Produktionsende: BMW M5 (F10) eingestellt M5 und andere Autos, in Rente gehen

von Alexander Koch 17.03.2017
Inhalt
  1. BMW M5 (F10) wird im März 2017 eingestellt
  2. Produktionsende für Rolls-Royce Phantom VII
  3. Diese Autos werden nicht mehr gebaut

Nach sechs Jahren ist für den BMW M5 (F10) Schluss, seine Produktion wird im März 2017 eingestellt. Mit ihm endet auch eine Ära! Gleiches gilt aber auch für zahlreiche Modelle anderer Autobauer: So gehen beispielsweise auch der Rolls-Royce Phantom, der Audi R8 e-tron oder der Peugeot RCZ in Rente!

Mit dem März 2017 endet die Produktion des aktuellen BMW M5 (F10), der noch einige Wochen parallel zur bereits angelaufenen neuen 5er-Generation gefertigt wurde. Warum das Produktionsende eine besondere Erwähung wert ist, wo doch der Nachfolger (G30) ebenfalls einen M5-Derivaten erhält? Zwei Eigenschaften, lautet die Antwort: Zum einen bleibt der BMW M5 (F10) der vorerst letzte M5, der ausschließlich mit Hinterradantrieb daherkam. Außerdem war er – allerdings zuletzt nur noch in den USA – auch als Handschalter erhältlich. Der Nachfolger (F90) wird hingegen nur noch mit einem hecklastig ausgelegten Allradantrieb und ausschließlich mit einem Automatikgetriebe gebaut. Somit geht mit dem F10 durchaus eine Ära zu Ende! Seit 2011 wurde dieser M5 gebaut, dessen 4,4-Liter-V8 560 PS und 680 Newtonmeter leistete. In der Competition- oder “30 Jahre M5"-Ausführung stieg die Leistung gar auf 575 PS beziehungsweise 600 PS. Damit sprintete der schnellste M5 in nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Alle Ausbaustufen erreichten eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 300 km/h (mit M Drivers' Package).

BMW M5 (F10) im Video:

 
 

BMW M5 (F10) wird im März 2017 eingestellt

Mit dem Produktionsende des Rolls-Royce Phantom VII ist es ähnlich wie beim Schiffsbau. Nein, nicht nur weil der Phantom ähnliche Ausmaße hat und in Handarbeit entsteht. Vielmehr, da jedes fertige Schiff zugleich Freude und Wehmut verbindet. Wie passend, dass der letzte Rolls-Royce Phantom VII als Einzelstück die Seefahrt huldigt. Der letzte von insgesamt 7000 Phantom basiert auf der immerhin 6,09 Meter langen Langversion. Der nautischer Stil des letzten Phantoms äußert sich im hell-blauen Leder, dunklem Holz und nicht zuletzt den zahlreichen, natürlich handgefertigten Abbildungen eines Kreuzfahrtschiffes. Außen hüllt sich der Rolls-Royce Phantom VII in der Sonderlackierung namens Blue Velvet und rollt auf Weißwandreifen. Unter der Haube steckt ein geradezu majestätischer 6,7-Liter-V12 mit 460 PS und 720 Newtonmeter Drehmoment. Insgesamt dreizehn Jahre produzierte Rolls-Royce die siebte Generation des Phantom und verkaufte sie zum Einstiegspreis von 420.000 Euro. Wer das Geld gerne in solch ein Luxusschiff investieren möchte und nun schon seine Felle davonschwimmen sieht: Keine Sorge, für 2018 hat Rolls-Royce den neuen Phantom angekündigt. Schließlich ist jedes Ende auch ein Neuanfang, nicht nur im Schiffsbau.

 

Produktionsende für Rolls-Royce Phantom VII

Mit so viel Tamtam der Audi R8 e-tron ins Rampenlicht gefahren wurde, so leise tritt der Elektrosportler auch wieder ab. Audi hat die Produktion des rund eine Million Euro teuren R8 e-tron eingestellt – nach nicht einmal 100 Stück. Dabei sind die Fahrwerte doch so reizvoll: 462 PS und 920 Newtonmeter Drehmoment beschleunigen den Audi R8 e-tron in nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Trotz der Power kann der R8 e-tron eine Reichweite von rund 450 Kilometern vorweisen. Eine Eigenschaft, die vor allem auf die Hartnäckigkeit von Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg zurückging. Er nahm die gestoppte Entwicklung am Audi R8 e-tron nicht nur wieder auf, er forderte auch die entsprechende Reichweite ein. Nun aber will sich Audi wohl der Entwicklung massentauglicherer E-Autos zuwenden. Wenn die Nachfrage nach einem Autos sinkt, reagieren die Hersteller – und das längst nicht immer mit einem Facelift. Wie der Audi R8 e-tron musste auch der BMW Z4 seinen Hut nehmen. Im Gegensatz zum R8 e-tron aber wird er eine Zukunft haben: mit anderem Namen und mit Stoff- statt Klappdach. Der Z5 wird mit dem Z4 dann auch nicht mehr ganz soviel gemeinsam haben, wird er doch in Zusammenarbeit mit Toyota entwickelt.

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Diese Autos werden nicht mehr gebaut

So wie der Audi R8 e-tron und der BMW Z4 zu Grabe getragen wurden, ging es in den vergangenen Monaten auch vielen anderen Modellen. Gerade bei Roadstern und Cabrios wird scheinbar aufgeräumt. Wo die SUVs nur so aus dem Boden sprießen, wird die Produktion eines Oben-ohne-Modells nach dem anderen eingestellt. Konzernschwester Mini streicht den Roadster und das Coupé, bei VW traf es nach dem Eos Mitte 2015 Anfang dieses Jahres auch noch das Golf Cabrio. Auch die Franzosen folgen diesem Trend, so stellt Peugeot die CC-Varianten des 207 und 308 ein und Renault streicht den Mégane als Cabrio und Coupé. Selbst Legenden sind nicht vor einem Produktions-Aus geschützt: So wurde in diesem Jahr das Ende der Dodge SRT Viper besiegelt – ausgerechnet zum 25-jährigen Jubiläum. 2017 wird die Produktion des beliebten amerikanischen Sportlers eingestellt. Parallel dazu wird auch der gleichnamige V10-Kult-Motor nicht weitergebaut. Weitere Modelle, deren Produktion demnächst eingestellt werden soll und bereits eingestellt wurde, sind in der Bildergalerie zu finden!

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