Stauprognose: Aktuelle Verkehrslage zum Wochenende Staus durch Herbstferien (20. bis 22. Oktober)

von AUTO ZEITUNG 16.10.2017
Inhalt
  1. ADAC-Stauprognose: Aktuelle Verkehrslage am Wochenende
  2. Herbst 2017: Weitere Staus durch Tunnel-Wartungsarbeiten
  3. Richtiges Verhalten im Stau
  4. Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?
  5. Darf im Stau rechts überholt werden?
  6. Den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?
  7. Darf im Stau gewendet werden?
  8. Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?
  9. Dürfen sich Motorradfahrer durchschlängeln?
  10. Dürfen Autofahrer im Stau aussteigen?
  11. Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

In zahlreichen Bundesländern starten die Herbstferien, dementsprechend nimmt der Verkehr am kommenden Wochenende, 20. bis 22. Oktober 2017, deutlich zu. Wo mit besonders viel Verkehr zu rechnen ist, verrät die ADAC-Stauprognose!

Die Herbstreisewelle nimmt am kommenden Wochenende, 20. bis 22. Oktober 2017, so richtig Fahrt auf. Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen und der Norden der Niederlande starten in die Ferien, Hamburg und Schleswig-Holstein in die zweite Woche. Urlauber aus Hessen, Dänemark und der Niederlande sind auf dem Rückweg. Mit dem höchsten Verkehrsaufkommen müssen Autofahrer rund um die Alpen und Mittelgebirge sowie auf den Routen nach Süden und an die Küsten in beiden Richtungen rechnen. Auch in Österreich, der Schweiz und Italien sollten längere Fahrzeiten eingeplant werden, wie die ADAC-Stauprognose zeigt.

 

ADAC-Stauprognose: Aktuelle Verkehrslage am Wochenende

  • Fernstraßen von und zur Nord- und Ostsee
  • Großraum Berlin, Hamburg und Köln
  • A 1 Köln - Bremen - Hamburg
  • A 1/ A 3/ A 4 Kölner Ring
  • A 2 Dortmund - Hannover - Braunschweig
  • A 3 Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau
  • A 5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel
  • A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A 7 Hamburg - Hannover - Würzburg - Füssen/Reutte
  • A 7 Hamburg - Flensburg
  • A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A 9 München - Nürnberg - Berlin
  • A 10 Berliner Ring
  • A 11 Berliner Ring - Dreieck Uckermark
  • A 19 Dreieck Wittstock/Dosse - Rostock
  • A 24 Hamburg - Berlin
  • A 61 Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach
  • A 93 Inntaldreieck - Kufstein
  • A 95/ B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 96 München - Lindau
  • A 99 Umfahrung München

Die ADAC-Stauprognose im Video:

 

Auch im benachbarten Ausland füllt der Herbstreiseverkehr die Straßen, vor allem Freitag rechnen die Automobilclubs mit starkem Feierabendverkehr. Über das ganze Wochenende, mit Spitzen am Samstag und Sonntagnachmittag, muss auf den den Transitrouten und den Zufahrten der Alpen- und Ferienregionen mit Staus gerechnet werden. Bei der Einreise von Österreich nach Deutschland kann es ebenfalls zu Wartezeiten kommen. An den Grenzen von Österreich zu Ungarn, Slowenien und der Slowakei (bei der Einreise nach Österreich) sowie an den Übergängen zwischen Kroatien und Slowenien sind ebenfalls Verzögerungen möglich. Auch in der Schweiz macht sich der Reiseverkehr bemerkbar.

 

Herbst 2017: Weitere Staus durch Tunnel-Wartungsarbeiten

Im Herbst 2017 müssen Autofahrer laut ADAC zusätzlich an vielen Tunneln mit verlängerten Wartezeiten, Staus und stockendem Verkehr rechnen. Grund dafür sind Wartungsarbeiten, wodurch viele Tunnel gesperrt oder nur teilweise befahrbar sind. Gerade zu Hochzeiten des Verkehrs, wie zum Beispiel am Wochenende, kann dies Autofaher viel Zeit kosten. Dies betrifft vor allem Tunnel in Deutschland und den Alpenländern, daher sollten Reisende ihre Routen entweder umplanen, oder mehr Zeit einplanen, empfiehlt der ADAC. Wo genau es zu Wartungsarbeiten kommen wird, zeigt unsere Übersicht:

  • A 7 Ulm - Füssen/Reutte der Grenztunnel Füssen
  • A 8 Luxemburg - Saarlouis der Tunnel Pellinger Berg
  • A 2 (Österreich) Luzern - Chiasso in der Schweiz der Gotthardtunnel
  • A 2 (Österreich) bei Klagenfurt die Tunnel Lendorf, Falkenberg und Ehrentalerberg
  • A 10 (Österreich) die Tunnelgruppe Werfen, der Ofenauer und Hiefler Tunnel sowie der Reit- und Oswaldibergtunnel
  • A 6 (Frankreich) bei Lyon der Tunnel de Fourviere am zweiten Oktober-Wochenende
 

Richtiges Verhalten im Stau

Staus sind lästig, bei längeren Fahrten aber kaum zu vermeiden. Deshalb sollten Autofahrer immer mit stockendem oder gar stehendem Verkehr rechnen, entsprechend mehr Zeit einkalkulieren und für den Fall einer Vollsperrung ausreichend Getränke oder Essen an Bord haben. Ist das Auto für den Urlaub vollgepackt, sollten zudem Warnweste und -dreieck griffbereit liegen und nicht erst aus den Untiefen des Kofferraums herausgeholt werden müssen. Weitere Tipps zum richtigen Verhalten im Stau!

 

Wann muss die Rettungsgasse gebildet werden?

Bei einem (drohenden) Stau muss die Rettungsgasse sofort gebildet werden – und nicht erst dann, wenn ein Einsatzwagen in Sicht- oder Hörweite ist. Fehlverhalten kann dabei wertvolle Zeit und Menschenleben kosten. Die Regeln für eine Rettungsgasse sind denkbar einfach: Bei einer zweispurigen Autobahn ist sie zwischen der linken und der rechten Spur zu bilden. Bei drei oder mehr Spuren verläuft sie zwischen der äußerst linken Spur und dem Fahrstreifen rechts daneben. Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro rechnen.

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Darf im Stau rechts überholt werden?

Tatsächlich darf im Stau oder stockendem Verkehr auch auf der Autobahn rechts überholt werden. Allerdings gibt es dafür zwei Voraussetzungen: Der Verkehr auf der linken Spur muss entweder stehen oder aber darf maximal 60 km/h fahren. Bei stehenden Autos darf der Verkehr auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h vorbei fahren. Rollt die linke Spur, darf der Autofahrer auf der rechten Spur mit maximal 20 km/h Differenzgeschwindigkeit überholen. Allerhöchstens sind 80 km/h erlaubt! Wer schneller fährt, riskiert ein Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt.

 

Den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt nutzen?

Der Standstreifen ist ausschließlich für Pannenfahrzeuge gedacht. Wer den Standstreifen nutzt, um einen Stau bis zur nächsten Ausfahrt zu umfahren, riskiert demzufolge eine Strafe in Höhe von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg. Ausnahmen von der Regel sind übrigens durch grüne Pfeile (meist über der Spur) oder entsprechende Schilder am Straßenrand gekennzeichnet.

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Darf im Stau gewendet werden?

Nein! Auf der Autobahn ist wenden oder rückwärts fahren strengstens verboten, außer die Polizei fordert die Autofahrer dazu auf und leitet den Verkehr von der Autobahn ab. Bei eigenmächtigen Aktionen drohen empfindliche Straßen von bis zu 200 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot.

 

Spur gesperrt: Wie verhält man sich richtig?

Ist ein Fahrstreifen blockiert, gilt das Reißverschlussverfahren. Heißt: Autofahrer sollen bis zum Hindernis vorfahren und sich dann in der anderen Spur einfädeln. Wer dabei Lücken absichtlich verschließt, muss mit 20 Euro Strafe rechnen.

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Dürfen sich Motorradfahrer durchschlängeln?

Nein, das dürfen sie nicht. Wenn sich Motorradfahrer im Stau dennoch zwischen Wagenreihen durchschlängeln, riskieren sie ein Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg. Es ist ihnen aber erlaubt, bei ausreichend Seitenabstand links zu überholen.

 

Dürfen Autofahrer im Stau aussteigen?

Die klare Antwort lautet: nein! Das Aussteigen ist nach der Straßenverkehrsordnung § 18 Absatz 9 Satz 1 eindeutig untersagt. Die einzige Ausnahme bildet die Sicherung einer Unfallstelle. Das Verbot gilt natürlich auch bei längeren Staus oder Vollsperrungen, selbst wenn wenn die Polizei in solchen Fällen gerne mal ein Auge zudrückt. Wer in diesem Falle trotzdem aussteigen möchte, sollte unbedingt nahe am Auto bleiben und idealerweise eine Rettungsweste tragen. 

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Telefonieren statt Panne

 

Ist im Stau Telefonieren am Steuer erlaubt?

Telefonieren, das besagt die Straßenverkehrsordnung ganz klar, ist nur erlaubt, wenn der Motor ausgeschaltet ist. Diese Regelung gilt auch für den Stau. Sollte der Motor also noch laufen, muss eine Freisprechanlage aktiv sein. Andernfalls droht eine Strafe von 60 Euro und einem Punkt.

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