Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teams, Termine Mercedes dominiert auch in Frankreich

von Max Sonnenburg 24.06.2019
Inhalt
  1. So lief das Formel-1-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard (Frankreich)
  2. Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung
  3. Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019
  4. Welche Teams und Autobauer sind dabei?
  5. Wo fährt die Formel 1?
  6. Termine & Strecken der Formel 1 2019
  7. Wie funktioniert die Formel 1?
  8. Wo ist die Formel 1 zu sehen?
  9. Neuer Motorenlieferant für Red-Bull-Team in der Formel-1-Saison 2019
  10. Formel 1 2019: Ferrari wechselt Teamchef aus
  11. Formel 1 kehrt 2020 zurück nach Zaandvort

Auch bei dem sechsten Formel-1-Rennen der Saison 2019 auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet, Frankreich, dominieren Lewis Hamilton und das Team von Mercedes. Vettel, der Fünfter wird, zeigte sich enttäuscht. Alle Hintergründe und Informationen zum WM-Stand, den Punkten, Teams und Terminen gibt es hier!

Lewis Hamilton hat auch das sechste Rennen der Formel-1-Saison 2019 gewonnen und seine Führung auf Sebastian Vettel auf nun 76 Punkte ausgebaut. Sein Teamkollege Valtteri Bottas wurde Zweiter. Charles Leclerc landet als Dritter auf dem Podium – vor Max Verstappen. Sebastian Vettel, der nur als Siebter in das Rennen gestartet war, konnte während des Rennens zwei Plätze gutmachen und überquerte die Ziellinie als Fünfter. Mehr war für den Heppenheimer, der sich nach dem Rennen über Probleme am Fahrzeuge beschwerte, nicht drin. Dabei sah es für den Ferrari-Piloten, der dem vor ihm fahrenden Verstappen Runde für Runde Zeit abnahm, zunächst ganz gut aus. Doch nach einem späten Reifenwechsel in der 26. Runde, musste sich Vettel hinter dem Red Bull-Piloten einsortieren und die Mercedes-Doppelspitze ziehen lassen. Dennoch konnte sich der Heppenheimer auf den letzten Metern die schnellste Rennrunde sichern. Für Vettel nur ein schwacher Trost. "Wir sind gescheitert", ließ er nach dem Rennen verlauten. Viel Zeit zum Nachbessern bleibt dem Team von Ferrari nicht. Bereits am 30. Juni 2019 geht es mit der aktuellen Formel-1-Saison zum nächsten Rennen nach Spielberg (Österreich). Mehr zum Thema: Wer holt Michael Schumacher ein?

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So lief das Formel-1-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard (Frankreich)

Obwohl Sebastian Vettel beim Grand Prix in Kanada als Erster die Ziellinie überquerte, wurde Lewis Hamilton zum Sieger des Rennens erklärt. Grund dafür war eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe, die die Stewards gegen den Ferrari-Piloten verhängten. Dabei lief es für Vettel zunächst sehr gut: Von der Pole Position gestartet, dominierte der Heppenheimer lange Zeit das Fahrerfeld. Doch in Runde 48 kam der Ferrari-Pilot kurz von der Strecke ab. Beim Wiedereinscheren kürzte Vettel eine Kurve ab und kreuzte zugleich den Weg von Hamilton. Das Manöver zwang den Mercedes-Piloten vom Gas zu gehen, um nicht in der Mauer zu landen. Vettel, der sich vor Hamilton einsortierte, ließ sich von dem Zwischenfall nicht beirren – dicht gefolgt von Hamilton und Leclerc. Valtteri Bottas, der Vierter wurde, sicherte sich den Punkt für die schnellste Rennrunde. Nach dem Rennen schäumte Vettel, der bereits in Runde 58 von der Zeitstrafe erfuhr, vor Wut: "Sie stehlen uns das Rennen. Man muss schon absolut blind sein, um zu denken, dass man durch das Gras fahren und das Auto danach kontrollieren kann. Wir hatten Glück, nicht in die Wand zu krachen. Wo zur Hölle soll ich denn hin? Das ist falsch. Es ist nicht fair. Ich kann nicht ruhig bleiben. Ich bin wütend. Ich habe jedes Recht, wütend zu sein. Mir ist egal, was die Leute sagen." Auch Hamilton konnte sich über seinen Sieg nur bedingt freuen: "Das ist nicht die Art, wie ich Rennen gewinnen möchte. Ich will Rennen durch Überholen gewinnen.“ 

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Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Lewis Hamilton (44)187Mercedes-AMG338
Valtteri Bottas (77)151  
Sebastian Vettel (5)111Ferrari198
Charles Leclerc (16)87  
Pierre Gasly (10)37Red Bull137
Max Verstappen (33)100  
Daniel Ricciardo (3)16Renault32
Nico Hülkenberg (27)16  
Romain Grosjean (8)2Haas16
Kevin Magnussen (20)14  
Lando Norris (4)14McLaren40
Carlos Sainz Jr. (55)26  
Sergio Pérez (11)13Racing Point19
Lance Stroll (18)6  
Kimi Räikkonen (7)19Alfa Romeo19
Antonio Giovinazzi (99)0  
Alexander Albon (23)7Toro Rosso17
Daniil Kvyat (26)10  
George Russell (63)0Williams0
Robert Kubica (88)0  

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Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019

Mercedes setzt auch in der Formel-1-Saison 2019 auf das bekannte Fahrerduo Hamilton und Bottas. Vettel bekommt bei Ferrari mit Leclerc einen neuen, jungen Teamkollegen. Sein Sauber-Cockpit gibt er im direkten Wechsel an Räikkonen ab. Red Bull stellt Max Verstappen Pierre Gasly zur Seite, der den Platz von Daniel Ricciardo übernimmt. Der Australier ist neuer Teamkollege von Nico Hülkenberg bei Renault. Carlos Sainz Jr. verlässt das Team Richtung McLaren, wo er das Cockpit von Fernando Alonso übernimmt, der die Formel 1 mit Ende der letzten Saison verlassen hat. Mit Robert Kubica kommt aber auch ein klangvoller Name zurück in die Königsklasse. Der Pole verletzte sich bei einem Unfall 2011 derart schwer, dass sogar seine Karriere in Gefahr war. Nun greift er mit dem Williams-Team neu an. Sein Teamkollege ist der junge Brite George Russell, der als Formel-2-Meister in die Formel 1 wechselt. Weitere Formel-1-Debütanten in der Saison 2019: Lando Norris bei McLaren und Toro-Rosso-Pilot Alexander Albon.

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Welche Teams und Autobauer sind dabei?

Die Teams der Formel-1-Saison 2019 kennt man schon aus der Vorsaison. Nach der Insolvenz von Force India geht das Team weiterhin unter dem Namen "Racing Point" an den Start. Red Bull wechselt den Motorenpartner: Ab sofort liefert nicht mehr Renault, sondern Honda den Antriebsstrang. Weitere Motorenhersteller sind Mercedes und Ferrari, die nicht nur mit Werksteams an den Start gehen, sondern auch kleinere Teams mit Kundenmotoren ausstatten. Haas und Sauber setzen auf Ferrari, während in Racing-Point- und Williams-Boliden Mercedes-Aggregate eingesetzt werden. McLaren bleibt Renault-Kunde und Toro Rosso wie gehabt bei Honda-Motoren.

 

Wo fährt die Formel 1?

Der Rennkalender der Formel-1-Saison 2019 umfasst 21 Grand Prix rund um die Welt. Der Auftakt fand am 17. März in Melbourne (Australien) statt. Im Vergleich zur Vorsaison gibt es nur minimale Änderungen, die die Reihenfolge und die Abstände zwischen den Rennen betreffen. Nach Deutschland kommt der F1-Zirkus am 28. Juli. 2019. Das Rennen wird auf dem Hockenheimring ausgetragen. Das Saison-Finale 2019 am 1. Dezember steigt abermals in Abu Dhabi.

 

Termine & Strecken der Formel 1 2019

StreckeTerminSieger
Australien (Melbourne)17.03.2019Bottas
Bahrain (as-Sachir)31.03.2019Hamilton
China (Shanghai)14.04.2019Hamilton
Aserbaidschan (Baku)28.04.2019Bottas
Spanien (Barcelona)12.05.2019Hamilton
Monaco (Monte Carlo)26.05.2019Hamilton
Kanada (Montreal)09.06.2019Hamilton
Frankreich (Le Castellet)23.06.2019Hamilton
Österreich (Spielberg)30.06.2019 
Großbritannien (Silverstone)14.07.2019 
Deutschland (Hockenheim)28.07.2019 
Ungarn (Budapest)04.08.2019 
Belgien (Spa-Franchorchamps)01.09.2019 
Italien (Monza)08.09.2019 
Singapur (Singapur)22.09.2019 
Russland (Sotschi)29.09.2019 
Japan (Suzuka)13.10.2019 
Mexiko (Mexiko-Stadt)27.10.2019 
USA (Austin)03.11.2019 
Brasilien (São Paulo)17.11.2019 
Arabische Emirate (Abu Dhabi)01.12.2019 
 

Wie funktioniert die Formel 1?

An der Formel-1-Saison 2019 nehmen zehn Teams teil, die bis zu vier Fahrer je Saison einsetzen dürfen. Bei jedem Grand Prix werden so viele Runden gefahren, dass eine Distanz von 305 Kilometern überschritten wird. Die Formel-1-Boliden müssen einschließlich Fahrer und Betriebsflüssigkeiten mindestens 733 Kilogramm wiegen. Für Bauteile gibt es ebenfalls Regeln: So darf das Energierückgewinnungssystem MGU-K maximal sieben, der zugehörige Motorgenerator MGU-H maximal vier Kilogramm wiegen. Je Saison stehen den Teams pro Fahrzeug nur drei Exemplarer aller Motorkomponenten zur Verfügung, bei der Energierückgewinnung oder der Batterie gar nur noch zwei. Der Sprit darf beim Rennstart höchstens 110 Kilogramm ausmachen, 5 Kilogramm mehr als bislang. Nachtanken ist nicht erlaubt. Zudem ist nur eine Spezifikation Motoröl je Rennwochenende erlaubt, die Füllmenge des Öltanks wird überwacht. Bei der Aerodynamik sind ab der Formel-1-Saison 2019 Winglets an den Bremsbelüftungen verboten. Der Aufbau der Frontflügel wird vereinfacht und die Breite auf 2000 Millimeter verbreitert. Die Dimensionen des Heckflügels verändern sich von 950 auf 1050 Millimeter in der Breite und von 800 auf 820 Millimeter in der Höhe. Die Positionierung der Außenspiegel wurde konkretisiert und LED-Streifen am Heckflügel sind ab 2019 verpflichtend. Sie flankieren die zentrale Regenleuchte. Pirelli ist weiterhin der Reifenausstatter aller Teams und bietet Trocken-, Intermediates- und Regenreifen an. Pro Rennwochenende stehen verschiedene Mischungen bereit: P Zero Hard, P Zero Medium und P Zero Soft. Zwei der drei Mischungen müssen im Rennen mindestens eine Runde gefahren werden. Am Freitag des Rennwochenendes ist Training, am Samstag startet das Qualifying. Bei dem müssen die langsamsten Fahrer (7 von 24 Teilnehmern) nach den ersten 20 Minuten von der Strecke. Nach der zweiten Qualifying-Einheit scheiden erneut die sieben langsamsten aus und die verbliebenen zehn Autos machen die Top-10 der Startpositionen unter sich aus. Pro Rennwochenende dürfen nur zwei Autos und je Saison maximal drei Antriebsstränge verwendet werden. Das Getriebe darf zudem erst nach fünf Rennen mit Schadensnachweis getauscht werden. Die Zielflagge wird durch ein LED-Signal ersetzt, das ab 2019 die Rennen für beendet erklärt. Symbolisch soll sie allerdings auch in der Formel-1-Saison 2019 weiterhin zum Einsatz kommen.

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Wo ist die Formel 1 zu sehen?

RTL überträgt die Formel-1-Saison 2019 im deutschen Free-TV. Nach einem Jahr Pause besitzt ab 2019 auch der Pay-TV-Sender Sky wieder ein Rechte-Paket. Der Vertrag gilt für zwei Jahre und umfasst alle Rennwochenenden inklusive Trainings, Qualifyings und Rennen. Seit 2018 ist zudem das offizielle Streaming-Angebot der Formel 1 empfangbar. Wer von zuhause aus live dabei sein möchte, kann über F1.TV auf die Übertragung der Sessions, Live-Timings, Re-Lives, historische Rennen sowie Dokumentationen zugreifen. Das Angebot kostet im Monatsabo 7,99 Euro. Alternativ kann ein Jahresabo für 64,99 Euro abgeschlossen werden. Einzige Zahlmethode ist die Kreditkarte. Die günstigere Variante ist der Formel-1-TV-Access, der allerdings keine Live-Übertragung anbietet. F1-TV kann auch über die zugehörige App abgerufen werden.

 

Neuer Motorenlieferant für Red-Bull-Team in der Formel-1-Saison 2019

Als Titelverteidiger geht Mercedes in die Formel-1-Saison 2019. Der ärgste Rivale Ferrari setzt auf einen neuen Teamchef und das ambitionierte Red-Bull-Team mit Honda auf einen neuen Motorenlieferanten. Renault konnte sich die Dienste von Daniel Ricciardo sichern und möchte 2019 endlich Anschluss an die Top-Teams finden. Aber auch die kleineren Teams blieben nicht untätig und präsentieren neue Fahrer-Duos. Die Schlagzeilen bestimmen allerdings weniger die jungen, als vielmehr die erfahrenen Räikkonen und Kubica. Ex-Weltmeister Räikkonen heuert bei Sauber an, während Robert Kubica nach langer Formel-1-Abstinenz nach seinem Rallye-Unfall vor acht Jahren zur Saison 2019 ein Cockpit bei Williams ergattern konnte.

 

Formel 1 2019: Ferrari wechselt Teamchef aus

Ferrari setzt zur Formel-1-Saison 2019 auf einen neuen Teamchef. Maurizio Arrivabene muss noch vor Saisonbeginn seinen Platz für den bisherigen technischen Direktor Mattia Binotto räumen. Die Italiener fahren seit Jahren den eigenen Ansprüchen hinterher. Seit Arrivabenes Amtsantritt 2014 konnte man lediglich 14 Rennen gewinnen. Die letzten Titel liegen schon lange zurück: 2007 wurde Räikkonen Fahrer- und 2008 Ferrari letztmals Konstrukteurs-Weltmeister.

 

Formel 1 kehrt 2020 zurück nach Zaandvort

Nach 35 Jahren wird der Große Preis der Niederlande wieder in den Formel-1-Kalender aufgenommen: Ab 2020 müssen die Fahrer der Königsklasse des Motorsports wieder ein Rennen auf der Strecke in Zaandvort absolvieren, wie der Betreiber Mitte Mai 2019 bekanntgab. Der Vertrag gilt zunächst bis einschließlich 2022. Bis 1985 war die Formel 1 insgesamt 30 Mal auf dem 4,320 Kilometer langen und kurvenreichen Kurs unterwegs. Mittlerweile ist die in einer Dünenlandschaft gelegene Strecke jedoch etwas in die Jahre gekommen, einige Teile des Rundkurses sowie die Funktionsgebäude müssen daher überarbeitet werden. Volle Zuschauerränge erhofft man sich vor allem wegen des Hypes um den Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der 21-Jährige hatte zuletzt für großes Motorsport-Interesse in den Niederlanden gesorgt. "Max Verstappen ist jung, schnell und populär. Und er ist so jung, dass er noch 20 Jahre fahren kann. Bei jedem Rennen erleben wir ein Meer von Oranje-Fans. Die verdienen ein Rennen zu Hause", hatte Formel-1-Marketingchef Sean Bratches zuletzt gesagt. Stattdessen könnte nun der Vertrag mit dem Großen Preis von Spanien in Barcelona auslaufen. Nach dem Großen Preis von Vietnam in Hanoi im April 2020 ist das Rennen in Zaandvort bereits die zweite Neuerung im künftigen Formel-1-Programm.

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