Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teams, Termine Hamilton profitiert von perfekter Strategie

von Max Sonnenburg 05.08.2019
Inhalt
  1. Formel 1 2019: Hamilton gewinnt Rennen in Budapest (Ungarn)
  2. Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung
  3. Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019
  4. Welche Teams und Autobauer sind dabei?
  5. Wo fährt die Formel 1?
  6. Termine & Strecken der Formel 1 2019
  7. Wie funktioniert die Formel 1?
  8. Wo ist die Formel 1 zu sehen?
  9. Neuer Motorenlieferant für Red-Bull-Team in der Formel-1-Saison 2019
  10. Formel 1 2019: Ferrari wechselt Teamchef aus
  11. Formel 1 kehrt 2020 zurück nach Zaandvort

Lewis Hamilton hat das Formel-1-Rennen in Budapest (Ungarn) am 4. August 2019 gewonnen. Kurz vor Ende konnte er den lange führenden Max Verstappen überholen. Sebastian Vettel komplettierte das Podium. Das nächste Rennen findet nach der Sommerpause am 1. September 2019 in Spa-Francorchamps (Belgien) statt. Alle Hintergründe und Informationen zum WM-Stand 2019, den Punkten, Teams und Terminen gibt es hier!

Mit seinem Sieg beim Formel-1-Rennen in Budapest (Ungarn) am 4. August 2019 hat Lewis Hamilton die Führung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut. Lange Zeit sah es nach einem Sieg für Polesetter Max Verstappen im Red Bull aus. Er kontrollierte das Rennen von der Spitze weg und hatte 22 Runden vor Schluss nach einem zweiten Boxenstopp des Briten 23 Sekunden Vorsprung vor dem Mercedes-Piloten. Der frische Satz Reifen sollte sich auszahlen. Während Verstappen auf abbauenden Pneus in das letzte Renndrittel ging, konnte Hamilton Sekunde um Sekunde gut machen. In Runde 67 zog der Brite dann dank DRS vorbei. Verstappen wechselte in der Folge ebenfalls auf einen frischen Satz weiche Reifen und sicherte sich so neben dem zweiten Platz den Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel komplettierte das Podium. Er überholte zuvor in Rennrunde 68 dank frischerer Reifen seinen Teamkollegen Leclerc. Über eine Minute betrug allerdings der Rückstand der Ferrari auf das Führungsduo. Eine Chance auf den Sieg gab es zu keiner Zeit. Enttäuschend lief es auch für Renault und Nico Hülkenberg: Der Deutsche kam auf Position zwöf liegend ins Ziel. Das nächste Formel-1-Rennen findet nach einer vierwöchigen Sommerpause am 1. September 2019 in Spa-Francorchamps (Belgien) statt. Mehr zum Thema: Wer holt Michael Schumacher ein?

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Formel 1 2019: Hamilton gewinnt Rennen in Budapest (Ungarn)

Zuvor hat Max Verstappen beim stark verregneten Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring am 28. Juli seinen zweiten Sieg in der Formel-1-Saison 2019 eingefahren. Sebastian Vettel fuhr vom letzten Startplatz sensationell auf Rang zwei, Mercedes soff beim Heimspiel trotz langer Doppelführung total ab. Es war ein Grand Prix für die Geschichtsbücher. Vier SafetyCar-Phasen, zwei Full Course Yellows (FCY), ungezählte Boxenstopps, und am Ende acht Piloten, die ihr bestes Saisonergebnis erzielten oder egalisierten – und keiner der favorisierten Mercedes-Piloten auf dem Podest. Alles garniert mit dem großen Gleichmacher: Nässe. Der Regen von Hockenheim, der in unterschiedlicher Stärke vom Himmel fiel, der zwischendurch nachließ, sodass die Strecke abtrocknete, nur um später wieder stärker einzusetzen, wirbelte das Feld nach Belieben durcheinander. Am Ende feierten 67.000 Zuschauer im restlos ausverkauften Motodrom nicht nur Max Verstappens siebten Formel 1-Sieg, sondern vielleicht das Beste, weil unterhaltsamste Formel-1-Rennen der vergangenen zehn, 15 oder sogar 20 Jahre. Verstappen und Red Bull unterliefen einfach die wenigsten Fehler. Allerdings legte auch der 21-jährige Holländer eine Pirouette auf die Bahn: In der 28 Runde ausgangs der Sachs-Kurve, also mitten im Motodrom. Verstappen hatte Glück, sein Auto blieb unbeschädigt. "Ein Dreher für die Galerie", lachte der aktuelle WM-Dritte. Red Bull schickte in der Runde vorher seinen Starpiloten mit Medium-weichen Slickreifen auf die Piste – gerade, als es wieder feuchter wurde. Vom Start weg diktierte Polesetter Lewis Hamilton das Tempo, während Verstappens Red Bull – ebenfalls aus der ersten Reihe gestartet – mit zu stark durchdrehenden Rädern zwei Plätze verlor. Bald schon pokerten die Teams mit einem Wechsel auf Intermediate-Mischreifen, auch Sebastian Vettel, der sich zwar nach einem guten Start schon in der ersten Runde als 14. einreihte, sich aber auf den schon früh aufgezogenen Allwetter-Gummi nie richtig wohlfühlte: "Ich hatte kein Vertrauen in sie. Ich musste damit richtig kämpfen. Die Intermediates haben ziemlich schnell abgebaut." Vettels Aufholjagd wurde über 40 Runden lang zum zähen Lamento. Leben kam erst in seine Ferrari-Bude, als er in der 47. von 64 Runden des Formel-1-Rennes in Hockenheim 2019 zum fünften und letzten Mal die Reifen wechselte – diesmal auf die weichste Slick-Sorte: "Ab da fühlte ich mich richtig wohl."

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Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Lewis Hamilton (44)250Mercedes-AMG438
Valtteri Bottas (77)188  
Sebastian Vettel (5)156Ferrari288
Charles Leclerc (16)132  
Pierre Gasly (10)63Red Bull244
Max Verstappen (33)181  
Daniel Ricciardo (3)22Renault39
Nico Hülkenberg (27)17  
Romain Grosjean (8)8Haas26
Kevin Magnussen (20)18  
Lando Norris (4)24McLaren82
Carlos Sainz Jr. (55)58  
Sergio Pérez (11)13Racing Point31
Lance Stroll (18)18  
Kimi Räikkonen (7)31Alfa Romeo32
Antonio Giovinazzi (99)1 -
Alexander Albon (23)16Toro Rosso43
Daniil Kwjat (26)27  
George Russell (63)0Williams1
Robert Kubica (88)1  

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Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019

Mercedes setzt auch in der Formel-1-Saison 2019 auf das bekannte Fahrerduo Hamilton und Bottas. Vettel bekommt bei Ferrari mit Leclerc einen neuen, jungen Teamkollegen. Sein Sauber-Cockpit gibt er im direkten Wechsel an Räikkonen ab. Red Bull stellt Max Verstappen Pierre Gasly zur Seite, der den Platz von Daniel Ricciardo übernimmt. Der Australier ist neuer Teamkollege von Nico Hülkenberg bei Renault. Carlos Sainz Jr. verlässt das Team Richtung McLaren, wo er das Cockpit von Fernando Alonso übernimmt, der die Formel 1 mit Ende der letzten Saison verlassen hat. Mit Robert Kubica kommt aber auch ein klangvoller Name zurück in die Königsklasse. Der Pole verletzte sich bei einem Unfall 2011 derart schwer, dass sogar seine Karriere in Gefahr war. Nun greift er mit dem Williams-Team neu an. Sein Teamkollege ist der junge Brite George Russell, der als Formel-2-Meister in die Formel 1 wechselt. Weitere Formel-1-Debütanten in der Saison 2019: Lando Norris bei McLaren und Toro-Rosso-Pilot Alexander Albon.

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Welche Teams und Autobauer sind dabei?

Die Teams der Formel-1-Saison 2019 kennt man schon aus der Vorsaison. Nach der Insolvenz von Force India geht das Team weiterhin unter dem Namen "Racing Point" an den Start. Red Bull wechselt den Motorenpartner: Ab sofort liefert nicht mehr Renault, sondern Honda den Antriebsstrang. Weitere Motorenhersteller sind Mercedes und Ferrari, die nicht nur mit Werksteams an den Start gehen, sondern auch kleinere Teams mit Kundenmotoren ausstatten. Haas und Sauber setzen auf Ferrari, während in Racing-Point- und Williams-Boliden Mercedes-Aggregate eingesetzt werden. McLaren bleibt Renault-Kunde und Toro Rosso wie gehabt bei Honda-Motoren.

 

Wo fährt die Formel 1?

Der Rennkalender der Formel-1-Saison 2019 umfasst 21 Grand Prix rund um die Welt. Der Auftakt fand am 17. März in Melbourne (Australien) statt. Im Vergleich zur Vorsaison gibt es nur minimale Änderungen, die die Reihenfolge und die Abstände zwischen den Rennen betreffen. Nach Deutschland kommt der F1-Zirkus am 28. Juli. 2019. Das Rennen wird auf dem Hockenheimring ausgetragen. Das Saison-Finale 2019 am 1. Dezember steigt abermals in Abu Dhabi.

 

Termine & Strecken der Formel 1 2019

Verstappen
StreckeTerminSieger
Australien (Melbourne)17.03.2019Bottas
Bahrain (as-Sachir)31.03.2019Hamilton
China (Shanghai)14.04.2019Hamilton
Aserbaidschan (Baku)28.04.2019Bottas
Spanien (Barcelona)12.05.2019Hamilton
Monaco (Monte Carlo)26.05.2019Hamilton
Kanada (Montreal)09.06.2019Hamilton
Frankreich (Le Castellet)23.06.2019Hamilton
Österreich (Spielberg)30.06.2019Verstappen
Großbritannien (Silverstone)14.07.2019Hamilton
Deutschland (Hockenheim)28.07.2019Verstappen
Ungarn (Budapest)04.08.2019Hamilton
Belgien (Spa-Franchorchamps)01.09.2019 
Italien (Monza)08.09.2019 
Singapur (Singapur)22.09.2019 
Russland (Sotschi)29.09.2019 
Japan (Suzuka)13.10.2019 
Mexiko (Mexiko-Stadt)27.10.2019 
USA (Austin)03.11.2019 
Brasilien (São Paulo)17.11.2019 
Arabische Emirate (Abu Dhabi)01.12.2019 
 

Wie funktioniert die Formel 1?

An der Formel-1-Saison 2019 nehmen zehn Teams teil, die bis zu vier Fahrer je Saison einsetzen dürfen. Bei jedem Grand Prix werden so viele Runden gefahren, dass eine Distanz von 305 Kilometern überschritten wird. Die Formel-1-Boliden müssen einschließlich Fahrer und Betriebsflüssigkeiten mindestens 733 Kilogramm wiegen. Für Bauteile gibt es ebenfalls Regeln: So darf das Energierückgewinnungssystem MGU-K maximal sieben, der zugehörige Motorgenerator MGU-H maximal vier Kilogramm wiegen. Je Saison stehen den Teams pro Fahrzeug nur drei Exemplarer aller Motorkomponenten zur Verfügung, bei der Energierückgewinnung oder der Batterie gar nur noch zwei. Der Sprit darf beim Rennstart höchstens 110 Kilogramm ausmachen, 5 Kilogramm mehr als bislang. Nachtanken ist nicht erlaubt. Zudem ist nur eine Spezifikation Motoröl je Rennwochenende erlaubt, die Füllmenge des Öltanks wird überwacht. Bei der Aerodynamik sind ab der Formel-1-Saison 2019 Winglets an den Bremsbelüftungen verboten. Der Aufbau der Frontflügel wird vereinfacht und die Breite auf 2000 Millimeter verbreitert. Die Dimensionen des Heckflügels verändern sich von 950 auf 1050 Millimeter in der Breite und von 800 auf 820 Millimeter in der Höhe. Die Positionierung der Außenspiegel wurde konkretisiert und LED-Streifen am Heckflügel sind ab 2019 verpflichtend. Sie flankieren die zentrale Regenleuchte. Pirelli ist weiterhin der Reifenausstatter aller Teams und bietet Trocken-, Intermediates- und Regenreifen an. Pro Rennwochenende stehen verschiedene Mischungen bereit: P Zero Hard, P Zero Medium und P Zero Soft. Zwei der drei Mischungen müssen im Rennen mindestens eine Runde gefahren werden. Am Freitag des Rennwochenendes ist Training, am Samstag startet das Qualifying. Bei dem müssen die langsamsten Fahrer (7 von 24 Teilnehmern) nach den ersten 20 Minuten von der Strecke. Nach der zweiten Qualifying-Einheit scheiden erneut die sieben langsamsten aus und die verbliebenen zehn Autos machen die Top-10 der Startpositionen unter sich aus. Pro Rennwochenende dürfen nur zwei Autos und je Saison maximal drei Antriebsstränge verwendet werden. Das Getriebe darf zudem erst nach fünf Rennen mit Schadensnachweis getauscht werden. Die Zielflagge wird durch ein LED-Signal ersetzt, das ab 2019 die Rennen für beendet erklärt. Symbolisch soll sie allerdings auch in der Formel-1-Saison 2019 weiterhin zum Einsatz kommen.

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Wo ist die Formel 1 zu sehen?

RTL überträgt die Formel-1-Saison 2019 im deutschen Free-TV. Nach einem Jahr Pause besitzt ab 2019 auch der Pay-TV-Sender Sky wieder ein Rechte-Paket. Der Vertrag gilt für zwei Jahre und umfasst alle Rennwochenenden inklusive Trainings, Qualifyings und Rennen. Seit 2018 ist zudem das offizielle Streaming-Angebot der Formel 1 empfangbar. Wer von zuhause aus live dabei sein möchte, kann über F1.TV auf die Übertragung der Sessions, Live-Timings, Re-Lives, historische Rennen sowie Dokumentationen zugreifen. Das Angebot kostet im Monatsabo 7,99 Euro. Alternativ kann ein Jahresabo für 64,99 Euro abgeschlossen werden. Einzige Zahlmethode ist die Kreditkarte. Die günstigere Variante ist der Formel-1-TV-Access, der allerdings keine Live-Übertragung anbietet. F1-TV kann auch über die zugehörige App abgerufen werden.

 

Neuer Motorenlieferant für Red-Bull-Team in der Formel-1-Saison 2019

Als Titelverteidiger geht Mercedes in die Formel-1-Saison 2019. Der ärgste Rivale Ferrari setzt auf einen neuen Teamchef und das ambitionierte Red-Bull-Team mit Honda auf einen neuen Motorenlieferanten. Renault konnte sich die Dienste von Daniel Ricciardo sichern und möchte 2019 endlich Anschluss an die Top-Teams finden. Aber auch die kleineren Teams blieben nicht untätig und präsentieren neue Fahrer-Duos. Die Schlagzeilen bestimmen allerdings weniger die jungen, als vielmehr die erfahrenen Räikkonen und Kubica. Ex-Weltmeister Räikkonen heuert bei Sauber an, während Robert Kubica nach langer Formel-1-Abstinenz nach seinem Rallye-Unfall vor acht Jahren zur Saison 2019 ein Cockpit bei Williams ergattern konnte.

 

Formel 1 2019: Ferrari wechselt Teamchef aus

Ferrari setzt zur Formel-1-Saison 2019 auf einen neuen Teamchef. Maurizio Arrivabene muss noch vor Saisonbeginn seinen Platz für den bisherigen technischen Direktor Mattia Binotto räumen. Die Italiener fahren seit Jahren den eigenen Ansprüchen hinterher. Seit Arrivabenes Amtsantritt 2014 konnte man lediglich 14 Rennen gewinnen. Die letzten Titel liegen schon lange zurück: 2007 wurde Räikkonen Fahrer- und 2008 Ferrari letztmals Konstrukteurs-Weltmeister.

 

Formel 1 kehrt 2020 zurück nach Zaandvort

Nach 35 Jahren wird der Große Preis der Niederlande wieder in den Formel-1-Kalender aufgenommen: Ab 2020 müssen die Fahrer der Königsklasse des Motorsports wieder ein Rennen auf der Strecke in Zaandvort absolvieren, wie der Betreiber Mitte Mai 2019 bekanntgab. Der Vertrag gilt zunächst bis einschließlich 2022. Bis 1985 war die Formel 1 insgesamt 30 Mal auf dem 4,320 Kilometer langen und kurvenreichen Kurs unterwegs. Mittlerweile ist die in einer Dünenlandschaft gelegene Strecke jedoch etwas in die Jahre gekommen, einige Teile des Rundkurses sowie die Funktionsgebäude müssen daher überarbeitet werden. Volle Zuschauerränge erhofft man sich vor allem wegen des Hypes um den Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der 21-Jährige hatte zuletzt für großes Motorsport-Interesse in den Niederlanden gesorgt. "Max Verstappen ist jung, schnell und populär. Und er ist so jung, dass er noch 20 Jahre fahren kann. Bei jedem Rennen erleben wir ein Meer von Oranje-Fans. Die verdienen ein Rennen zu Hause", hatte Formel-1-Marketingchef Sean Bratches zuletzt gesagt. Stattdessen könnte nun der Vertrag mit dem Großen Preis von Spanien in Barcelona auslaufen. Nach dem Großen Preis von Vietnam in Hanoi im April 2020 ist das Rennen in Zaandvort bereits die zweite Neuerung im künftigen Formel-1-Programm.

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