Aktueller Benzinpreis im August 2018 Der Spritpreis steigt im August

von Alexander Koch 16.08.2018
Aktueller Benzinpreis August 2018
Benzinpreis im Bundesländer-Vergleich © ADAC
Inhalt
  1. Aktueller Benzinpreis im August 2018 & Bundesländer-Vergleich
  2. August 2018: Darum ist der aktuelle Benzinpreis so hoch
  3. Aktueller Benzinpreis im EU-Ausland
  4. Benzinpreis: So kann man sparen 
  5. Benzinpreis: Rabatt für ADAC-Mitglieder ausgeweitet
  6. Neues Konzept: Flexible Benzin- und Dieselsteuer?
  7. So setzt sich der Benzinpreis zusammen

Der aktuelle Benzinpreis im August 2018 steigt: Grund dafür sind Unsicherheiten am Rohölmarkt. Außerdem: Das sind die Spritpreise im EU-Ausland und im Bundesländer-Vergleich. Durch intensiven Preisvergleich oder ADAC-Rabatt bares Geld sparen. Alle Tipps!

Der aktuelle Benzinpreis im August 2018 steigt weiter. Damit hat sich der Spritpreis in Deutschland nach Angaben des ADAC in der dritten Woche in Folge verteuert. Gegenüber der zweiten August-Woche stieg der Preis für einen Liter Super E10 nach Angaben des ADAC um 0,1 Cent auf durchschnittlich 1,467 Euro. Für Diesel mussten Autofahrer 1,0 Cent mehr bezahlen. Der Durchschnittspreis liegt nun bei 1,297 Euro pro Liter. Damit hat sich die Preisdifferenz zwischen beiden Sorten auf 17 Cent verringert. Im direkten ADAC-Bundesländer-Vergleich des vergangenen Monats stellte sich heraus, dass die regionalen Preisunterschiede geringer sind als im Juni 2018. In der Auswertung zeigte sich Nordrhein-Westfalen mit 1,421 Euro pro Liter Super E10 als günstigstes Flächenland. In Thüringen hingegen kostete der Liter 1,459 Euro. Vor allem Diesel war in Thüringen deutlich teurer: Für einen Liter muss man an der Tankstelle 1,283 Euro bezahlen, während der Preis in Berlin bei 1,250 Euro lag. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen gehören stets zu den günstigeren Bundesländern. Ein Liter Super E10 war mit einem Preis von 1,418 Euro in Berlin um 4,1 Cent günstiger als in Thüringen. Der Dieselpreis lag bei 1,250 Euro je Liter und war damit 3,3 Cent günstiger als im teuersten Bundesland Baden-Württemberg.

So setzen sich Benzin- und Dieselpreis zusammen (Video):

 
 

Aktueller Benzinpreis im August 2018 & Bundesländer-Vergleich

Kraftstoffpreise: Bundesländer-Vergleich 07/2018
Benzinpreis im Bundesland-Vergleich (Daten von Juli 2018) © obs/ADAC/ADAC e.V.
 

August 2018: Darum ist der aktuelle Benzinpreis so hoch

Grund für die teuren Spritkosten sind Unsicherheiten am Rohölmarkt, der zuletzt starke Schwankungen zeigte. Außerdem ging die Fördermenge innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zurück. Der Opec-Staat Venezuela macht aktuell eine schwere Wirtschaftskrise durch, die für enorme Produktionsausfälle sorgt. So werde deutlich weniger Rohöl gefördert als benötigt. Venezuela gilt als Land mit den angeblich höchsten Ölreserven der Welt. Experten zufolge könnte sich die Lage und somit der aktuelle Benzinpreis im August 2018 erst wieder entspannen, wenn eine Ausweitung der Ölproduktion über Saudi-Arabien und Russland erfolge. Die Situation könnte sich allerdings auch noch zuspitzen: US-Präsident Donald Trump kündigte im Mai 2018 den Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran an, wodurch höhere Ölpreise hervorgingen. Durch den Ausstieg drohen dem Förderland amerikanische Sanktionen, was zum Rückgang der Öllieferungen aus dem Iran führen könnte. Auch Trump äußerte bereits seinen Unmut über die hohen Benzinpreise.

Autozubehör Benzinkanister kaufen
Alternative zum Pannendienst  

Benzinkanister – im Notfall unverzichtbar

 

Aktueller Benzinpreis im EU-Ausland

Wer auf der Urlaubsfahrt im EU-Ausland nicht einen überteuerten Benzinpreis zahlen möchte, dem empfiehlt der ADAC, sich vorab über Kraftstoffpreise auf der Reiseroute zu informieren. Die Preisunterschiede an den Zapfsäulen nach Informationen des Autoclubs n#mlich teils erheblich. Superbenzin ist derzeit in den Niederlanden (1,766 Euro/Liter), Dänemark (1,716 Euro) und Italien (1,634 Euro) am teuersten. Dieselfahrer müssen in Belgien (1,536 Euro), Italien (1,508 Euro), Dänemark (1,501 Euro) sowie in der Schweiz (1,492 Euro) besonders viel bezahlen. Urlauber, die in Polen (1,164 Euro), Luxemburg (1,261 Euro) und Österreich (1,292 Euro) Superbenzin tanken, kommen deutlich günstiger davon. Am billigsten ist der aktuelle Preis für Diesel in Luxemburg (1,125 Euro), Polen (1,150 Euro) und auch Österreich (1,243 Euro).

 

Benzinpreis: So kann man sparen 

Angesichts des aktuellen Benzinpreises im Juli 2018 betont der ADAC, dass Autofahrer Einfluss auf die Kraftstoffpreise haben können, wenn sie sich denn preisbewusst verhielten. Deswegen empfiehlt der Automobilclub, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und den günstigsten Anbieter anzusteuern. Auch auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an: Wer am Wochenende zusätzlich sparen möchte, sollte möglichst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend die Zapfsäule benutzen. Zwischen 18 und 20 Uhr sei der Benzin- und Dieselpreis im Schnitt am günstigsten. In der Nacht und in den frühen Morgenstunden hingegen sei laut ADAC das Tanken am teuersten. Bereits 2017 kam der Jahresbericht der Marktransparenzstelle Kraftstoffe beim Bundeskartellamt zum Ergebnis, dass die Diesel- und Benzinpreise an den Tankstellen auch weiterhin innerhalb einer Stadt und eines Tages um bis zu 30 Cent pro Liter schwanken. Kartellamtschef Andreas Mundt rät deshalb zu Preisvergleichen mithilfe der Daten, die die Behörde seit Ende 2013 von rund 14.750 Tankstellen in Deutschland erhebt. Sie können über Handy-Apps oder Internet-Portale abgerufen werden. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", sagte Mundt. Dabei ermittelte der ADAC ebenfalls große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ob die Länder in einer ähnlichen Region liegen spielt dabei keine Rolle, so verzeichnet zum Beispiel das Bundesland Sachsen im Februar 2017 den teuersten Benzinpreis, während im Nachbarland Sachsen-Anhalt der deutschlandweit günstigste Durchschnittspreis für Super E10 errechnet wird.

News Tempo 30 auf Hauptstraßen
Tempo 30 in der Stadt: Berlin macht ernst  

Berlin führt Tempo 30 ein

 

Benzinpreis: Rabatt für ADAC-Mitglieder ausgeweitet

ADAC-Mitglieder sparen beim Benzinpreis schon seit 2005 an ausgewählten Tankstellen, indem sie ihre Mitgliedskarte vorlegen. Dazu zählten bislang alle Shell- und Agip-Stationen in Deutschland. Mitglieder erhalten auf einen Liter Kraftstoff einen Rabatt von einem Cent. 2017 wurde der Bonus 40 Millionen mal genutzt. Ab Juli 2018 gilt die Rabattaktion auch an allen star-Stationen bundesweit. Damit haben ADAC-Mitglieder an jeder fünften Tanstelle des Landes die Möglichkeit des günstigeren Tankens – in Zeiten steigender Benzinpreise eine durchaus sinnvolle Rabattierung. Dennoch sollten ADAC-Mitglieder die Benzinpreise im Auge behalten: Zur falschen Uhrzeit tanken und der Bonus egalisiert sich wegen des teureren Benzinpreises.

Video Dynamische PKW-Maut
Dynamische Pkw-Maut Deutschland  

Dynamische Pkw-Maut als Lösung?

 

Neues Konzept: Flexible Benzin- und Dieselsteuer?

2016 hatte der damalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine flexible Sprit-Steuer auf den Tisch gebracht. Das Prinzip ist denkbar einfach, könnte aber auch dafür sorgen, dass fallende Benzinpreise der Vergangenheit angehören: Aktuell wird der Kraftstoff bei günstigeren Rohölpreisen billiger, die Verbraucher haben also einen Vorteil von niedrigen Ölpreisen. Mit der flexiblen Benzin- und Dieselsteuer würden sinkende Rohölkosten aber nicht mehr an den Verbraucher weitergegeben, da die neue Steuer den Preisverfall kompensiert. Im Klartext heißt das: Der Ölpreis könnte noch so stark variieren, der Benzinpreis bliebe stabil. Gabriel argumentierte, das schließlich auch steigende Rohölpreise ausgeglichen werden könnten. Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatte sich gegen die Idee einer flexiblen Spritsteuer positioniert, da er in der Idee lediglich eine Steuererhöhung sehe.

Video GEZ montiert Ventilwächter: Video
GEZ montiert Ventilwächter: Video  

Platte Reifen für GEZ-Muffel

Flexible Sprit-Steuer als Lösung schwankender Benzinpreise (Video):

 
 

So setzt sich der Benzinpreis zusammen

Wie sich der Benzinpreis an der Tankstelle zusammensetzt, ist vielen Autofahrern nicht klar. Steuern machen beim Spritpreis den größten Anteil aus. So werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent. Wurden Benzin und Diesel bis Mitte der 1980er-Jahre noch nahezu gleich besteuert, stieg danach die Abgabe auf Benzin deutlich stärker. Die Subventionierung von Diesel kam ursprünglich vor allem dem Transportgewerbe zu Gute, das aus wirtschaftlichen Gründen weniger stark besteuert werden sollte. Zu dieser Zeit spielten Dieselautos noch keine große Rolle. Zum Spritpreis addieren sich dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent und die Deckungskosten - der Betrag deckt die Kosten und die Gewinne der Konzerne ab.

Tags:

Wir kaufen dein Auto

Jetzt bewerten & verkaufen

Copyright 2018 autozeitung.de. All rights reserved.