Aktueller Benzinpreis (Januar 2020): So sparen! Benzin teurer, Diesel billiger

von Alexander Koch 23.01.2020
Tanken (Symbolbild)
Foto: BauerStock
Inhalt
  1. Aktueller Benzinpreis im Januar 2020
  2. Steuererhöhung auf den Kraftstoffpreis
  3. CO2-Preis erhöht Benzin- und Dieselpreis
  4. Autobahntankstellen durchschnittlich 20 Cent teurer
  5. So beim aktuellen Benzinpreis sparen
  6. So setzt sich der Benzin- und Dieselpreis zusammen

Der aktuelle Benzinpreis lässt Mitte Januar 2020 wieder etwas nach. Und: An Autobahntankstellen zahlen Autofahrer rund 20 Cent mehr – Tipps zum Sparen. Außerdem: Studie des Umweltbundesamtes fordert höhere Steuern auf Benzin und Diesel!

 

Aktueller Benzinpreis im Januar 2020

Autofahrer müssen für den aktuellen Benzinpreis zu Mitte Januar 2020 wieder mehr zahlen, während sich der Dieselpreis wieder deutlich preiswerter wurde. Laut einer aktuellen Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt 1,410 Euro, das sind 0,7 Cent mehr als in der Kalenderwoche 3. Diesel verbilligte sich um 1,9 Cent auf 1,288 Euro je Liter. Die mittlere Preisdifferenz zwischen beiden Sorten vergrößerte sich binnen zwei Wochen um über fünf Cent auf 12,2 Cent je Liter und liegt 2020 erstmals im zweistelligen Bereich. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Unterschied bei der Steuerlast rund 22 Cent pro Liter beträgt. Was zusätzlich auffällt: Super E10 mit seinem höheren Bioanteil ist im Bundesdurchschnitt nur noch einen halben Cent je Liter billiger als das konventionelle Super (E5). Die Preisgestaltung ist im Januar 2020 allerdings uneinheitlich. Es gibt sowohl Anbieter, die die Sorten Super E10 und Super mit der bisherigen Zwei-Cent-Differenz anbieten, als auch viele Tankstellen mit identischen Preisen für beide Sorten. In seltenen Fällen ist E10 sogar teurer als der aktuelle Benzinpreis (Super).

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So setzen sich Benzin- und Dieselpreis zusammen (Video):

 
 

Steuererhöhung auf den Kraftstoffpreis

Eine Steuererhöhung auf Benzin und Diesel ist immer wieder im Gespräch: Nun kommt das Thema durch eine Anfang Dezember 2019 veröffentlichte Studie des Umweltbundesamtes wieder auf. Um den Schadstoffausstoß im Verkehrssektor deutlich zu senken fordert das Papier neben einem allgemeinen Tempolimit auf deutschen Autobahnen und einer erhöhten Lkw-Maut auch höhere Steuern auf Benzin und Diesel. Den Berechnungen zufolge könnte sich die Dieselsteuer bis 2030 um 90 Cent auf 1,19 Euro je Liter verteuern und die Benzinsteuer um 47 Cent steigen. Mehr zum Thema: EU fordert einheitliche Kraftstoff-Kennzeichnung

 

CO2-Preis erhöht Benzin- und Dieselpreis

Die Koalitionsspitzen von Union und SPD haben im September 2019 die Einführung eines CO2-Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen beschlossen. Kabinett und Bundestag stimmten dem Gesetzentwurf zu. Das bedeutet für den Autofahrer einen höheren Spritpreis und für den Staatshaushalt Einnahmen in Höhe von 18,8 Milliarden Euro bis 2023. Experten gehen davon aus, dass ein CO2-Preis von 35 Euro pro Tonne CO2 zum Beispiel Diesel an der Tankstelle um etwa elf Cent pro Liter verteuert, der Benzinpreis würde um nicht ganz zehn Cent ansteigen. Außerdem hat die große Koalition beschlossen, dass Benzin und Diesel ab 2021 um drei Cent teurer werden sollen, bis 2026 ist in einem zweiten Schritt die Erhöhung der Kraftstoffpreise um neun bis 15 Cent vorgesehen. 

CO2-Abgabe auf den Benzin- und Heizölpreis (Video):

 
 

Autobahntankstellen durchschnittlich 20 Cent teurer

Wer an Autobahntankstellen tankt, zahlt durchschnittlich rund 20 Cent pro Liter mehr als an übrigen Zapfsäulen, wie eine deutschlandweite Preisanalyse des ADAC zeigt. Super E10 ist dabei an Autobahnen im Mittel um 21,4 Cent teurer als im übrigen Straßennetz, für Diesel wird durchschnittlich 23,8 Cent mehr berechnet. Als Gründe dafür nennt Tank & Rast die "strukturellen Rahmenbedingungen von Verkehrsknoten" wie Raststätten entlang der Autobahn, die in der Regel von Franchisepartner betrieben werden. Das Unternehmen hatte im Zuge der Privatisierung vor mehr als 20 Jahren fast alle Konzessionen für den Betrieb erhalten. Zu den besonderen Rahmenbedingungen zählten etwa, dass Autobahntankstellen in der Regel an 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet sein müssten. Tankstellen jenseit der Autobahn dürfen hingegen schließen, wenn wenig los ist – was Kosten spart. "Dementsprechend weisen die Raststätten auch eine andere Kosten- und Preissturktur auf als andere Dienstleistungskonzepte", erklärte Tank & Rast und verweis zudem auf die Mineralkonzerne. Diese allein legten die Preise für den Kraftstoff fest und spielen dan Schwarzen Peter wiederum zurück an Tank & Rast: Denn das Unternehmen versteigere seine Konzessionen schließlich an den Höchstbietenden. Das habe in den vergangenen Jahren "zu einer deutlich höheren finanziellen Grundlast für die Mineralölgesellschaften geführt", wie der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) erklärt. "Der Preisabstand zu Straßenstankstellen hat sich durch die Versteigerungen somit vergrößert." Der ADAC empfiehlt, vor längeren Autobahnreisen schon am Abfahrtsort zu tanken. Autofahrer könnten demnach so eine Menge Geld sparen: Nach einer 50-Liter-Tankfüllung verbleiben bei Super E10 im Schnitt 10,70 Euro mehr im Geldbeutel, bei Diesel sogar 11,90 Euro. An Tankstellen, die sich im Umkreis von Autobahnausfahrten befinden, liegen die Kraftstoffpreise der Preisanalyse zufolge immer noch gut zwei Cent höher als im restlichen Straßennetz abseits der Schnellstraßen. Für Autofahrer, die während einer Autobahnreise tanken müssen oder wollen, können die oft nur weniger Hundert Meter neben der Ausfahrt liegenden Stationen daher eine preisgünstige Alternative sein. Preisunterschiede zwischen den einzelnen Wochentagen fallen dem ADAC zufolge dabei eher gering aus und auch die Differenz zwischen Tankstellen im Autobahnnetzt und denen im übrigen Straßennetz ist an allen Wochentagen ähnlich. 

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So beim aktuellen Benzinpreis sparen

Angesichts des aktuellen Benzinpreises betont der ADAC, dass Autofahrer Einfluss auf die Kraftstoffpreise haben können, wenn sie sich denn preisbewusst verhielten. Deswegen empfiehlt der Automobilclub, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und den günstigsten Anbieter anzusteuern. Auch auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an: Wer am Wochenende zusätzlich sparen möchte, sollte möglichst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend die Zapfsäule benutzen. Zwischen 15 und 17 Uhr sowie zwischen 19 und 22 Uhr sei der Benzin- und Dieselpreis im Schnitt am günstigsten. Kartellamtschef Andreas Mundt rät zu Preisvergleichen mithilfe der Daten, die die Behörde seit Ende 2013 von rund 14.750 Tankstellen in Deutschland erhebt. Sie können über Handy-Apps oder Internet-Portale abgerufen werden. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", sagte Mundt. Dabei ermittelte der ADAC ebenfalls große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ob die Länder in einer ähnlichen Region liegen spielt dabei keine Rolle.

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So setzt sich der Benzin- und Dieselpreis zusammen

Wie sich der Benzinpreis an der Tankstelle zusammensetzt, ist vielen Autofahrern nicht klar. Steuern machen beim Spritpreis den größten Anteil aus. So werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent. Wurden Benzin und Diesel bis Mitte der 1980er-Jahre noch nahezu gleich besteuert, stieg danach die Abgabe auf Benzin deutlich stärker. Die Subventionierung von Diesel kam ursprünglich vor allem dem Transportgewerbe zu Gute, das aus wirtschaftlichen Gründen weniger stark besteuert werden sollte. Zu dieser Zeit spielten Dieselautos noch keine große Rolle. Zum Spritpreis addieren sich dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent und die Deckungskosten – der Betrag deckt die Kosten und die Gewinne der Konzerne ab.

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