Fahrzeugaufbereitung: Restwert durch Pflege steigern Mit diesen Pflegetipps den Restwert des eigenen Autos steigern

von AUTO ZEITUNG 04.04.2020

Das neue Gefährt steht schon in den Startlöchern? Weg mit dem Alten, aber zum bestmöglichen Preis. Eine Fahrzeugaufbereitung samt gründlicher Pflege kann sich lohnen und den Restwert des eigenen Autos steigern  denn das Auge des Käufers entscheidet schließlich mit. 

Wer sein Auto verkaufen will, kann mit einer Fahrzeugaufbereitung den Restwert des eigenen Wagens steigern. Um das eigene Auto schnell verkaufen und den bestmöglichen Preis erzielen zu können, ist die gründliche Pflege unerlässlich. Der potenzielle Käufer soll schließlich nicht den Eindruck bekommen, das Auto sei vernachlässigt worden. Klebt noch der Schmutz von der letzten Feldwegfahrt an den Stoßfängern, kommt das ebenso wenig gut an wie staubige Armaturen. Eine Fahrzeugwäsche ist im Zuge der Fahrzeugaufbereitung also genauso angeraten wie eine gründliche Reinigung des Innenraums. Aber Vorsicht: Zu viel Hygiene für das Auto kann auch nach hinten losgehen. Wer etwa eine Motorwäsche durchführt, kann den Verdacht erwecken, mögliche Ölspuren und damit Lecks verschleiern zu wollen. Wer Kratzer ausbessert und Schönheitsreparaturen erledigt, gibt dem Käufer dagegen weniger Anlass, den Preis zu drücken. Zum guten Gesamteindruck trägt bei, wenn Reifendruck, Öl- und Kühlwasserstand stimmen, der Wischwassertank gefüllt ist sowie die Beleuchtung einwandfrei funktioniert. Ist die Hauptuntersuchung (HU) bald fällig? Dann sollten Autobesitzer diese am besten vorziehen. Laut ADAC kann eine frische HU den Verkaufspreis nämlich um bis zu 2000 Euro heben. Die AUTO ZEITUNG gibt Tipps zur Fahrzeugaufbereitung samt richtiger Pflege, um den Restwert des eigenen Autos zu steigern. Mehr zum Thema: Kratzer im Autolack entfernen

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Fahrzeugaufbereitung: Restwerte durch Pflege des Innenraums steigern

Zunächst sollte das Auto im Zuge der Fahrzeugaufbereitung zur Steigerung des Restwerts komplett ausgeräumt werden. Dazu gehört das Leeren sämtlicher Fächer sowie das Ausklopfen und Absaugen der Fuß- und Kofferraummatten. Anschließend wird das Auto gründlich gesaugt. Mit entsprechenden Düsen ist es möglich, auch in kleinste Ritzen zu gelangen. Für stark verschmutzte Fahrzeuge und solche von Hundehaltern wird ein leistungsfähiger Staubsauger benötigt. Ist dieser nicht vorhanden, sollte an einer Tankstelle beziehungsweise Autowaschanlage gesaugt werden. Düsen, Lüftungsschächte und andere schwer zugängliche Spalten werden anschließend mit Pinsel und Wattestäbchen von Staub befreit. Noch besser geht dies mit Spezialpinseln, den sogenannten Detail-Brushes, wie dem Slide-Lock-Brush. Beim Reinigen der Lüftung sollte diese immer angeschaltet sein, damit der gelöste Schmutz heraus geblasen wird. Für die Reinigung der Fenster eignet sich Glasreiniger und Fensterleder am besten. Anschließend wird mit einem feinen und fusselfreien Lappen nachgewischt, um letzte Streifen zu entfernen. Das geht auch mit einem weichen Geschirrhandtuch aus Baumwolle. Auch wenn die Polster auf den ersten Blick anständig aussehen mögen, werden sich einige wundern, wieviel Schmutz mit Hilfe eines Polstershampoos noch aus den Sitzen heraus zu holen ist. Alternativ ist die Reinigung auch mit handelsüblichem Waschpulver möglich. Dazu werden maximal 20 Gramm Waschpulver auf 10 Liter sehr heißes Wasser gegeben und die Lösung mit Hilfe eines Waschhandschuhs aus Frottee oder Mikrofaser in die Sitze einmassiert. Anschließend wird der Schaum gründlich mit Frotteetüchern abgerieben. Danach muss eine ausreichende Durchtrocknung des Autos gewährleitet sein. Für Ledersitze sollte im Zuge der Fahrzeugaufbereitung nichts außer Geschirrspülmittel und Lederpflege verwendet werden. Sie werden sonst schnell spröde und es besteht Gefahr, dass sich die eventuell verwendete Farbschicht löst oder stellenweise aufplatzt. Die Kunststoffteile sind am besten mit Mikrofasertuch und Cockpitreiniger zu behandeln. Mehr zum Thema: Autoscheiben streifenfrei putzen


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Restwert steigern: Auch die Außenreinigung gehört zur Fahrzeugaufbereitung

Vor allem bei stark verschmutzten Autos, deren Restwert mittels einer Fahrzeugaufbereitung gesteigert werden soll, ist die Vorreinigung wichtig. Die Hochdruckreiniger an Tankstellen und Autowaschanlagen leisten dabei gute Dienste. Wichtig ist, dass je nach Stärke des Strahls ein Abstand von etwa 50 Zentimetern eingehalten wird, um Lackschäden zu vermeiden. Bei Verschmutzungen mit Insekten, Baumharz und Blütenstaub ist es hilfreich, das Auto zuvor mit entsprechenden Reinigungsmitteln einzusprühen. Für die Grundwäsche wählen Autobesitzer entweder ein Programm in der Waschstraße oder legen in einer SB-Waschbox selbst Hand an. Sind danach noch Flecken vorhanden, handelt es sich dabei in der Regel um Klebereste und Teerflecken. Diesen kann mit Gleitmittel und Lack-Knete zu Leibe gerückt werden. Zunächst wird das Gleitmittel auf die betroffenen Stellen gesprüht. Danach wird mit der Knete darüber geknetet und mit einem Lappen nachgewischt. Sehr wirksam ist auch die Behandlung mit Waschbenzin. Es löst Klebe- und Fettreste, verdunstet schnell und hinterlässt keine Rückstände. Doch die Anwendung will gekonnt sein. Vor allem frisch lackierte Teile können darunter leiden und auch Kunststoffe sollten keinesfalls damit in Kontakt kommen. Bei der anschließenden Politur beginnt dann der Lack wieder zu glänzen und auch oberflächliche Kratzer verschwinden auf diese Weise. Das Versiegeln beziehungsweise Wachsen bringt dann noch eine Schutzschicht auf das Auto, die vor äußeren Einflüssen schützt. Zum Abschluss der Fahrzeugaufbereitung sollten Autobesitzer die Felgen polieren, Kunststoffteile mit einem glanzbringenden Kunststoffreiniger bearbeiten und die Reifen mit einem Reifengel noch etwas aufwerten. 


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