Fahrzeugaufbereitung: Tipps! Restwert durch Fahrzeugpflege steigern

von AUTO ZEITUNG 18.09.2019
Inhalt
  1. Fahrzeugpflege kann sich wertsteigernd auswirken: Tipps!
  2. In sechs Schritten zum sauberen Innenraum
  3. Zur Fahrzeugpflege gehört auch die Außenreinigung: 6 Tipps!

Das neue Gefährt steht schon in den Startlöchern? Weg mit dem Alten, aber zum bestmöglichen Preis. Eine kleine Fahrzeugaufbereitung kann lohnen, denn das Auge des Käufers entscheidet mit. Tipps!

 

Fahrzeugpflege kann sich wertsteigernd auswirken: Tipps!

Wer sein Auto gut aufbereitet anbietet, verkauft es schneller und erzielt meist auch einen besseren Preis. Passende Pflege-Produkte können dabei helfen. Wir geben die besten Tipps zur Fahrzeugaufbereitung dazu!

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In sechs Schritten zum sauberen Innenraum

  • Ausräumen

Zunächst sollte das Auto komplett ausgeräumt werden. Sämtliche Fächer werden geleert, Fuß- und Kofferraummatten ausgeklopft und abgesaugt.

  • Saugen

Anschließend wird das Auto gründlich gesaugt. Mit entsprechenden Düsen ist es möglich, auch in kleinste Ritzen zu gelangen. Für stark verschmutzte Autos und Autos von Hundehaltern wird ein leistungsfähiger Staubsauger benötigt. Ist dieser nicht vorhanden, sollte an einer Tankstelle bzw. Autowaschanlage gesaugt werden.

  • Düsen reinigen

Düsen, Lüftungsschächte und andere schwer zugängliche Spalten werden mit Pinsel und Wattestäbchen von Staub befreit. Noch besser geht dies mit Spezialpinseln, den sogenannten Detail-Brushes, wie dem Slide-Lock-Brush. Beim Reinigen der Lüftung sollte diese immer angeschaltet sein, damit der gelöste Schmutz heraus geblasen wird.

  • Fenster putzen

Für die Reinigung der Fenster eignet sich Glasreiniger und Fensterleder am besten. Anschließend wird mit einem feinen und fusselfreien Lappen nachgewischt, um letzte Streifen zu entfernen. Das geht auch mit einem weichen Geschirrhandtuch aus Baumwolle.

  • Polsterreinigung

Auch wenn die Polster auf den ersten Blick anständig aussehen mögen, werden sich einige wundern, wieviel Schmutz mit Hilfe eines Polstershampoos noch aus den Sitzen heraus zu holen ist. Alternativ ist die Reinigung auch mit handelsüblichem Waschpulver möglich. Dazu werden maximal 20 Gramm Waschpulver auf 10 Liter sehr heißes Wasser gegeben und die Lösung mit Hilfe eines Waschhandschuhs aus Frottee oder Mikrofaser in die Sitze einmassiert. Anschließend wird der Schaum gründlich mit Frotteetüchern abgerieben. Eine ausreichende Durchtrocknung des Autos muss nach der Polsterreinigung gewährleitet sein.

  • Kunststoff-/Lederbereiche behandeln

Für Ledersitze sollte nichts außer Geschirrspülmittel und Lederpflege verwendet werden. Sie werden sonst schnell spröde und es besteht Gefahr, dass sich die eventuell verwendete Farbschicht löst oder stellenweise aufplatzt. Die Kunststoffteile sind am besten mit Mikrofasertuch und Cockpitreiniger zu behandeln. Dieser ist in verschiedenen Konsistenten erhältlich sowie für eine matte oder glänzende Optik. Für Kleinarbeiten eignen sich Wattestäbchen und Zahnbürsten.

 

Zur Fahrzeugpflege gehört auch die Außenreinigung: 6 Tipps!

  • Vorwäsche

Vor allem bei stark verschmutzten Autos ist die Vorreinigung wichtig. Die Hochdruckreiniger an Tankstellen und Autowaschanlagen leisten gute Dienste. Der Kauf eines eigenen Hochdruckreinigers lohnt sich nur, wenn er auch für andere Zwecke eingesetzt wird. Wichtig ist, dass je nach Stärke des Strahls ein Abstand von etwa 50 Zentimetern eingehalten wird, um Lackschäden zu vermeiden. Die Reinigung erfolgt von oben nach unten. Bei Verschmutzungen mit Insekten, Baumharz und Blütenstaub ist es hilfreich, das Auto zuvor mit entsprechenden Reinigungsmitteln einzusprühen.

  • Grundwäsche

Für die Grundwäsche wird ein gutes Autoshampoo verwendet, welches in einen Eimer gegeben und mit gut handwarmem Wasser aufgefüllt wird. Je stärker der Strahl des einlaufenden Wassers, umso mehr Schaum bildet sich und umso besser ist der anschließende Reinigungseffekt. Mit Hilfe eines Waschhandschuhs wird das Auto mit kreisenden Handbewegungen von oben nach unten gewaschen. Dabei kann ein zweiter Eimer mit klarem Wasser genutzt werden, um den schmutzigen Lappen auszuspülen. Anschließend wird der Schaum abgespült. Je weicher der Strahl, umso weniger Wasserflecken bilden sich. Geeignet ist beispielsweise ein Wasserschlauch ohne Düse.

  • Lackreinigung

Nach der Grundwäsche sind nicht selten noch Flecken vorhanden. In der Regel handelt es sich um Klebereste und Teerflecken. Diesen kann mit Gleitmittel und Lack-Knete zu Leibe gerückt werden. Zunächst wird das Gleitmittel auf die betroffenen Stellen gesprüht. Danach wird mit der Knete darüber geknetet und mit einem Lappen nachgewischt. Sehr wirksam ist auch die Behandlung mit Waschbenzin. Es löst Klebe- und Fettreste, verdunstet schnell und hinterlässt keine Rückstände. Doch die Anwendung will gekonnt sein. Vor allem frisch lackierte Teile können darunter leiden und auch Kunststoffe sollten keinesfalls damit in Kontakt kommen. Speiseöl sollte nur auf kleinen begrenzten Flächen zum Ablösen von Aufklebern und Ähnlichem verwendet werden. Öl lässt sich schwerer entfernen und kann so klebrige Rückstände hinterlassen, die Staub anziehen.

  • Politur

Bei der Politur wird die bereits matte Oberfläche entfernt und der Lack beginnt wieder zu glänzen. Auch oberflächliche Kratzer verschwinden auf diese Weise. Das Polieren kann per Hand oder Maschine erfolgen. Für den Normalgebrauch ist Standard-Politur ausreichend. Aufgrund der unterschiedlichen Körnungen kann aber auch gezielter vorgegangen werden. Grobe Politur schleift mehr ab, feine Politur führt zu einem glatten Ergebnis. Sollten verschiedene Polituren verwendet werden, ist mit der gröberen zu beginnen und mit feiner abzuschließen. Auch die Politur wird von oben nach unten und in kreisenden Bewegungen durchgeführt.

  • Versiegelung

Das Versiegeln bzw. Wachsen bringt eine Schutzschicht auf das Auto, die vor äußeren Einflüssen schützt. Gleichzeitig macht sie spätere Reinigungen einfacher, weil sie schmutz- und wasserabweisend ist. Flüssigversiegelungen eignen sich am besten und sind auch für Anfänger gut zu handhaben. Sie werden wieder von oben nach unten in kreisenden Bewegungen aufgetragen. Unebenheiten können zum Schluss mit einem weichen Tuch weg poliert werden.

  • Abschlussarbeiten

Zum Schluss folgen noch einige äußerliche Feinarbeiten des Fahrzeugs. Felgen werden poliert, Kunststoffteile werden mit einem glanzbringenden Kunststoffreiniger gereinigt und auch die Reifen lassen sich mit einem Reifengel noch etwas aufwerten.

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