Aktueller Benzinpreis im Juni 2018 Leichte Entspannung beim Spritpreis

von AUTO ZEITUNG 20.06.2018
Benzinpreise der Bundesländer (Juni 2018)
Benzinpreis im Bundesländer-Vergleich © 06/2018 ADAC e.V.
Inhalt
  1. Benzinpreis (Juni 2018) im Bundesländer-Vergleich
  2. Juni 2018: Darum ist der Benzinpreis so hoch
  3. Benzinpreis: So kann man sparen 
  4. Neues Konzept: Flexible Benzin- und Dieselsteuer?
  5. So beim Benzinpreis sparen
  6. So setzt sich der Benzinpreis zusammen

Der aktuelle Benzinpreis (Juni 2018) im Bundesländer-Vergleich: Wir verraten, wo der Sprit am günstigsten ist und welches Bundesland die teuersten Kraftsptoffpreise hat. Außerdem: Leichte Entspannung am Rohölmarkt sorgt für sinkende Kraftstoffpreise. Und: Durch intensiven Preisvergleich kann bares Geld gespart werden. Tipps!

Der ADAC hat herausgefunden, wo der aktuelle Benzinpreis im Juni 2018 am günstigsten ist. Im direkten Bundesländer-Vergleich stellt sich heraus, dass die Preisunterschiede teilweise erheblich ausfallen. In der Auswertung zeigt sich Sachsen mit 1,424 Euro pro Liter Super E10 als günstiges Bundesland. In Thüringen hingegen kostet der Liter 1,466 Euro. Vor allem Diesel ist in Thüringen deutlich teurer: Für einen Liter muss man an der Tankstelle 1,299 Euro bezahlen, während der Preis in Sachsen bei 1,248 Euro liegt. Am günstigsten bleibt der Benzinpreis im Juni 2018 allerdings in Hamburg, wie auch schon in den vergangenen Monaten. Ein Liter Super E10 ist mit einem Preis von 1,398 Euro um 2,6 Cent günstiger als in Sachsen. Der Dieselpreis liegt bei 1,232 Euro je Liter und ist 1,6 Cent günstiger als im zweitplatzierten Bundesland Sachsen.

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So setzen sich Benzin- und Dieselpreis zusammen (Video):

 
 

Benzinpreis (Juni 2018) im Bundesländer-Vergleich

Benzinpreise der Bundesländer (Juni 2018)

Benzinpreis im Bundesländer-Vergleich (Daten von Juni 2018) © 06/2018 ADAC e.V.

 

Juni 2018: Darum ist der Benzinpreis so hoch

Der Benzin- und Dieselpreis entspannen sich nach Information des ADAC (20. Juni 2018) wieder leicht. Gegenüber der Vorwoche sank der Preis für einen Liter Super E10 nach Angaben des ADAC um 0,6 Cent auf durchschnittlich 1,443 Euro. Für einen Liter Diesel mussten Autofahrer mit 1,286 Euro pro Liter im Schnitt 0,3 Cent weniger bezahlen. Damit ist der Kraftstoff in der vierten Woche in Folge billiger, der Preisrückgang aber insgesamt überschaubar moderat. Grund für die nach wie vor teuren Spritkosten ist der hohe Anstieg des Rohölpreises, der aus dem Rückgang der Fördermenge innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) resultiert. Der Opec-Staat Venezuela macht aktuell eine schwere Wirtschaftskrise durch, die für enorme Produktionsausfälle sorgt. So werde deutlich weniger Rohöl gefördert als benötigt. Venezuela gilt als Land mit den angeblich höchsten Ölreserven der Welt. Experten zufolge könnte sich die Lage und somit der aktuelle Benzinpreis im Juni 2018 erst wieder entspannen, wenn eine Ausweitung der Ölproduktion über Saudi-Arabien und Russland erfolge. Die Situation könnte sich allerdings auch noch zuspitzen: US-Präsident Donald Trump kündigte im Mai 2018 den Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran an, wodurch höhere Ölpreise hervorgingen. Durch den Ausstieg drohen dem Förderland amerikanische Sanktionen, was zum Rückgang der Öllieferungen aus dem Iran führen könnte. Auch Trump äußerte bereits seinen Unmut über die hohen Benzinpreise: Mitte Mai 2018 lag der Preis für einen Barrel (159 Liter) Rohöl aus den USA bei 72 Dollar, Nordsee-Öl kostete über 80 Dollar. Wie sich die Kraftstoffpreise in der Zukunft entwickeln, entscheidet sich voraussichtlich am 22. Juni 2018. Auf der Opec-Sitzung in Wien soll eine mögliche höhere Fördermenge thematisiert werden. 

 

Benzinpreis: So kann man sparen 

Angesichts des aktuellen Benzinpreises im Mai 2018 betont der ADAC, dass Autofahrer Einfluss auf die Kraftstoffpreise haben können, wenn sie sich denn preisbewusst verhielten. Deswegen empfiehlt der Automobilclub, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und den günstigsten Anbieter anzusteuern. Auch auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an: Wer am Wochenende zusätzlich sparen möchte, sollte möglichst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend die Zapfsäule benutzen. Dann sind die Benzin- und Dieselpreise erfahrungsgemäß am günstigsten. In der Nacht und in den frühen Morgenstunden hingegen sei laut ADAC das Tanken am teuersten.

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Benzinpreise der Bundesländer (Juni 2018)
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Neues Konzept: Flexible Benzin- und Dieselsteuer?

2016 hatte der damalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine flexible Sprit-Steuer auf den Tisch gebracht. Das Prinzip ist denkbar einfach, könnte aber auch dafür sorgen, dass fallende Benzinpreise der Vergangenheit angehören: Aktuell wird der Kraftstoff bei günstigeren Rohölpreisen billiger, die Verbraucher haben also einen Vorteil von niedrigen Ölpreisen. Mit der flexiblen Benzin- und Dieselsteuer würden sinkende Rohölkosten aber nicht mehr an den Verbraucher weitergegeben, da die neue Steuer den Preisverfall kompensiert. Im Klartext heißt das: Der Ölpreis könnte noch so stark variieren, der Benzinpreis bliebe stabil. Gabriel argumentierte, das schließlich auch steigende Rohölpreise ausgeglichen werden könnten. Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatte sich gegen die Idee einer flexiblen Spritsteuer positioniert, da er in der Idee lediglich eine Steuererhöhung sehe.

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Flexible Sprit-Steuer als Lösung schwankender Benzinpreise (Video):

 
 

So beim Benzinpreis sparen

Anfang Februar 2017 kam der Jahresbericht der Marktransparenzstelle Kraftstoffe beim Bundeskartellamt zum Ergebnis, dass die Diesel- und Benzinpreise an den Tankstellen auch weiterhin innerhalb einer Stadt und eines Tages um bis zu 30 Cent pro Liter schwanken. Kartellamtschef Andreas Mundt rät deshalb zu Preisvergleichen mithilfe der Daten, die die Behörde seit Ende 2013 von rund 14.750 Tankstellen in Deutschland erhebt. Sie können über Handy-Apps oder Internet-Portale abgerufen werden. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", sagte Mundt. Zwischen 18 und 20 Uhr sei der Benzin- und Dieselpreis im Schnitt am günstigsten, nachts am teuersten. Dabei ermittelte der ADAC ebenfalls große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ob die Länder in einer ähnlichen Region liegen spielt dabei keine Rolle, so verzeichnet zum Beispiel das Bundesland Sachsen im Februar 2017 den teuersten Benzinpreis, während im Nachbarland Sachsen-Anhalt der deutschlandweit günstigste Durchschnittspreis für Super E10 errechnet wird.

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So setzt sich der Benzinpreis zusammen

Wie sich der Benzinpreis an der Tankstelle zusammensetzt, ist vielen Autofahrern nicht klar. Steuern machen beim Spritpreis den größten Anteil aus. So werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent. Wurden Benzin und Diesel bis Mitte der 1980er-Jahre noch nahezu gleich besteuert, stieg danach die Abgabe auf Benzin deutlich stärker. Die Subventionierung von Diesel kam ursprünglich vor allem dem Transportgewerbe zu Gute, das aus wirtschaftlichen Gründen weniger stark besteuert werden sollte. Zu dieser Zeit spielten Dieselautos noch keine große Rolle. Zum Spritpreis addieren sich dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent und die Deckungskosten - der Betrag deckt die Kosten und die Gewinne der Konzerne ab.

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