Staumelder: Aktuelle Verkehrslage zum Wochenende Weitestgehend freie Fahrt

von Alexander Koch 12.11.2018

Der Staumelder prognostiziert für das kommende Wochenende, 16. bis 18. November 2018, weitestgehend freie Fahrt. Wo es trotzdem stockt, verrät die Stauprognose!

Inhalt
  1. Staumelder: ADAC zur aktuellen Verkehrslage am Wochenende
  2. Stauprognose 2018: Weitere Staus durch Bauarbeiten
  3. Diese Alpenpässe sind gesperrt
  4. Mit intelligenten Apps Staus vermeiden
  5. Richtiges Verhalten im Stau
  6. Kolonnenspringer gewinnen keine Zeit
  7. Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?
  8. Darf im Stau rechts überholt werden?
  9. Den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?
  10. Darf im Stau gewendet werden?
  11. Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?
  12. Dürfen sich Motorradfahrer durchschlängeln?
  13. Dürfen Autofahrer im Stau aussteigen?
  14. Ist eine Pinkelpause auf der Autobahn erlaubt?
  15. Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

Der Staumelder bringt gute Nachrichten für Autofahrer: Am kommenden Wochenende, 16. bis 18. November 2018, kommen sie auf den Autobahnen zumeist problemlos an ihr Ziel. Der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC sagen nur geringen Reiseverkehr voraus. Allerdings könnten mancherorts Wetterkapriolen wie Nebel, überfrierende Nässe und Baustellen für Staus und Verzögerungen sorgen. Gewohnt viel los dürfte auch ab Freitagmittag (16. November) aufgrund des Pendlerverkehrs sein. Der ACE rechnet dann bundesweit mit erhöhter Staugefahr bis in den Abend. Wo es am kommenden Wochenende, 16. bis 18. November 2018, trotzdem stockt, verrät der Staumelder im nächsten Absatz! Mehr zum Thema: Auf diesen Autobahnen gilt Tempo 80

 

Staumelder: ADAC zur aktuellen Verkehrslage am Wochenende

  • A 1  Fehmarn - Lübeck - Hamburg - Bremen Münster - Köln und Wittlich - Saarbrücken
  • A 2  Herten - Dortmund - Hannover - Braunschweig - Magdeburg - Dreieck Werder
  • A 3  Passau - Nürnberg - Würzburg - Frankfurt/Main - Köln - Oberhausen - Arnheim
  • A 4  Chemnitz - Dresden - Görlitz
  • A 5  Basel - Karlsruhe und Darmstadt - Frankfurt/Main
  • A 6  Kaiserslautern - Mannheim und Feuchtwangen - Nürnberg
  • A 7  Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm
  • A 8  Stuttgart - Ulm und München - Salzburg
  • A 9  Berlin - Halle/Leipzig                                          
  • A 10 Berliner Ring
  • A 13 Schönefelder Kreuz - Dresden
  • A 14 Magdeburg - Leipzig
  • A 24 Berliner Ring - Wittstock/Dosse
  • A 27 Walsrode - Bremen - Bremerhaven
  • A 31 Emden - Leer - Lingen/Ems
  • A 40 Duisburg - Essen
  • A 45 Gambacher Kreuz - Siegen
  • A 61 Koblenz - Mönchengladbach
  • A 99 Autobahnring München  

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Stauprognose 2018: Weitere Staus durch Bauarbeiten

Mit 538 Baustellen hat die Zahl im laufenden Jahr 2018 ihren Höchststand erreicht. Nach Angaben des ADAC im September 2018 entspricht der Wert 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (469). Die meisten Baustellen sind mit 130 zurzeit in Nordrhein-Westfalen anzutreffen, gefolgt von Hessen mit 80 Baustellen und Niedersachen mit 65. Laut des Verkehrsclubs ist ein steter Personalmangel in der Bauwirtschaft und bei den zuständigen Behörden dafür verantwortlich, dass viele Baustellen länger offen sind als nötig.  

Zu den besonders staubelasteten Autobahnabschnitten zählen:

  • A 1 Münster - Osnabrück, Kölner Ring, Köln - Dortmund
  • A 3 Frankfurt - Würzburg A 6 Mannheim - Heilbronn
  • A 7 Hamburg - Flensburg, Kassel - Göttingen
  • A 10 nördlicher Berliner Ring
  • A 45 Frankfurt - Dortmund

Mit den längsten Autobahnbaustellen müssen Autofahrer auf folgenden Streckenabschnitten rechnen:

  • A 7 Würzburg-Ulm/beide Richtungen/Gollhofen und Rothenburg ob der Tauber
  • A 9 Halle/Leipzig-Berlin/beide Richtungen/Rastplatz Mosigkauer Heide und Dessau-Ost
  • A 5 Karlsruhe-Basel/beide Richtungen/Ettlingen und Rastatt-Nord
  • A 57 Nimwegen-Krefeld/beide Richtungen/Uedem und Alpen
  • A 20 Lübeck-Rostock/beide Richtungen/Wismar-Mitte und Kreuz Wismar
  • A 6 Heilbronn-Mannheim/beide Richtungen/Heilbronn und Bad Rappenau
  • A 96 Lindau-München/beide Richtungen/Oberpfaffenhofen und Germering-Süd
  • A 33 Bielefeld-Brilon/beide Richtungen/Paderborn-Elsen und Etteln
  • A 14 Halle-Magdeburg/beide Richtungen/Rastplatz Petersberg und Löbejün
 

Diese Alpenpässe sind gesperrt

Viele Alpenpässe sind ohne nicht mehr befahrbar oder sogar schon vorübergehend oder dauerhaft gesperrt. In Österreich sind die Großglockner Hochalpenstraße, das Timmelsjoch, die Nockalmstraße, die Maltatal Hochalmstraße und der Staller Sattel bereits geschlossen. Der Sölkpass ist vorübergehend gesperrt. Bis Mitte November 2018 muss zudem mit der Sperrung der Silvretta Hochalpenstraße und des Furkajochs gerechnet werden. In der Schweiz gilt eine Wintersperre für die Pässe Furka, Grimsel, Großer St. Bernhard, St. Gotthard, Klausen, Nufenen und Susten. Auch diverse Übergänge in Graubünden und der Zentralschweiz sollten Autofahrer meiden. Zudem dürften auch die Pässe Albula, Splügen, San Bernardino, Forcola di Livigno und Umbrail bis Mitte November 2018 dauerhaft geschlossen werden. In Italien ist der Gaviapass geschlossen. Vorübergehend nicht befahrbar sind das Stilfserjoch, das Penser Joch und einige Dolomitenpässe. In Frankreich sind die meisten höheren Alpenpässe bis auf weiteres nicht befahrbar. Dauerhaft geschlossen sind schon Agnel, Galibier und Lombarde.

 

Mit intelligenten Apps Staus vermeiden

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Apps für Mobilgeräte, die in Echtzeit Informationen über die Verkehrslage bieten und frühzeitig warnen, wenn man droht in stehenden Verkehr zu geraten. Neben klassischen Karten-Apps wie Google Maps oder Apple Karten, gibt es viele spezialisierte Varianten. Die beiden Platzhirsche geben ein ziemlich gutes Echtzeitbild der Verkehrslage wieder. Sogar Staus vor Ampeln kann man erkennen. Verschiedene Farbtöne geben an, wie stark der Verkehr stockt. Wichtig: Die Verkehrslage-Funktion muss meist manuell aktiviert werden! Besonders gut: Beide Apps lassen sich zur Navigation nutzen, bei der die aktuelle Stau-Situation mit einberechnet und bei Bedarf Bereiche mit erhöhtem Verkehrsaufkommen intelligent umfahren werden. Ähnliche Funktionen bieten auch andere Anbieter wie Inrix, Here und Waze. Inrix punktet mit einer Prognose-Funktion und informiert mit einem Abfahrt-Alarm zum prognostiziert günstigsten Abfahrt-Zeitpunkt. Waze bietet ähnliche Funktionen, legt aber seinen Fokus verstärkt auf Vernetzung durch Anmeldung in der eigenen Autofahrer-Community. Blitzer.de bietet ebenfalls eine gut funktionierende Warnung vor Staus und Baustellen. Immer zu beachten ist, dass alle genannten Programme nur online funktionieren und entsprechend Datenvolumen verbrauchen!

 

Richtiges Verhalten im Stau

Staus sind lästig, bei längeren Fahrten aber kaum zu vermeiden. Deshalb sollten Autofahrer immer mit stockendem oder gar stehendem Verkehr rechnen, entsprechend mehr Zeit einkalkulieren und für den Fall einer Vollsperrung ausreichend Getränke oder Essen an Bord haben. Ist das Auto für den Urlaub vollgepackt, sollten zudem Warnweste und -dreieck griffbereit liegen und nicht erst aus den Untiefen des Kofferraums herausgeholt werden müssen. Weitere Tipps zum richtigen Verhalten im Stau!

 

Kolonnenspringer gewinnen keine Zeit

Wer bei stockendem Verkehr auf der Autobahn häufig zwischen den Spuren wechselt, gewinnt keine messbare Zeit, erklärt der TÜV Thüringen. Vielmehr erhöhen solche Kolonnenspringer das Unfallrisiko. Und oftmals verlängerten sich die Staus aufgrund von Folgeunfällen.

 

Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?

Bei einem (drohenden) Stau muss die Rettungsgasse sofort gebildet werden – und nicht erst dann, wenn ein Einsatzwagen in Sicht- oder Hörweite ist. Fehlverhalten kann dabei wertvolle Zeit und Menschenleben kosten. Die Regeln für eine Rettungsgasse sind denkbar einfach: Bei einer zweispurigen Autobahn ist sie zwischen der linken und der rechten Spur zu bilden. Bei drei oder mehr Spuren verläuft sie zwischen der äußerst linken Spur und dem Fahrstreifen rechts daneben. Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro rechnen.

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Darf im Stau rechts überholt werden?

Tatsächlich darf im Stau oder stockendem Verkehr auch auf der Autobahn rechts überholt werden. Allerdings gibt es dafür zwei Voraussetzungen: Der Verkehr auf der linken Spur muss entweder stehen oder aber darf maximal 60 km/h fahren. Bei stehenden Autos darf der Verkehr auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h vorbei fahren. Rollt die linke Spur, darf der Autofahrer auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h Differenzgeschwindigkeit überholen. Allerhöchstens sind 80 km/h erlaubt! Wer schneller fährt, riskiert ein Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt.

 

Den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?

Der Standstreifen ist ausschließlich für Pannenfahrzeuge gedacht. Wer den Standstreifen nutzt, um einen Stau bis zur nächsten Ausfahrt zu umfahren, riskiert demzufolge eine Strafe in Höhe von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg. Ausnahmen von der Regel sind übrigens durch grüne Pfeile (meist über der Spur) oder entsprechende Schilder am Straßenrand gekennzeichnet.

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Abkürzung über den Seitenstreifen

 

Darf im Stau gewendet werden?

Nein! Auf der Autobahn ist wenden oder rückwärts fahren strengstens verboten, außer die Polizei fordert die Autofahrer dazu auf und leitet den Verkehr von der Autobahn ab. Bei eigenmächtigen Aktionen drohen empfindliche Straßen von bis zu 200 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot.

 

Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?

Ist ein Fahrstreifen blockiert, gilt das Reißverschlussverfahren. Heißt: Autofahrer sollen bis zum Hindernis vorfahren und sich dann in der anderen Spur einfädeln. Wer dabei Lücken absichtlich verschließt, muss mit 20 Euro Strafe rechnen.

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Dürfen sich Motorradfahrer durchschlängeln?

Nein, das dürfen sie nicht. Wenn sich Motorradfahrer im Stau dennoch zwischen Wagenreihen durchschlängeln, riskieren sie ein Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg. Es ist ihnen aber erlaubt, bei ausreichend Seitenabstand links zu überholen.

 

Dürfen Autofahrer im Stau aussteigen?

Die klare Antwort lautet: nein! Das Aussteigen ist nach der Straßenverkehrsordnung § 18 Absatz 9 Satz 1 eindeutig untersagt. Die einzige Ausnahme bildet die Sicherung einer Unfallstelle. Das Verbot gilt natürlich auch bei längeren Staus oder Vollsperrungen, selbst wenn wenn die Polizei in solchen Fällen gerne mal ein Auge zudrückt. Wer in diesem Falle trotzdem aussteigen möchte, sollte unbedingt nahe am Auto bleiben und idealerweise eine Rettungsweste tragen.

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Telefonieren statt Panne

 

Ist eine Pinkelpause auf der Autobahn erlaubt?

Wer kennt die Situation nicht: Kaum ist Stau, drängt die Toilettenpause – ohne ein Rastplatz in Sicht. Ist also eine Pinkelpause am Böschungsrand der Autobahn eine Alternative? "Das Betreten von Autobahnen ist generell verboten. Die Straßenverkehrsordnung macht hier keinerlei Ausnahmen"», sagt Verkehrsexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen. Deshalb rät er generell davon ab, im Stau auszusteigen – geschweige denn, eine Pinkelpause einzulegen. Das könne mit einem Bußgeld von zehn Euro geahndet werden. Wer mit seiner Pinkelpause im Stau den Nachfolgeverkehr blockiert, dem drohen laut Bußgeldkatalog 30 Euro wegen eines Halts auf der Autobahn. Dauert das Geschäft länger und das Auto blockiert mehr als drei Minuten den Verkehr, gilt das als Parken auf der Autobahn – und wird mit einem Bußgeld von 70 Euro belegt. Obendrein ist in Deutschland das Urinieren in der Öffentlichkeit untersagt und wird von Städten und Kommunen unterschiedlich hart geahndet. Wer eine schwache Blase hat, sollte deshalb über die Anschaffung sogenannter Notfall- oder Taschen-WC nachdenken.

 

Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

Telefonieren, das besagt die Straßenverkehrsordnung ganz klar, ist nur erlaubt, wenn der Motor ausgeschaltet ist. Diese Regelung gilt auch für den Stau. Sollte der Motor also noch laufen, muss eine Freisprechanlage aktiv sein. Andernfalls droht eine Strafe von 60 Euro und einem Punkt.

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