Stauprognose: Aktuelle Verkehrslage zum Wochenende Kaum Staus am Wochenende 19.1. bis 21.1.

von AUTO ZEITUNG 15.01.2018
Inhalt
  1. ADAC-Stauprognose: Aktuelle Verkehrslage am Wochenende
  2. Winter 2018: Weitere Staus durch Tunnel-Wartungsarbeiten
  3. Immer mehr Alpenpässe gesperrt
  4. Richtiges Verhalten im Stau
  5. Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?
  6. Darf im Stau rechts überholt werden?
  7. Den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?
  8. Darf im Stau gewendet werden?
  9. Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?
  10. Dürfen sich Motorradfahrer durchschlängeln?
  11. Dürfen Autofahrer im Stau aussteigen?
  12. Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

Der Verkehr am kommenden Wochenende, 19. bis 21. Januar 2018, zeigt sich weitestgehend entspannt. Lediglich auf den Wintersportrouten muss mit Stau gerechnet werden. Die aktuelle Stauprognose!

Auf den Autobahnen dürfte es am kommenden Wochenende, 19. bis 21. Januar 2018, generell sehr entspannt und staufrei zugehen. Lediglich bei Baustellen und auf den Strecken von und zu den Wintersportgebieten kann es laut Auto Club Europa (ACE) und ADAC schon mal länger dauern oder zu Staus kommen. Vor allem auf den Wegen in die Alpen wird es am Samstagvormittag (20. Januar) und in Gegenrichtung am Sonntagnachmittag (21. Januar) lebhaft werden. Gleiches gelte besonders bei guter Schneelage für die deutschen Mittelgebirge. Reisende stellen sich nach Angaben der Clubs am Wochenende generell auf folgenden Strecken auf Baustellen, Behinderungen oder Staus ein:

 

ADAC-Stauprognose: Aktuelle Verkehrslage am Wochenende

  • A 1 Saarbrücken - Köln - Dortmund - Münster - Bremen sowie Hamburg - Lübeck
  • A 3 Passau - Nürnberg - Würzburg - Frankfurt/Main - Köln - Oberhausen, beide Richtungen
  • A 4 Aachen - Köln
  • A 5 Hattenbacher Dreieck - Frankfurt/Main - Karlsruhe - Basel
  • A 6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A 7 Flensburg - Hamburg - Hannover sowie Kassel - Würzburg -  Ulm - Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A 9 Berlin - Nürnberg - München
  • A 10 Berliner Ring
  • A 40 Duisburg - Essen - Dortmund
  • A 45 Gießen - Hagen - Dortmund
  • A 93 Inntaldreieck - Kufstein
  • A 95 / B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 99 Umfahrung München  

Voll wird es durch Wintersportler auf den Strecken von und zu den Skiregionen auch in Österreich und in der Schweiz. Hier müssen Autofahrer ebenfalls mit Staus rechnen. Für die Transitrouten sagen die Clubs dagegen lediglich leichte Störungen voraus.

  • Österreich: A 1 (West), A 10 (Tauern), A 12 (Inntal), A 13 (Brenner), die Fernpass-Route (B 179) sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen. Bei der Rückreise von Österreich nach Deutschland sollten sich die Autofahrer laut ACE auf Verkehrskontrollen einstellen.
  • Schweiz: A 2 (Gotthard-Route), die A 1 (St. Gallen - Zürich - Bern) und die Zufahrtsstraßen in die Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz.
 

Winter 2018: Weitere Staus durch Tunnel-Wartungsarbeiten

Autofahrer müssen laut ADAC zusätzlich an vielen Tunneln mit verlängerten Wartezeiten, Staus und stockendem Verkehr rechnen. Grund dafür sind Wartungsarbeiten, wodurch viele Tunnel gesperrt oder nur teilweise befahrbar sind. Gerade zu Hochzeiten des Verkehrs, wie zum Beispiel am Wochenende, kann dies Autofaher viel Zeit kosten. Dies betrifft vor allem Tunnel in Deutschland und den Alpenländern, daher sollten Reisende ihre Routen entweder umplanen, oder mehr Zeit einplanen, empfiehlt der ADAC. Wo genau es zu Wartungsarbeiten kommen wird, zeigt unsere Übersicht:

  • A 7 Ulm - Füssen/Reutte der Grenztunnel Füssen
  • A 8 Luxemburg - Saarlouis der Tunnel Pellinger Berg
  • A 2 (Österreich) Luzern - Chiasso in der Schweiz der Gotthardtunnel
  • A 2 (Österreich) bei Klagenfurt die Tunnel Lendorf, Falkenberg und Ehrentalerberg
  • A 10 (Österreich) die Tunnelgruppe Werfen, der Ofenauer und Hiefler Tunnel sowie der Reit- und Oswaldibergtunnel
  • A 6 (Frankreich) bei Lyon der Tunnel de Fourviere am zweiten Oktober-Wochenende
 

Immer mehr Alpenpässe gesperrt

In den Alpen seien die meisten Pässe mit regulären Wintersperren nun geschlossen, teilt der ACE mit. Abschnittsweise könne es zu weiteren Sperrungen und Schneekettenpflicht kommen, sofern es die Witterung erfordert. Wintersperren gelten bislang für die Pässe Susten, Furka, Grimsel und Nufenen. Der Albulapass und der Col de la Croix sind allerdings noch befahrbar. In Österreich sind nur noch die Silvretta Hochalpenstraße, das Hahntennjoch und das Furkajoch geöffnet. Der Sölkpass ist wegen eines Erdrutsches bereits seit August nicht mehr befahrbar. Außerdem sind der Gaviapass in Italien sowie der Col d'Agnel in Frankreich schon geschlossen. Der der Col d'Allos und der Col de la Cayolle sind noch geöffnet. In Italien sind das Stilfser Joch und das Penser Joch vorübergehend gesperrt, laut ADAC ist jedoch nicht sicher, ob sie noch einmal geöffnet werden. Der ADAC erwartet das bis zum Jahredende insgesamt mehr als 40 Alpenpässe geschlossen werden. Ab Mai werden sie in der Regel wieder geöffnet.

 

Richtiges Verhalten im Stau

Staus sind lästig, bei längeren Fahrten aber kaum zu vermeiden. Deshalb sollten Autofahrer immer mit stockendem oder gar stehendem Verkehr rechnen, entsprechend mehr Zeit einkalkulieren und für den Fall einer Vollsperrung ausreichend Getränke oder Essen an Bord haben. Ist das Auto für den Urlaub vollgepackt, sollten zudem Warnweste und -dreieck griffbereit liegen und nicht erst aus den Untiefen des Kofferraums herausgeholt werden müssen. Weitere Tipps zum richtigen Verhalten im Stau!

 

Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?

Bei einem (drohenden) Stau muss die Rettungsgasse sofort gebildet werden – und nicht erst dann, wenn ein Einsatzwagen in Sicht- oder Hörweite ist. Fehlverhalten kann dabei wertvolle Zeit und Menschenleben kosten. Die Regeln für eine Rettungsgasse sind denkbar einfach: Bei einer zweispurigen Autobahn ist sie zwischen der linken und der rechten Spur zu bilden. Bei drei oder mehr Spuren verläuft sie zwischen der äußerst linken Spur und dem Fahrstreifen rechts daneben. Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro rechnen.

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Darf im Stau rechts überholt werden?

Tatsächlich darf im Stau oder stockendem Verkehr auch auf der Autobahn rechts überholt werden. Allerdings gibt es dafür zwei Voraussetzungen: Der Verkehr auf der linken Spur muss entweder stehen oder aber darf maximal 60 km/h fahren. Bei stehenden Autos darf der Verkehr auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h vorbei fahren. Rollt die linke Spur, darf der Autofahrer auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h Differenzgeschwindigkeit überholen. Allerhöchstens sind 80 km/h erlaubt! Wer schneller fährt, riskiert ein Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt.

 

Den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?

Der Standstreifen ist ausschließlich für Pannenfahrzeuge gedacht. Wer den Standstreifen nutzt, um einen Stau bis zur nächsten Ausfahrt zu umfahren, riskiert demzufolge eine Strafe in Höhe von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg. Ausnahmen von der Regel sind übrigens durch grüne Pfeile (meist über der Spur) oder entsprechende Schilder am Straßenrand gekennzeichnet.

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Darf im Stau gewendet werden?

Nein! Auf der Autobahn ist wenden oder rückwärts fahren strengstens verboten, außer die Polizei fordert die Autofahrer dazu auf und leitet den Verkehr von der Autobahn ab. Bei eigenmächtigen Aktionen drohen empfindliche Straßen von bis zu 200 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot.

 

Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?

Ist ein Fahrstreifen blockiert, gilt das Reißverschlussverfahren. Heißt: Autofahrer sollen bis zum Hindernis vorfahren und sich dann in der anderen Spur einfädeln. Wer dabei Lücken absichtlich verschließt, muss mit 20 Euro Strafe rechnen.

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Dürfen sich Motorradfahrer durchschlängeln?

Nein, das dürfen sie nicht. Wenn sich Motorradfahrer im Stau dennoch zwischen Wagenreihen durchschlängeln, riskieren sie ein Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg. Es ist ihnen aber erlaubt, bei ausreichend Seitenabstand links zu überholen.

 

Dürfen Autofahrer im Stau aussteigen?

Die klare Antwort lautet: nein! Das Aussteigen ist nach der Straßenverkehrsordnung § 18 Absatz 9 Satz 1 eindeutig untersagt. Die einzige Ausnahme bildet die Sicherung einer Unfallstelle. Das Verbot gilt natürlich auch bei längeren Staus oder Vollsperrungen, selbst wenn wenn die Polizei in solchen Fällen gerne mal ein Auge zudrückt. Wer in diesem Falle trotzdem aussteigen möchte, sollte unbedingt nahe am Auto bleiben und idealerweise eine Rettungsweste tragen.

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Telefonieren statt Panne

 

Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

Telefonieren, das besagt die Straßenverkehrsordnung ganz klar, ist nur erlaubt, wenn der Motor ausgeschaltet ist. Diese Regelung gilt auch für den Stau. Sollte der Motor also noch laufen, muss eine Freisprechanlage aktiv sein. Andernfalls droht eine Strafe von 60 Euro und einem Punkt.

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