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Neue Mercedes S-Klasse (2020): Erste Testfahrt Erste Fahrt mit der neuen S-Klasse

von Thomas Geiger 28.10.2020
Inhalt
  1. Erste Testfahrt mit der neuen Mercedes S-Klasse (2020)
  2. Komfort & Raumangebot der neuen Mercedes S-Klasse (2020)
  3. Neue Mercedes S-Klasse (2020) mit innovativster Technik

Mit der neuen Mercedes S-Klasse (2020) legen die Stuttgarter die Latte in der Luxusliga wieder ein gutes Stück höher. Erste Testfahrt mit der Neuauflage des Daimler-Flaggschiffs!

Welcher Motor hinter dem fast schon etwas klein geratenen Grill steckt, ist in der neuen Mercedes S-Klasse (2020), die zu einer ersten Testfahrt bereitsteht, fast nebensächlich. Erstens, weil schon die vier Sechszylinder vom S 350 d bis zum S 500 mehr als genügend Kraft für eine kultivierte Fortbewegung bieten. Zweitens, weil die Limousine so gut gedämmt ist, dass man allenfalls noch eine ferne Ahnung vom Antrieb bekommt. Keine Vibrationen, keine Gangwechsel, kein Motor- und auch kein Auspuffsound. Nicht einmal Windgeräusche sind bei normaler Fahrweise zu vernehmen. Man braucht deshalb schon das Typenschild am Heck und den Drehzahlmesser vor Augen, um unseren Testwagen als S 400 d zu identifizieren – der vielleicht schwäbischsten aller Antriebsvarianten: mit 105.096 Euro im stolzen Preisrahmen von 94.540 bis 119.364 Euro ungefähr in der Mitte, mit einem Normverbrauch von 6,5 Litern sehr effizient und mit 330 PS sowie 700 Newtonmeter vor allem derart kräftig motorisiert, dass die Sparsamkeit keinerlei Schmerzen bereitet. Im Gegenteil: Auch ohne einen elektrischen Verdichter oder 48-Volt-Generator entwickelt der Reihensechser-Turbodiesel in der neuen Mercedes S-Klasse (2020) einen solchen Dampf, dass die rund 5,18 Meter lange Limousine immer und überall souverän beschleunigt und sich auf der Autobahn als famoser Dauerläufer entpuppt, für den die Fahrt gar nicht lange genug sein kann. Erst recht nicht, wenn einen die Elektronik liebevoll mit Wärme, Massage, Musik, Licht und Wohlklang besser umsorgt als jede Wohlfühlcoach. Und auch, weil der Kopf nun in der ersten Reihe auf beheizten Nackenkissen ruht. Mehr zum Thema: Das ist der Mercedes GLS

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Erste Testfahrt mit der neuen Mercedes S-Klasse (2020)

Während der Motor während der ersten Testfahrt mit der neuen Mercedes S-Klasse (2020) so zur Nebensächlichkeit wird und schon das Basisfahrwerk mit seinen serienmäßigen Luftfedern derart feinfühlig arbeitet, dass man sich die optionale Active Body Control gar nicht vorstellen möchte, rückt eine andere Option dafür umso deutlicher in den Fokus: die optionale Hinterachslenkung. Damit ist Mercedes zwar gegenüber Audi und BMW eine Generation hinten dran. Doch statt wie die Konkurrenz nur um zwei, drei Grad lenken die Räder hier um mehr als zehn Grad ein und lassen die neue Mercedes S-Klasse (2020) so auf das Format eines Kleinwagens schrumpfen. Auf der Autobahn souverän, lässt der Schwabe beim Parken, beim Wenden, in der Autobahnausfahrt oder im Kreisverkehr selbst eine C-Klasse sperrig wirken. Auf den ersten Kilometern ist der winzige Wendekreis ungewohnt: In engen Kurven sind plötzlich nicht die äußeren Felgen in Gefahr, sondern die inneren … Während sich die Limousine für ein Flaggschiff außen fast zurückhält und deshalb allein mit ihrem Format von 5,18 Metern in der Standard- und 5,29 Metern in der Langversion imponiert, hat Mercedes den Innenraum opulent angerichtet. Statt großer Bildschirm-Landschaften wird hier deutlich zwischen Cockpit und Mittelkonsole getrennt. Als Weltpremiere lockt die neue Mercedes S-Klasse (2020) mit 3D-Grafiken für die digitalen Instrumente hinter dem Lenkrad.

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Komfort & Raumangebot der neuen Mercedes S-Klasse (2020)

Auch das neue Head-up-Display in der neuen Mercedes S-Klasse (2020) ist beeindruckend. Größer als alles, was bislang in die Frontscheibe gespiegelt wurde, schwebt das virtuelle Bild wie ein 77-Zoll-Bildschirm während der ersten Testfahrt rund zehn Meter vor dem Auto und weist dem Fahrer mit animierten Pfeilen den Weg. So wohl man sich in der S-Klasse vorn links fühlt, so ist der Luxusliner natürlich auch um den Platz hinten rechts herumentwickelt – zumindest in China, wo mittlerweile die mit Abstand meisten S-Klassen verkauft werden, ist das der wichtigste Platz. Schon in der Standardversion mit 3,11 Metern Radstand sitzt man dort wie in der Business-Class, und wer für gute 3000 Euro Aufpreis die Langversion (plus elf Zentimeter) ordert, kann sich über zehn Zentimeter mehr Knieraum freuen und auf Wunsch auf Sesseln wie im Privatflieger lümmeln. Und da reden wir noch nicht vom Maybach, der als XXL-Version der neuen Mercedes S-Klasse (2020) ebenfalls schon in den Startlöchern steht.

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Neue Mercedes S-Klasse (2020) mit innovativster Technik

Mehr als ein Dutzend Airbags, eine Luftfederung, die den Wagen vor einem drohenden Crash anhebt, Scheinwerfer mit 2,6 Millionen Pixeln – auch bei der Sicherheit wird die neue Mercedes S-Klasse (2020) ihrem Ruf als Innovationsträger wieder gerecht. Und sie könnte noch viel mehr. Denn als erstes Modell der Schwaben ist sie für das autonome Fahren nach Level 3 gerüstet und übernimmt allein die Verantwortung. Wo der Fahrer bislang jederzeit aufmerksam und bereit sein musste, das Kommando zu übernehmen, kann er nun nicht nur die Hände vom Lenkrad nehmen, sondern darf es auch. Und selbst das Nutzen des Smartphones ist dann nicht mehr tabu. Allerdings geht das nach aktuellem Stand der Dinge nur im Stau, nur auf der Autobahn und nur bis Tempo 60. Und vor allem erst ab Mitte 2021, wenn die Gesetze in trockenen Tüchern, die Assistenten zertifiziert und die nötigen Sensoren in vollem Umfang lieferfähig sind. In Stuttgart muss man auf dieses Aha-Erlebnis allerdings nicht mehr warten, denn dort steht das erste Parkhaus für das automatisierte Valet-Parking. Da hat der Fahrer nicht nur Pause und die Hände im Schoß, sondern ganz Feierabend: Die letzten Meter fährt die neue Mercedes S-Klasse (2020) dort ganz allein.

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von Thomas Geiger von Thomas Geiger
Unser Fazit

Noch mehr Luxus, noch mehr Komfort, noch mehr Intelligenz und dazu die herrliche Allradlenkung: Mit der neuen S-Klasse hebt Mercedes die automobile Luxusklasse tatsächlich auf ein neues Level. Allerdings gilt das – wie so oft – auch für die Preisgestaltung.

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