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Feuchtigkeit im Auto: Entfernen/Hausmittel So wird man Feuchtigkeit im Auto los

Fabian Hoberg Freier Mitarbeiter
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Feuchtigkeit im Auto
Feuchtigkeit im Auto stört nicht nur die Sicht, sondern kann auch zu ernsten gesundheitlichen und technischen Probleme führen. Foto: iStock/Solovyova
Inhalt
  1. Wie bemerkt man Feuchtigkeit im Auto?
  2. Feuchtigkeit aus Auto entfernen: Die besten Produkte
  3. Was hilft bei beschlagenen Scheiben?
  4. Wie kommt Feuchtigkeit ins Auto?
  5. Ist Feuchtigkeit im Auto gefährlich?
  6. Welche Hausmittel gegen Feuchtigkeit gibt es?
  7. Wie kann ich beschlagene Scheiben verhindern?

Beschlagene Scheiben? Das kann auf zu viel Feuchtigkeit im Auto hinweisen. Wie man das Auto (auch mit Hausmitteln) trocken bekommt, verraten wir im Ratgeber.

Es riecht muffig, die Polster sind klamm und die Scheiben beschlagen ständig. Wenn sich selbst bei trockener Fahrbahn das Fahrzeug innen wie ein Feuchtbiotop anfühlt und auch so riecht, zieht es Feuchtigkeit an. Dann heißt es schnell handeln. Denn Feuchtigkeit im Innenraum des Fahrzeugs ist nicht nur unangenehm, sie schadet auch der Technik und der Gesundheit. Schrauben, Kanten oder Schweißnähte können anfangen zu rosten, die Elektrik kann einen Kurzschluss bekommen und zudem ist Feuchtigkeit ein Nährboden für Schimmel und Bakterien.

Mit ein paar Tipps, Tricks und einigen Produkten lässt sich die Feuchtigkeit aus dem Fahrzeug bekommen. Ganz wichtig: Zuerst die Ursache finden, warum sich das Auto feucht anfühlt. Irgendwo muss Regen ins Innere eindringen und/oder nicht abfließen. Eine mögliche Ursache können in der kalten Jahreszeit nasse Kleidung und feuchte Schuhe sein. Aber auch defekte Scheibendichtungen oder rostende Radhäuser können unangenehme Gerüche und beschlagene Scheiben verursachen. Ist die Ursache gefunden, geht es ans Trockenlegen. Damit die Luft wieder trocken wird, helfen Entfeuchterkissen wie von King Kong State. Der mit einem speziellen Granulat gefüllt Sack wird einfach in den Fußraum gelegt und kostet rund 16 Euro.

 

Wie bemerkt man Feuchtigkeit im Auto?

Feuchtigkeit im Fahrzeug lässt sich zuerst über beschlagene Scheiben erkennen. Je nachdem, wo sich mehr Wasser sammelt, ist wahrscheinlich auch die Eintrittsstelle. Eine beschlagene Windschutzscheibe kann etwa auf eine ungewartete Klimaanlage hinweisen, Heckscheiben auf Wassereinbruch am Kofferraum, Seitenscheiben auf undichte Gummidichtungen. Wenn die Sicht stark behindert wird, ist es allerhöchste Zeit, etwas gegen die Feuchtigkeit zu unternehmen. Aber auch klamme Sitze und ein leicht muffiger Geruch geben Hinweise auf einen Defekt im Fahrzeug. Die meisten Autofahrer:innen fühlen sich in einer leicht nassen Umgebung unwohl und sollten daher Gegenmaßnahmen ergreifen. Eine häufige Ursache kann auch viel Laub und Schmutz in den Entlüftungsschlitzen und Zwischenräumen zwischen Fahrgastzelle und Motorraum sein. Sind die verstopft, sucht sich der Regen einen anderen Weg – meist ins Innere des Fahrzeugs. Bei sehr kalter Luft wie im Winter kann dann unter Umständen auch die Klimaanlage nicht mehr dagegen ankämpfen und den Innenraum wärmen.

 

Feuchtigkeit aus Auto entfernen: Die besten Produkte

Neben einigen Haushaltsmitteln helfen auch Produkte aus Online-Shops gegen feuchte Innenräume. Viele davon arbeiten mit einem speziellen Granulat, das die Feuchtigkeit bei Nässe aufnimmt und später in einer warmen und trocknen Umgebung wieder abgibt. Sie sind also mehrfach wiederverwertbar. Besitzer:innen einer Garage mit einen Stromanschluss können auch elektrisch betriebene Geräte als Luftentfeuchter benutzen.

King Kong State Luftentfeuchter

Die simpelste Lösung gegen Feuchtigkeit im Auto – neben Bekämpfung der Ursache – ist ein Luftentfeuchter-Kissen. Im Entfeuchter von King Kong State steckt ein Kilogramm ungiftiges "Magic-Silika"-Granulat. Dieses lässt sich in Mikrowelle oder Backofen wieder trocknen und ist so über einen langen Zeitraum wiederverwendbar, so der Hersteller. Neben Feuchtigkeit sollen auch Gerüche aus dem Innenraum gesogen werden. Dank Anti-Rutsch-Unterseite kann das Kissen sicher auf dem Armaturenbrett abgelegt werden. Preis: rund 20 Euro.

Planger Autoentfeuchter

Das kompakte Kissen mit 1,1 kg Granulat wird einfach in den Fußraum des Autos gelegt und zieht über Stunden die Feuchtigkeit aus der Luft. Sobald das Trockenkissen kein Wasser mehr aufnimmt, wird es in Mikrowelle, Ofen oder auf der Heizung getrocknet. Danach ist es wieder einsetzbar. Preis: rund 16 Euro.

UHU Autoentfeuchter

Der kleine und praktische Autoentfeuchter von UHU lässt sich aufs Armaturenbrett legen, um schnell und effektiv beschlagene Scheiben wieder freizubekommen. Der 300 Gramm leichte Beutel absorbiert überschüssige Feuchtigkeit und lässt sich mehrfach wiederverwenden. Einfach in der Mikrowelle bei 600 Watt sechs Minuten erhitzen. So trocknet das Kissen und kann erneut Feuchtigkeit aufnehmen. Preis: rund 9 Euro.

Wenko Autoentfeuchter

Klein und handlich sorgt das Kissen von Wenko für einen trockenen Innenraum. Einfach auf den Fußboden, das Armaturenbrett oder ins Seitenfach legen und das Kissen fängt an zu arbeiten. Verfärbt sich das blaue Feld auf dem Kissen rosa, ist es mit Wasser gesättigt, nach der Trocknung im Backofen, auf der Heizung oder in der Mikrowelle erscheint das Feld wieder blau. Preis: rund 15 Euro.

Luftentfeuchter ByBatul

In den ByBatul-Hängebeuteln liegt kugelförmiges Calciumchlorid, das der Luft das Wasser entzieht. Die kleinen Beutel zu rund 250 g lassen sich mit dem integrierten Kleiderhaken aufhängen, sind aber nicht wiederverwendbar. Preis für ein Vierer-Pack Lufttrockner als feuchtigkeitsabsorbierende Beutel: rund 12 Euro.

Pattex Luftentfeuchter AERO 360°

Kein Kissen, dafür sehr effektiv: Besonders bei größeren Fahrzeugen, etwa Vans oder Wohnmobilen, stoßen die Kissen schnell an ihre Grenzen. Der Pattex Luftentfeuchter AERO 360° soll Räume bis zu 20 Quadratmeter entfeuchten können. Hierfür setzt der Hersteller auf runde Tabs für bessere Luftzirkulation, Strom wird nicht benötigt. Ein Tab soll drei Monate lang neben Feuchtigkeit auch Gerüche aus der Innenraumluft ziehen. Preis (inklusive drei Tabs): knapp 25 Euro.

 

Was hilft bei beschlagenen Scheiben?

Das Auto ist feucht, die Scheiben beschlagen, aber die Fahrt muss dringen angetreten werden? Da hilft leider kein Entfeuchter mehr. Diese Produkte helfen gegen beschlagene Autoscheiben:

Sonax Anti-Beschlag-Spray

Eine schnelle Hilfe gegen beschlagene Scheiben gibt es von Sonax mit dem Anti-Beschlag-Spray. Es wird einfach auf die Scheiben aufgetragen und verhindert damit Beschlagen von Autoinnenscheiben. Praktisch auch für Visiere von Motorradhelmen. Kosten für die 500-ml-Flasche: rund 10 Euro.

Sonax Scheibenschwamm

Sind die Scheiben von innen nass, sollten sie vor der Fahrt getrocknet werden. Statt mit einem schmierigen Leder oder altem Lappen eignet sich dafür der Sonax Scheibenschwamm, der die Feuchtigkeit sicher aufnimmt und einen dünnen Film mit Antibeschlagwirkung hinterlässt. Kosten: etwa 5 Euro.

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Sonax Scheibenschwamm
Sonax Scheibenschwamm

Licargo Microfaser Scheibenschwamm

Der Licargo Microfaser-Scheibenschwamm kann auf einer Seite viel kondensiertes Wasser aufnehmen und mit der anderen Seite die Scheiben schlierenfrei reinigen. Kosten: rund 9 Euro.

 

Wie kommt Feuchtigkeit ins Auto?

Wasser kommt häufig durch Schuhe und Kleidung in den Innenraum und kann Polster und Teppiche durchfeuchten. Aber auch in der Atemluft ist Feuchtigkeit enthalten. Wird die nicht über die Lüftung oder Heizung aus dem Auto herausgetragen, sammelt sich das Wasser im Auto. Entweder legt sich das Wasser als Kondenswasser an den Seitenscheiben und Windschutzscheiben ab oder es sammelt sich an der tiefsten Stelle im Auto, wie unter den Fußmatten oder in der Reserveradmulde im Kofferraum. Auch verstopfte Wasserabläufe – etwa unter der Windschutzscheibe im Motorraum – können dafür sorgen, das Wasser in den Innenraum gelangt. Bei älteren Autos oder Unfallwagen können auch poröse Dichtungen, undichte Stellen oder Korrosion Ursache für das Eindringen von Wasser ins Innere sein. Im schlimmsten Fall kann das Korrosionen hervorrufen.

 

Ist Feuchtigkeit im Auto gefährlich?

Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Auto kann die Elektrik angreifen und so unter Umständen einen Kurzschluss verursachen. Das passiert allerdings sehr selten. Problematisch wird es, wenn die Auto-Feuchtigkeit Schimmel und andere Pilze wachsen lässt. Schimmel im Auto ist besonders gesundheitsschädlich und sollte daher möglichst schnell bekämpft werden.

Auch beschlagene Scheiben können gefährlich werden. Sie verhindern eine klare Sicht nach außen. Im Winter droht zudem, dass die Scheiben auch von Innen gefrieren können – das sorgt für zusätzliche Arbeit am Morgen.

 

Welche Hausmittel gegen Feuchtigkeit gibt es?

Mit ein paar Hausmitteln lässt sich die Feuchtigkeit aus dem Auto saugen, wie unter anderem:

  • Tipp 1: eine Schale Reis, Salz oder Kaffeepulver im Fußraum. Regelmäßig auswechseln!

  • Tipp 2: alte Zeitungen unter die Fußmatten legen

  • Tipp 3: Eine alte Socke mit Katzenstreu (saugend, nicht klumpend!) füllen und ins Auto legen

  • Tipp 4: Während der Fahrt Heizung/Klimaanlage voll aufdrehen

  • Tipp 5: Auto bei gutem Wetter auslüften lassen

 

Wie kann ich beschlagene Scheiben verhindern?

Nach kalten oder regnerischen Tagen hilft es häufig, das Auto über längere Zeit aufzuheizen und damit feuchtfrei zu bekommen. In warmen Monaten hilft es auch, das Auto gut durchzulüften. Wer einen sicheren Stellplatz oder eine Garage besitzt, kann die Seitenscheiben einen Spalt öffnen, um die Luft besser zirkulieren zu lassen. Bei älteren Fahrzeugen hilft es, nach einer Regenfahrt ein Blick unter die Fußmatten und in den Kofferraum zu werfen. Sammelt sich dort Wasser, ist an einer Stelle das Auto undicht, meist sind es poröse Scheibendichtungen. Hier hilft regelmäßige Gummipflege, Alterungserscheinungen und Verschleiß der Dichtungen vorzubeugen. Aber auch verstopfte Regenabläufe unter der Motorhaube etwa durch Laub oder Schmutz können Wasser ins Auto leiten.

Sobald der Motor warm ist, verhindert die warme Luft des Gebläses das Beschlagen der Scheiben. Daher: Lüftung auf die höchste Stufe stellen. Besitzer:innen von Fahrzeugen mit einer Klimaanlage sollten das Komfort-Feature auch im Winter nutzen, denn die Anlage zieht Feuchtigkeit aus der Luft heraus.

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