Autoaufbereitung: Tipps für den Frühjahrsputz Mit diesen Tipps kann der Frühling kommen

von Christina Finke 28.04.2020
Inhalt
  1. Autoaufbereitung: Tipps für den Frühjahrsputz
  2. Den Frühjahrsputz mit der Innenraumreinigung beginnen
  3. Tipps für den Frühjahrsputz: Außenwäsche
  4. Autoaufbereitung: Reifen, Flüssigkeiten & Plakette prüfen

Im Winter leiden Mensch und Material besonders  auch Autos und ihre Fahrer. Daher gibt die AUTO ZEITUNG Tipps zur richtigen Autoaufbereitung. Dabei dient der Frühjahrsputz nicht nur der Optik, sondern auch der Sicherheit!

Schnee und Schneematsch, Schmutz, Nässe und Kälte – all das kann Autos im Winter ordentlich zusetzen. Auch wenn in diesem Jahr in unseren Breiten nicht viel davon war – ein gründlicher Frühjahrsputz steht dennoch an. Der Grund: Viele Straßenmeistereien, Kommunen und Gemeinden haben porphylaktisch Tausalz und Lauge auf die Straßen gebracht. Diese richten im Laufe der Zeit an Metallen des Autos nicht unerhebliche Schäden an. Sie sollten deshalb bei einer gründlichen Waschanlagen-Reinigung mit Unterbodenwäsche entfernt werden. Mit dem besser werdenden Wetter sollten Fahrzeugbesitzer ihrem Wagen generell wieder mehr Aufmerksamkeit schenken und sich der Autoaufbereitung widmen. Und zwar nicht nur, um das eigene Gefährt herauszuputzen, sondern auch, um jederzeit sicher unterwegs zu sein. Und sogar die Umwelt können Autobesitzer schonen, wenn sie folgende Tipps für den Frühjahrsputz berücksichtigen. Mehr zum Thema: Cabrio ausmotten

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Autoaufbereitung: Tipps für den Frühjahrsputz

Bevor es mit der eigentlichen Autoaufbereitung losgehen kann, muss der Wagen zunächst einmal vom gröbsten Schmutz befreit werden. Dabei sollten Autobesitzer das Entfernen von Dreck und Blättern aus dem so genannten Wasserkasten, also aus der Ablaufrinne zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe, nicht vergessen. Dieser setzt sich im Winter meist zu und verstopft so den Ablauf. Das kann unter Umständen dazu führen, dass Wasser sich andere Wege sucht und schlimmstenfalls in den Fußraum sickert. Im Zuge des Frühjahrsputzes sollten Autobesitzer zudem die Kanten in den Radkästen kontrollieren. Schmutz und Schlamm, der sich hier während der Wintermonate sammelt, fördert mit der Zeit die Rostbildung in den Ecken – kann aber mit einer alten Spülbürste ganz einfach entfernt werden. Vor der Fahrt in die Waschstraße sollte das Auto zudem gründlich mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet werden, da der Schmutz so auch aus Vertiefungen und für Bürsten unzugänglichen Stellen geholt wird. Mehr zum Thema: Kratzer im Autolack entfernen


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Den Frühjahrsputz mit der Innenraumreinigung beginnen

Noch vor der Außenwäsche empfiehlt es sich, im Zuge der Autoaufbereitung im Frühjahr den Innenraum auf Vordermann zu bringen. Denn: Durch aufgewirbelten Staub könnte sonst der zuvor geputzte Lack wieder beschmutzt werden. Zunächst sind  Eiskratzer, Decken und Schneeketten für die nächsten Monate aus dem Innenraum zu verbannen. Schließlich kostet unnötiger Ballast zusätzlich Treibstoff. Das gilt auch für Dachboxen, die spätestens jetzt natürlich abmontiert werden sollten. Anschließend entfernen Autofahrer am besten alle Fußmatten und schauen, ob sich darunter Nässe staut. Ist das der Fall, sollten diese außerhalb des Autos getrocknet werden und das Auto mit leicht geöffneten Fensterscheiben durchlüftet werden. Kühle Nächte eignen sich dabei am besten, denn kalte Luft entzieht wirkungsvoller Feuchte als warme. Alternativ kann man der Feuchtigkeit auch mit Zeitungspapier entgegenwirken, das für einige Tage unter die Fußmatten gesteckt wird. Allerdings sollte man dieses täglich austauschen. Weiter geht die Autoaufbereitung mit dem Saugen des gesamten Innenraums. Anschließend sollten alle Flächen wie Instrumententafel, Ablagen, das Lenkrad und Bedienteile mit Reinigungstüchern aus dem Fachhandel abgewischt werden. Auch die Scheiben sollten von innen gründlich gesäubert werden. Für gute Luft sorgt ein neuer Innenraumfilter und falls die Klimaanlage nach Waschküche riechen sollte, schafft eine Desinfektion mit einer chemischen Keule Abhilfe. Diese sind im Fachhandel unter der Produktbezeichnung "Klimaanlagen-Desinfektion" oder "Prima Klima" für ca. sechs bis 14 Euro zu haben. Und wer es mit der Autoaufbereitung besonders ernst nimmt, reinigt seine Polster- oder Ledersitze nicht nur, sondern pflegt sie zusätzlich mit speziellen Pflegeprodukten, die vor Alterung durch UV-Licht schützen. Mehr zum Thema: So werden Ledersitze richtig gereinigt


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Tipps für den Frühjahrsputz: Außenwäsche

Nachdem das Fahrzeug im Zuge der Autoaufbereitung bereits vom gröbsten Schmutz entfernt wurde, geht es an die gründliche Reinigung der Karosserie. Wer sich hier für den Weg durch die Waschstraße entscheidet, sollte ein mehrgängiges Schaumwäsche-Programm samt Unterbodenwäsche wählen. Der Programm-Punkt "Versiegelung" ist dagegen weniger empfehlenswert. Das kostet extra, bringt aber nicht viel, hält eh nur kurze Zeit vor und ist im nachträglichen Arbeitsgang per Handarbeit sinnvoller. Zur Pflege gehören auch die Reinigung von Tür- und Fensterdichtungen mit warmem Wasser und die Behandlung etwa mit einer speziellen Gummi-Pflege (Keine fetthaltige Vaseline verwenden, die zerstört Gummi!). Ist das Fahrzeug auch von außen richtig sauber, sollte die Motorhaube auf Lackbeschädigungen und die Windschutzscheibe auf Steinschläge und Risse geprüft werden. Defekte in der Scheibe beheben Fachwerkstätten, kleinere Lackschäden können selbst mit einem Lackstift ausgebessert werden. Das sollten sie auch tun, damit das Blech an diesen Stellen nicht aufblüht. Außerdem sollten auch die Scheinwerfer-Abdeckungen auf Kratzer und Risse untersucht werden. Abschließend empfiehlt es sich Scharniere an Türen, Klappen und Hauben zu fetten. Die Mechanik der Haubenverriegelung sowie die Schlösser sollten dagegen mit einem Tröpfchen hochwertigen Kriechöls (Türschloss-Öl, WD-40 oder Ballistol) behandelt werden. Jetzt wäre es auch an der Zeit rRissige Wischerblätter auszuwechseln. Mehr zum Thema: So werden Autoscheiben streifenfrei geputzt


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Autoaufbereitung: Reifen, Flüssigkeiten & Plakette prüfen

Zur Autoaufbereitung im Frühjahr gehört auch ein Blick unter die Motorhaube: Hier muss neben der Batterie auch der Stand der Flüssigkeiten wie Motoröl, Scheibenwaschwasser, Kühl- und Bremsflüssigkeit sowie die Keilriemenspannung kontrolliert werden. Ein intensiver Blick sollte auch den Reifen gelten, wobei vor allem auf eventuelle Schäden auf der Lauffläche und den Flanken zu achten ist. Winterreifen sollten nach der Demontage gründlich gereinigt und auf ihre Profiltiefe kontrolliert werden. Nicht zuletzt checken Autobesitzer nach dem Frühjahrsputz dann noch anhand der Plakette, ob in nächster Zeit eine Hauptuntersuchung ansteht. Darüber hinaus sollten sie sicherstellen, dass ein gültiger Verbandskasten, ein funktionsfähiges Warndreieck und Warnwesten mit an Bord sind. Mehr zum Thema: Kühlflüssigkeit nachfüllen

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