Formel 1 2019 (WM-Stand, Punkte, Teams, Termine) Mercedes siegt in Shanghai

von Sven Kötter 15.04.2019
Inhalt
  1. Formel-1-Saison 2019: Hamilton siegt in Shanghai (China)
  2. Ferrari-Debakel beim Großen Preis von Bahrain
  3. Neuer Motorenlieferant für Red-Bull-Team in der Formel-1-Saison 2019
  4. Formel 1 2019: Ferrari wechselt Teamchef aus
  5. Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung
  6. Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019
  7. Welche Teams und Autobauer sind dabei?
  8. Wo fährt die Formel 1?
  9. Termine & Strecken der Formel 1 2019
  10. Wie funktioniert die Formel 1?
  11. Wo ist die Formel 1 zu sehen?

Das dritte Formel-1-Rennen der Saison 2019 führte die Königsklasse des Motorsports nach Shanghai. Mit einem Doppelsieg lief es für das Team vom Mercedes-AMG besonders erfolgreich. Hamilton führt mit 68 Punkten den WM-Stand an. Wir fassen alle Informationen zu Punkte, Teams und Terminen zusammen!

Das dritte Rennen der Formel 1 2019 hat Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton vom Team Mercedes-AMG gewonnen. Mit 68 Punkten führt der Brite die Fahrerwertung. Valtteri Bottas, der auf Platz zwei landete, machten den Mercedes-Doppelsieg perfekt. Platz drei belegte Sebastian Vettel im Ferrari, der gegen die Mercedes-Doppelspitze chancenlos war. Bereits in der ersten Runden des 1000. Formel-1-Rennens schob sich Hamilton an seinem Teamkollegen Bottas vorbei. Vettel, der von Platz drei in das Rennen ging, fand keinen Platz zu überholen und verlor schon in den ersten Runden den Anschluss an die Führungsgruppe. Auch Leclerc, der aufgrund einer Teamorder stellenweise auf Platz drei lag, konnte die Silberpfeile nicht einholen. Zudem war Mercedes-AMG-Team beim Boxenstopp entscheidend schneller. Im nächsten Lauf ist die Formel 1 am 28. April 2019 in Baku, Aserbaidschan, zu Gast. Mehr zum Thema: Wer holt Michael Schumacher ein?

von Max Sonnenburg

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Formel-1-Saison 2019: Hamilton siegt in Shanghai (China)

Bereits zuvor hatte Mercedes seinem Erzrivalen Ferrari eine empfindliche Niederlage im zweiten Rennen der Formel-1-Saison 2019 in Bahrain Mercedes zugefügt: Es siegte Weltmeister Lewis Hamilton vor Auftaktsieger Valtteri Bottas. Der Trainingsschnellste Charles Leclerc erreichte mit Glück noch Rang drei, während der anfangs Führende Sebastian Vettel hinter Red Bull-Pilot Max Verstappen nur der fünfte Rang blieb. Vor dem Rennen deutete alles auf den ersten Sieg des neuen Ferrari SF90 hin. Ferrari hatte alle Trainings dominiert. Vier Zehntel Vorsprung pro Runde prognostizierten die Zeitenanalysten. Das meiste holte Ferrari auf den drei langen Geraden heraus. Maranello-Newcomer Charles Leclerc hatte sich mit einer makellosen Runde in Bahrain auf seine erste Pole Position der Formel-1-Saison 2019 gezaubert. Sebastian Vettel komplettierte die erste Startreihe zu einer roten Front. Beim Löschen der Startampel kontrollierte der viermalige Weltmeister die Kupplungshebel seines SF90 besser und gab Leclerc keine Chance, als erster in die erste Ecke einzubiegen. Der junge Monegasse musste sich in der Folge in einem kurzen Scharmützel  gegen Hamilton erwehren, was Vettel zur Flucht nutzte: Rund zwei Sekunden Vorsprung hatte der Heppenheimer nach zwei Runden herausgefahren. Genutzt hat es ihm wenig. "Ich habe schon nach einer halben Runde gespürt, dass das Auto auf den weichen Reifen extrem schwierig zu fahren war", klagte Vettel. "Aber ich bin mir nicht sicher, warum das so war. Charles hatte keine Schwierigkeiten mir zu folgen, mich einzuholen und an mir vorbeizuziehen." Vettel haderte mit den Reifen. Schon im Training reagierte er sensibel auf das Heck seines Ferrari. Es war ihm zu unruhig. Mit seinem zweiten Stopp gelang es Vettel, wieder vor Hamilton sich einzureihen, nachdem dem Engländer mit seinem ersten Reifenwechsel ein Undercut gegen Vettel gelungen war. Doch nur zwei Runden nach Vettels Stopp war Hamilton wieder dran und attackierte in der vierten Kurve über die Außenseite. Beim ersten Mal konnte Vettel noch kontern, Hamiltons zweiten Angriff über die Außenbahn konnte Vettel indes nicht mehr parieren. Schlimmer noch: Vettel drehte sich, ruinierte dabei seine Reifen komplett, was wiederrum so starke Vibrationen hervorrief, dass er  auf der Gegengeraden seinen Frontflügel verlor. "Der Dreher geht auf meine Kappe", gab Vettel unumwunden zu, "ich habe das Heck sehr plötzlich verloren. Als Lewis vorbeiging, wollte ich auf der Innenseite wieder vorbei. Es war ein sehr schwieriges Rennen, ich katte keine Pace. Aber die Bedingungen waren für alle gleich. Ich kann nicht zufrieden sein. Wenn man von so weit vorne startet, will man auch weit vorne ins Ziel kommen."

 

Ferrari-Debakel beim Großen Preis von Bahrain

Auch Polesetter Charles Leclerc erlebte beim zweiten Rennen der Formel-1-Saison 2019 in Bahrain eine Pleite. Souverän in Führung liegend, büßte er die Kraft eines der sechs Zylinder seines Motors ein. Der vermutete Defekt an der MGU-H traf also nicht zu. "Ich war mir sicher, dass mein Triebwerk hochgehen würde", gab der neue Formel-1-Star zu. Teamchef Mattia Binotto gab zu: "Wir hatten an einem Zylinder Fehlzündungen. Wieso, wissen wir derzeit noch nicht. Wir werden das Triebwerk zunächst in Maranello und dann am Freitag des kommenden China-GP genau untersuchen." Leclerc verlor zwischen fünf und sieben Sekunden pro Runde in den letzten zehn Umläufen. Der sicher geglaubte Sieg ging somit an Lewis Hamilton. Acht Runden vor Rennende zog er am Ferrari vorbei, Hamilton hob dabei sogar fast entschuldigend die Hand: "Es fühlt sich sehr seltsam an, so zu einem Sieg zu kommen, aber was willst du machen? Ehrlich, in solch einer Situation kann man sein Glück kaum fassen." Glück hatte Leclerc dennoch: Eine späte SafetyCar-Phase, ausgelöst durch die beiden unabhängig voneinander gestrandeten Renault von Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg, ersparte Leclerc ein weiteres Zurückfallen. Somit war sein erster Podestplatz – plus Extrapunkt für die schnellste Runde – manifestiert. Sonst wäre er noch von Max Verstappen im Red Bull ebenfalls ein- und überholt worden.

von AUTO ZEITUNG-Motorsportexperte Gregor Messer

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Neuer Motorenlieferant für Red-Bull-Team in der Formel-1-Saison 2019

Als Titelverteidiger geht Mercedes in die Formel-1-Saison 2019. Der ärgste Rivale Ferrari setzt auf einen neuen Teamchef und das ambitionierte Red-Bull-Team mit Honda auf einen neuen Motorenlieferanten. Renault konnte sich die Dienste von Daniel Ricciardo sichern und möchte 2019 endlich Anschluss an die Top-Teams finden. Aber auch die kleineren Teams blieben nicht untätig und präsentieren neue Fahrer-Duos. Die Schlagzeilen bestimmen allerdings weniger die jungen, als vielmehr die erfahrenen Räikkonen und Kubica. Ex-Weltmeister Räikkonen heuert bei Sauber an, während Robert Kubica nach langer Formel-1-Abstinenz nach seinem Rallye-Unfall vor acht Jahren zur Saison 2019 ein Cockpit bei Williams ergattern konnte.

 

Formel 1 2019: Ferrari wechselt Teamchef aus

Ferrari setzt zur Formel-1-Saison 2019 auf einen neuen Teamchef. Maurizio Arrivabene muss noch vor Saisonbeginn seinen Platz für den bisherigen technischen Direktor Mattia Binotto räumen. Die Italiener fahren seit Jahren den eigenen Ansprüchen hinterher. Seit Arrivabenes Amtsantritt 2014 konnte man lediglich 14 Rennen gewinnen. Die letzten Titel liegen schon lange zurück: 2007 wurde Räikkonen Fahrer- und 2008 Ferrari letztmals Konstrukteurs-Weltmeister.

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Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Lewis Hamilton (44)68Mercedes-AMG130
Valtteri Bottas (77)62  
Sebastian Vettel (5)37Ferrari73
Charles Leclerc (16)36  
Pierre Gasly (10)13Red Bull52
Max Verstappen (33)39  
Daniel Ricciardo (3)6Renault12
Nico Hülkenberg (27)6  
Romain Grosjean (8)0Haas8
Kevin Magnussen (20)8  
Lando Norris (4)8McLaren8
Carlos Sainz Jr. (55)0  
Sergio Pérez (11)5Racing Point7
Lance Stroll (18)2  
Kimi Räikkonen (7)12Sauber0
Antonio Giovinazzi (99)0 -
Alexander Albon (23)3Toro Rosso4
Daniil Kwjat (26)0  
George Russell (63)0Williams0
Robert Kubica (88)0  
 

Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019

Mercedes setzt auch in der Formel-1-Saison 2019 auf das bekannte Fahrerduo Hamilton und Bottas. Vettel bekommt bei Ferrari mit Leclerc einen neuen, jungen Teamkollegen. Sein Sauber-Cockpit gibt er im direkten Wechsel an Räikkonen ab. Red Bull stellt Max Verstappen Pierre Gasly zur Seite, der den Platz von Daniel Ricciardo übernimmt. Der Australier ist neuer Teamkollege von Nico Hülkenberg bei Renault. Carlos Sainz Jr. verlässt das Team Richtung McLaren, wo er das Cockpit von Fernando Alonso übernimmt, der die Formel 1 mit Ende der letzten Saison verlassen hat. Mit Robert Kubica kommt aber auch ein klangvoller Name zurück in die Königsklasse. Der Pole verletzte sich bei einem Unfall 2011 derart schwer, dass sogar seine Karriere in Gefahr war. Nun greift er mit dem Williams-Team neu an. Sein Teamkollege ist der junge Brite George Russell, der als Formel-2-Meister in die Formel 1 wechselt. Weitere Formel-1-Debütanten in der Saison 2019: Lando Norris bei McLaren und Toro-Rosso-Pilot Alexander Albon.

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Welche Teams und Autobauer sind dabei?

Die Teams der Formel-1-Saison 2019 kennt man schon aus der Vorsaison. Nach der Insolvenz von Force India geht das Team weiterhin unter dem Namen "Racing Point" an den Start. Red Bull wechselt den Motorenpartner: Ab sofort liefert nicht mehr Renault, sondern Honda den Antriebsstrang. Weitere Motorenhersteller sind Mercedes und Ferrari, die nicht nur mit Werksteams an den Start gehen, sondern auch kleinere Teams mit Kundenmotoren ausstatten. Haas und Sauber setzen auf Ferrari, während in Racing-Point- und Williams-Boliden Mercedes-Aggregate eingesetzt werden. McLaren bleibt Renault-Kunde und Toro Rosso wie gehabt bei Honda-Motoren.

 

Wo fährt die Formel 1?

Der Rennkalender der Formel-1-Saison 2019 umfasst 21 Grand Prix rund um die Welt. Der Auftakt fand am 17. März in Melbourne (Australien) statt. Im Vergleich zur Vorsaison gibt es nur minimale Änderungen, die die Reihenfolge und die Abstände zwischen den Rennen betreffen. Nach Deutschland kommt der F1-Zirkus am 28. Juli. 2019. Das Rennen wird auf dem Hockenheimring ausgetragen. Das Saison-Finale 2019 am 1. Dezember steigt abermals in Abu Dhabi.

 

Termine & Strecken der Formel 1 2019

StreckeTerminSieger
Australien (Melbourne)17.03.2019Bottas
Bahrain (as-Sachir)31.03.2019Hamilton
China (Shanghai)14.04.2019Hamilton
Aserbaidschan (Baku)28.04.2019 
Spanien (Barcelona)12.05.2019 
Monaco (Monte Carlo)26.05.2019 
Kanada (Montreal)09.06.2019 
Frankreich (Le Castellet)23.06.2019 
Österreich (Spielberg)30.06.2019 
Großbritannien (Silverstone)14.07.2019 
Deutschland (Hockenheim)28.07.2019 
Ungarn (Budapest)04.08.2019 
Belgien (Spa-Franchorchamps)01.09.2019 
Italien (Monza)08.09.2019 
Singapur (Singapur)22.09.2019 
Russland (Sotschi)29.09.2019 
Japan (Suzuka)13.10.2019 
Mexiko (Mexiko-Stadt)27.10.2019 
USA (Austin)03.11.2019 
Brasilien (São Paulo)17.11.2019 
Arabische Emirate (Abu Dhabi)01.12.2019 
 

Wie funktioniert die Formel 1?

An der Formel-1-Saison 2019 nehmen zehn Teams teil, die bis zu vier Fahrer je Saison einsetzen dürfen. Bei jedem Grand Prix werden so viele Runden gefahren, dass eine Distanz von 305 Kilometern überschritten wird. Die Formel-1-Boliden müssen einschließlich Fahrer und Betriebsflüssigkeiten mindestens 733 Kilogramm wiegen. Für Bauteile gibt es ebenfalls Regeln: So darf das Energierückgewinnungssystem MGU-K maximal sieben, der zugehörige Motorgenerator MGU-H maximal vier Kilogramm wiegen. Je Saison stehen den Teams pro Fahrzeug nur drei Exemplarer aller Motorkomponenten zur Verfügung, bei der Energierückgewinnung oder der Batterie gar nur noch zwei. Der Sprit darf beim Rennstart höchstens 110 Kilogramm ausmachen, 5 Kilogramm mehr als bislang. Nachtanken ist nicht erlaubt. Zudem ist nur eine Spezifikation Motoröl je Rennwochenende erlaubt, die Füllmenge des Öltanks wird überwacht. Bei der Aerodynamik sind ab der Formel-1-Saison 2019 Winglets an den Bremsbelüftungen verboten. Der Aufbau der Frontflügel wird vereinfacht und die Breite auf 2000 Millimeter verbreitert. Die Dimensionen des Heckflügels verändern sich von 950 auf 1050 Millimeter in der Breite und von 800 auf 820 Millimeter in der Höhe. Die Positionierung der Außenspiegel wurde konkretisiert und LED-Streifen am Heckflügel sind ab 2019 verpflichtend. Sie flankieren die zentrale Regenleuchte. Pirelli ist weiterhin der Reifenausstatter aller Teams und bietet Trocken-, Intermediates- und Regenreifen an. Pro Rennwochenende stehen verschiedene Mischungen bereit: P Zero Hard, P Zero Medium und P Zero Soft. Zwei der drei Mischungen müssen im Rennen mindestens eine Runde gefahren werden. Am Freitag des Rennwochenendes ist Training, am Samstag startet das Qualifying. Bei dem müssen die langsamsten Fahrer (7 von 24 Teilnehmern) nach den ersten 20 Minuten von der Strecke. Nach der zweiten Qualifying-Einheit scheiden erneut die sieben langsamsten aus und die verbliebenen zehn Autos machen die Top-10 der Startpositionen unter sich aus. Pro Rennwochenende dürfen nur zwei Autos und je Saison maximal drei Antriebsstränge verwendet werden. Das Getriebe darf zudem erst nach fünf Rennen mit Schadensnachweis getauscht werden. Die Zielflagge wird durch ein LED-Signal ersetzt, das ab 2019 die Rennen für beendet erklärt. Symbolisch soll sie allerdings auch in der Formel-1-Saison 2019 weiterhin zum Einsatz kommen.

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Wo ist die Formel 1 zu sehen?

RTL überträgt die Formel-1-Saison 2019 im deutschen Free-TV. Nach einem Jahr Pause besitzt ab 2019 auch der Pay-TV-Sender Sky wieder ein Rechte-Paket. Der Vertrag gilt für zwei Jahre und umfasst alle Rennwochenenden inklusive Trainings, Qualifyings und Rennen. Seit 2018 ist zudem das offizielle Streaming-Angebot der Formel 1 empfangbar. Wer von zuhause aus live dabei sein möchte, kann über F1.TV auf die Übertragung der Sessions, Live-Timings, Re-Lives, historische Rennen sowie Dokumentationen zugreifen. Das Angebot kostet im Monatsabo 7,99 Euro. Alternativ kann ein Jahresabo für 64,99 Euro abgeschlossen werden. Einzige Zahlmethode ist die Kreditkarte. Die günstigere Variante ist der Formel-1-TV-Access, der allerdings keine Live-Übertragung anbietet. F1-TV kann auch über die zugehörige App abgerufen werden.

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