Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teams, Termine Hamilton siegt beim Formel 1-Finale in Abu Dhabi

von AUTO ZEITUNG 02.12.2019
Inhalt
  1. Formel 1 2019: Lewis Hamilton siegt in Abu Dhabi
  2. Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung
  3. Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019
  4. Welche Teams und Autobauer sind dabei?
  5. Wo fährt die Formel 1?
  6. Termine & Strecken der Formel 1 2019
  7. Wie funktioniert die Formel 1?
  8. Wo ist die Formel 1 zu sehen?
  9. Formel 1 kehrt 2020 zurück nach Zaandvort
  10. Änderungen des Regelwerks für die Formel-1-Saison 2021

Die Formel 1 2019 endete mit einem Sieg von Lewis Hamilton am 1. Dezember in Abu Dhabi. Alle Informationen zum WM-Stand 2019, den Punkten, Teams und Terminen gibt es hier!

Beim letzten Rennen der Formel-1-Saison 2019 am 1. Dezember in Abu Dhabi holte sich Lewis Hamilton, der bereits seit Anfang November als Weltmeister feststeht, zuerst die Pole Position, fuhr dann die schnellste Rennrunde und überquerte am Ende auch als erster die Ziellinie. Max Verstappen im Red Bull landete auf Rang zwei, Charles Leclerc wurde Dritter. Für Sebastian Vettel reichte es beim Saisonfinale nur für den fünten Platz, nachdem er bei einem Doppel-Boxenstopp in Runde 13 wertvolle Sekunden verloren hatte und das DRS-System wegen einer technischen Panne bis zur 19. Runde zunächst nicht zur Verfügung stand. Besser lief es derweil für Valtteri Bottas, der wegen illegaler Umbauten an seinem Boliden vom letzten Startplatz ins Rennen ging, sich im Verlauf aber bis auf Rang vier vorarbeitete. Nico Hülkenberg fuhr bei seinem vorerst letzten Formel-1-Rennen auf Rang zwölf – der 32-Jährige verlässt die Königsklasse nach neun Jahren. Die nächste Formel-1-Saison startet am 15. März 2020 im australischen Melbourne: Dann könnte Lewis Hamilton mit einem weiteren Titel den Rekordweltmeister Michael Schumacher einholen. Mehr zum Thema: Wer holt Michael Schumacher ein?

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Formel 1 2019: Lewis Hamilton siegt in Abu Dhabi

Lewis Hamilton ist zum sechsten Mal Weltmeister der Formel 1: Beim Großen Preis der USA am 3. November 2019 reichte dem Mercedes-Piloten der zweite Platz, um sich vorzeitig den Titel zu sichern – mit 67 Punkten Vorsprung ist der Brite in den verbleibenden zwei Rennen nicht mehr einzuholen. Und: Dem 34-Jährigen fehlt damit nun nur noch ein Titel zur Rekordmarke von Michael Schumacher. Den Sieg in Austin holte sich sein Teamkollege Valterrie Bottas, der zwar von der Pole Position startete, aber erst vier Runden vor Rennende an Hamilton vorbeizog. Max Verstappen im Red Bull landete auf dem dritten Platz. Schlecht lief es hingegen für Sebastian Vettel, der bereits in der achten Runde ausschied, weil bei seinem Ferrari die rechte Hinterradaufhängung brach. Auch für Charles Leclerc im zweiten Ferrari lief es in den USA nicht optimal, er fuhr als Vierter über die Ziellinie. Damit sorgte die Scuderia für Diskussionen an diesem Rennwochenende: Von verschiedenen Seiten wurde spekuliert, dass Ferrari beim Einspritzen des Benzins in den Motor einen Trick verwendet und damit eine Lücke in den Regeln ausnutzt. Auch im Fahrerlager fiel auf, dass die Wagen im Gegensatz zu den Vorwochen auf den Geraden langsamer unterwegs waren. Teamchef Mattia Binotto wollte von fehlender Geschwindigkeit aber nichts wissen. Vor dem Rennen in Austin sei technisch auch nichts an den Motoren verändert worden.

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Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Lewis Hamilton (44)413Mercedes-AMG739
Valtteri Bottas (77)326  
Sebastian Vettel (5)240Ferrari504
Charles Leclerc (16)264  
Pierre Gasly (10)95Red Bull417
Max Verstappen (33)278  
Daniel Ricciardo (3)54Renault91
Nico Hülkenberg (27)37  
Romain Grosjean (8)8Haas28
Kevin Magnussen (20)20  
Lando Norris (4)49McLaren145
Carlos Sainz Jr. (55)96  
Sergio Pérez (11)52Racing Point73
Lance Stroll (18)21  
Kimi Räikkonen (7)43Alfa Romeo57
Antonio Giovinazzi (99)14 -
Alexander Albon (23)92Toro Rosso85
Daniil Kvyat (26)37  
George Russell (63)0Williams1
Robert Kubica (88)0  

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Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019

Mercedes setzt auch in der Formel-1-Saison 2019 auf das bekannte Fahrerduo Hamilton und Bottas. Vettel bekommt bei Ferrari mit Leclerc einen neuen, jungen Teamkollegen. Sein Sauber-Cockpit gibt er im direkten Wechsel an Räikkonen ab. Red Bull stellt Max Verstappen Pierre Gasly zur Seite, der den Platz von Daniel Ricciardo übernimmt. Der Australier ist neuer Teamkollege von Nico Hülkenberg bei Renault. Carlos Sainz Jr. verlässt das Team Richtung McLaren, wo er das Cockpit von Fernando Alonso übernimmt, der die Formel 1 mit Ende der letzten Saison verlassen hat. Mit Robert Kubica kommt aber auch ein klangvoller Name zurück in die Königsklasse. Der Pole verletzte sich bei einem Unfall 2011 derart schwer, dass sogar seine Karriere in Gefahr war. Nun greift er mit dem Williams-Team neu an. Sein Teamkollege ist der junge Brite George Russell, der als Formel-2-Meister in die Formel 1 wechselt. Weitere Formel-1-Debütanten in der Saison 2019: Lando Norris bei McLaren und Toro-Rosso-Pilot Alexander Albon.

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Welche Teams und Autobauer sind dabei?

Die Teams der Formel-1-Saison 2019 kennt man schon aus der Vorsaison. Nach der Insolvenz von Force India geht das Team weiterhin unter dem Namen "Racing Point" an den Start. Red Bull wechselt den Motorenpartner: Ab sofort liefert nicht mehr Renault, sondern Honda den Antriebsstrang. Weitere Motorenhersteller sind Mercedes und Ferrari, die nicht nur mit Werksteams an den Start gehen, sondern auch kleinere Teams mit Kundenmotoren ausstatten. Haas und Sauber setzen auf Ferrari, während in Racing-Point- und Williams-Boliden Mercedes-Aggregate eingesetzt werden. McLaren bleibt Renault-Kunde und Toro Rosso wie gehabt bei Honda-Motoren.

 

Wo fährt die Formel 1?

Der Rennkalender der Formel-1-Saison 2019 umfasst 21 Grand Prix rund um die Welt. Der Auftakt fand am 17. März in Melbourne (Australien) statt. Im Vergleich zur Vorsaison gibt es nur minimale Änderungen, die die Reihenfolge und die Abstände zwischen den Rennen betreffen. Nach Deutschland kommt der F1-Zirkus am 28. Juli. 2019. Das Rennen wird auf dem Hockenheimring ausgetragen. Das Saison-Finale 2019 am 1. Dezember steigt abermals in Abu Dhabi.

 

Termine & Strecken der Formel 1 2019

StreckeTerminSieger
Australien (Melbourne)17.03.2019Bottas
Bahrain (as-Sachir)31.03.2019Hamilton
China (Shanghai)14.04.2019Hamilton
Aserbaidschan (Baku)28.04.2019Bottas
Spanien (Barcelona)12.05.2019Hamilton
Monaco (Monte Carlo)26.05.2019Hamilton
Kanada (Montreal)09.06.2019Hamilton
Frankreich (Le Castellet)23.06.2019Hamilton
Österreich (Spielberg)30.06.2019Verstappen
Großbritannien (Silverstone)14.07.2019Hamilton
Deutschland (Hockenheim)28.07.2019Verstappen
Ungarn (Budapest)04.08.2019Hamilton
Belgien (Spa-Franchorchamps)01.09.2019Leclerc
Italien (Monza)08.09.2019Leclerc
Singapur (Singapur)22.09.2019Vettel
Russland (Sotschi)29.09.2019Hamilton
Japan (Suzuka)13.10.2019Bottas
Mexiko (Mexiko-Stadt)27.10.2019Hamilton
USA (Austin)03.11.2019Bottas
Brasilien (Sao Paulo)17.11.2019Verstappen
Arabische Emirate (Abu Dhabi)01.12.2019Hamilton
 

Wie funktioniert die Formel 1?

An der Formel-1-Saison 2019 nehmen zehn Teams teil, die bis zu vier Fahrer je Saison einsetzen dürfen. Bei jedem Grand Prix werden so viele Runden gefahren, dass eine Distanz von 305 Kilometern überschritten wird. Die Formel-1-Boliden müssen einschließlich Fahrer und Betriebsflüssigkeiten mindestens 733 Kilogramm wiegen. Für Bauteile gibt es ebenfalls Regeln: So darf das Energierückgewinnungssystem MGU-K maximal sieben, der zugehörige Motorgenerator MGU-H maximal vier Kilogramm wiegen. Je Saison stehen den Teams pro Fahrzeug nur drei Exemplarer aller Motorkomponenten zur Verfügung, bei der Energierückgewinnung oder der Batterie gar nur noch zwei. Der Sprit darf beim Rennstart höchstens 110 Kilogramm ausmachen, 5 Kilogramm mehr als bislang. Nachtanken ist nicht erlaubt. Zudem ist nur eine Spezifikation Motoröl je Rennwochenende erlaubt, die Füllmenge des Öltanks wird überwacht. Bei der Aerodynamik sind ab der Formel-1-Saison 2019 Winglets an den Bremsbelüftungen verboten. Der Aufbau der Frontflügel wird vereinfacht und die Breite auf 2000 Millimeter verbreitert. Die Dimensionen des Heckflügels verändern sich von 950 auf 1050 Millimeter in der Breite und von 800 auf 820 Millimeter in der Höhe. Die Positionierung der Außenspiegel wurde konkretisiert und LED-Streifen am Heckflügel sind ab 2019 verpflichtend. Sie flankieren die zentrale Regenleuchte. Pirelli ist weiterhin der Reifenausstatter aller Teams und bietet Trocken-, Intermediates- und Regenreifen an. Pro Rennwochenende stehen verschiedene Mischungen bereit: P Zero Hard, P Zero Medium und P Zero Soft. Zwei der drei Mischungen müssen im Rennen mindestens eine Runde gefahren werden. Am Freitag des Rennwochenendes ist Training, am Samstag startet das Qualifying. Bei dem müssen die langsamsten Fahrer (7 von 24 Teilnehmern) nach den ersten 20 Minuten von der Strecke. Nach der zweiten Qualifying-Einheit scheiden erneut die sieben langsamsten aus und die verbliebenen zehn Autos machen die Top-10 der Startpositionen unter sich aus. Pro Rennwochenende dürfen nur zwei Autos und je Saison maximal drei Antriebsstränge verwendet werden. Das Getriebe darf zudem erst nach fünf Rennen mit Schadensnachweis getauscht werden. Die Zielflagge wird durch ein LED-Signal ersetzt, das ab 2019 die Rennen für beendet erklärt. Symbolisch soll sie allerdings auch in der Formel-1-Saison 2019 weiterhin zum Einsatz kommen.

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Wo ist die Formel 1 zu sehen?

RTL überträgt die Formel-1-Saison 2019 im deutschen Free-TV. Nach einem Jahr Pause besitzt ab 2019 auch der Pay-TV-Sender Sky wieder ein Rechte-Paket. Der Vertrag gilt für zwei Jahre und umfasst alle Rennwochenenden inklusive Trainings, Qualifyings und Rennen. Seit 2018 ist zudem das offizielle Streaming-Angebot der Formel 1 empfangbar. Wer von zuhause aus live dabei sein möchte, kann über F1.TV auf die Übertragung der Sessions, Live-Timings, Re-Lives, historische Rennen sowie Dokumentationen zugreifen. Das Angebot kostet im Monatsabo 7,99 Euro. Alternativ kann ein Jahresabo für 64,99 Euro abgeschlossen werden. Einzige Zahlmethode ist die Kreditkarte. Die günstigere Variante ist der Formel-1-TV-Access, der allerdings keine Live-Übertragung anbietet. F1-TV kann auch über die zugehörige App abgerufen werden.

 

Formel 1 kehrt 2020 zurück nach Zaandvort

Nach 35 Jahren wird der Große Preis der Niederlande wieder in den Formel-1-Kalender aufgenommen: Ab 2020 müssen die Fahrer der Königsklasse des Motorsports wieder ein Rennen auf der Strecke in Zaandvort absolvieren, wie der Betreiber Mitte Mai 2019 bekanntgab. Der Vertrag gilt zunächst bis einschließlich 2022. Bis 1985 war die Formel 1 insgesamt 30 Mal auf dem 4,320 Kilometer langen und kurvenreichen Kurs unterwegs. Mittlerweile ist die in einer Dünenlandschaft gelegene Strecke jedoch etwas in die Jahre gekommen, einige Teile des Rundkurses sowie die Funktionsgebäude müssen daher überarbeitet werden. Volle Zuschauerränge erhofft man sich vor allem wegen des Hypes um den Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der 21-Jährige hatte zuletzt für großes Motorsport-Interesse in den Niederlanden gesorgt. "Max Verstappen ist jung, schnell und populär. Und er ist so jung, dass er noch 20 Jahre fahren kann. Bei jedem Rennen erleben wir ein Meer von Oranje-Fans. Die verdienen ein Rennen zu Hause", hatte Formel-1-Marketingchef Sean Bratches zuletzt gesagt. Stattdessen könnte nun der Vertrag mit dem Großen Preis von Spanien in Barcelona auslaufen. Nach dem Großen Preis von Vietnam in Hanoi im April 2020 ist das Rennen in Zaandvort bereits die zweite Neuerung im künftigen Formel-1-Programm.

Formel-1-Auto 2021
Vor dem Großen Preis der USA hat die FIA ein Regelpaket zur Saison 2021 verabschiedet. Foto: FIA
 

Änderungen des Regelwerks für die Formel-1-Saison 2021

Vor dem Großen Preis der USA hat die Formel 1 ihr Regelwerk zur Saison 2021 vorgestellt. Im Zuge dessen wurde unter anderem eine Kostenobergrenze von zunächst 175 Millionen Dollar (-158 Millionen Euro) festgelegt, die dann in den Folgejahren kontinuierlich gesenkt werden soll. Davon ausgenommen sind die Reisekosten sowie die Gehälter der Fahrer und der drei Top-Mitarbeiter jedes Teams. Darüber hinaus werden die Rennwochenenden auf drei Tage verkürzt, indem der Medientag auf Freitag geschoben wird. So sollen künftig bis zu 25 Rennen pro Jahr möglich sein. Außerdem wird es ab 2021 ein neues Aerodynamik-Konzept geben, das durch eine Minimierung der Luftverwirbelungen für mehr Überholmanöver sorgen soll und es wird mehr stadardisierte Einheitsteile geben. Und: Das Minimalgewicht für die F1-Boliden soll von derzeit 743 auf 768 Kilogramm angehoben werden. Motorenseitig soll es bei den aktuellen V6-Hybrid-Motoren bleiben. Nun müssen sich die Rennställe entscheiden, ob sie dem geänderten Regelwerk für die Formel-1-Saison 2021 zustimmen und unter diesen Bedingungen auch weiterhin in der Rennserie vertreten bleiben.

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