IAA 2021: Bundesweite Ausschreibung & Konzept Berlin, Hamburg und München konkurrieren um IAA-Standort

von Christina Finke 29.01.2020

Für die IAA 2021 ist der Verband der Automobilindustrie (VDA) auf der Suche nach einem neuen Standort und hat die Mobilitätsmesse dazu bundesweit ausgeschrieben. Mit dem Standort soll zudem das Konzept erneuert werden!

Mit nur rund 560.000 Besuchern und 838 Ausstellern ist die letzte IAA zu Ende gegangen und steht damit vor einer ungewissen Zukunft. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat den Vertrag mit der Messe Frankfurt auslaufen lassen und sucht zur IAA 2021 nach einem neuen Standort mit neuem Konzept. Dazu hat der VDA die Mobilitätsmesse Mitte November 2019 bundesweit ausgeschrieben. Im Rennen waren zuletzt die Bewerber Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, München, Stuttgart, die bis Ende Januar 2020 ihre Konzepte vorstellen durften. Wie der Vorstand des VDA am Mittwoch, 29. Januar 2020 entschied, machen nun Berlin, Hamburg und München das Rennen unter sich aus. Berlin wirbt mit der Nähe zur Hauptstadt und der politischen Macht, Hamburg mit modernen Mobilitätsangeboten wie Carsharing aber auch Konzepten zum autonomen Fahren und der Automobilstandort München mit seinem modernen Messegelände. Im Verlauf des ersten Quartals 2020 soll der Zuschlag zur IAA 2021 schließlich vergeben werden. Mehr zum Thema: VDA-Präsident Bernhard Mattes tritt zurück 

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Bundesweite Ausschreibung zur IAA 2021 & neues Konzept

Neben einem neuen Standort für die IAA 2021 sucht der VDA auch nach einem neuen Konzept für die Messe. Das alte gilt als überholt und nicht zukunftstauglich. Der Verband verlangt von den Kommunen und Messegesellschaften ein eigenes Organisationskonzept und Investitionen, etwa in die Elektro-Ladeinfrastruktur. Die Autoindustrie stellt sich neben der klassischen Messe mit Kongressangeboten eine großzügige Fläche mit Teststrecken und Parcours vor, wo die Besucher beispielsweise automatisiert fahrende Autos mit alternativen Antrieben oder neue Mobilitätsangebote einem Praxistest unterziehen können. Darüber hinaus will der VDA auch Verkaufsausstellungen erlauben und damit einer Forderung etlicher Hersteller nachkommen. Ob die Automobilausstellung künftig jährlich oder wie bislang jedes zweite Jahr stattfinden soll, ist bislang unklar. Auch die Option, die IAA künftig an wechselnden Standorten auszurichten, ist offiziell noch nicht vom Tisch. Unklar bleibt zudem, für welche Zeitspanne die Vergabe dann Gültigkeit behalten soll. 

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