Staumelder: Aktuelle Verkehrslage zum Wochenende Viele Staus am Pfingstwochenende

von Alexander Koch 29.05.2020
Inhalt
  1. Staumelder für Pfingsten: Aktuelle Verkehrslage zum kommenden Wochenende (29. Mai bis 1. Juni 2020)
  2. Corona-Krise: Hier finden Grenzkontrollen statt!
  3. Staus durch Bauarbeiten: Online-Übersicht der Bundesanstalt für Straßenwesen 
  4. Mit intelligenten Apps Staus vermeiden
  5. Richtiges Verhalten im Stau
  6. Kolonnenspringer gewinnen keine Zeit
  7. Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?
  8. Darf im Stau rechts überholt werden?
  9. Den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?
  10. Darf im Stau gewendet werden?
  11. Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?
  12. Dürfen sich Motorradfahrer durchschlängeln?
  13. Dürfen Autofahrer im Stau aussteigen?
  14. Ist eine Pinkelpause auf der Autobahn erlaubt?
  15. Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

Der Staumelder prognostiziert für die aktuelle Verkehrslage am kommenden Wochenende, 29. Mai bis 1. Juni 2020, deutlich mehr Verkehr. Wo es an Pfingsten stockt, sagt die Stauprognose!

Staumelder für die Verkehrslage am kommenden Wochenende, 29. Mai bis 1. Juni 2020: Am langen Pfingstwochenende bleiben Autofahrer von teilweise langen Staus nicht verschont. Die Reiseeinschränkungen im Zuge der Corona-Krise werden deutschlandweit immer weiter gelockert. In allen Teilen Deutschlands steht das touristische Angebot nun wieder zur Verfügung. Da Flugreisen ins Ausland nach wie vor nicht erwünscht beziehungsweise möglich sind, werden sich viele Deutsche für einen Kurztrip mit dem Auto im eigenen Land entscheiden. Außerdem beginnen in Bayern und Baden-Württemberg zweiwöchige Ferien, in Sachsen-Anhalt enden sie. In Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist der Dienstag, 2. Juni 2020, noch schulfrei. Staugefahr auf den Autobahnen sieht der ADAC in seiner Stauprognose besonders am Freitagnachmittag und am frühen Abend, Samstagvormittag und Montagnachmittag. Bei schönem Wetter sind am Samstag und Sonntag auf den Ausfallstraßen der Städte in die Naherholungsgebiete Verzögerungen durch Ausflügler programmiert. An allen Tagen müssen Autofahrer mit Schwerverkehr rechnen. Das sonst übliche Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen ist im Zuge der Corona-Krise bis auf Weiteres ausgesetzt. Wo es sich am kommenden Wochenende, 29. Mai bis 1. Juni 2020, staut, verrät der Staumelder zur aktuellen Verkehrslage unten!

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Staumelder für Pfingsten: Aktuelle Verkehrslage zum kommenden Wochenende (29. Mai bis 1. Juni 2020)

  • Großräume Hamburg, Berlin, Köln, München
  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
  • A1 Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln
  • A2 Oberhausen - Dortmund - Hannover - Berlin
  • A3 Oberhausen - Frankfurt - Würzburg - Nürnberg - Passau
  • A4 Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden
  • A5 Hattenbacher Dreieck - Frankfurt - Karlsruhe - Basel
  • A6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A7 Hamburg - Flensburg
  • A7 Hamburg - Hannover - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A9 Berlin - Halle/Leipzig - Nürnberg - München
  • A61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart - Singen
  • A93 Inntaldreieck - Kufstein
  • A95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
 

Corona-Krise: Hier finden Grenzkontrollen statt!

Aufgrund der Corona-Krise ist das Reisen in Europa sowie weltweit nach wie vor grundlegend eingeschränkt. Seit Mitte Mai 2020 werden die Kontrollen an den deutschen Grenzen jdeoch schrittweise gelockert, wie der ADAC berichtet. So sind etwa alle bislang geschlossenen Übergängen zu Österreich, Frankreich und der Schweiz seit dem 16. Mai 2020 wieder geöffnet. Kontrollen werden jedoch bis zum 15. Juni 2020 fortgesetzt. Bis dahin ist die Ein- und Ausreise nur aus einem nachweisbar triftigen Grund erlaubt. Touristische Fahrten oder Einkaufstouren sind somit auch weiterhin nicht gestattet.  Sonderregelungen bestehen etwa für Berufspendler, Lkw-Fahrer, Diplomaten, Geschäftsreisende und Studierende. Allerdings muss in den meisten Fällen das für den Aufenthaltsort zuständige Gesundheitsamt vorab informiert werden. An der Grenze zu Luxemburg sind die Kontrollen derweil komplett entfallen. Deutschland wäre zudem bereit, auch an der deutsch-dänischen Grenze auf Kontrollen zu verzichten, sobald auch Dänemark dem zustimmt. Die Grenzen zu den Niederlanden sind ebenfalls geöffnet, allerdings können hier trotzdem Kontrollen stattfinden. Für Nicht-EU-Bürger gilt ein Einreiseverbot. Und auch Belgien führt bis mindestens zum 8. Juni 2020 Grenzkontrollen durch, um den Tourismus aus dem nahen Ausland einzudämmen. In Tschechien hingegen bleibt der Einreisestopp für Touristen aus Deutschland und anderen Ländern noch mindestens bis zum 13. Juni 2020 bestehen. Für Ausländer mit dauerhaftem Wohnsitz in Tschechien gilt eine Ausnahme, solange sie bei der Wiedereinreise einen negativen Coronavirus-Test vorweisen können oder sich einer 14-tägigen Heimquarantäne unterziehen. Auch in Polen gibt es teilweise Ausnahmen für Saisonarbeiter, Geschäftsreisende und Warenverkehr und das Land stellt eine Öffnung der Grenzen für den 15. Juni 2020 in Aussicht. Generell gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für touristische Auslandsreisen noch bis zum 14. Juni 2020. Seit der Schließung der Grenzen Mitte März 2020 wurden laut ADAC mehr als 100.000 Einreisen nach Deutschland verweigert. 

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Staus durch Bauarbeiten: Online-Übersicht der Bundesanstalt für Straßenwesen 

Eine neue Website zeigt Autofahrern Dauerbaustellen auf der deutschen Autobahnen an. Über das Angebot lassen sich Informationen zu allen gemeldeten Dauerbaustellen grafisch abrufen, erklärt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Filtereinstellungen ermöglichen, sich Baustellen zum Beispiel nur für bestimmte Bundesländer oder Autobahnen anzeigen zu lassen. Auch sind Kategorien wie "Baustellentyp", "Sperrungen" oder "Baustellenlänge" einstellbar. Die Nutzer können auch ein Feedback geben, zu den Baustellen selbst oder zur Meldung, wenn diese zum Beispiel fehlerhaft sein sollte, so die BASt. Auch eine Bewertung etwa zur Baustellenlänge sei möglich. Hier geht es zur Online-Baustellen-Übersich

 

Mit intelligenten Apps Staus vermeiden

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Apps für Mobilgeräte, die in Echtzeit Informationen über die Verkehrslage bieten und frühzeitig warnen, wenn man droht in stehenden Verkehr zu geraten. Neben klassischen Karten-Apps wie Google Maps oder Apple Karten, gibt es viele spezialisierte Varianten. Die beiden Platzhirsche geben ein ziemlich gutes Echtzeitbild der Verkehrslage wieder. Sogar Staus vor Ampeln kann man erkennen. Verschiedene Farbtöne geben an, wie stark der Verkehr stockt. Wichtig: Die Verkehrslage-Funktion muss meist manuell aktiviert werden! Besonders gut: Beide Apps lassen sich zur Navigation nutzen, bei der die aktuelle Stau-Situation mit einberechnet und bei Bedarf Bereiche mit erhöhtem Verkehrsaufkommen intelligent umfahren werden. Ähnliche Funktionen bieten auch andere Anbieter wie Inrix, Here und Waze. Inrix punktet mit einer Prognose-Funktion und informiert mit einem Abfahrt-Alarm zum prognostiziert günstigsten Abfahrt-Zeitpunkt. Waze bietet ähnliche Funktionen, legt aber seinen Fokus verstärkt auf Vernetzung durch Anmeldung in der eigenen Autofahrer-Community. Blitzer.de bietet ebenfalls eine gut funktionierende Warnung vor Staus und Baustellen. Immer zu beachten ist, dass alle genannten Programme nur online funktionieren und entsprechend Datenvolumen verbrauchen!

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Richtiges Verhalten im Stau

Staus sind lästig, bei längeren Fahrten aber kaum zu vermeiden. Deshalb sollten Autofahrer immer mit stockendem oder gar stehendem Verkehr rechnen, entsprechend mehr Zeit einkalkulieren und für den Fall einer Vollsperrung ausreichend Getränke oder Essen an Bord haben. Ist das Auto für den Urlaub vollgepackt, sollten zudem Warnweste und -dreieck griffbereit liegen und nicht erst aus den Untiefen des Kofferraums herausgeholt werden müssen. Weitere Tipps zum richtigen Verhalten im Stau!

 

Kolonnenspringer gewinnen keine Zeit

Wer bei stockendem Verkehr auf der Autobahn häufig zwischen den Spuren wechselt, gewinnt keine messbare Zeit, erklärt der TÜV Thüringen. Vielmehr erhöhen solche Kolonnenspringer das Unfallrisiko. Und oftmals verlängerten sich die Staus aufgrund von Folgeunfällen.

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Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?

Bei einem (drohenden) Stau muss die Rettungsgasse sofort gebildet werden – und nicht erst dann, wenn ein Einsatzwagen in Sicht- oder Hörweite ist. Fehlverhalten kann dabei wertvolle Zeit und Menschenleben kosten. Die Regeln für eine Rettungsgasse sind denkbar einfach: Bei einer zweispurigen Autobahn ist sie zwischen der linken und der rechten Spur zu bilden. Bei drei oder mehr Spuren verläuft sie zwischen der äußerst linken Spur und dem Fahrstreifen rechts daneben. Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro rechnen.

 

Darf im Stau rechts überholt werden?

Tatsächlich darf im Stau oder stockendem Verkehr auch auf der Autobahn rechts überholt werden. Allerdings gibt es dafür zwei Voraussetzungen: Der Verkehr auf der linken Spur muss entweder stehen oder aber darf maximal 60 km/h fahren. Bei stehenden Autos darf der Verkehr auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h vorbei fahren. Rollt die linke Spur, darf der Autofahrer auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h Differenzgeschwindigkeit überholen. Allerhöchstens sind 80 km/h erlaubt! Wer schneller fährt, riskiert ein Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt.

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Den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?

Der Standstreifen ist ausschließlich für Pannenfahrzeuge gedacht. Wer den Standstreifen nutzt, um einen Stau bis zur nächsten Ausfahrt zu umfahren, riskiert demzufolge eine Strafe in Höhe von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg. Ausnahmen von der Regel sind übrigens durch grüne Pfeile (meist über der Spur) oder entsprechende Schilder am Straßenrand gekennzeichnet.

 

Darf im Stau gewendet werden?

Nein! Auf der Autobahn ist wenden oder rückwärts fahren strengstens verboten, außer die Polizei fordert die Autofahrer dazu auf und leitet den Verkehr von der Autobahn ab. Bei eigenmächtigen Aktionen drohen empfindliche Straßen von bis zu 200 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot.

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Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?

Ist ein Fahrstreifen blockiert, gilt das Reißverschlussverfahren. Heißt: Autofahrer sollen bis zum Hindernis vorfahren und sich dann in der anderen Spur einfädeln. Wer dabei Lücken absichtlich verschließt, muss mit 20 Euro Strafe rechnen.

 

Dürfen sich Motorradfahrer durchschlängeln?

Nein, das dürfen sie nicht. Wenn sich Motorradfahrer im Stau dennoch zwischen Wagenreihen durchschlängeln, riskieren sie ein Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg. Es ist ihnen aber erlaubt, bei ausreichend Seitenabstand links zu überholen.

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Motorrad: Überholen im Stau erlaubt? Dürfen Motorradfahrer im Stau durch die Mitte fahren?

 

Dürfen Autofahrer im Stau aussteigen?

Die klare Antwort lautet: nein! Das Aussteigen ist nach der Straßenverkehrsordnung § 18 Absatz 9 Satz 1 eindeutig untersagt. Die einzige Ausnahme bildet die Sicherung einer Unfallstelle. Das Verbot gilt natürlich auch bei längeren Staus oder Vollsperrungen, selbst wenn wenn die Polizei in solchen Fällen gerne mal ein Auge zudrückt. Wer in diesem Falle trotzdem aussteigen möchte, sollte unbedingt nahe am Auto bleiben und idealerweise eine Rettungsweste tragen.

 

Ist eine Pinkelpause auf der Autobahn erlaubt?

Wer kennt die Situation nicht: Kaum ist Stau, drängt die Toilettenpause – ohne ein Rastplatz in Sicht. Ist also eine Pinkelpause am Böschungsrand der Autobahn eine Alternative? "Das Betreten von Autobahnen ist generell verboten. Die Straßenverkehrsordnung macht hier keinerlei Ausnahmen", sagt Verkehrsexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen. Deshalb rät er generell davon ab, im Stau auszusteigen – geschweige denn, eine Pinkelpause einzulegen. Das könne mit einem Bußgeld von zehn Euro geahndet werden. Wer mit seiner Pinkelpause im Stau den Nachfolgeverkehr blockiert, dem drohen laut Bußgeldkatalog 30 Euro wegen eines Halts auf der Autobahn. Dauert das Geschäft länger und das Auto blockiert mehr als drei Minuten den Verkehr, gilt das als Parken auf der Autobahn – und wird mit einem Bußgeld von 70 Euro belegt. Obendrein ist in Deutschland das Urinieren in der Öffentlichkeit untersagt und wird von Städten und Kommunen unterschiedlich hart geahndet. Wer eine schwache Blase hat, sollte deshalb über die Anschaffung sogenannter Notfall- oder Taschen-WC nachdenken.

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Ratgeber: Seitenstreifen zum Telefonieren Telefonieren statt Panne

 

Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

Telefonieren, das besagt die Straßenverkehrsordnung ganz klar, ist nur erlaubt, wenn der Motor ausgeschaltet ist. Diese Regelung gilt auch für den Stau. Sollte der Motor also noch laufen, muss eine Freisprechanlage aktiv sein. Andernfalls droht eine Strafe von 60 Euro und einem Punkt.

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