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Staumelder: Die Verkehrslage am Wochenende

Mit der EM 2024 füllen sich die Straßen

Alexander Koch Chefredakteur Digital
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Inhalt
  1. Staumelder: Verkehrslage am kommenden Wochenende (14. bis 16. Juni 2024)
  2. Vollsperrungen
  3. Baustellen-Schwerpunkte: Online-Übersicht (interaktive Karte)
  4. Staubilanz 2023 und Prognose für 2024
  5. Mit intelligenten Apps Staus vermeiden
  6. Wie reagiere ich richtig auf ein Stauende?
  7. Regeln auf der Autobahn: Richtiges Verhalten im Stau

Am kommenden Wochenende, 14. bis 16. Juni 2024, ist zwar insgesamt mit nur wenig Staus zu rechnen, doch kann die beginnende EM 2024 mancherorts für Behinderungen sorgen. Wo es doch voll wird, verrät die AUTO ZEITUNG hier. Außerdem Tipps und Regeln für den Stau!

 

Staumelder: Verkehrslage am kommenden Wochenende (14. bis 16. Juni 2024)

Noch ist keine Sommerferienzeit, doch die EM 2024 beginnt: Die Lage auf den Autobahnen ist am kommenden Wochenende, 14. bis 16. Juni 2024, größtenteils entspannt. Nur die am Freitag beginnende EM kann vereinzelt Verzögerungen mit sich bringen. Mehr Verkehr und Staugefahr gibt es daher insbesondere auf den Straßen und Autobahnen rund um München, Köln, Berlin und Dortmund sowie Stuttgart, Gelsenkirchen und Hamburg, wie der ADAC- und ACE-Staumelder ankündigt – hier steigen übers Wochenende schon Spiele. In Frankfurt, Düsseldorf und Leipzig rollt der Ball erst Anfang der kommenden Woche zum ersten Mal.
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Deutschland

Zu Nadelöhren können die Autobahnbaustellen werden, aktuell zählt der ADAC 1330 davon. Da ist dann mehr Geduld gefragt. Am Freitag gibt es zudem den typischen Feierabend- und Wochenendpendlerverkehr, während dem man mehr Zeit einplanen sollte. Am Wochenende sollte man sich speziell bei schönem Wetter auf mehr Ausflugsverkehr einstellen – auch auf dem untergeordneten Straßennetz. Kurzurlaubernde ohne Ferienbindung haben oft die Alpen- und Mittelgebirgsregionen im Blick, aber auch Nord- und Ostsee sowie die Naherholungsgebiete im Umkreis der größeren Städte.

Österreich, Schweiz und weitere Nachbarländer

Auch in Österreich und in der Schweiz dürfte die Situation auf den Fernstraßen moderat bleiben. Geduld braucht man laut ADAC-Stauprognose am ehesten auf den klassischen Urlaubsstrecken Brenner-, Inntal-, Tauern-, Pyhrn- und Rheintalautobahn. Zudem werden in Österreich auf der Tauernautobahn bis 2025 die Tunnel Ofenauer, Hiefler sowie die Tunnelkette Werfen saniert. Hier ist mit deutlich längeren Fahrtzeiten zu rechnen – im Schnitt mit circa 30 min pro Richtung. Im Juli und August 2024 pausieren die Bauarbeiten, um den Ferienverkehr nicht zusätzlich zu belasten, so der ACE. Nicht betroffen von den Maßnahmen seien der Tauern- und der Katschbergtunnel. Der Arlbergtunnel ist noch bis voraussichtlich 22. November 2024 gesperrt. Es ist mit einer mindestens halbstündig verlängerten Reisezeit über die Ausweichstrecke Arlbergpass zu rechnen, teilt der ACE mit. Dazu sind in Tirol an den Wochenenden und Feiertagen bis Oktober Stau-Ausweichrouten entlang wichtiger Durchgangsstrecken gesperrt.

Für die Schweiz erwartet der ACE nur eher mäßigen Verkehr auf den Transitstrecken. Am stärksten belastet: die Gotthardroute, wo von Ferien unabhängig Reisende unterwegs sein dürften. Mit längeren Wartezeiten vor dem Gotthardtunnel sei aber nicht zu rechnen. Bei der Einreise, speziell von Österreich nach Deutschland, ist mit Wartezeiten durch Personenkontrollen zu rechnen. Wie lange man an den Übergängen Walserberg (Salzburg - Bad Reichenhall), Kiefersfelden (Kufstein Süd - Kiefersfelden) und Suben (Ort i. Innkreis - Pocking) warten muss, sieht man online bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag.
Mit dpa

So entstehen Phantomstaus (Video):

 

Die Verkehrslage (Stauprognose):

Wo es am kommenden verlängerten Wochenende, 14. bis 16. Juni 2024, besonders voll wird:

A1
Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg - Lübeck

A3
Oberhausen - Frankfurt/Main und  Würzburg - Nürnberg - Passau

A4
Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden

A5
Basel - Karlsruhe - Frankfurt/Main

A6
Nürnberg - Heilbronn - Mannheim - Kaiserslautern

A7
Füssen/Reutte -  Ulm - Würzburg und Hannover - Hamburg - Flensburg

A8
Salzburg - München - Stuttgart - Karlsruhe

A9
München - Nürnberg

A61
Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach

A81
Heilbronn - Stuttgart

A93
Rosenheim - Kiefersfelden

A95/B2
München - Garmisch-Partenkirchen

A99
Umfahrung München

 

Vollsperrungen

A28
Dreieck Stuhr Richtung Delmenhorst zwischen Delmenhorster Dreieck und Delmenhorst bis 21. März 2025

A45
Hagen – Gießen in beiden Richtungen zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid bis auf Weiteres

A117
Autobahnzubringer Dresden Treptow Richtung Waltersdorfer Dreieck zwischen Dreieck Treptow und Dreieck Waltersdorf bis 12. November

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Baustellen-Schwerpunkte: Online-Übersicht (interaktive Karte)

Die Website von BaustellenCheck zeigt Dauerbaustellen auf der deutschen Autobahnen an. Über das Angebot lassen sich Informationen zu allen gemeldeten Dauerbaustellen grafisch abrufen, erklärt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Filtereinstellungen ermöglichen, sich Baustellen zum Beispiel nur für bestimmte Bundesländer oder Straßen anzeigen zu lassen. Auch sind Kategorien wie "Baustellentyp", "Sperrungen" oder "Baustellenlänge" einstellbar. Nutzende können auch ein Feedback hinterlassen, zu den Baustellen selbst oder zur Meldung, wenn diese zum Beispiel fehlerhaft sein sollte, so die BASt. Auch eine Bewertung, etwa zur Baustellenlänge, sei möglich.
>> Hier geht es zum Online-Baustellen-Check
>> Hier geht es zur Online-Übersicht der BASt

 

Staubilanz 2023 und Prognose für 2024

2023 gab es auf den deutschen Autobahnen deutlich mehr Staus und stockenden Verkehr als noch 2022. Das Vor-Corona-Niveau aus dem Jahr 2019 wurde laut ADAC-Staubilanz allerdings nicht erreicht. Für 2024 rechnet der Verkehrsclub mit mehr Verkehr und auch mehr Staus – nicht zuletzt wegen der vielen Baustellen. Die Baustellen sind jedoch notwendig, um das teils marode Autobahnnetz zu modernisieren.

Die Dauer der Verzögerungen auf den Autobahnen habe sich vergangenes Jahr auf 427.000 h summiert: Das ist ein Viertel mehr als 2022, aber noch ein Sechstel weniger als 2019, wie der ADAC mitteilte. Staureichste Wochentage waren demnach der Mittwoch und der Donnerstag. Am wenigsten Staus gab es wie schon in den Vorjahren montags und an den Wochenenden. Staureichster Tag des Jahres 2023 war allerdings ein Freitag: Am 29. September 2023 hätten viele Autofahrer:innen das verlängerte Wochenende bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2023 für einen Kurzurlaub genutzt, erklärten die Verkehrsexpert:innen. Insgesamt registrierte der ADAC auf den Autobahnen 2023 691 Staus mit einer Länge von mindestens 20 km. Den längsten mit 56 km gab es demnach im Januar nach einem Wintereinbruch auf der A 61 vor dem Dreieck Nahetal. 

Das Bundesland mit den meisten Staus war wie in den Vorjahren Nordrhein-Westfalen mit knapp 34 Prozent, gefolgt von Bayern mit 15 Prozent und Baden-Württemberg mit zehn Prozent. Unter den überregionalen Autobahnen war die A3 Stau-Spitzenreiter, gefolgt von
der A8 und der A10, dem Berliner Ring. Die Hoffnung, dass mit der Einführung des Deutschland-Tickets im Mai 2023 Pendler:innen verstärkt vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen und es morgens und nachmittags weniger Staus gibt, hat sich laut ADAC nicht erfüllt.

Mit diesem Zubehör bleibt es im Stau entspannt:

 

Mit intelligenten Apps Staus vermeiden

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Apps für Mobilgeräte, die in Echtzeit Informationen über die Verkehrslage bieten und frühzeitig warnen, wenn man droht in stehenden Verkehr zu geraten. Neben klassischen Karten-Apps wie Google Maps oder Apple Karten gibt es viele spezialisierte Varianten. Die beiden Platzhirsche geben ein ziemlich gutes Echtzeitbild der Verkehrslage wieder. Sogar Staus vor Ampeln kann man erkennen. Verschiedene Farbtöne geben an, wie stark der Verkehr stockt. Wichtig: Die Verkehrslage-Funktion muss meist manuell aktiviert werden. Besonders gut: Beide Apps lassen sich zur Navigation nutzen, bei der die aktuelle Verkehrssituation mit einberechnet und bei Bedarf Bereiche mit erhöhtem Verkehrsaufkommen intelligent umfahren werden.

Ähnliche Funktionen bieten auch andere Anbieter wie Inrix, Here und Waze. Inrix punktet mit einer Prognose-Funktion und informiert mit einem Abfahrt-Alarm zum prognostiziert günstigsten Abfahrt-Zeitpunkt. Waze bietet ähnliche Funktionen, legt aber seinen Fokus verstärkt auf Vernetzung durch Anmeldung in der eigenen Community. Blitzer.de bietet ebenfalls eine gut funktionierende Warnung vor Staus und Baustellen. Immer zu beachten ist, dass alle genannten Programme nur online funktionieren und entsprechend Datenvolumen verbrauchen.

 

Wie reagiere ich richtig auf ein Stauende?

Sobald der Verkehr dichter wird, sollten Autofahrende den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unbedingt vergrößern und die Geschwindigkeit rechtzeitig sowie gleichmäßig verringern. Bei unübersichtlichen Situationen ist es im Zweifel besser, einmal zu viel als einmal zu wenig abzubremsen. Keinesfalls sollte zu forsch an ein Stauende herangefahren werden. Auch von sofortigem, rabiaten Abbremsen bei ersten Anzeichen eines Staus ist abzuraten. Und nicht zuletzt: Mit eingeschaltetem Warnblinker kann der rückwärtige Verkehr auf den beginnenden Stau aufmerksam gemacht werden.

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Regeln auf der Autobahn: Richtiges Verhalten im Stau

Staus sind lästig, bei längeren Fahrten aber kaum zu vermeiden. Deshalb sollten Autofahrende immer mit stockendem oder gar stehendem Verkehr rechnen, entsprechend mehr Zeit einkalkulieren und für den Fall einer Vollsperrung ausreichend Getränke oder Essen an Bord haben. Ist das Auto für den Urlaub vollgepackt, sollten zudem Warnweste und -dreieck griffbereit liegen und nicht erst aus den Untiefen des Kofferraums herausgeholt werden müssen.

Kolonnenspringen gewinnt keine Zeit

Wer bei stockendem Verkehr häufig zwischen den Spuren wechselt, gewinnt keine messbare Zeit, erklärt der TÜV Thüringen. Vielmehr erhöhen solche Kolonnenspringer das Unfallrisiko. Und oftmals verlängerten sich die Staus aufgrund von Folgeunfällen.

Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?

Bei einem (drohenden) Stau muss die Rettungsgasse sofort gebildet werden – und nicht erst dann, wenn ein Einsatzwagen in Sicht- oder Hörweite ist. Fehlverhalten kann dabei wertvolle Zeit und Menschenleben kosten. Die Regeln für eine Rettungsgasse sind einfach: Bei einer zweispurigen Autobahn ist sie zwischen der linken und der rechten Spur zu bilden. Bei drei oder mehr Spuren verläuft sie zwischen der Spur ganz links und dem Fahrstreifen rechts daneben.

Darf im Stau rechts überholt werden?

Tatsächlich darf im Stau oder stockendem Verkehr auch auf der Autobahn rechts überholt werden. Allerdings gibt es dafür zwei Voraussetzungen: Der Verkehr auf der linken Spur muss entweder stehen oder aber darf maximal 60 km/h fahren. Bei stehenden Autos darf der Verkehr auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h vorbeifahren. Rollt die linke Spur, dürfen Autofahrer:innen auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h Differenzgeschwindigkeit überholen. Allerhöchstens sind 80 km/h erlaubt.

Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?

Der Standstreifen ist ausschließlich für Pannenfahrzeuge gedacht. Wer den Standstreifen nutzt, um einen Stau bis zur nächsten Ausfahrt zu umfahren, riskiert eine Strafe. Ausnahmen von der Regel sind übrigens durch grüne Pfeile (meist über der Spur) oder entsprechende Schilder am Straßenrand gekennzeichnet.

Darf im Stau gewendet werden?

Nein! Auf der Autobahn ist wenden oder rückwärts fahren strengstens verboten, außer die Polizei fordert dazu auf und leitet den Verkehr von der Fernstraße ab.

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Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?

Ist ein Fahrstreifen blockiert, gilt das Reißverschlussverfahren. Heißt: bis zum Hindernis vorfahren und dann in die andere Spur einfädeln.

Dürfen sich Motorradfahrende durchschlängeln?

Nein, das dürfen sie nicht. Es ist Motorradfahrenden aber erlaubt, bei ausreichend Seitenabstand links zu überholen.

Darf man im Stau aussteigen?

Nein, das Aussteigen ist nach der Straßenverkehrsordnung § 18 Absatz 9 Satz 1 eindeutig untersagt. Die einzige Ausnahme bildet die Sicherung einer Unfallstelle. Das Verbot gilt natürlich auch bei längeren Staus oder Vollsperrungen, selbst wenn die Polizei in solchen Fällen gerne mal ein Auge zudrückt. Wer in diesem Falle trotzdem aussteigen möchte, sollte unbedingt nahe am Auto bleiben und idealerweise eine Warnweste tragen.

Ist eine Pinkelpause auf der Autobahn erlaubt?

Wer kennt die Situation nicht: Kaum ist Stau, drängt die Toilettenpause – ohne einen Rastplatz in Sicht. Ist also eine Pinkelpause am Böschungsrand der Autobahn eine Alternative? "Das Betreten der Fahrbahn ist generell verboten. Die Straßenverkehrsordnung macht hier keinerlei Ausnahmen", sagt Verkehrsexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen. Deshalb rät er generell davon ab, auszusteigen, geschweige denn, eine Pinkelpause einzulegen. Wer eine schwache Blase hat, sollte deshalb über die Anschaffung sogenannter Notfall- oder Taschen-WC nachdenken.

Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

Telefonieren, das besagt die Straßenverkehrsordnung ganz klar, ist nur erlaubt, wenn der Motor ausgeschaltet ist. Diese Regelung gilt auch für den Stau. Sollte der Motor also noch laufen, muss eine Freisprechanlage aktiv sein. Andernfalls droht eine Strafe.

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