BMW iX4: Erlkönigfotos & Ausblick zum 2026er iX3-Coupé
BMW ging mit dem X4 andere Wege als erwartet: Nur kurze Zeit, nachdem man das verbrennende SUV-Coupé begraben hatte, tauchten erste Erlkönige eines elektrischen iX4 auf. Der Mittelklässler kehrt vermutlich noch 2026 als Ableger des „Neue Klasse“-iX3 zurück. Das wissen wir bisher.
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Preis: BMW iX4 50 xDrive über 70.000 Euro
Im Zuge des 2024 neu aufgelegten BMW X3 rechnete die Fangemeinde auch mit einer frischen Version des SUV-Coupé-Ablegers X4 – aber Pustekuchen! Wie im Sommer 2024 bekannt wurde, bekommt der inzwischen nicht mehr konfigurierbare BMW X4 vorerst keinen Nachfolger. Grund dafür sei der mangelnde Raum für das Modell im Markenportfolio.
Aber wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich bekanntlich eine neue: Mehrere Erlkönigsichtungen – zuletzt im März 2026 – belegen die Arbeit an einem elektrischen BMW iX4 auf Basis des „Neue Klasse“-iX3. Das SUV-Coupé dürfte noch 2026 Premiere feiern. Dass der X4-Verbrenner kurzfristig ein Comeback feiert, wirkt derweil unwahrscheinlich.
Die Preise des BMW iX4 werden traditionell einige Tausend Euro über denen des konventionellen SUV liegen. Die 70.900 Euro des bereits vor der Markteinführung stark gefragten iX3 50 xDrive dürfte der identisch motorisierte iX4 also übersteigen. Allerdings wird BMW für den iX3 einen günstigeren Einstiegsantrieb nachlegen, der auch den Basispreis des iX4 reduzieren dürfte (Stand: März 2026).
Die ersten 500 km im BMW iX3 (Video)

Antriebe: 800-V-Schnellladetechnik & "Heart of Joy"
Der BMW iX4 wird wie sein SUV-Bruder iX3 auf der „Neue Klasse“-800-V-Plattform stehen. Damit setzt er bei der Batterie ebenfalls auf runde statt prismatische Batteriezellen und integriert das Stahlgehäuse als tragendes Karosserieelement. Die maximale DC-Ladeleistung dürfte sich wie beim iX3 auf 400 kW belaufen, womit der iX4 im Idealfall innerhalb von zehn Minuten ausreichend Energie für 372 km Reichweite laden soll. Die WLTP-Reichweite des iX3 gibt BMW bei 108,7 kWh Netto-Batteriekapazität mit 805 km an, die der iX4 durch seine aerodynamischere Silhouette leicht überbieten wird.
Mit der Premiere gibt es den iX3 mit einer Motorisierung: als allradgetriebener 50 xDrive. Bewaffnet mit 345 kW (469 PS) sprintet das Mittelklasse-SUV in 4,9 s auf Tempo 100 und schiebt bei einer Spitze von 210 km/h den Riegel vor. Der iX4 wird sicherlich mit demselben Antrieb erhältlich sein, aber wie der iX3 zusätzlich in mindestens einer schwächeren und stärkeren Variante folgen.

Wie bei den anderen "Neue Klasse"-Modellen wird 2026 auch das "Heart of Joy" Einzug in den BMW iX4 finden. Dieses Steuergerät regelt Fahrdynamikfunktionen wie Antrieb, Rekuperation, Lenkung oder Bremsen in einer einzigen Einheit. Das Zusammenlegen dieser komplexen Steuerungen in ein "Superhirn" soll die Rechenzeiten beschleunigen und somit die Verzögerung verkürzen, beispielsweise bei der Drehmomentverteilung auf die einzelnen Räder.
Damit will BMW entsprechend dem Markenslogan ein direktes und präzises Fahrgefühl kreieren. Die Rekuperation soll außerdem so sehr gesteigert werden, dass die Bremse nur noch im Notfall genutzt wird – vom sinkenden Verbrauch durch die Energierückgewinnung ganz zu schweigen.
Exterieur: Neue Klasse-Front und coupéhaftes Heck
Im März 2026 bekam unser Erlkönigfotograf erneut einen voll folierten BMW iX4 vor die Linse – dieses Mal bei winterlichen Testfahrten in Schweden. Trotz der Tarnung ist die Front klar als Vertreter der Neuen Klasse zu erkennen, wie man sie bereits vom iX3 kennt: Die markante Haifischnase und die diagonal angelegte Lichtgrafik stechen deutlich hervor. Die schlanke Doppelniere bleibt zwar noch verborgen, dürfte aber sehr wahrscheinlich ebenfalls Einzug halten.
Besonders interessant ist die Seitenansicht: Die Dachpartie zieht sich im typischen Coupé-Stil deutlich nach hinten und geht in einen dezent integrierten Spoiler an der langgestreckten Heckklappe über. Zwar sind die Rückleuchten noch großflächig verdeckt, doch das erkennbare Leuchtenband erinnert stark an die charakteristische Lichtsignatur des iX3.
Interieur: BMW iX4 mit iDrive

Vom Innenraum des BMW iX4 liegen uns noch keine Fotos vor, doch auch hier lohnt sich ein Blick in den iX3. Dessen Interieur präsentiert sich klar strukturiert und minimalistisch gestaltet. Besonders ins Auge fällt das außergewöhnliche Lenkrad: Auf den ersten Blick wirkt es wie ein klassisches Vierspeichen-Design, bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass lediglich die vertikalen Streben vollständig ausgeführt sind. Auch das Zentraldisplay setzt mit seiner parallelogrammähnlichen Form einen markanten Akzent.
Mit dem iX3 hält zudem erstmals das BMW Panoramic iDrive Einzug in ein Serienfahrzeug. Dabei werden sämtliche relevanten Informationen über die komplette Breite von der A- bis zur A-Säule direkt unterhalb der Frontscheibe projiziert. Bei unserer ersten Testfahrt überzeugte das System durch die flexible Personalisierung der Anzeigen und deren sehr gute Ablesbarkeit.
Im Fond wird es beim iX4 insbesondere in Sachen Kopffreiheit enger zugehen als im iX3 – die abfallende Dachlinie zollt zwangsläufig ihren Tribut. Auch an die 520 bis 1750 l Kofferraumvolumen des SUV wird der iX4 nicht heranreichen.
Fahreindruck des iX3: So gut ist der SUV-Bruder
Mit dem neuen iX3 zeigt BMW eindrucksvoll, wie vielseitig und effizient die Neue Klasse-Technologie ist: Eine Top-Reichweite dank großem Akku, die 800-V-Technik für superschnelle Ladeleistung, die bidirektionale Ladefähigkeit und das innovative Bedienkonzept setzen Maßstäbe. Die clevere Kombination aus hoher Fahrdynamik, viel Komfort, Praxisnutzen und attraktivem Preis macht den iX3 50 xDrive zum ersten Anwärter auf den Podiumsplatz im Wettbewerb gegen die Konkurrenten von Audi, Mercedes und Porsche. Von Michael Godde
Fazit
Offizielle Infos zum BMW iX4 stehen noch aus – der iX3 vermittelt uns jedoch bereits eine recht genaue Vorstellung davon, was uns mit dem SUV-Coupé erwartet. Unter anderem mit modernster Ladetechnik und Steuergeräten dürfte der iX4 wie die anderen Neue Klasse-Modelle BMWs Elektroauto-Qualitäten auf ein neues Level heben. Der Erlkönig legt zudem nahe, dass sich der iX4 optisch nah an seinem Bruder orientiert.














