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Neue Mercedes S-Klasse (2020): Testfahrt begleitet Erste Begegnung mit der neuen S-Klasse

von Jürgen Voigt 14.08.2020
Inhalt
  1. Begleitete Testfahrt in der neuen Mercedes S-Klasse (2020)
  2. Neue Mercedes S-Klasse (2020) mit innovativster Technik
  3. Hoher Fahrkomfort an Bord der neuen Mercedes S-Klasse (2020)

Dank innovativster Technik und erlesener Qualität könnte sich die neue Mercedes S-Klasse (2020) an die Spitze der Luxusliga setzen. Die erste Testfahrt begleiteten wir auf dem Beifahrersitz!

Das Beste oder nichts – so hat es sich der Daimler mal auf die Fahnen geschrieben. Und seit Generationen verkörpert wohl kein Modell den elitären Anspruch der Marke Mercedes so sehr wie die neue Mercedes S-Klasse (2020). Mit Jürgen Weissinger, dem Baureihen-Entwicklungschef, der wirklich ALLES über die S-Klasse weiß, brechen wir auf dem Beifahrersitz zu einer ersten Testfahrt mit einem Vorserienmodell auf. Doch bevor es auf die Straßen rund um Sindelfingen geht, drehen wir ein paar schnelle Runden über eng zugestellte Parkplätze und verschachtelte Parkhausrampen. Das war noch nie das bevorzugte Revier des Sternenkreuzers, der hier in der mittleren von drei Konfektionsgrößen, also knapp 5,30 Meter lang und mit über 3,20 Metern Radstand gesegnet, seine Kreise zieht. Gefühlt wuselt das Dickschiff wie ein Kompakter durchs Gedränge, und Jürgen Weissinger bereitet das sichtlich Freude. Technischer Auslöser der neuen Wendigkeit ist die optionale Hinterradlenkung, die mit bis zu zehn Grad Einschlagwinkel am Rad arbeitet, also mehr als bei den bislang bekannten Systemen. Das führt sozusagen zu einer virtuellen Verkürzung des Radstands der neuen Mercedes S-Klasse (2020) und einer damit verbundenen Verkleinerung des Wendekreises. Mehr zum Thema: Das ist der Mercedes GLS

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Begleitete Testfahrt in der neuen Mercedes S-Klasse (2020)

Zwar ­finden wir im nun auf über 530 Liter gewachsenen Kofferraum des Entwicklungsfahrzeugs noch einiges an Messequipment und Elektronik vor, doch das hochfeine Interieur, in dem wir Platz genommen haben, ist bereits auf Serienstand der neuen Mercedes S-Klasse (2020): von der exakten Rautensteppung des Leders bis hin zu den penibel eingepassten Blenden und der bestens dämmenden Verglasung – alles picobello. Das neue, große OLED-Touchdisplay, ein zentrales Element des MBUX-Bedien- und Infotainmentsystems, lässt sich von allen Plätzen aus ansteuern – wenn der Kapitän an Bord das möchte. Der Aufwand hinter alldem ist immens, auf Basis der komplett neuen MRA II-Plattform sorgt unter anderem eine Ethernet-basierte Netzwerkstruktur dafür, dass zum Beispiel die über 90 Steuergeräte schnell und zuverlässig adressiert werden und kommunizieren können. Etwa 60 dieser Steuergeräte lassen sich überdies per kontaktloser Datenübertragung (over the air) bei Bedarf updaten. Die schnelle Netzarchitektur verleiht der neuen Mercedes S-Klasse (2020) die Fähigkeit, sich den Wünschen des Fahrers und den Umgebungsbedingungen schnell und zuverlässig anzupassen. Dabei spielen auch frei und intuitiv eingegebene Sprachanweisungen – eingeleitet etwa durch "Hey Mercedes"– eine wichtige Rolle.

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Neue Mercedes S-Klasse (2020) mit innovativster Technik

Aber auch die umfassenden Sicherheits- und Assistenzsysteme der neuen Mercedes S-Klasse (2020) erreichen hier in ihrer Anpassungsfähigkeit eine neue Qualität. So kann zum Beispiel bei einem drohenden Seitencrash die neue aktive Luftfederung (E-Active-Body-Control) das Fahrzeug blitzartig um einige Zentimeter liften, sodass der widerstandsfähige Schwellerbereich mehr Schutz bieten kann. Ein Wunder an Anpassungsfähigkeit stellt auch das neue adaptive Lichtsystem dar, dessen LED-Module ihr Licht über 1,3 Millionen bewegliche und einzeln ansteuerbare Mikrospiegel extrem präzise und schnell verteilen. Das sorgt nicht nur für eine optimale und situationsgerechte Ausleuchtung, sondern es lassen sich sogar Zeichen auf die Fahrbahn projizieren. Dreidimensionale Projektionen liefert – wenn man möchte – auch das neue Instrumentendisplay in einer bislang nicht gekannten Brillanz und Präzision. Das Head-up-Display der neuen Mercedes S-Klasse (2020) erreicht ebenfalls einen neuen Perfektionsgrad. Die Projektoreinheit des Displays beansprucht einen Raum von 27 Litern und erzeugt ein virtuelles Bild, das zehn Meter vor dem Fahrzeug liegt. Darin eingeblendet werden unter anderem die Routenführung, Abbiegepfeile, virtuelle Fahrbahnmarkierungen oder auch Warnhinweise, zum Beispiel beim unbeabsichtigten Verlassen der Spur. Alles in 3D natürlich.

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Hoher Fahrkomfort an Bord der neuen Mercedes S-Klasse (2020)

Die begleitete Testfahrt in der neuen Mercedes S-Klasse (2020) ist wie erwartet geprägt durch Komfort und hohe Fahrstabilität, zu der auch die bereits erwähnte optionale Allradlenkung beiträgt, denn oberhalb von 60 km/h lenken die Hinterräder bei Bedarf nicht mehr entgegengesetzt zu den Vorderrädern, sondern gleichsinnig mit (bis zu 1,7 Grad), was in schnellen Kurven stabilisierend wirkt. Doch das Beeindruckendste an der ersten Testfahrt mit dem neuen Luxus-Benz ist die Souveränität, mit der das Fahrwerk jegliche Unebenheiten wegsteckt und von seinen Passagieren fernhält. Die Erhöhung des Aluminium-Anteils auf über 60 Prozent hält das Gewicht im Zaum, obwohl der Aufwand zur Geräuschdämmung immens ist. Doch der hat sich gelohnt, denn weder vom 320 kW kräftigen und mit Turbo sowie elektrischem Zusatzverdichter äußerst druckvoll agierenden 3,0-Liter-Reihensechszylinder ist viel zu hören noch vom Fahrtwind oder den abrollenden Reifen. Wie alle anderen Verbrennungsmotoren der S-Klasse ist auch dieser mit einem integrierten 48-Volt-Starter-Generator ausgerüstet, der – mit einer Lithium-Ionen-Batterie gekoppelt – Bremsenergie zurückgewinnt, eine komfortable Start-Stopp-Funktion sowie den elektrischen Betrieb der meisten Nebenaggregate ermöglicht. Dadurch kann man auch die Klimatisierung kurzzeitig im Stand betreiben und somit den Innenraum schon mal vor Fahrtantritt herunterkühlen, selbstredend bequem von zu Hause aus per Smartphone-App. Neben aufgeladenen Reihensechszylindern, V8- und V12-Motoren darf in der neuen Mercedes S-Klasse (2020) auch der Plug-in-Hybrid-Antrieb nicht fehlen. Mit der noch nicht näher definierten Kombination aus Turbobenziner und E-Maschine sollen in der Praxis elektrische Reichweiten um die 100 Kilometer möglich sein. Noch eines von vielen Highlights im schwäbischen Flaggschiff.

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