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Alle Infos zum Skoda Kodiaq

Skoda Kodiaq (2024): Preis/Anhängelast Skoda nennt den Kodiaq-Preis

Elmar Siepen Testredakteur
Stefan Miete Chefredakteur Print
Inhalt
  1. Preis: Skoda Kodiaq (2024) ab 41.990 Euro
  2. Antrieb: Mild- und Plug-in-Hybride, DSG & Allrad
  3. Exterieur: Skoda Kodiaq 22 cm länger als VW Tiguan
  4. Interieur: Neue Bedienung, erste Angaben zum Kofferraum
  5. Fahreindruck: Die Kodiaq-Erfolgsstory geht weiter
  6. Fazit

Die zweite Generation des Skoda Kodiaq (2024) ist da. Und mit der Premiere am 4. Oktober 2023 gab es alle Informationen zu den Motoren und Bilder vom Exterieur sowie Innenraum. Den Preis reichte Skoda zwei Monate später nach.

 

Preis: Skoda Kodiaq (2024) ab 41.990 Euro

Der im Jahr 2016 eingeführte Kodiaq war nicht nur das erste große SUV der aufstrebenden Marke Skoda, er war auch das erfolgreichste. Bis heute hat sich der "Tiguan für Clevere" über 792.000 Mal verkauft. Klar, der Konzernkollege von Volkswagen kommt auf deutlich höhere Stückzahlen – binnen zweier Modellgenerationen auf mehr als 7,5 Mio. –, aber die Chancen stehen gut, dass der technisch eng an den VW angelehnte Cousin aus Tschechien dem Tiguan Kundschaft abluchsen wird. Die Markteinführung des Skoda Kodiaq ist für das Frühjahr 2024 geplant, die Preise starten ab 41.990 Euro (Stand: Dezember 2023). Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Leslie & Cars zeigt den Skoda Kodiaq (2024) im Video:

 
 

Antrieb: Mild- und Plug-in-Hybride, DSG & Allrad

Der Skoda Kodiaq (2024) wird in fünf Motorvarianten erhältlich sein. Ganz neu im Programm ist die Version 1.5 TSI iV, ein 204 PS (150 kW) starker Plug-in-Hybrid, für den das Werk eine rein elektrische Reichweite von bis zu 100 km in Aussicht stellt. Ihn flankiert ein 1.5 TSI mit Mildhybrid-System und 150 PS (110 kW), ein 2.0 TSI mit 204 PS (150 kW) und Allradantrieb sowie ein 2.0 TDI mit entweder 150 PS (110 kW) oder 193 PS (142 kW) und ebenfalls Allrad. Wie die Autocar berichtet, ist wohl auch ein RS-Modell in Planung – den aktuellen Informationsstand dazu gibt es hier.

Zwar ist die Anhängelast noch nicht genauer benannt, doch wird der große Tscheche sehr wahrscheinlich wie zuletzt auch zwischen 1800 und 2500 kg an den Haken nehmen dürfen. Gegen einen noch nicht definierten Aufpreis fährt der Kodiaq mit neuen adaptiven DCC-Dämpfern (Dynamic Chassis Control) vor. Statt mit nur einem Ventil in der Druckstufe arbeitet das DCC jetzt mit einem zweiten, das auch das Ausfedern regelt – die sogenannte Zugstufe. Ganz nach Wunsch federt der Kodiaq von sportlich-straff bis fast schon schwebend weich.

Die Konkurrenten:

 

Exterieur: Skoda Kodiaq 22 cm länger als VW Tiguan

Skoda hat seine Linie gefunden, speziell die Frontpartie macht die Markenzugehörigkeit deutlich. Die aus einem riesigen Kunststoffgitter-Schlund bestehende Tiguan-Front kontert Skoda mit einem repräsentativ wirkenden Kühlergrill. Der VW Tiguan sieht etwas sportlicher, der Skoda Kodiaq (2024) deutlich reifer aus. Mit seinen 4,76 m Länge ist der neue Kodiaq übrigens 22 cm länger als der ebenfalls neue Tiguan und bietet entsprechend mehr Platz. Wer einen großen Tiguan (heute Allspace) sucht, muss auf den 4,79 m langen VW Tayron warten, ein Mittelklasse-SUV aus China (Start 2025). Als Extra bietet Skoda zudem neue Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer an – sie leuchten den Bereich vor dem Fahrzeug je nach Licht- und Verkehrsbedingungen aus, blenden bedarfsgerecht automatisch auf und ab und können entgegenkommende Fahrzeuge gezielt ausblenden, sodass diese nicht gestört werden.

Wer ein Skoda Kodiaq Coupé vermisst – ein entsprechendes Modell gab es mit dem Vorgänger in China, firmierte unter dem Namen GT –, wird wohl auch mit der Neuauflage enttäuscht werden. Die solch ein Modell aussähe, zeigen wir hier.

 

Interieur: Neue Bedienung, erste Angaben zum Kofferraum

Skoda Kodiaq (2024)
Foto: Skoda

Wie sein Vorgänger überzeugt auch die auf dem Modularen Querbaukasten des VW-Konzerns (MQB evo) basierende Zweitauflage mit einem üppigen Raumangebot. Wie gehabt gibt es den Skoda Kodiaq (2024) als Fünf- oder Siebensitzer. Im letzten Fall kommt eine dritte Sitzreihe hinzu, auf der künftig 15 mm mehr Kopffreiheit geboten werden. In Bezug auf die Variabilität rangiert der neue Kodiaq auf dem vertraut hohen Niveau. Die Rücksitze sind asymmetrisch geteilt, klappbar und in Längsrichtung verschiebbar. Mit siebensitziger Bestuhlung fasst der Kofferraum 340 bis 845 l. Beim Fünfsitzer stehen 910 l Stauraum zur Verfügung. Das – noch nicht kommunizierte – Maximalvolumen dürfte über der 2000-l-Marke liegen.

Beim Blick auf das neue Cockpit des Skoda Kodiaq (2024) fällt der 12,9 Zoll große Touchscreen auf, der auf der Mittelkonsole thront. Er ist Skoda-typisch im rechten Winkel zu den Vornsitzenden ausgerichtet und nicht etwas schräg zur Person am Steuer. Nach der Bedienphilosophie des Hauses soll die Person rechts nicht ausgegrenzt werden und Zugriff auf die Audio-, Multimedia- sowie Komforteinstellungen haben. In der Mittelkonsole gibt es künftig eine gekühlte Telefon-Box, um zwei Mobiltelefone zeitgleich mit einer Leistung von 15 W aufzuladen. Ein dickes Lob verdient die Bedieneinheit oberhalb der Ladeschale. Das Skoda-Designteam hat auf die Kundschaft gehört und ist nicht in die Ergonomiefalle getappt wie so viele Konkurrenten.

Statt billiger Wischflächen, die zu regelmäßigen Fehlbedienungen führen, bietet der Skoda Kodiaq (2024) drei griffige dreh- und drückbare Bedienknöpfe für wichtige Funktionen. Mit den linken und rechten werden die Innenraumtemperatur und die Sitzklimatisierung sowie die Sitzheizung (beides optional) gesteuert. Der zentrale Knopf regelt die Radiolautstärke, die Luftverteilung, die Größeneinstellung des Navi-Bildschirms und das gewünschte Fahrprofil. Eine weitere Neuerung fällt ebenfalls sofort ins Auge: der kleine Wählhebel rechts vom Lenkrad, über den das serienmäßige Sechs- oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes (DSG) gesteuert wird. Ein manuelles Schaltgetriebe offeriert Skoda nicht mehr. 

 

Fahreindruck: Die Kodiaq-Erfolgsstory geht weiter

Für die erste Testfahrt wählten wir den Skoda Kodiaq 2.0 TDI 4x4. Das Aggregat bietet mit maximal 400 Nm Drehmoment hinreichend Gelegenheit, im normalen Verkehrsgeschehen entspannt auf der Drehmomentwelle zu surfen. Das heißt: Das harmonisch schaltende Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe hat wenig zu tun und überlässt dem Antrieb die Arbeit, was dem solcherart motorisierten Kodiaq eine angenehme Lässigkeit verleiht. Dazu tragen auch die sehr ordentliche Geräuschdämmung und der hohe Federungskomfort bei, der sich in einem sehr gediegenen Abrollverhalten zeigt.

Mitverantwortlich hierfür ist das Fahrwerk mit den optionalen, weiterentwickelten adaptiven Dämpfern (DCC Plus, 800 Euro), die die Dämpferkraft nicht nur in der Druck-, sondern nun auch in der Zugstufe variieren können. Wechselt man in den Sportmodus, werden Gasannahme und Schaltvorgänge des neuen Skoda Kodiaq (2024) zackiger. Mit durchgetretenem Gaspedal stellt sich auf der ersten Testfahrt ein ordentlicher Schub begleitet von einer für einen Selbstzünder beachtlichen Drehfreude ein. Wer es darauf anlegt, soll die 100-km/h-Marke nach 7,8 s knacken und maximal 220 km/h schnell fahren können.

Auch, wenn wir bei der ersten Testfahrt eine beherzte Gangart einlegen, verkneift sich der neue Skoda Kodiaq (2024) auf kurvigem Asphalt allzu störende Aufbaubewegungen und liegt dank der sauber ansprechenden und rückmeldefreudigen Progressiv-Lenkung, die im Paket mit den adaptiven Dämpfern geliefert wird, gut in der Hand.
Von Elmar Siepen

 
Unser Fazit

Mit dem neuen Skoda Kodiaq (2024) trifft der geflügelte Pfeil der tschechischen Marke mitten ins Schwarze: Platzangebot, Komfort und Qualität rangieren in diesem Segment ziemlich weit oben. Klar, dass es das nicht zum Discounter-Preis gibt.

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