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Geht auch ganz einfach:

BMW i3 (2025): Erste Informationen i3 läutet neue Designlinie ein

Michael Godde 05.01.2023

Nein, der in China präsentierte BMW i3 eDrive35L hat keine Zukunft in Europa. Stattdessen soll 2025 eine neue elektrische Mittelklasse auf Basis der neuen "Neue Klasse"-Architektur entstehen – mit Konsequenzen für das Design, den Antrieb und die Verbrenner-Variante!

Bei BMW gestaltet man die Zukunft mit einem offenen Blick für Vielfalt – bestes Beispiel dafür ist der BMW i3, der 2025 kommen wird. Denn niemand kann heute sagen, wie sich die Welt und damit der internationale Automarkt in der nächsten Dekade entwickeln wird. Da ist die strikte Abkehr von vorhandenen Antriebstechnologien hin zur alleinigen Fokussierung auf die batterieelektrische Mobilität verschiedener Automobilhersteller für BMW noch keine Option. Man setzt vielmehr weiterhin auch auf Verbrenner in verschiedenster Form. Aber der Masterplan bis ins Jahr 2025 hinein, mit dem die bayerische Marke die neue Technologie-Epoche mit der "Neuen Klasse"-Architektur ins Rampenlicht rollen, zeigt nun doch eine noch stärkere Orientierung hin zur reinen E-Mobilität. Anders als in den ersten Statements, in denen von einer Misch-Architektur die Rede war, bei der die neue Technologie-Plattform ab 2025 alle Antriebsformen – vom Verbrenner über Plug-in-Hybride bis hin zu reinen batterieelektrischen Modellen – integrieren sollte, wird die "Neue Klasse" nun doch der rein elektrischen Idee vorbehalten bleiben. Die aktuellen Entwicklungen und die positive Perspektive bei BMW in Bezug auf den Absatz von E-Fahrzeugen beflügelt den Strategiewechsel. Wie Oliver Zipse gegenüber Bloomberg erst kürzlich in einem Interview erklärte, bestimmt die E-Mobilität die Pace. Zu dieser Aussage, dass die elektrifizierten Fahrzeuge den Takt in der Branche vorgeben, passt auch, dass laut BMW schon 2024 jeder dritte BMW ein elektrischer sein wird. Bis 2030 bereits soll es sogar jeder zweite sein. Erstes Modell auf Basis der "Neuen Klasse" wird ein BMW i3 (2025) in komplett neuer Form sein, also ein vollelektrischer 3er der nächsten Generation. Der Stromer und der 3er mit klassischem Antrieb werden allerdings mit dem Debüt der E-Plattform nicht mehr wie Zwillinge à la i7 und 7er auftreten. Bei der neuen Elektro-Architektur, die vom Heckantrieb bis hin zum eDrive mit vier Motoren hochflexible Arrangements bietet, wird die Vorderachse zugunsten eines langen Radstands weiter nach vorn rücken, wodurch der vordere Überhang kürzer ausfällt – es wird sich quasi alles ändern. Das betrifft auch das Design. BMW präsentierte 2021 mit dem i-Vision-Circular-Concept-Car eine erste Idee mit breitem Nierengrill und schmalen Leuchteinheiten, die nicht zuletzt das markante Design der "Neuen Klasse" von 1962 zitiert. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Erste Informationen zum BMW i3 (2025)

Wie stark sich der BMW i3 (2025), der als "Enabler" für ein neues, charakterstarkes BMW-Design dienen soll, daran orientieren wird, hält BMW noch unter Verschluss. Sicher ist aber, dass die Verbrennervarianten, die parallel zur Einführung der "Neuen Klasse" weiter auf der alten CLAR-Architektur produziert werden, mit einem großen Facelift ans neue Design angepasst werden. Daraus folgt, dass der aktuelle 3er wohl deutlich über 2025 hinaus weiter produziert wird. BMW plant, dem i3 direkt eine sportliche SUV-Variante à la iX4 zur Seite zu stellen. Insgesamt also gute Aussichten für Kundschaft, die auf innovative Fahrzeuge zu akzeptablen Preisen wartet. Technisch gesehen schwenkt BMW bei der "Neuen Klasse" 2025 von prismatischen auf runde Zellen um. Im Vergleich zur aktuellen prismatischen Variante wird auf der Kathodenseite der Nickelgehalt erhöht, der Kobaltanteil gleichzeitig reduziert und der Siliziumanteil auf der Anodenseite erhöht. Die neue Zelle erreicht so eine um 20 Prozent höhere Energiedichte, die Ladegeschwindigkeit wird, mit der Umstellung auf die 800-Volt-Technik, um bis zu 30 Prozent gesteigert. Auch die Reichweite profitiert mit einer Verbesserung um 30 Prozent. Zudem sinken die CO2-Emissionen in der Zellfertigung um bis zu 60 Prozent, die Produktionskosten reduzieren sich im Vergleich zu denen der aktuellen fünften Generation um maximal 50 Prozent. So will BMW die Herstellungskosten von vollelektrischen Modellen wie dem BMW i3 (2025) auf das Niveau von modernen Verbrennern bringen. Die neuen Zellen und deren Integrationskonzept verringern nicht nur die Kosten, das Speichersystem übernimmt auch eine tragende Rolle in der Karosseriestruktur. Gen 6 nutzt einen Stahlmantel für die Zellen statt der bei Gen 5 verwendeten Aluminiumhülle – dadurch kann auf die Modulebene verzichtet werden. So lässt sich die Größe des Akkus hochflexibel gestalten, der wegen der Steifigkeit platzsparend in jede Karosserieform integriert werden kann.

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Aufgrund des langen, exklusiv China vorbehaltenen Radstandes ist der aktuelle i3 keine Option für Europa. Foto: BMW
 

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Nach dem elektrischen Gran Coupé i4 kam 2022 der BMW i3 eDrive35L als Elektro-3er auf den Markt – allerdings nur in China. Warum der Stromer vorerst nur in China zu haben ist, erklärt sich wohl so: Der i3 macht sich die chinesische Langversion des 3ers zunutze, um mehr Platz für die Batterien im Unterboden zu schaffen. Sonst wäre der Technik-Transfer aus dem iX3 kaum möglich gewesen. So treibt auch im Elektro-3er ein E-Motor die Hinterachse an. Gespeist wird die Leistung aus einer 66,1 kWh (netto) großen Batterie, die eine Reichweite von 526 Kilometern nach der chinesischen, etwas großzügigeren Norm CTLC ermöglicht. Maximal lässt sich der i3 mit 95 kW laden, weshalb ein Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent 35 Minuten dauert. Mit seinen 210 kW (286 PS) und 400 Newtonmeter gelingt dem BMW i3 eDrive35L der Sprint von 0 auf 100 km/h in 6,2 Sekunden.
Von Tim Neumann

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Michael Godde Michael Godde
Unser Fazit

Der Masterplan in den BMW-Entwicklungsabteilungen steht. Die "Neue Klasse"-Architektur wird mit ihrer Einführung 2025 die E-Mobilität neu organisieren, hoch flexible Produktionsabläufe ermöglichen, die Kosten reduzieren und innovative sowie nachhaltige Produkte hervorbringen. BMW hat damit die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt. Dass man in München nun doch so intensiv die E-Mobilität bevorzugt, zeigt, welches Potenzial BMW – nicht zuletzt wegen der hohen Nachfrage nach aktuellen E-Modellen – in der rein elektrischen Idee sieht.

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