Elektro-Lamborghini könnte doch Hybrid werden: Das ist bekannt!
Wie steht es in Zeiten abflachender Nachfrage nach Luxus-E-Autos um die 2023er Studie Lamborghini Lanzador und deren Serienumsetzung? Wird es überhaupt noch einen Elektro-Lamborghini geben? Das ist derzeit zum vierten Modell des Portfolios aus Sant'Agata Bolognese bekannt!
Aus Elektro-Lamborghini könnte weiterer PHEV werden
Neben der Hybridisierung der Modellpalette feilt Lamborghini bereits seit Längerem an einem ersten vollelektrischen Modell. Bereits 2023 zeigte der Sportwagenhersteller mit dem viersitzigen Crossover Lanzador eine Elektro-Studie (siehe Galerie), konkreter wurde es bislang jedoch nicht. War die Rede von einem Marktstart im Jahr 2028, verschob Lamborghini das Debüt inzwischen auf 2029.
Aber noch wichtiger: Wie CEO Stephan Winkelmann im Sommer 2025 gegenüber der australischen Publikation CarExpert erklärte, wäre es gar denkbar, dass das neue Modell als Plug-in-Hybrid kommt statt als E-Auto. So oder so ist Lamborghini später dran als der ewige italienische Konkurrent Ferrari, dessen erstes E-Modell bereits mehrfach als Mule beziehungsweise Erlkönig gesichtet wurde und 2026 vorgestellt werden könnte. Das Elektro-Zögern beschränkt sich bei Lambo übrigens nicht auf das neue Modell: Sollte der kommende Urus ebenfalls emissionsfrei betrieben werden, läuft dieser laut Winkelmann als neuer Plug-in-Hybrid weiter.
Auch interessant: Unsere Produkttipps bei Amazon
Der Lamborghini Temerario (2024) im Video:

Die Plattform-Optionen im VW-Konzern
Ein Blick in die Teilekiste des VW-Mutterkonzerns spezifiziert die Möglichkeiten, die Lamborghini mit dem vierten Modell offenstehen, und lädt zum Spekulieren ein. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass der vollelektrische Serien-Lanzador technisch auf dem Konzernbruder Porsche Taycan und dessen J1-Plattform basiert. Denkbar wäre jedoch auch, dass ein Wechsel der Plattform in der Planungsphase mitverantwortlich ist für die Verzögerung des Marktstarts. Alternativ käme etwa die neue Premium Platform Electric (PPE) infrage, auf der bereits Porsche Macan und Audi Q6 e-tron stehen, und die derzeit dank 800-V-Technik Ladeleistungen von bis zu 270 kW erlaubt. Der kommende PPE-Cayenne soll noch 2025 enthüllt werden und über 800 kW (1081 PS) leisten, was nach einer Lamborghini-würdigen Basis klingt.
Wie der mögliche Elektro-Lamborghini soll gegen Ende des Jahrzehnts jedoch auch die extrem flexible Scalable Systems Platform (SSP) starten – möglicherweise wird der Italiener also auch ein früher Premium-Vorreiter auf dieser Architektur. Medienberichten zufolge könnte sich der Elektro-Lamborghini in astronomischen Leistungsbereichen um die 2000 PS (1480 kW) bewegen, die definitiv eine große Batterie und extrem leistungsfähige Ladetechnik erfordern würden.
Ganz so viel Power dürfte mit einem Plug-in-Hybrid-Strang schwierig werden. Sollte es trotzdem in diese Richtung gehen, stünde die Technik des 2024 eingeführten Porsche Panamera zur Verfügung. Als Spitzenmodell Turbo S E-Hybrid braucht sich der Zuffenhausener mit 4,0-l-V8 und 782 PS (575 kW) wahrlich nicht verstecken – Lamborghini würde sicherlich noch ein ordentliches Leistungsplus finden, um den Respektabstand zu wahren.
Bleibt es bei der Lanzador-Idee?
Neben der Antriebsfrage bleibt es auch spannend, ob man beim viersitzigen "Ultra GT"-Konzept des Lanzador bleibt. Die Studie fuhr 2023 als Crossover aus SUV und Sportwagen vor, womit sich ein entsprechendes Serienmodell in Hinblick auf die Karosserieform zwischen dem bulligen Urus und den Mittelmotor-Sportwagen Temerario und Revuelto positionieren würde. Wenn der Urus weiterhin fossil betrieben wird, könnte das neue Modell jedoch auch als elektrische SUV-Alternative aufgestellt werden.
Fazit
Gesicherte Informationen zum Elektro-Lamborghini gibt es kaum. Dass sich der Marktstart aber auf voraussichtlich 2029 verzögert und Lambo mit dem Gedanken spielt, auf ein PHEV-Konzept umzuschwenken, steht sinnbildlich für die derzeitige Krise elektrischer Luxusautos.










