close
Schön, dass du auf unserer Seite bist! Wir wollen dir auch weiterhin beste Unterhaltung und tollen Service bieten.
Danke, dass du uns dabei unterstützt. Dafür musst du nur für www.autozeitung.de deinen Ad-Blocker deaktivieren.
Geht auch ganz einfach:

Aktueller Benzinpreis/Dieselpreis: Billiger tanken Benzin- und Dieselpreise sinken weiter

AUTO ZEITUNG 10.08.2022
Aktueller Benzinpreis/Dieselpreis
Foto: Imago
Inhalt
  1. Aktueller Benzinpreis & Dieselpreis im August 2022
  2. Tipps & Tricks: So günstig tanken
  3. So setzt sich der Benzin- und Dieselpreis zusammen
  4. Energiesteuer auf Kraftstoff wird gesenkt
  5. CO2-Preis erhöht Benzin- und Dieselpreis
  6. Ampel-Koalition prüft Steuerangleichung von Benzin & Diesel

Mitte August 2022 sinkt der aktuelle Benzinpreis weiter. Auch der Dieselpreis profitiert vom günstigeren Rohölpreis, ist im langfristigen Vergleich aber noch immer sehr hoch. Die AUTO ZEITUNG gibt Tipps, um billiger zu tanken!

 

Aktueller Benzinpreis & Dieselpreis im August 2022

Tanken ist in Deutschland im Vergleich zur Vorwoche deutlich günstiger geworden, wie aus Zahlen des ADAC vom 10. August 2022 hervorgeht. Dies gilt insbesondere für den Dieselpreis: Dieser kostet derzeit pro Liter im bundesweiten Mittel 1,890 Euro. Im Vergleich zur vergangenen Woche ist dies ein Minus von 3,7 Cent. Der Benzinpreis für einen Liter E10 sank im selben Zeitraum um 2,5 Cent und liegt aktuell bei 1,707 Euro. Laut ADAC sind die gesunkenen Spritpreise eine notwendige Anpassung an die ebenfalls niedrigeren Rohölnotierungen. Kostete ein Barrel Rohöl der Sorte Brent in der Vorwoche noch rund 100 US-Dollar, sind jetzt für dieselbe Menge etwa 96 Dollar zu bezahlen. Auch nach der nun wochenlangen Talfahrt und trotz der noch bis Ende August 2022 geltenden temporären Steuersenkung liegen die Benzinpreise und Dieselpreise im langfristigen Vergleich auf hohen Niveaus. Diesel ist noch immer teurer, als es vor Ausbruch des Ukraine-Krieges jemals war. Super E10, bei dem der Steuerrabatt höher ausfällt, liegt nur einige Cent unterhalb des alten Rekordniveaus aus der Vorkriegszeit. Als Gegenmittel für die hohen Preise fehlt laut ADAC-Kraftstoffmarkt-Experte Jürgen Albrecht vor allem eines: "Was wir brauchen, ist mehr Wettbewerb. Der scheint sich auf den vorgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette aber nicht einzustellen. Sonst wären die Margen in den Raffinerien nicht so beispiellos hoch wie derzeit und würden nicht noch weiter steigen", sagt er. Hier hofft der ADAC unter anderem auf die Ergebnisse der laufenden Untersuchung des Marktes durch das Bundeskartellamt. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon
Mit dpa

News Energiesteuer
Spritpreissenkung – Bilanz Das ist die Schmerzgrenze

Kommentar Tankrabatt (Kommentar)
Tankrabatt gescheitert: Kommentar Die Spritpreissenkung ist gescheitert

So setzen sich Benzin- und Dieselpreis zusammen (Video):

 
 

Tipps & Tricks: So günstig tanken

  • Ungeachtet der Preisentwicklungen an den Tankstellen empfiehlt der ADAC Fahrer:innen von Benzin-Autos nach Möglichkeit auf Super E10 umzusteigen. Das zahlt sich laut den Expert:innen gleich doppelt aus: Wenn alle Pkw, die E10 technisch vertragen, auch damit betankt würden, könnten in Deutschland bis zu drei Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Und auch finanziell lohnt sich E10 für die Autofahrer:innen. So kostet ein Liter Benzin mit dem bis zu zehnprozentigen Bio-Ethanol-Anteil im Schnitt fünf Cent weniger als Superbenzin, das bis zu fünf Prozent Bio-Ethanol enthält. Der deutliche Preisanstieg beim Tanken zum Jahreswechsel aufgrund der neuen CO2-Abgabe könne damit zu einem Gutteil aufgefangen werden.

  • Der ADAC betont, dass Autofahrer:innen Einfluss auf die Spritpreise haben können und billig(er) tanken können, wenn sie sich denn preisbewusst verhielten. Deswegen empfiehlt der Automobilclub, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen – etwa durch entsprechende Tank-Apps – und die günstigste Tankstelle anzusteuern.

Ratgeber Tanken (Symbolbild)
So Sprit sparen beim Autofahren: Tipps Mit diesen Tipps können Autofahrer Sprit sparen

  • Auch auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an, um günstig tanken zu können: Aktuelle Auswertungen zeigen, dass Benzin und Diesel morgens gegen 7 Uhr am meisten kosten, in den Abendstunden zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am günstigsten sind. Wer dann tankt, kann im Schnitt bis zu sieben Cent je Liter sparen. Auch zwischen den gängigen Markentankstellen können die Preisunterschiede erheblich sein und – wie Auswertungen des ADAC zeigen – rund sechs Cent je Liter betragen.

Ratgeber Tank-Apps
Günstig tanken: Tank-Apps Diese Tank-Apps sind immer aktuell

  • Der ADAC empfiehlt, vor längeren Autobahnreisen schon am Abfahrtsort zu tanken. Autofahrer:innen könnten demnach billiger tanken sparen: Nach einer 50-Liter-Tankfüllung verbleiben beim günstigeren Benzinpreis im Schnitt 10,70 Euro mehr im Geldbeutel, beim Dieselpreis sogar 11,90 Euro. An Tankstellen, die sich im Umkreis von Autobahnausfahrten befinden, liegen die Kraftstoffpreise der Preisanalyse zufolge immer noch gut zwei Cent höher als im restlichen Straßennetz abseits der Schnellstraßen. Für Autofahrer:innen, die während einer Autobahnreise tanken müssen oder wollen, können die oft nur weniger Hundert Meter neben der Ausfahrt liegenden Autohöfen daher eine preisgünstige Alternative sein. Preisunterschiede zwischen den einzelnen Wochentagen fallen dem ADAC zufolge dabei eher gering aus und auch die Differenz zwischen Tankstellen im Autobahnnetz und denen im übrigen Straßennetz ist an allen Wochentagen ähnlich. 

  • Wer an Autobahntankstellen tankt, zahlt einen durchschnittlich rund 20 Cent teureren Benzinpreis oder Dieselpreis, wie eine deutschlandweite Preisanalyse des ADAC zeigt. Super E10 ist dabei an Autobahnen im Mittel um 21,4 Cent teurer als im übrigen Straßennetz, für Diesel wird durchschnittlich 23,8 Cent mhr berechnet. Gründe dafür sind unter anderem, dass Autobahntankstellen in der Regel an 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet sein müssen. Tankstellen jenseits der Autobahn dürfen hingegen schließen, wenn wenig los ist – was Kosten spart.

News CO2-Steuer
CO2-Steuer (Deutschland): Benzin/Diesel/Strom Diskussion um CO2-Preiserhöhung

 

So setzt sich der Benzin- und Dieselpreis zusammen

Steuern machen beim aktuellen Benzinpreis und Dieselpreis den größten Anteil aus. So werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent. Wurden Benzin und Diesel bis Mitte der 1980er-Jahre noch nahezu gleich besteuert, stieg danach die Abgabe auf Benzin deutlich stärker. Die Subventionierung von Diesel kam ursprünglich vor allem dem Transportgewerbe zugute, das aus wirtschaftlichen Gründen weniger stark besteuert werden sollte. Zu dieser Zeit spielten Dieselautos noch keine große Rolle. Zum Spritpreis addieren sich dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent und die Deckungskosten – der Betrag deckt die Kosten und die Gewinne der Konzerne ab. Mehr zum Thema: Einheitliche Kraftstoff-Kennzeichnung in der EU

Autozubehör Benzinkanister kaufen
Alternative zum Pannendienst Benzinkanister – im Notfall unverzichtbar

 

Energiesteuer auf Kraftstoff wird gesenkt

Der Tankrabatt ist da: Konkret sinkt die Energiesteuer ab 1. Juni 2022 bei Benzin um 29,55 Cent pro Liter, bei Diesel um 14,04 Cent. Berücksichtigt man auch die Auswirkung auf die Mehrwertsteuer, sinkt die Steuerlast pro Liter Benzin um insgesamt 35,2 Cent, pro Liter Diesel um 16,7 Cent. Das Spritpreisniveau vor Ausbruch des Ukraine-Krieges wurde nach Einführung der Steuerentlastung bei Benzin nicht erreicht. Bei Diesel waren die Vorkriegswerte gar nicht erst zu erwarten – vor allem, weil die Spritpreissenkung aus rechtlichen Gründen geringer ausfällt. 

News Tanken in Europa
Spritpreise in Europa Das sind die Preise im Ausland

 

CO2-Preis erhöht Benzin- und Dieselpreis

Die Koalitionsspitzen von Union und SPD haben im September 2019 die Einführung eines CO2-Preises für den Ausstoß von Treibhausgasen beschlossen. Das bedeutet einen höheren Benzinpreis und Dieselpreis sowie für den Staatshaushalt Einnahmen in Höhe von 18,8 Milliarden Euro bis 2023. Expert:innen gehen davon aus, dass ein CO2-Preis von 35 Euro pro Tonne CO2 zum Beispiel Diesel an der Tankstelle um etwa elf Cent pro Liter verteuert, der Benzinpreis würde um nicht ganz zehn Cent ansteigen. Außerdem hat die große Koalition beschlossen, dass Benzin und Diesel ab 2021 um drei Cent teurer werden sollen, bis 2026 ist in einem zweiten Schritt die Erhöhung der Kraftstoffpreise um neun bis 15 Cent vorgesehen.

Ratgeber Benzin & Diesel lagern: Vorschriften
Benzin & Diesel lagern: Vorschriften So viel Sprit darf man zu Hause lagern

CO2-Abgabe auf den Benzin- und Heizölpreis (Video):

 
 

Ampel-Koalition prüft Steuerangleichung von Benzin & Diesel

Im Ende November 2021 vorgestellten Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP befindet sich auf Seite 162 eine interessante Passage: "Mit der Umsetzung der EU-Energiesteuerrichtlinie, die u. a. die steuerliche Angleichung von Dieselkraftstoff und Benzin vorsieht, werden wir die steuerliche Behandlung von Dieselfahrzeugen in der Kfz-Steuer überprüfen." Sollte auf die Überprüfung eine Umsetzung folgen, könnte sich der Dieselpreis stark verteuern. Auf Benzin werden momentan 65,4 Cent Energiesteuer erhoben, während es bei Diesel nur 47 Cent sind – eine Anhebung auf Benzin-Niveau könnte also eine Dieselpreis-Verteuerung von aktuell (November 2021) 18,4 Cent bedeuten.

News Elektromobilität in Deutschland: Zukunft (Studie)
Elektromobilität in Deutschland: Zukunft (Studie) Koalitionsvertrag für Technologieoffenheit

Tags:
Copyright 2022 autozeitung.de. All rights reserved.