Aktueller Benzinpreis/Dieselpreis: Billiger tanken Benzin und Diesel erneut verteuert

von Alexander Koch 21.01.2021
Tanken (Symbolbild)
Foto: BauerStock
Inhalt
  1. Aktueller Benzinpreis & Dieselpreis im Januar 2021
  2. Tipps & Tricks: So billiger tanken
  3. So setzt sich der Benzin- und Dieselpreis zusammen
  4. CO2-Preis erhöht Benzin- und Dieselpreis

2020 war das günstigste Tankjahr seit langem, doch im Januar 2021 machen sowohl der Benzinpreis als auch der Dieselpreis einen großen Sprung. Das ist der Grund. Und: Mit diesen Tricks billiger tanken!

 

Aktueller Benzinpreis & Dieselpreis im Januar 2021

Nachdem sowohl der Benzinpreis als auch der Dieselpreis zum Jahreswechsel einen kräftigen Sprung gemacht haben, verteuert sich das Tanken in der zweiten Januarhälfte 2021 erneut leicht. Für Super E10 ermittelten die Preisbeobachter:innen des ADAC am 20. Januar 2021 einen Durchschnittspreis von 1,354 Euro pro Liter – das sind 0,6 Cent mehr als noch eine Woche zuvor. Diesel verteuerte sich demnach im gleichen Zeitraum im Durchschnitt von 1,232 Cent auf 1,237 Cent je Liter. Kaum Veränderungen gegenüber der Vorwoche zeigen sich laut ADAC bei den aktuellen Rohölnotierungen: Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent rangiert nach zwischenzeitlichen Schwankungen wie in der Vorwoche bei 56 Dollar. Für den Preissprung zum Jahreswechsel waren vor allem zwei Effekte verantwortlich: Die Mehrwertsteuer kehrte wieder auf ihr altes Niveau von 19 Prozent zurück und die neue CO2-Bepreisung verteuerte die Treibstoffe zusätzlich. Zusammen kann das zehn bis elf Cent pro Liter ausmachen, wie sowohl der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) als auch der ADAC errechnet haben. 2020 war laut Automobilclub hingegen für Autofahrer:innen insgesamt gesehen deutlich günstiger als die Vorjahre. So musste man für den Benzinpreis (E10) nach Ablauf der ersten elf Monaten des Jahres im Schnitt 1,257 Euro je Liter zahlen, das bisher billigste Jahr für E10 war 2016 mit im Schnitt 1,281 Euro. Ganz ähnlich beim Dieselpreis: Nach elf Monaten war Diesel mit durchschnittlich 1,112 Euro pro Liter so günstig wie zuletzt 2016. Mehr zum Thema: Einheitliche Kraftstoff-Kennzeichnung in der EU

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Tipps & Tricks: So billiger tanken

  • Der ADAC betont, dass Autofahrer:innen Einfluss auf die Spritpreise haben können und billiger tanken können, wenn sie sich denn preisbewusst verhielten. Deswegen empfiehlt der Automobilclub, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und die günstigsten Anbieter:innen anzusteuern. Auch auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an: Wer am Wochenende zusätzlich sparen möchte, sollte möglichst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend die Zapfsäule benutzen. Zwischen 18 und 22 Uhr sei der Benzinpreis und der Dieselpreis im Schnitt am günstigsten. Kartellamtschef Andreas Mundt rät zu Preisvergleichen mithilfe der Daten, die die Behörde seit Ende 2013 von rund 14.750 Tankstellen in Deutschland erhebt. Sie können über Handy-Apps oder Internet-Portale abgerufen werden. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", sagte Mundt. Dabei ermittelte der ADAC ebenfalls große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ob die Länder in einer ähnlichen Region liegen spielt dabei keine Rolle.

  • Der ADAC empfiehlt, vor längeren Autobahnreisen schon am Abfahrtsort zu tanken. Autofahrer:innen könnten demnach billiger tanken sparen: Nach einer 50-Liter-Tankfüllung verbleiben beim günstigeren Benzinpreis im Schnitt 10,70 Euro mehr im Geldbeutel, beim Dieselpreis sogar 11,90 Euro. An Tankstellen, die sich im Umkreis von Autobahnausfahrten befinden, liegen die Kraftstoffpreise der Preisanalyse zufolge immer noch gut zwei Cent höher als im restlichen Straßennetz abseits der Schnellstraßen. Für Autofahrer:innen, die während einer Autobahnreise tanken müssen oder wollen, können die oft nur weniger Hundert Meter neben der Ausfahrt liegenden Autohöfen daher eine preisgünstige Alternative sein. Preisunterschiede zwischen den einzelnen Wochentagen fallen dem ADAC zufolge dabei eher gering aus und auch die Differenz zwischen Tankstellen im Autobahnnetz und denen im übrigen Straßennetz ist an allen Wochentagen ähnlich. 

  • Wer an Autobahntankstellen tankt, zahlt einen durchschnittlich rund 20 Cent teureren Benzinpreis oder Dieselpreis, wie eine deutschlandweite Preisanalyse des ADAC zeigt. Super E10 ist dabei an Autobahnen im Mittel um 21,4 Cent teurer als im übrigen Straßennetz, für Diesel wird durchschnittlich 23,8 Cent mehr berechnet. Gründe dafür sind unter anderem, dass Autobahntankstellen in der Regel an 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet sein müssen. Tankstellen jenseits der Autobahn dürfen hingegen schließen, wenn wenig los ist – was Kosten spart.

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So setzt sich der Benzin- und Dieselpreis zusammen

Steuern machen beim aktuellen Benzinpreis und Dieselpreis den größten Anteil aus. So werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent. Wurden Benzin und Diesel bis Mitte der 1980er-Jahre noch nahezu gleich besteuert, stieg danach die Abgabe auf Benzin deutlich stärker. Die Subventionierung von Diesel kam ursprünglich vor allem dem Transportgewerbe zugute, das aus wirtschaftlichen Gründen weniger stark besteuert werden sollte. Zu dieser Zeit spielten Dieselautos noch keine große Rolle. Zum Spritpreis addieren sich dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent und die Deckungskosten – der Betrag deckt die Kosten und die Gewinne der Konzerne ab.

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CO2-Abgabe auf den Benzin- und Heizölpreis (Video):

 
 

CO2-Preis erhöht Benzin- und Dieselpreis

Die Koalitionsspitzen von Union und SPD haben im September 2019 die Einführung eines CO2-Preises für den Ausstoß von Treibhausgasen beschlossen. Kabinett und Bundestag stimmten dem Gesetzentwurf zu. Das bedeutet für den Autofahrer:innen einen höheren Benzinpreis und Dieselpreis sowie für den Staatshaushalt Einnahmen in Höhe von 18,8 Milliarden Euro bis 2023. Expert:innen gehen davon aus, dass ein CO2-Preis von 35 Euro pro Tonne CO2 zum Beispiel Diesel an der Tankstelle um etwa elf Cent pro Liter verteuert, der Benzinpreis würde um nicht ganz zehn Cent ansteigen. Außerdem hat die große Koalition beschlossen, dass Benzin und Diesel ab 2021 um drei Cent teurer werden sollen, bis 2026 ist in einem zweiten Schritt die Erhöhung der Kraftstoffpreise um neun bis 15 Cent vorgesehen.

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