Produktionsende: Diese Autos werden eingestellt Diese Autos werden nicht weitergebaut

von AUTO ZEITUNG 30.10.2017
Inhalt
  1. Produktionsende für Citroën C4 und G 500 4x4²
  2. Letzter M5 mit Hinterradantrieb eingestellt
  3. Produktionsende für Rolls-Royce Phantom VII
  4. Aus für Audi R8 e-tron und BMW Z4
  5. Diese Autos werden nicht mehr gebaut

Die Franzosen schicken den Citroën C4 zugunsten des frisch überarbeiteten Cactus in Rente. ​Aber auch andere Autobauer haben Modelle in den Ruhestand geschickt: So endet die Produktionen des Mercedes G 500 4x4², auch die Dodge Viper und der letzte BMW M5 mit Hinterradantrieb sagten tschüß!

Der Citroën C4 - aktuell noch im Konfigurator zum Preis ab 23.190 Euro bestellbar - soll schon bald eingestellt werden. Das sagte Xavier Peugeot, Produktplaner des französischen Autobauers, unlängst in einem Interview. Die Sorge, dass sich der Kompakte und das frisch überarbeitete Kompakt-SUV Citroën C4 Cactus kanibalisieren, ist offenbar zu groß. Somit wird der seit 2010 gebaute C4 mit veralteter Technik und überholtem Design zugunsten des Erfolgsmodells eingestellt. Ein genaues Datum für das Ende des C4 steht indes noch aus. Viel konkreter ist da Mercedes beim G 500 4x4², für den die Schwaben nur noch bis Ende Oktober 2017 Bestellungen entgegen nehmen. Ein massenfähiges Auto angesichts des Preises von 231.693 Euro war die besondere G-Klasse freilich nie. Stilprägend für das wuchtige Sondermodell sind die Portalachsen. Diese Technik ermöglicht, die Räder nicht auf Achsmitte, sondern deutlich weiter unten anzubringen. Dadurch steigt die Bodenfreiheit der G-Klasse auf immense 450 Millimeter, die Watttiefe beträgt gar 1000 Millimeter. Für den entsprechenden Grip abseits der Piste sorgen 22-Zoll-Felgen mit grobstolligen Reifen der Dimension 325/55. Unter der Haube des Mercedes G 500 4x4² steckt ein Vierliter-V8-Biturbo mit 422 PS für schier unbändigen Vorwärtsdrang. Im Dezember 2015 kamen die ersten Modelle zum Händler, gut zwei Jahre später ist nun Schluss. 

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Produktionsende für Citroën C4 und G 500 4x4²

Im Produktionsjahr 2017 ereilte auch die Dodge SRT Viper das Aus. Dabei sollte der Sportwagen mit dem 8,4 Liter großem V10 unter der Haube schon im vergangenen Jahr eingestellt werden. Zuletzt wurde die Produktion aus Restbeständen am Leben gehalten. Es müssen wohl zweierlei Gründe für das Ende der Ikone ins Feld geführt werden: Zum einen verkaufte sich die Viper in Konkurrenz zu den preiswerteren Dodge Challenger und Ford Mustang deutlich schlechter, zum anderen hätten neue Sicherheitsstandards in den USA aufwändige Anpassungen erfordert. Laut FCA-Designschef Ralph Gilles hätten die verpflichtenden Kopfairbags nicht mehr ins Auto gepasst. Deutlich weniger emotional ist da wohl das Produktionsende des Mercedes B 250e. Das Elektroauto von Daimler wird im dritten Quartal 2017 eingestellt und bleibt vorerst ohne Nachfolger. Künftig möchte sich Mercedes auf die EQ-Modelle konzentrieren, eine Submarke für Elektroautos von Daimler. Die elektrifizierte B-Klasse kann einen 179 PS und 340 Newtonmeter starken Elektromotor vorweisen, der eine Reichweite von 200 Kilometern ermöglicht. Kurz zuvor hat Damiler auch schon die Produktion der Mercedes R-Klasse eingestellt. Die Großraumlimousine mit bis zu sieben Sitzen wird nur noch bis September produziert und bis Ende 2018 nach China ausgeliefert, wie eine Sprecherin am 26. Juli 2017 sagte. In anderen Ländern ist der Wagen schon seit 2013 nicht mehr zu haben. Seit Produktionsstart 2005 seien gut 200.000 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert worden, deren Wünsche zukünftig mit der SUV-Palette von Mercedes-Benz abgedeckt werden sollen.

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Letzter M5 mit Hinterradantrieb eingestellt

In der ersten Jahreshälfte endete auch die Produktion des BMW M5 (F10), der noch einige Wochen parallel zur bereits angelaufenen neuen 5er-Generation gefertigt wurde. Warum das Produktionsende des M5 eine besondere Erwähung wert ist, wo doch der Nachfolger (G30) ebenfalls einen M5-Derivaten erhält? Zwei Eigenschaften, lautet die Antwort: Zum einen bleibt der BMW M5 (F10) der vorerst letzte M5, der ausschließlich mit Hinterradantrieb daherkam. Außerdem war er – allerdings zuletzt nur noch in den USA – auch als Handschalter erhältlich. Der Nachfolger (F90) wird hingegen nur noch mit einem hecklastig ausgelegten Allradantrieb und ausschließlich mit einem Automatikgetriebe gebaut. Somit geht mit dem F10 durchaus eine Ära zu Ende! Seit 2011 wurde dieser M5 gebaut, dessen 4,4-Liter-V8 560 PS und 680 Newtonmeter leistete. In der Competition- oder “30 Jahre M5"-Ausführung stieg die Leistung gar auf 575 PS beziehungsweise 600 PS. Damit sprintete der schnellste M5 in nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Alle Ausbaustufen erreichten eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 300 km/h (mit M Drivers' Package).

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Produktionsende für Rolls-Royce Phantom VII

Mit dem Produktionsende des Rolls-Royce Phantom VII ist es ähnlich wie beim Schiffsbau. Nein, nicht nur weil der Phantom ähnliche Ausmaße hat und in Handarbeit entsteht. Vielmehr, da jedes fertige Schiff zugleich Freude und Wehmut verbindet. Wie passend, dass der letzte Rolls-Royce Phantom VII als Einzelstück die Seefahrt huldigt. Der letzte von insgesamt 7000 Phantom basiert auf der immerhin 6,09 Meter langen Langversion. Der nautischer Stil des letzten Phantoms äußert sich im hell-blauen Leder, dunklem Holz und nicht zuletzt den zahlreichen, natürlich handgefertigten Abbildungen eines Kreuzfahrtschiffes. Außen hüllt sich der Rolls-Royce Phantom VII in der Sonderlackierung namens Blue Velvet und rollt auf Weißwandreifen. Unter der Haube steckt ein geradezu majestätischer 6,7-Liter-V12 mit 460 PS und 720 Newtonmeter Drehmoment. Insgesamt dreizehn Jahre produzierte Rolls-Royce die siebte Generation des Phantom und verkaufte sie zum Einstiegspreis von 420.000 Euro. Wer das Geld gerne in solch ein Luxusschiff investieren möchte und nun schon seine Felle davonschwimmen sieht: Keine Sorge, für 2018 hat Rolls-Royce den neuen Phantom angekündigt. Schließlich ist jedes Ende auch ein Neuanfang, nicht nur im Schiffsbau.

 

Aus für Audi R8 e-tron und BMW Z4

Mit so viel Tamtam der Audi R8 e-tron ins Rampenlicht gefahren wurde, so leise tritt der Elektrosportler auch wieder ab. Audi hat die Produktion des rund eine Million Euro teuren R8 e-tron eingestellt – nach nicht einmal 100 Stück. Dabei sind die Fahrwerte doch so reizvoll: 462 PS und 920 Newtonmeter Drehmoment beschleunigen den Audi R8 e-tron in nur 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Trotz der Power kann der R8 e-tron eine Reichweite von rund 450 Kilometern vorweisen. Eine Eigenschaft, die vor allem auf die Hartnäckigkeit von Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg zurückging. Er nahm die gestoppte Entwicklung am Audi R8 e-tron nicht nur wieder auf, er forderte auch die entsprechende Reichweite ein. Nun aber will sich Audi wohl der Entwicklung massentauglicherer E-Autos zuwenden. Wenn die Nachfrage nach einem Autos sinkt, reagieren die Hersteller – und das längst nicht immer mit einem Facelift. Wie der Audi R8 e-tron musste auch der BMW Z4 seinen Hut nehmen. Im Gegensatz zum R8 e-tron aber wird er eine Zukunft haben: mit anderem Namen und mit Stoff- statt Klappdach. Der Z5 wird mit dem Z4 dann auch nicht mehr ganz soviel gemeinsam haben, wird er doch in Zusammenarbeit mit Toyota entwickelt.

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Diese Autos werden nicht mehr gebaut

So wie der Audi R8 e-tron und der BMW Z4 zu Grabe getragen wurden, ging es in den vergangenen Monaten auch vielen anderen Modellen. Gerade bei Roadstern und Cabrios wird scheinbar aufgeräumt. Wo die SUVs nur so aus dem Boden sprießen, wird die Produktion eines Oben-ohne-Modells nach dem anderen eingestellt. Konzernschwester Mini streicht den Roadster und das Coupé, bei VW traf es nach dem Eos Mitte 2015 Anfang dieses Jahres auch noch das Golf Cabrio. Auch die Franzosen folgen diesem Trend, so stellt Peugeot die CC-Varianten des 207 und 308 ein und Renault streicht den Mégane als Cabrio und Coupé. Selbst Legenden sind nicht vor einem Produktions-Aus geschützt: So wurde in diesem Jahr das Ende der Dodge SRT Viper besiegelt – ausgerechnet zum 25-jährigen Jubiläum. 2017 wird die Produktion des beliebten amerikanischen Sportlers eingestellt. Parallel dazu wird auch der gleichnamige V10-Kult-Motor nicht weitergebaut. Weitere Modelle, deren Produktion demnächst eingestellt werden soll und bereits eingestellt wurde, sind in der Bildergalerie zu finden!

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