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BMW 5er (2023): Hybrid, Innenraum, Maße Die 5er-Strategie von BMW

von Michael Godde 14.04.2021

2023 erscheint die achte Generation des BMW 5er. Vom Diesel über Plug-in-Hybride bis hin zum voll elektrischen Performance-Modell wird alles dabei sein. Wir wagen mit Illustrationen einen Blick in die Zukunft und verraten, was wir überdies zu Innenraum und Maßen wissen.

BMW plant die Zukunft auf Hochtouren: Dabei ist die nächste, 2023 erscheinende Generation des BMW 5er eine der wichtigsten Bausteine. Die bayrische Oberklasse in Gestalt einer Limousine und eines Kombis (Touring) hat die Aufgabe, den Übergang zwischen bisheriger Philosophie und künftiger Neuausrichtung mit noch stärkerem Fokus auf die Elektromobilität zu meistern. Das wird nicht leicht, denn die klassischen Verbrenner und Plug-in-Hybride werden zum Marktstart noch auf der bisherigen, allerdings weiterentwickelten CLAR-Plattform aufbauen. Die neue Cluster Architektur, die den Fokus deutlich mehr hin zur Elektromobilität verschiebt, ist erst für 2025 angekündigt. Damit könnte der für Ende 2024, spätestens aber 2025 geplante, voll elektrische i5 das erste Modell sein, das bereits auf dem neuen, auch weiterhin modularen System für alle Antriebskonfigurationen basiert. Bestätigt ist das aber noch nicht. In München will man sich nicht zu tief in die Karten schauen lassen. Fest steht, dass der BMW-Plan vorsieht, bis 2030 mehr als sieben Millionen elektrifizierte Fahrzeuge ausgeliefert zu haben, zwei Drittel davon sollen dann rein elektrisch angetriebene Modelle sein. Die Zahl macht aber auch klar, dass man in München die "Power of Choice"-Strategie konsequent weiterverfolgt. Auch beim BMW 5er (2023) wird der Hersteller künftig jedem Kundenwunsch nach individueller Mobilität ein Angebot machen. Zumindest in Europa dürften aber die kommenden Emissionsbestimmungen einigen Klassikern im 5er-Portfolio den Ruhestand nahelegen. Der Superdiesel des M550d ist bereits eingestellt. Auch über dem V8-Biturbo im M550i xDrive ziehen dunkle Wolken auf. Retten könnte ihn eine starke Elektrifizierung. BMW hat dazu alles im Angebot: Die Plug-in-Hybrid-Technologie der nächsten Generation wird laut BMW in wichtigen Eigenschaften und Funktionen einen spürbaren Schritt machen. Das bedeutet unter anderem deutlich mehr Akku-Kapazität und schnellere Ladezeiten. Schon jetzt präsentieren sich die 5er Plug-in-Hybride mit vernünftigen Reichweiten und zukunftsfähigen Verbrauchswerten. Der M550i könnte von der rasanten Entwicklung profitieren und auch leistungsmäßig deutlich zulegen. Was dann aus dem M5 wird? Dazu später mehr. Mehr zum Thema: Das ist der BMW 5er Touring

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BMW 5er Limousine (2023) als Verbrenner, Hybrid und E-Auto

Auch wenn Plug-in-Hybrid-Modelle nicht nur Pendlerprofile optimal abdecken können, bleibt der Diesel im BMW 5er (2023) ein gesetzter Partner. Der zusätzliche E-Antrieb ist aber den Benzinern vorbehalten. Bereits jetzt sind alle BMW-Dieselmodelle mit einem sehr wirksamen Abgasreinigungssystem zur Reduzierung der Stickoxidemissionen ausgestattet. BMW ist sich sicher, dass trotz aller Transformation hin zur E-Mobilität und der kommenden Emissionsgrenzen der Diesel noch lange im Geschäft bleiben wird. Der 5er muss und wird zudem ein großes Ausrufezeichen bei der E-Mobilität setzen. Der bereits als seriennahes Concept vorgestellte i4 skizziert, wohin die Reise in Zukunft geht. Der i5 wird unterschiedlichste Konfigurationen ermöglichen. Das Layout, dass die neue, leichtere sowie effizientere Plattform bietet, ist dabei kein Geheimnis. Die Akkus, die im Topmodell weit über 100 kWh bereitstellen, finden zwischen den beiden Achsen Platz. Dabei ist neben einer Einstiegsvariante mit nur einer Antriebseinheit an der Hinterachse auch ein Allradantrieb mit zusätzlicher E-Maschine an der Vorderachse geplant. Reichweiten von über 800 Kilometer werden durch die gesteigerte Effizienz bei den Motoren und ein intelligentes Systemmanagement umsetzbar. Richtig spannend wird es, wenn die beiden Buchstaben i und M bei der nächsten Generation des BMW 5er (2023) miteinander verschmelzen. Schon vor einiger Zeit hat BMW mit dem Power-BEV-Prototyp allen Fans dynamischer Fortbewegung den Mund wässrig gemacht. Unter dem Kleid einer aktuellen 5er Limousine verbergen sich drei E-Maschinen mit insgesamt 720 PS. Insbesondere die beiden Motoren an der Hinterachse wecken dynamisches M-Potenzial. Sie lassen sich separat ansteuern. Damit kommt das E-Torque-Vectoring ins Spiel, das es ermöglicht, auch bei extrem dynamischen Fahrmanövern die maximale Antriebsleistung in Vortrieb umzusetzen. Durch das für jedes Rad einzeln regelbare Antriebs- und Bremsmoment kann jede Fahrsituation aktiv und gezielt für optimale Performance beeinflusst werden, und zwar besser, effektiver und präziser, als es ein noch so gut regelndes Sperrdifferenzial könnte. Das schafft Raum für Spekulationen.

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Innenraum & Länge (Maße) des BMW 5er (2023)

Bis 2024 dürfte die mögliche Leistung der E-Aggregate deutlich steigen. 1000 PS sind für das rein Batterie-elektrisch angetriebene Derivat des BMW 5er (2023) denkbar. Schon allein deshalb, weil Tesla mit dem Plaid+-Antrieb im Model S in vierstellige Leistungsregionen vordringt. Der sportlichste Ableger des i5 könnte daher zum künftigen i5M mutieren. Spätestens dann dürfte der bisherige 400-Volt-Standard bei BMW durch die leistungsfähigeren 800-Volt-Technologie bei den Performance-Modellen ersetzt werden. Der nächste M5 geht aber dennoch mit stark elektrifiziertem V8-Biturbo an den Start und vereint die dynamischen Möglichkeiten eines E-Antriebs mit klassischer Emotion. Die neue Baukastenstruktur könnte zudem einen 5er mit Brennstoffzellen-Technologie ermöglichen. Schließlich legt der Automobilbauer 2022 eine Kleinserie des X5 mit Wasserstoffantrieb auf, der sich natürlich auch auf einen 5er projizieren lässt. BMW hat auf diesem Gebiet jahrzehntelange Erfahrung, entwickelt bereits für den BMW i Hydrogen NEXT das sogenannte Stack-Gehäuse für die Brennstoffzellen im Werk Landshut und hat mit Toyota einen Entwicklungspartner an der Seite, der mit dem Mirai bereits ein Brennstoffzellenauto im 5er-Format anbietet. Nicht nur das Antriebsangebot wird eine komplexe Vielfalt bieten. Auch bei den Karosserievarianten werden nicht nur die klassischen Verbrenner oder Plug-in-Hybrid-Modelle als Limousine oder Touring vorfahren, sondern auch der i5. Das Design wird dabei keine radikale Revolution: Der neue BMW 5er (2023) bleibt ein klassisches Oberklasse-Modell bei Maßen von rund fünf Metern Länge, 1,9 Metern Breite (ohne Außenspiegel) und 1,5 Metern Höhe und folgt der mit 4er, Concept i4 und iX5 eingeschlagenen Designsprache, wie auch unsere Illustration zeigt: Selbstbewusster Auftritt mit markanter Niere und neu interpretierten Doppelscheinwerfern sind als BMW-DNA gesetzt. Zum Innenraum existieren zwar noch keine (Erlkönig-)Bilder, doch dürfen wir hier mit dem Einsatz des neuen iDrive-Infotainmentsystems aus dem großen Elektro-SUV iX samt breitem Bildschirm rechnen.

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BMW i Hydrogen Next (2022): Erste Informationen BMW baut Wasserstoff-X5

von Michael Godde von Michael Godde
Unser Fazit

BMW steht wie alle anderen Automobilhersteller vor einer herausfordernden Transformation. Dabei fokussiert man sich in München, anders als in den Konzernzentralen einiger Mitbewerber, allerdings nicht ausschließlich auf die E-Mobilität. BMW setzt auch weiterhin auf die äußerst flexible  Cluster-Architektur, die sämtliche Antriebsformen darstellen kann. Der Kunde und die von Region zu Region unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen bestimmen weiterhin das zukünftige Angebot, Das ändert sich auch nicht, wenn BMW 2025 die neue CLAR-Plattform präsentiert. Für den BMW 5er (2023) bedeutet das ein breites Antriebsportfolio mit klassischen Verbrennern und leistungsfähigen Plug-in-Hybriden. Dennoch dürfte der kommende Batterie-elektrisch angetriebene i5 für die größte Aufmerksamkeit sorgen. Vor allem, weil BMW über extrem dynamische Versionen nachdenkt, die mit bis zu 1000 PS und drei Motoren als künftige M-Variante vorfahren könnten.

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