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Mercedes S-Klasse (2020): Preis & Innenraum S 680 Guard neuer Dienstwagen von Bundeskanzler Scholz

Stefan Miete 13.12.2021
Inhalt
  1. Auch als Langversion: Preis & Innenraum der Mercedes S-Klasse (2020)
  2. Motoren (Hybrid) & technische Daten der Mercedes S-Klasse (2020)
  3. Der Mercedes S 680 Guard: Preis, technische Daten und Verbrauch (Dienstwagen von Bundeskanzler Olaf Scholz)

Mutet die Mercedes S-Klasse (2020) außen eher unspektakulär an, ist der Innenraum umso futuristischer. Wir stellen den W223 in all seinen Facetten – mit klassischen Verbrennern und als Hybrid, als Kurz- oder Langversion sowie als gepanzerten Guard vor. Der Mercedes S 680 Guard ist im Übrigen der neue Dienstwagen von Bundeskanzlers Olaf Scholz. Das ist der Preis!

Der Mercedes S-Klasse (2020) zum Preis ab 100.543 Euro (Stand: Dezember 2021) ist legant, repräsentativ, aber niemals protzig – auch nicht in der nochmals elf Zentimeter längeren Langversion (5289 mm) oder gar als Maybach mit 5469 Millimetern Länge. Dafür war ein wenig Feinjustierung im Design nötig. Speziell die Status-bewussten Chines:innen verlangten in Kundenbefragungen mit ersten Designentwürfen nach einer repräsentativeren Front. So beeindruckt der Bug des "W223" mit großen Leuchten und einem besonders üppigen, bis fast an die Glasabdeckungen reichenden Kühlergrill. Ansonsten gefällt die Karosserie mit ihrer zurückhaltenden Eleganz. Bemerkenswert sind allenfalls die optional versenkbaren Türgriffe, die der Aerodynamik zuträglich sind und nur bei Bedarf ausfahren. Der cw-Wert liegt trotz der massiven Front mit 0,22 auf erstaunlich niedrigem Niveau. Abschied nehmen müssen Fans von den 2014 und 2016 eingeführten Coupé- und Cabrio-Versionen der Mercedes S-Klasse, für die ab 2020 keine Nachfolger geplant sind. Der Innenraum verspricht ein Kokon-Erlebnis: Hochwertige Lederqualitäten, beheizbare Nackenkissen, das nochmals verfeinerte Energizing-Komfort-System, das Features wie Sitzmassage (auch im Fond), Klimatisierungsautomatik, Ambientebeleuchtung, verschiedene Licht- sowie Musikstimmungen und sogar die Beduftungsanlage in verschiedenen vorwählbaren Programmen miteinander vernetzt und beeinflusst, wurden in der Mercedes S-Klasse (2020) um neue Funktionen erweitert. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

Test Mercedes S 500 4Matic
Mercedes S 500 4Matic: Test Mercedes S-Klasse als S 500 im Test

Leslie checkt die Mercedes S-Klasse (2020) im Video:

 
 

Auch als Langversion: Preis & Innenraum der Mercedes S-Klasse (2020)

Darüber hinaus vollzieht sich im Innenraum der Mercedes S-Klasse (2020) ein kompletter Systemwechsel: Hier rückt das neue Infotainmentsystem, die nächste Generation der Mercedes Benz User Experience – kurz MBUX genannt –, in den Fokus. Dort, wo bis dato vier kreisrunde Lüftungsdüsen das Zentrum der Mittelkonsole bilden, befindet sich nun ein bis zu 35 mal 40 Zentimeter großer, berührungsempfindlicher Monitor, der eine Fülle von Funktionen per Wisch- und Tippbedienung steuert und den Innenraum außerdem um 30 Schalter reduziert. Das bekannte sogenannte Widescreen-Cockpit mit zwei unter einem gemeinsamen Deckglas befindlichen Monitoren schrumpft auf einen direkt hinter dem Lenkrad gut im Blickfeld platzierten 3D-Bildschirm. Außerdem gibt es ein weiter entwickeltes Head-up-Display, das die nun deutlich größere Grafik künftig weiter vor dem Auto schweben lässt und mehr Inhalte bietet. Wem die Wischerei auf kalten Glasflächen nicht liegt, der kann viele Funktionen über die intelligente Sprachsteuerung in Gang setzen – etwa die Suche nach einem freien Parkplatz oder die nach der angesagtesten Currywurstbude in der Nähe. Das können andere Modelle der Marke zwar auch, aber keines soll seine Fahrgäste so verwöhnen wie die flüsterleise S-Klasse (W223), die sogar mit einer Valet-Parking-Funktion erhältlich ist. Darunter versteht man einen per Smartphone-App gesteuerten automatisierten Vorfahr- und Einparkservice. Das Auto verschwindet von allein im Parkhaus und kommt auf Kommando zurück. Auch die Gestenerkennung erklimmt ein neues, nicht gekanntes Niveau: Wenn diese etwa den Griff zur Tür registriert, fahren die Türgriffe automatisch aus. Zudem warnt die Elektronik bei Gefahr mit rot flackernder Ambientebeleuchtung vor potenzielle Gefahren. Außerdem sollen die Passagier:innen mit MBUX auch erstmalig im Fahrzeug bezahlen können. Für die nötige Sicherheit soll hierbei in der Mercedes S-Klasse (2020) ein Fingerabdruck-Scanner zusammen mit einer Augenerkennung und einem Pin sorgen. Ebenfalls erstmalig – und das sogar Herstellerübergreifend – hat Mercedes eine Genehmigung für automatisiertes Fahren auf Level drei erhalten. Ab dem ersten Halbjahr 2022 können sich dann S-Klasse-Kund:innen bei dichtem Verkehr mit maximal 60 km/h über die Autobahn chauffieren lassen. Die Funktion kann allerdings nicht nachträglich auf ältere W223-Modelle gespielt werden. Mehr zum Thema: Die Mercedes-Maybach S-Klasse im Fahrbericht

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Motoren (Hybrid) & technische Daten der Mercedes S-Klasse (2020)

Ein Highlight der Mercedes S-Klasse (2020) ist die neue Allradlenkung, die viel konsequenter als bei der Konkurrenz ausgelegt ist: Mit bis zu zehn Grad Einschlag an der Hinterachse schrumpfen die 5,18 Meter Außenlänge (Langversion: 5,29 Meter) beim Rangieren spürbar zusammen. Kommen wir zu den Motoren sowie deren technischen Daten: Der neue Maybach soll sich stärker von der gemeinen S-Klasse unterscheiden. Als standesgemäße Motorisierung empfiehlt sich auch in Zukunft der 6,0-Liter-V12-Zylinder im S 650 4Matic. Weil strengere Abgasvorschriften auch für die Beletage gelten, wird der Antrieb mildhybridisiert, um den Normverbrauch von aktuell 14,0 Litern zu drücken. Aus dem Sortiment gestrichen ist die bislang 630 PS starke Version S 65 AMG. Die künftige AMG-S-Klasse heißt S 63 e 4Matic. Deren Kombination aus dem bissigen 4,0-Liter-Biturbo-V8 und einem zusätzlichen Elektromotor dürfte die Leistung des bisherigen Flaggschiffs noch einmal übertreffen. In unterschiedlichen Umfängen hybridisiert werden übrigens auch alle anderen Antriebe der S-Klasse. Die noch jungen, als Benziner und Diesel erhältlichen 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit Mild-Hybrid-Technik bleiben im Programm und sind zum Marktstart direkt verfügbar. Der 286 PS starke S 350 d glänzt mit einem Normverbrauch von 6,4 Litern pro 100 Kilometer nach WLTP – ein Wert beinahe auf Kompaktwagen-Niveau. Dieser Antrieb bildet auch künftig die günstigste Möglichkeit, Mercedes S-Klasse (W223) zu fahren. Der S 400 d 4Matic leistet 330 PS, die beiden Benziner S 450 4Matic und S 500 4Matic kommen auf 367 und 435 PS. Der auch mit Allradantrieb erhältliche Plug-in-Hybrid S 580e kombiniert den Reihensechszylinder-Benziner mit einem 150 PS starken E-Motor (Systemleistung: 510 PS), der sich aus einer 28,6 kWh großen Batterie speist. Rein elektrische Reichweite: bis zu 112 Kilometer. Mehr zum Thema: Der Mercedes EQS im Fahrbericht

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Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat sich Neu-Bundeskanzler Olaf Scholz für den Mercedes S 680 Guard als Dienstwagen entschieden. Foto: Mercedes/Imago
 

Der Mercedes S 680 Guard: Preis, technische Daten und Verbrauch (Dienstwagen von Bundeskanzler Olaf Scholz)

Was aussieht wie eine S-Klasse, ist de facto keine: Der gepanzerte Mercedes S 680 Guard, der Medienberichten zufolge der Dienstwagen vom neuen Bundeskanzler Olaf Scholz wird, besteht im Wesentlichen aus einer selbsttragende Schutzzelle, die vereinfacht gesprochen in Karosserieteile einer S-Klasse gehüllt wurde. Das Resultat ist eine lückenlose Panzerung, wie sie nachträglich nicht möglich wäre. Das mündet allerdings auch in einem unfassbar anmutenden Gewicht von 4,2 Tonnen. Die Türen sind beispielsweise so schwer, dass deren Öffnung von Aktoren unterstützt werden muss. Dafür widersteht die S-Klasse Angriffen mit Sprengstoff und Scharfschützengewehren, wie das staatliche Beschussamt in Ulm mit der höchsten zivilen Resistenzklasse, VR10, bestätigt. Ein 612 PS starker V12 mit 830 Newtonmeter maximales Drehmoment bringt den Koloss in Fahrt, bei einem WLTP-Verbrauch von 19,5 Litern im Schnitt, während Vollgummi-Notlauf-Reifen die gepanzerte S-Klasse selbst unter Beschuss in Bewegung halten. Derartiger Aufwand hat natürlich seinen Preis: Der Mercedes S 680 Guard steht mit 544.000 Euro (Stand: Dezember 2021) in der Liste. 

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