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Formel 1 2022: Termine, Teams, WM-Stand So fährt die Formel 1 2026

Tim Neumann 19.08.2022
Inhalt
  1. News zur Formel 1 2022: Motoren für 2026; Audi & Porsche sondieren F1-Einstieg & Folgen des Ukraine-Kriegs
  2. Die Termine der Formel 1 2022 (Kalender: Strecken- & Sieger-Tabelle)
  3. Formel 1 2022: Die Teams & Fahrer
  4. WM-Stand in der Formel 1 2022: Punkte der Fahrer & Teams (Tabelle)
  5. Aktuelle Regeln zur Formel 1 2022
  6. Wo ist die Formel 1 2022 live zu sehen?
  7. Die Zukunft der Formel 1
  8. Das war die Formel 1 2021
  9. Ergebnisse: WM-Stand und Rennkalender der Formel 1 2021

News zur Formel 1 2022: Motoren für 2026 konkretisiert. Und: Piastri lehnt Alpine-Cockpit ab, nachdem Alonso seinen Wechsel zu Aston Martin bekanntgegeben hat. Wie geht es jetzt weiter? Wir haben alle News zu Terminen, Teams sowie Fahrern und WM-Stand (Punkte).

Formel 1 Formel 1 2022
Nächstes Formel 1-Rennen Der Große Preis von Belgien

 

News zur Formel 1 2022: Motoren für 2026; Audi & Porsche sondieren F1-Einstieg & Folgen des Ukraine-Kriegs

  • In der Sommerpause der Formel 1 Saison 2022 hat die Königsklasse einen Blick ins zukünftige Motoren-Reglement ab 2026 gewährt. Ziel ist es, möglichst klimaneutral zu fahren und trotz Kostensenkungen Leistungen von mehr als 1000 PS (735 kW) zu ermöglichen. Wie zu erwarten war, hält man am bisherigen, seit 2014 genutzten Turbo-V6 mit 1,6 Litern Hubraum fest. Der soll künftig aber ausschließlich mit synthetischem Kraftstoff betrieben werden und dazu pro Rennen nur noch 70 statt aktuell 100 Kilogramm Sprit verbrauchen. Damit sinkt die Leistung von etwa 800 PS (588 kW) auf circa 550 PS (405 kW). Die kostspielige MGU-H, die bisher die Wärmeenergie des Abgasstroms in elektrische Energie umgewandelt und in den Bordakku eingespeist hat, fällt weg. Dafür wird die MGU-K, also der Elektromotor, mit 350 kW (476 PS) etwa dreimal so stark wie bislang. Gleichzeitig nimmt auch die durch die Bremse rekuperierte Energie sowie die Größe des Akkus zu. Die Formel 1 schätzt, dass die Boliden wegen der Änderungen schwerer zu fahren sein werden. Das führt sie vor allem darauf zurück, dass sich Turbolöcher wegen der fehlenden MGU-H künftig beim Beschleunigen bemerkbar machen. Auch einen voluminöseren Sound stellt die Königsklasse in Aussicht.

  • Der Vorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG, der Porsche AG und der Audi AG hat einen großen Schritt für Audi und Porsche in Richtung Formel 1 getätigt. Ein Sprecher bestätigte "Planungen der beiden Konzernmarken für einen eventuellen Einstieg in die Formel 1", vermeldet die Nachrichtenagentur DPA. Audi habe "grundsätzlich die Möglichkeit, 2026 in die Königsklasse des Motorsports einzusteigen". Allerdings ist noch nichts entschieden, denn man befinde sich "in der finalen Phase der Bewertung". Vorgespräche über das zukünftige Reglement fanden bereits mit Delegationen der beiden Marken statt. Lewis Hamilton und Max Verstappen haben sich bereits positiv zu den Nachrichten geäußert und begrüßen die Aussichten auf Audi und Porsche in der Formel 1.

  • In einer Krisensitzung am 24. Februar 2022 haben sich die Teams, die FIA und Formel 1-CEO Stefano Domenicali dazu entschieden, den Russland-GP, der am 25. September 2022 stattfinden sollte, unter Vorbehalt abzusagen. In der öffentlichen Bekanntmachung heißt es "Die Formel 1 besucht Länder überall auf der Welt mit der positiven Vision, Menschen zu vereinen, Nationen zusammenzubringen. Wir beobachten die Entwicklungen in der Ukraine traurig und schockiert und hoffen auf eine rasche und friedliche Lösung der gegenwärtigen Situation". Und: "Am Donnerstagabend diskutierten die Formel 1, die FIA und die Teams die Haltung unseres Sports dazu und kamen zu dem Schluss, der mit der Ansicht aller relevanten Interessengruppen übereinstimmt, dass es unmöglich ist, den Russland-Grand Prix unter den aktuellen Umständen auszutragen." Die Aussage lässt also Spielraum für die Möglichkeit, den Grand Prix in Sotschi doch auszutragen, sollten sich die "Umstände" ändern. Bereits vor der vorbehaltlichen Absage des Russland-GP hat Sebastian Vettel auf den russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 reagiert. In einer Pressekonferenz kündigte der Heppenheimer an, nicht am Russland-Grand Prix in Sotschi teilnehmen zu wollen. "Ich habe meine Entscheidung getroffen und werde nicht hingehen. Das wäre falsch", erklärte der viermalige Weltmeister. Auch Max Verstappen, der bei der Verkündung neben Vettel saß, teilt die Meinung seines Kollegen. Die Formel 1 ist ein beliebtes Instrument des russischen Präsidenten Putin, der schon häufiger die Siegerehrung begleitete. Auch in einer weiteren Entscheidung spiegelt sich der Ukraine-Krieg: Nach der Trennung von Nikita Mazepin und seines Sponsors Uralkali hat sich das Formel 1-Team Haas für 2022 und darüber hinaus Kevin Magnussen gesichert. Der Däne fuhr bereits von 2017 bis Ende 2020 für den US-amerikanischen Rennstall und wird nun an der Seite von Mick Schumacher an den Start gehen. Magnussen bringt folglich viel Erfahrung mit und fungiert gleichzeitig als Indikator für die Lernkurve von Mick. Sein russischer Vorgänger Mazepin flog im Zuge des Ukraine-Kriegs, weil dessen Vater ein milliardenschweres Mineraldünger-Unternehmen besitzt, das in den engeren Kreisen von Präsident Wladimir Putin verkehrt. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Max Verstappen weiht die Formel 1 Strecke in Zandvoort ein (Video):

 
 

Die Termine der Formel 1 2022 (Kalender: Strecken- & Sieger-Tabelle)

Die Königsklasse hat ihren Rennkalender für 2022 publik gemacht (siehe Tabelle unten). Auch 2022 gelang es trotz hoher Ambitionen nicht, den rekordverdächtigen Kalender von 23 Rennen in Angriff zu nehmen. Nach der Absage des Russland-GP sind es 22. Es befinden sich viele altbekannte Strecken im Aufgebot sowie Orte, die wegen der Corona-Pandemie 2020 und 2021 nicht besucht werden konnten. Neu dabei ist Miami in den USA, wo eine neue Hochgeschwindigkeits-Rennstrecke rund um das Hardrock Stadium gebaut wurde. Der zweite US-amerikanische Grand Prix bleibt mit Austin ebenfalls erhalten. Somit sind Italien (Monza und Imola) und USA die einzigen Gastgeber mit zwei Grand Prix. In Deutschland wird die Formel 1 2022 vorerst nicht fahren. Allerdings kann sich wegen Corona und des Ukraine-Kriegs immer noch kurzfristig eine neue Planung ergeben.

Formel 1 Alfa Romeo C42 (2022)
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StreckeTerminSieger
Bahrain (Sakhir)20. MärzC. Leclerc
Saudi-Arabien (Dschiddah)27. MärzM. Verstappen
Australien (Melbourne)10. AprilC. Leclerc
Italien (Imola)24. AprilM. Verstappen
USA (Miami)8. MaiM. Verstappen
Spanien (Barcelona)22. MaiM. Verstappen
Monaco (Monaco)29. MaiS. Perez
Aserbaidschan (Baku)12. JuniM. Verstappen
Kanada (Montreal)19. JuniM. Verstappen
Großbritannien (Silverstone)3. JuliC. Sainz jr.
Österreich (Spielberg)10. JuliC. Leclerc
Frankreich (Le Castellet)24. JuliM. Verstappen
Ungarn (Budapest)31. JuliM. Verstappen
Belgien (Spa)28. August-
Niederlande (Zandvoort)4. September-
Italien (Monza)11. September-
Russland (Sotschi, abgesagt)25. September-
Singapur (Singapur)2. Oktober-
Japan (Suzuka)9. Oktober-
USA (Austin)23. Oktober-
Mexiko (Mexiko-Stadt)30. Oktober-
Brasilien (Sao Paulo)13. November-
Abu Dhabi (Abu Dhabi)20. November-

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Formel 1 2022: Die Teams & Fahrer

  • Die Formel 1-Saison 2022 bringt bei den Teams keine großen Änderungen mit sich. Einzig die Honda-Triebwerke von Red Bull und dem Schwesterteam AlphaTauri entstehen nach dem Ausstieg der Japaner:innen unter der Ägide des Getränkeherstellers. McLaren, Aston Martin und Williams vertrauen wie auch das Werksteam auf Mercedes-Technik. Neben Ferrari treibt der Sechszylinder aus Maranello auch Alfa Romeo sowie Haas an. Alpine setzt auf die hauseigenen Renault-Motoren.

  • Die finale Personalie der Formel 1 2022 entschied sich wie nach dem Großen Preis von São Paulo (Brasilien) 2021: Das Cockpit von Alfa-Pilot Antonio Giovinazzi wird 2022 durch Guanyu Zhou neu besetzt. Der chinesische Formel 2-Pilot gehört zum Junior-Aufgebot von Alpine, wo allerdings kein F1-Cockpit verfügbar ist. Der 22-Jährige empfiehlt sich mit einem zweiten Rang in der Formel 2-Meisterschaft und guten Verbindungen zu chinesischen Investoren. Antonio Giovinazzi versucht sein Glück derweil in der Formel E. Bis dahin glich das Fahrerkarussel der Formel 1 in diesem Jahr eher einem Dominospiel. Alex Albon, gescheiterter Red Bull-Fahrer und 2021 in der DTM erfolgreich, übernimmt 2022 das Cockpit von George Russell bei Williams, den es wiederum zu Mercedes zieht. Beim Siegerteam der Jahre 2014 bis 2020 wurde dafür Valtteri Bottas aussortiert, der aber wiederum bei Alfa Romeo einen neuen Job finden konnte. Seinen Platz räumt dort dessen Landsmann Kimi Räikkonen, der nach 20 Jahren Formel 1 – mit kleiner Unterbrechung – genug hat. Infolge des Ukraine-Kriegs flog der Russe Nikita Mazepin aus dem Haas-Team und wurde prompt durch den erfahrenen Kevin Magnussen ersetzt.

  • Mick Schumacher wird neben seinem Hauptengagement beim Haas-Team Ersatzfahrer bei Ferrari. Er teilt sich die neue Rolle mit Antonio Giovinazzi, der Ende 2021 sein Cockpit bei Alfa Romeo räumen musste.

  • Der Abend des 2. Augusts 2022 dürfte in der Formel 1 noch etwas länger in Erinnerung bleiben: Von Alonsos Wechsel zu Aston Martin überrascht, vermeldet dessen bisheriges Team Alpine gegen 18 Uhr, dass der heiß gehandelte Oscar Piastri 2023 das Cockpit des zweifachen Weltmeisters übernehmen wird. Zwar fehlen in der Mitteilung Aussagen des Alpine-Nachwuchsfahrers, doch der Schritt scheint offensichtlich. Immerhin hatte der Formel 3- und Formel 2-Weltmeister im vergangenen Jahr noch vergeblich um ein Cockpit gebuhlt. Nur zwei Stunden später meldet sich Piastri via Twitter zu Wort: Die Ankündigung von Alpine sei ohne seine Zustimmung veröffentlicht worden und nicht korrekt, er werde nächstes Jahr nicht für das Team fahren. Schock. Wie konnte das passieren? Alpine hatte in all der Hektik scheinbar übersehen, dass der junge Australier bereits bei anderen Teams vorstellig gewesen war und laut Gerüchten bereits um das wackelnde Cockpit von Daniel Ricciardo bei McLaren verhandelt hatte. Das ist sein gutes Recht, immerhin wäre ohne den plötzlichen Alonso-Weggang seine beste Aussicht nur ein Zwischenstop beim Hinterbänkler-Team Williams gewesen. Dass der 21-Jährige 2023 bei Alpine fährt, wird immer unwahrscheinlicher, zumal das Verhältnis jetzt schon zerrüttet scheint. Womöglich hat er sich mit seiner Taktik sogar um F1-Chancen gebracht. Denn sollte McLaren an Ricciardo festhalten, würde ein Cockpit in weite Ferne rücken. Auch das vakante Cockpit bei Alpine lässt Raum für Theorien. So könnte Ex-Alpine-Junior Guanyu Zhou von Alfa Romeo zu den Bleus wechseln und damit Platz machen für Formel 2-Pilot Theo Pourchaire, der eng mit Alfa zusammenarbeitet. Und sollte Ricciardo doch bei McLaren rausfliegen, wäre der Australier eine weitere Option für Alpine. Immerhin war der achtmalige Sieger von 2019 bis 2020 für das vormals als Renault bekannte Team gefahren.

  • Für 2023 formiert sich das Fahrerfeld allmählich. Fernando Alonso bleibt der Formel 1 auch über 2022 hinaus erhalten: Aston Martin bestätigte am 1. August 2022, dass der Alpine-Pilot ab 2023 auf den scheidenden Sebastian Vettel folgt. Einerseits kommt die News überraschend, da der zweifache Weltmeister mit 41 Jahren mit Abstand der älteste Fahrer im Feld ist und eigentlich am ehesten als Kandidat für ein Karriereende galt. Auf der anderen Seite untermauern Aston Martin und CEO Lawrence Stroll damit ihre großen Ambitionen, um Titel mitfahren zu wollen. Auch für den siegeshungrigen Alonso bietet der Wechsel spannende Perspektiven. Bei Alpine konnte er sich zuletzt nicht immer gegen Teamkollege Esteban Ocon durchsetzen, während mit dem Formel 2-Champion Oscar Piastri ein heiß gehandeltes Talent auf seinen Einsatz wartet. Bei Aston Martin vertraut man neben dem erfahrenen Alonso weiterhin auf Lance Stroll. Ins Rollen brachte die Fahrerrotation Sebastian Vettel mit seinem Abschied von Aston Martin und der Formel 1. Als Gründe gab Sebastian Vettel auf seinem Instagram-Profil an, mehr Zeit für seine Frau und seine drei Kinder haben zu wollen. Dies sei mit seiner perfektionistischen Einstellung zum Motorsport nicht mehr vereinbar. Für 2023 stehen außerdem fest: Max Verstappen und Sergio Perez bei Red Bull, Lewis Hamilton und George Russell bei Mercedes, Valtteri Bottas bei Alfa Romeo, Pierre Gasly bei AlphaTauri, Charles Leclerc und Carlos Sainz Jr bei Ferrari, Lando Norris und Daniel Ricciardo bei McLaren, Esteban Ocon bei Alpine, Kevin Magnussen bei Haas sowie Alex Albon bei Williams.

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WM-Stand in der Formel 1 2022: Punkte der Fahrer & Teams (Tabelle)

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Lewis Hamilton (44)146Mercedes-AMG304
George Russell (63)158  
Max Verstappen (33)258Red Bull Racing431
Sergio Pérez (11)173  
Charles Leclerc (16)178Scuderia Ferrari334
Carlos Sainz jr. (55)156  
Lando Norris (4)76McLaren F195
Daniel Ricciardo (3)19  
Fernando Alonso (14)41Alpine F199
Esteban Ocon (31)58  
Pierre Gasly (10)16AlphaTauri27
Yuki Tsunoda (22)11  
Sebastian Vettel (5)16Aston Martin20
Lance Stroll (18)4  
Nico Hülkenberg (Ersatz)0  
Nicholas Latifi (6)0Williams3
Alexander Albon (23)3  
Valtteri Bottas (77)46Alfa Romeo51
Guanyu Zhou (24)5  
Mick Schumacher (47)12Haas F134
Kevin Magnussen (20)22  
 

Aktuelle Regeln zur Formel 1 2022

  • An der Formel 1 2022 nehmen zehn Teams teil, die bis zu vier Fahrer:innen je Saison einsetzen dürfen. Bei jedem Grand Prix werden laut der aktuellen Regeln so viele Runden gefahren, dass eine Distanz von 305 Kilometern überschritten wird. Sollte dies nicht gelingen, werden nur ein Bruchteil der Punkte vergeben. So geschehen beim verregneten Rennen in Spa (Belgien) 2021. Völlig neu ist das Aerodynamik-Konzept, das ab 2022 dafür sorgen wird, dass die Autos deutlich anders aussehen und leichter überholen können. Dazu setzt die Formel 1 auf den Ground-Effekt, der den Boliden mittels Aerodynamik-Bauteilen unter dem Auto auf den Asphalt saugen soll. Gleichzeitig kommen zur Kosteneffektivität mehr Gleichteile zum Einsatz und auch die Sicherheit steigt dank eines stabileren Chassis. Die Formel 1-Boliden müssen einschließlich Fahrer:in und Betriebsflüssigkeiten mindestens 795 Kilogramm wiegen. Das Mindestgewicht der Power Units liegt seit 2021 bei 150 Kilogramm. Pro Saison stehen den Teams pro Fahrzeug nur drei Exemplare aller Motorkomponenten zur Verfügung, bei der Energierückgewinnung oder der Batterie nur zwei. Pro Rennwochenende dürfen nur zwei Autos und pro Saison maximal drei Antriebsstränge verwendet werden. Das Getriebe darf zudem erst nach fünf Rennen mit Schadensnachweis getauscht werden. Der Sprit darf beim Rennstart höchstens 110 Kilogramm ausmachen. Nachtanken ist nicht erlaubt. Zudem ist nur eine Spezifikation Motoröl je Rennwochenende erlaubt, die Füllmenge des Öltanks wird überwacht. Pirelli ist weiterhin der Reifenausstatter aller Teams und bietet Trocken-, Intermediates- und Regenreifen an. Statt der 13 Zoll großen Felgen samt Ballonreifen kommen ab 2022 Niederquerschnittsreifen mit 18-Zöllern zum Einsatz. Pro Rennwochenende stehen verschiedene Mischungen bereit: P Zero Hard, P Zero Medium und P Zero Soft. Zwei der drei Mischungen müssen im Rennen mindestens eine Runde gefahren werden. Am Freitag des jeweiligen Rennwochenendes ist Training, am Samstag startet das Qualifying. Hier müssen die langsamsten Fahrer:innen (Platz 16 bis 20) nach den ersten 18 Minuten von der Strecke. Nach der zweiten Qualifying-Einheit scheiden erneut die fünf langsamsten aus und die verbliebenen zehn Autos machen die Startpositionen unter sich aus. Die Zielflagge wurde erst 2019 durch ein LED-Signal ersetzt, kam 2020 allerdings wieder zurück, nachdem auch die LED-Variante in Japan fehlerhaft gewesen war. Seit dem Grand Prix in Monza 2020 greift eine neue Regelung, dass die Teams nur noch mit einer Motoreinstellung in der Qualifikation und im Rennen fahren durften.

  • Seit der Formel 1 2021 startete Aston Martin nicht nur als Rennstall, sondern auch als Steller des Safety und Medical Car durch. Die Brit:innen sorgen im Wechsel mit Mercedes für die Sicherheit auf der Strecke. Dazu setzt Aston einen speziell präparierten Vantage ein, der mehr Leistung und Abtrieb bereithielt. Als Medical Car kommt das SUV DBX zum Zuge, welches – genau wie der Vantage – in den grünen Farben des Rennteams lackiert ist. Dort an Bord sitzt Alan van der Merwe, während Bernd Mayländer wie gewohnt das Safety Car pilotiert. Zuvor hatte Mercedes seit 1996 exklusiv das Safety Car gestellt. Bei den Stuttgarter:innen kommt seit 2022 der AMG GT R Black Series zum Einsatz.

  • Wie 2021 wird auch 2022 an drei Rennwochenenden das Sprint-Format zum Tragen kommen. Als Gastgeber des modifizierten Qualifyings hat die Formel 1 Imola (Italien), Spielberg (Österreich) und Sao Paulo (Brasilien) auserkoren. Im Gegensatz zum Vorjahr erhalten nicht nur die Top-3, sondern die acht vordersten Plätze Meisterschaftspunkte: acht für den Erstplatzierten bis hinunter zum Achtplatzierten mit einem Punkt.

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Wo ist die Formel 1 2022 live zu sehen?

Weil RTL nach der Formel 1-Saison 2020 aus der Übertragung der Königsklasse ausstieg, erhielt Sky die Exklusivrechte zur Berichterstattung ab 2021. Der Pay-TV-Sender plant eine langfristige Offensive im Motorsport, das belegt das Programm "Sky Sport F1". Unter anderem wurde sogar schon 2020 Saison das Rahmenprogramm um Formel 3, Formel 2 und Porsche Supercup live übertragen. Sky sieht auch 2022 vor, vier ausgewählte Rennen pro Saison von RTL übertragen zu lassen, die somit kostenlos für Jedermann zugänglich sind. Als Alternative zum Pay-TV bot sich bis 2020 F1.TV Pro an, mit dem man für acht Euro im Monat die Rennen von zu Hause aus live streamen konnte. Seit 2020 ist der Service in Deutschland jedoch nicht mehr verfügbar. Erhalten blieb die günstigere Variante, der Formel-1-TV-Access für 26,99 Euro pro Jahr, der allerdings keine Live-Übertragung beinhaltet.

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Die Zukunft der Formel 1

  • 2023 fährt die Formel 1 in gleich drei US-amerikanischen Städten, wie die Königsklasse Ende März 2022 bestätigte. Neben Austin (Texas) und Miami (Florida) soll im November 2023 auch in Las Vegas (Nevada) ein Rennen steigen. Bereits 1981 und 1982 war die Königsklasse zu Gast in der "Stadt der Sünde". Allerdings befand sich die Strecke damals noch auf dem Parkplatz des Caesars Palace Hotels. 2023 sollen Verstappen, Hamilton & Co. auf dem nächtlichen Las Vegas Strip, vorbei an den berüchtigten Casinos, Rad an Rad um den Sieg kämpfen. Der Stadtkurs erstreckt sich über eine Länge von 6,12 Kilometern und verfügt über 14 Kurven. Die Organisator:innen rechnen mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 342 km/h. Interessant dürfte auch die Gestaltung des Rennwochenendes werden, denn das Rennen ist auf den Samstagabend angesetzt. Ob deswegen auch Trainigs und Qualifying vorverlegt werden, ist noch unklar. Die Austragung von drei Grand Prix in den USA kommt wenig überraschend, da die Netflix-Doku "Drive To Survive" in Amerika einen riesigen Hype ausgelöst hat.

  • Ab 2026 soll ein neues Motorenreglement folgen, das Ende 2021 erstmals grob umrissen wurde. So soll es bei V6-Motoren mit Hybrid-Unterstützung bleiben, deren elektrische Power jedoch deutlich steigen soll. Um neue Hersteller anzulocken, hat die Formel 1 außerdem die MGU-H verworfen. Das hochkomplexe Bauteil, welches bereits seit einigen Jahren in der Königsklasse Abgase in elektrische Energie umwandelt, hat es bis dato noch in kein Serienauto geschafft.

  • Im Zuge des zweiten Formel 1-Rennens 2021 in Österreich hat Mercedes die Vertragsverlängerung mit Star-Pilot Lewis Hamilton bekannt gegeben. Der seit 2014 dominierende Rennstall garantiert dem siebenmaligen Weltmeister noch bis einschließlich 2023 ein Cockpit.

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  • Ab 2023 soll der Grand Prix in Sotschi (Russland) nach Sankt Petersburg verlegt werden. Dort wartet eine erst 2019 eröffnete Rennstrecke auf ihre erste, richtig große Motorsportveranstaltung. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs ist eine Austragung allerdings noch unklar.

  • Mit der Unterzeichnung des Concorde Agreements verpflichten sich alle zehn Teams, bis 2025 in der Königsklasse mitzufahren. Das garantiert den Organisator:innen Planungssicherheit für die Zukunft der Formel 1, speziell für die Reglement-Änderungen ab 2022. Wegen der kostenintensiven Teilnahme an der Formel 1 hatte es 2020 Gerüchte von einem Ausstieg des Haas-Rennstalls gesprochen. Diese waren damit aus dem Weg geräumt. Nicht zuletzt die Schritt für Schritt verringerte Budgetobergrenze und die Einführung von mehreren standardisierten Teilen sichert den kleineren Teams einen überschaubareren Kostenrahmen zu, damit sie auch über die Formel 1-Saison 2021 hinaus an der Königsklasse teilnehmen.

  • Nach der Ankündigung der Formel 1, bis 2030 klimaneutral werden zu wollen, hatte die FIA und die F1 im Januar 2020 den UN-Klimapakt unterzeichnet. Mit dem Eintritt in die UN-Bewegung "Sports for Climate Action Framework" verpflichtete sich der Formel-1-Rennzirkus für einen umfangreicheren Einsatz beim Klimaschutz. Auch Formel E und Extreme E sind Mitglied der UN-Bewegung. Das Hauptziel sei eine tief greifende Optimierung von Reisen und Logistik. Medienberichten zufolge waren diese 2018 zu 73 Prozent für den jährlichen CO2-Ausstoß der Formel 1 von rund 256.000 Tonnen verantwortlich. Die Rennautos selbst fahren mit effizienten Hybridmotoren und sollen durch Rennen sowie alle Testfahrten lediglich einen Anteil von 0,7 Prozent zur Gesamtbilanz beitragen. Eine Erhöhung des vorgeschriebenen Anteils an Biokraftstoff auf zehn Prozent soll weiter CO2 einsparen. Der Betrieb der Veranstaltungsstandorte mit erneuerbarer Energie ist ebenfalls ein Ziel der Formel 1 auf ihrem Weg zur Klimaneutralität 2030.

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Das war die Formel 1 2021

Die Formel 1 2021 verabschiedete sich am 12. Dezember mit einem echten Feuerwerk, und damit sind nicht die Raketen gemeint, die den Abendhimmel über der Rennstrecke erleuchteten. Der dramatische Zweikampf zwischen den herausragenden Piloten Max Verstappen und Lewis Hamilton gipfelte in einem Finale, auf das alle Fans seit Jahren sehnlichst warteten. Wie über die gesamte Saison hinweg ging es auch im Wüstenstaat rasant hin und her, wobei es gegen Ende stark nach einem Sieg und dem achten Weltmeistertitel für den Briten aussah. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: Crash von Latifi, Safety Car, Verstappen holt sich frische Reifen. Doch zwischen ihm und Hamilton befinden sich mehrere überrundete Autos, die wohl nicht rechtzeitig Platz machen. Kurz vor Anbruch der letzten Runde werden die Autos dann doch noch vorbeigewunken, um das entscheidende Duell der beiden zu ermöglichen. Während die Emotionen der beiden Lager überkochen, bewahrt der Niederländer Nerven aus Stahl und zieht am fassungslosen Hamilton vorbei. Weltmeister! Mercedes bleibt nach einer abgewiesenen Klage an die Rennleitung nur der Trost, die Konstrukteurs-Meisterschaft gewonnen zu haben.

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Ergebnisse: WM-Stand und Rennkalender der Formel 1 2021

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Lewis Hamilton (44)387,5Mercedes-AMG613,5
Valtteri Bottas (77)226  
Max Verstappen (33)395,5Red Bull Racing585,5
Sergio Pérez (11)190  
Daniel Ricciardo (3)115McLaren F1275
Lando Norris (4)160  
Sebastian Vettel (5)43Aston Martin77
Lance Stroll (18)34  
Fernando Alonso (14)81Alpine F1155
Esteban Ocon (31)74  
Charles Leclerc (16)159Scuderia Ferrari323,5
Carlos Sainz jr. (55)164,5  
Pierre Gasly (10)110AlphaTauri Honda142
Yuki Tsunoda (22)32  
Kimi Räikkonen (7)10Alfa Romeo13
Antonio Giovinazzi (99)3  
Mick Schumacher (47)0Haas F10
Kevin Magnussen (?)0  
George Russell (63)16Williams Racing23
Nicholas Latifi (6)7  
StreckeTerminSieger
Bahrain (Sakhir)28. MärzL. Hamilton
Italien (Imola)18. AprilM. Verstappen
Portugal (Portimao)2. MaiL. Hamilton
Spanien (Barcelona)9. MaiL. Hamilton
Monaco (Monaco)23. MaiM. Verstappen
Aserbaidschan (Baku)6. JuniS. Perez
Frankreich (Le Castellet)20. JuniM. Verstappen
Österreich (Spielberg)27. JuniM. Verstappen
Österreich (Spielberg)4. JuliM. Verstappen
Großbritannien (Silverstone)18. JuliL. Hamilton
Ungarn (Budapest)1. AugustE. Ocon
Belgien (Spa)29. AugustM. Verstappen
Niederlande (Zandvoort)5. SeptemberM. Verstappen
Italien (Monza)12. SeptemberD. Ricciardo
Russland (Sotschi)26. SeptemberL. Hamilton
Türkei (Istanbul)10. OktoberV. Bottas
USA (Austin)24. OktoberM. Verstappen
Mexiko (Mexiko-Stadt)7. NovemberM. Verstappen
Brasilien (Sao Paulo)14. NovemberL. Hamilton
Katar (Doha)21. NovemberL. Hamilton
Saudi Arabien (Dschidda)5. DezemberL. Hamilton
Abu Dhabi (Abu Dhabi)12. DezemberM. Verstappen

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