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Geht auch ganz einfach:

Motorentechnik: 2,0-Liter-Vierzylinder Der Einheitsmotor für alle Fälle

Jürgen Voigt 29.09.2022

2,0-Liter-Vierzylinder findet man bei fast allen Herstellern – bei Volvo als Einheitsmotor und bei Mercedes-AMG sogar in über 400 PS starken Kompaktsportlern. Das ist kein Zufall, sondern hat seine guten Gründe!

Zunächst einmal gilt: 2,0-Liter-Verzylinder mit Turboaufladung finden wir inzwischen durchweg bei stärkeren Motoren, deutlich oberhalb von etwa 150 PS (110 kW). In den schwächeren Leistungsregionen sind die meisten Hersteller mittlerweile mit deutlich kleineren Hubräumen unterwegs – im VW-Konzern seit 2017 etwa mit dem 1.5 TSI, einem Vierzylinder mit 1,5 Liter Hubraum. So ergeben sich die zwei Liter allein aus der angestrebten Leistung. Bei Serienmotoren liegen die 2,0-Liter-Vierzylinder dank Turboaufladung inzwischen bei bis zu 421 PS (310 kW). Der Zweiliter spricht einfach für eine sehr große realisierbare Bandbreite an Leistung. Abgesehen davon gelten 500 ccm Einzelhubraum (Hubraum pro Zylinder) als ein gängiges Maß, womit wir beim Vierzylinder genau bei 2,0 Liter landen. Bei einem Dreizylinder bedeutet das entsprechend 1,5 Liter, wie wir sie etwa bei BMW, Mini und auch Volvo finden. 3,0-Liter-Sechszylinder, etwa im BMW M4 eingesetzt, fahren ebenfalls mit 500 ccm Einzelhubraum. Dass man 500 ccm gewählt hat, liegt am "thermodynamischen Optimum", das auf Faktoren wie der Flammfrontausbreitung im Brennraum und dem Verhältnis von Gas- und Zylinderoberfläche zu Volumen beruht. Unterm Strich ergeben sich daraus Vorteile im thermischen Wirkungsgrad, im Laufverhalten, bei der Drehzahlfestigkeit und anderen Dingen, die zum Beispiel den Verbrauch, die Abgasqualität sowie die Leistungsentfaltung beeinflussen. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Motorentechnik: Die Gründe für den 2,0-Liter-Vierzylinder

Aus diesen Gründen hat sich über Jahrzehnte hinweg – auch schon vor dem Turbo-Downsizing-Zeitalter – in der Automobilindustrie ein "2,0-Liter-Vierzylinder-Standard" entwickelt. Was man auch nicht vergessen darf: Komplett neu entwickelte Verbrennungsmotoren wird es nicht mehr geben. Die angesprochenen "Standardmotoren" fand und findet man daher im Grunde bei jedem Hersteller. Die Konstruktionsabteilungen kennen sich mit diesem Standard aus und können beziehungsweise konnten auf bewährte Kenntnisse aufbauen. Auch die Zulieferindustrie spielt eine wichtige Rolle, die für einen 2,0-Liter-Vierzylinder quasi immer den passenden Kolben, die passende Kurbelwelle, das passende Zylinderbearbeitungswerkzeug und Ventile mit dem passenden Querschnitt liefern kann. Diese Teile liegen zwar nicht fertig im Regal, doch findet sich für einen neuen Motor eines OEM (Original Equipment Manufacturer) zumindest ein Ausgangsprodukt, auf den man aufbauen und den man weiterentwickeln kann.

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