 26. Januar 2020 im ADAC-Video:

 
 

Staumelder: Aktuelle Verkehrslage zum kommenden Wochenende (24. bis 26. Januar 2020)

  • A 1  Bremen - Osnabrück - Münster - Köln
  • A 3  Passau - Regensburg und Erlangen - Würzburg - Frankfurt/Main - Köln - Hilden
  • A 5  Karlsruhe - Heidelberg
  • A 6  Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A 7  Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm
  • A 10 Berliner Ring
  • A 24 Berliner Ring - Pritzwalk
  • A 31 Meppen - Lingen/Ems
  • A 42 Kamp-Lintfort - Dortmund
  • A 43 Recklinghausen - Wuppertal
  • A 45 Dortmund - Hagen - Gießen
  • A 46 Neuss - Düsseldorf - Wuppertal                              
 

Stauprognose für Österreich, Schweiz und Italien

Für Österreich und Schweiz sagt der Staumelder zur aktuellen Verkehrslage am kommenden Wochenende, 24. bis 26. Januar 2020, einen stärkeren Verkehrsfluss vor allem auf den Zufahrtsstraßen der Wintersportregionen und den Transitrouten voraus. In Österreich sind laut ACE vor allem der Fernpass rund um Salzburg und bei Kufstein betroffen. In Tirol gelten auf bestimmten Strecken an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen Fahrverbote für den Durchgangsverkehr. An- und abreisende Urlauber seien in den betroffenen Zielgebieten davon ausgenommen. Gut zu wissen: Sowohl für Österreich als auch für die Schweiz sind bis 31. Januar noch die Jahresvignetten aus 2019 gültig. Zudem sind bestimmte grenznahe Streckenabschnitte mautfrei: Etwa der Abschnitt Kiefersfelden - Kufstein-Süd auf der Inntal-Autobahn A 12 in Tirol, die West-Autobahn A 1 von Walserberg bis Salzburg-Nord und die Rheintal-Autobahn A 14 von Hörbranz bis Hohenems.

Das ist im Stau verboten (Video):

 
 

Regionale Fahrverbote in Tirol (Österreich)

In Tirol gelten auf zehn Strecken Fahrverbote, um den dortigen Anwohnern wieder mehr Ruhe zu verschaffen. Wer ertappt wird, muss bis zu 60 Euro Strafe zahlen. Die Polizei kontrolliert an einigen stationären Checkpoints und mit mobilen Streifen. Die Fahrverbote gelten bis Mitte April 2020 an Wochenenden und Feiertagen jeweils tagsüber, an Samstagen von 7bis 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 17 Uhr. Die Regelung sei mit großen Tafeln deutlich ausgeschildert, sagte der Sprecher weiter. Die meisten Navigationsgeräte würden die Sperren auch berücksichtigen. Von der Maßnahme sind wie bereits im Sommer die Bezirke Innsbruck-Land, Kufstein und Reutte betroffen. Erstmals gibt es auch im Bezirk Schwaz ein Fahrverbot. Darüber hinaus kommen entlang der Transitrouten etwa in Ebbs, Gries am Brenner, Kufstein, Matrei am Brenner und Niederndorf Dosierampeln zum Einsatz. Bei Überlastung werden diese Ampeln aktiviert. Ausgenommen ist der Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr. Mehr Informationen zu den Fahrverboten auf der Homepage des Bundeslandes Tirol

 

Diese Alpenpässe sind gesperrt

In den Alpen sind fast alle Passstraßen über den Winter geschlossen. Die Wintersperren dauern üblicherweise bis zum Frühjahr. In Österreich sind bis auf das Hahntennjoch in Tirol, das Furkajoch in Vorarlberg und die Silvretta-Hochalpenstraße alle wichtigen Routen mit Wintersperren zu. In der Schweiz sind noch Albula, Flüela und Oberalp geöffnet, in Italien Penserjoch und Würzjoch. In Frankreich ist kein Übergang mit Wintersperre mehr offen. Geöffnete Pässe sollten Reisende nur noch mit Winterreifen befahren, rät der Autoclub. Eine Übersicht über die Befahrbarkeit der Alpenstraßen gibt es hier: Der Alpenstraßenbericht des ADAC

 

Staus durch Bauarbeiten: Online-Übersicht der Bundesanstalt für Straßenwesen 

Eine neue Website zeigt Autofahrern Dauerbaustellen auf der deutschen Autobahnen an. Über das Angebot lassen sich Informationen zu allen gemeldeten Dauerbaustellen grafisch abrufen, erklärt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Filtereinstellungen ermöglichen, sich Baustellen zum Beispiel nur für bestimmte Bundesländer oder Autobahnen anzeigen zu lassen. Auch sind Kategorien wie "Baustellentyp", "Sperrungen" oder "Baustellenlänge" einstellbar. Die Nutzer können auch ein Feedback geben, zu den Baustellen selbst oder zur Meldung, wenn diese zum Beispiel fehlerhaft sein sollte, so die BASt. Auch eine Bewertung etwa zur Baustellenlänge sei möglich. Hier geht es zur Online-Baustellen-Übersicht

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Mit intelligenten Apps Staus vermeiden

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Apps für Mobilgeräte, die in Echtzeit Informationen über die Verkehrslage bieten und frühzeitig warnen, wenn man droht in stehenden Verkehr zu geraten. Neben klassischen Karten-Apps wie Google Maps oder Apple Karten, gibt es viele spezialisierte Varianten. Die beiden Platzhirsche geben ein ziemlich gutes Echtzeitbild der Verkehrslage wieder. Sogar Staus vor Ampeln kann man erkennen. Verschiedene Farbtöne geben an, wie stark der Verkehr stockt. Wichtig: Die Verkehrslage-Funktion muss meist manuell aktiviert werden! Besonders gut: Beide Apps lassen sich zur Navigation nutzen, bei der die aktuelle Stau-Situation mit einberechnet und bei Bedarf Bereiche mit erhöhtem Verkehrsaufkommen intelligent umfahren werden. Ähnliche Funktionen bieten auch andere Anbieter wie Inrix, Here und Waze. Inrix punktet mit einer Prognose-Funktion und informiert mit einem Abfahrt-Alarm zum prognostiziert günstigsten Abfahrt-Zeitpunkt. Waze bietet ähnliche Funktionen, legt aber seinen Fokus verstärkt auf Vernetzung durch Anmeldung in der eigenen Autofahrer-Community. Blitzer.de bietet ebenfalls eine gut funktionierende Warnung vor Staus und Baustellen. Immer zu beachten ist, dass alle genannten Programme nur online funktionieren und entsprechend Datenvolumen verbrauchen!

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Richtiges Verhalten im Stau

Staus sind lästig, bei längeren Fahrten aber kaum zu vermeiden. Deshalb sollten Autofahrer immer mit stockendem oder gar stehendem Verkehr rechnen, entsprechend mehr Zeit einkalkulieren und für den Fall einer Vollsperrung ausreichend Getränke oder Essen an Bord haben. Ist das Auto für den Urlaub vollgepackt, sollten zudem Warnweste und -dreieck griffbereit liegen und nicht erst aus den Untiefen des Kofferraums herausgeholt werden müssen. Weitere Tipps zum richtigen Verhalten im Stau!

 

Kolonnenspringer gewinnen keine Zeit

Wer bei stockendem Verkehr auf der Autobahn häufig zwischen den Spuren wechselt, gewinnt keine messbare Zeit, erklärt der TÜV Thüringen. Vielmehr erhöhen solche Kolonnenspringer das Unfallrisiko. Und oftmals verlängerten sich die Staus aufgrund von Folgeunfällen.

 

Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?

Bei einem (drohenden) Stau muss die Rettungsgasse sofort gebildet werden – und nicht erst dann, wenn ein Einsatzwagen in Sicht- oder Hörweite ist. Fehlverhalten kann dabei wertvolle Zeit und Menschenleben kosten. Die Regeln für eine Rettungsgasse sind denkbar einfach: Bei einer zweispurigen Autobahn ist sie zwischen der linken und der rechten Spur zu bilden. Bei drei oder mehr Spuren verläuft sie zwischen der äußerst linken Spur und dem Fahrstreifen rechts daneben. Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro rechnen.

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Darf im Stau rechts überholt werden?

Tatsächlich darf im Stau oder stockendem Verkehr auch auf der Autobahn rechts überholt werden. Allerdings gibt es dafür zwei Voraussetzungen: Der Verkehr auf der linken Spur muss entweder stehen oder aber darf maximal 60 km/h fahren. Bei stehenden Autos darf der Verkehr auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h vorbei fahren. Rollt die linke Spur, darf der Autofahrer auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h Differenzgeschwindigkeit überholen. Allerhöchstens sind 80 km/h erlaubt! Wer schneller fährt, riskiert ein Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt.

 

Den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?

Der Standstreifen ist ausschließlich für Pannenfahrzeuge gedacht. Wer den Standstreifen nutzt, um einen Stau bis zur nächsten Ausfahrt zu umfahren, riskiert demzufolge eine Strafe in Höhe von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg. Ausnahmen von der Regel sind übrigens durch grüne Pfeile (meist über der Spur) oder entsprechende Schilder am Straßenrand gekennzeichnet.

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Darf im Stau gewendet werden?

Nein! Auf der Autobahn ist wenden oder rückwärts fahren strengstens verboten, außer die Polizei fordert die Autofahrer dazu auf und leitet den Verkehr von der Autobahn ab. Bei eigenmächtigen Aktionen drohen empfindliche Straßen von bis zu 200 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot.

 

Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?

Ist ein Fahrstreifen blockiert, gilt das Reißverschlussverfahren. Heißt: Autofahrer sollen bis zum Hindernis vorfahren und sich dann in der anderen Spur einfädeln. Wer dabei Lücken absichtlich verschließt, muss mit 20 Euro Strafe rechnen.

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Dürfen sich Motorradfahrer durchschlängeln?

Nein, das dürfen sie nicht. Wenn sich Motorradfahrer im Stau dennoch zwischen Wagenreihen durchschlängeln, riskieren sie ein Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg. Es ist ihnen aber erlaubt, bei ausreichend Seitenabstand links zu überholen.

 

Dürfen Autofahrer im Stau aussteigen?

Die klare Antwort lautet: nein! Das Aussteigen ist nach der Straßenverkehrsordnung § 18 Absatz 9 Satz 1 eindeutig untersagt. Die einzige Ausnahme bildet die Sicherung einer Unfallstelle. Das Verbot gilt natürlich auch bei längeren Staus oder Vollsperrungen, selbst wenn wenn die Polizei in solchen Fällen gerne mal ein Auge zudrückt. Wer in diesem Falle trotzdem aussteigen möchte, sollte unbedingt nahe am Auto bleiben und idealerweise eine Rettungsweste tragen.

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Ist eine Pinkelpause auf der Autobahn erlaubt?

Wer kennt die Situation nicht: Kaum ist Stau, drängt die Toilettenpause – ohne ein Rastplatz in Sicht. Ist also eine Pinkelpause am Böschungsrand der Autobahn eine Alternative? "Das Betreten von Autobahnen ist generell verboten. Die Straßenverkehrsordnung macht hier keinerlei Ausnahmen", sagt Verkehrsexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen. Deshalb rät er generell davon ab, im Stau auszusteigen – geschweige denn, eine Pinkelpause einzulegen. Das könne mit einem Bußgeld von zehn Euro geahndet werden. Wer mit seiner Pinkelpause im Stau den Nachfolgeverkehr blockiert, dem drohen laut Bußgeldkatalog 30 Euro wegen eines Halts auf der Autobahn. Dauert das Geschäft länger und das Auto blockiert mehr als drei Minuten den Verkehr, gilt das als Parken auf der Autobahn – und wird mit einem Bußgeld von 70 Euro belegt. Obendrein ist in Deutschland das Urinieren in der Öffentlichkeit untersagt und wird von Städten und Kommunen unterschiedlich hart geahndet. Wer eine schwache Blase hat, sollte deshalb über die Anschaffung sogenannter Notfall- oder Taschen-WC nachdenken.

 

Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

Telefonieren, das besagt die Straßenverkehrsordnung ganz klar, ist nur erlaubt, wenn der Motor ausgeschaltet ist. Diese Regelung gilt auch für den Stau. Sollte der Motor also noch laufen, muss eine Freisprechanlage aktiv sein. Andernfalls droht eine Strafe von 60 Euro und einem Punkt.

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