Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teams, Termine Mercedes feiert die doppelte Formel-1-Weltmeisterschaft

von AUTO ZEITUNG 14.10.2019
Inhalt
  1. Formel 1 2019: Bottas gewinnt Rennen in Suzuka (Japan) am 13. Oktober
  2. Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung
  3. Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019
  4. Welche Teams und Autobauer sind dabei?
  5. Wo fährt die Formel 1?
  6. Termine & Strecken der Formel 1 2019
  7. Wie funktioniert die Formel 1?
  8. Wo ist die Formel 1 zu sehen?
  9. Neuer Motorenlieferant für Red-Bull-Team in der Formel-1-Saison 2019
  10. Formel 1 2019: Ferrari wechselt Teamchef aus
  11. Formel 1 kehrt 2020 zurück nach Zaandvort

Beim großen Preis von Japan in Suzuka am 13. Oktober hat sich Mercedes mit dem Sieg von Valtteri Bottas die doppelte Formel-1-Weltmeisterschaft 2019 gesichert. Alle Informationen zum WM-Stand 2019, den Punkten, Teams und Terminen gibt es hier!

Valtteri Bottas hat das Formel-1-Rennen in Japan am 13. Oktober 2019 gewonnen. Teamkollege und WM-Führender Lewis Hamilton überquerte als dritter die Ziellinie und machte so die Konstrukteursweltmeisterschaft perfekt. Die starke Leistung der Mercedes schlägt sich auch in der Fahrerwertung nieder, die nun unter den beiden Silberpfeilen entschieden wird. Es ist die sechste Doppel-Weltmeisterschaft in Folge – Rekord. Sebastian Vettel ging von der Pole ins Rennen, erwischte allerdings einen schlechten Start. Er rollte zu früh los, musste erneut abbremsen und verlor durch den verpatzten Start wertvollen Schwung. Zu seinem Glück wurde es aber nicht als Fehlstart gewertet. Sowohl der Ferrari-Pilot, als auch Bottas waren auf einer Zweistopp-Strategie unterwegs. Gegen Ende des Rennens zeigte sich, dass sie besser war als die Einstopp-Strategie Hamiltons. Der Brite musste in Führung liegend doch noch einmal Reifen wechseln. Er kam hinter Vettel auf Position drei zurück, biss sich in der Folge aber am Heppenheimer die Zähne aus. Besonders bitter lief es für Charles Leclerc. Er machte zwar zunächst die Ferrari-Doppelpole perfekt, kollidierte aber schon in Runde eins des Rennens mit Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der Niederländer schied wenig später wegen Folgeschäden aus. Nachdem Leclerc das Rennen zunächst auf Rang sechs beenden konnte, kostete ihn eine für den Unfall nachträglich verhängte 15-Sekunden-Strafe einen weiteren Platz. Nico Hülkenberg konnte einen Punkt aus Japan mitnehmen, sein Teamkollege Dani Ricciardo profitierte von der Leclerc-Strafe und wurde nachträglich als Sechster gewertet. Das nächste Formel-1-Rennen findet am 27. Oktober 2019 in Mexiko-Stadt statt. Mehr zum Thema: Wer holt Michael Schumacher ein?

News Formel 1 2019 Kanada
Strafe für Sebastian Vettel (Formel 1): Kommentar "Vettel wurde der Sieg gestohlen"

 

Formel 1 2019: Bottas gewinnt Rennen in Suzuka (Japan) am 13. Oktober

Über den Großen Preis von Russland am 29. September 2019 wird sicherlich noch lange diskutiert werden: Denn obwohl es zunächst nach dem zweiten Vettel-Formel-1-Sieg in Folge aussah, standen am Ende mit Lewis Hamilton und Valtteri Bottas zwei Mercedes-Piloten ganz oben auf dem Treppchen. Vettels Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc, der von der Pole-Position gestartet war, landete auf dem dritten Platz. Bereits beim Start konnte Sebastian Vettel von Platz zwei an Lewis Hamilton vorbeiziehen – und attackierte dann auch noch Leclerc aus dem Windschatten heraus. Mit Erfolg: Der Hesse zog innen vorbei und ging damit in Führung. Lange darüber freuen konnte sich Vettel allerdings nicht. Über Funk wurde er dazu angewiesen, seinen Teamkollegen wieder überholen zu lassen. Grund dafür soll eine vor dem Rennen getroffene Absprache innerhalb des Teams gewesen sein. Demanch sollte Leclerc seinem Teamkollegen Windschatten geben, damit dieser an Hamilton vorbeiziehen kann. Für den Fall, dass er es gleichzeitig an seinem Kollegen Leclerc vorbeischafft, sollte der Platzwechsel anschließend wieder korrigiert werden. Doch Vettel fuhr an der Spitze so schnell, dass der Monegasse gar nicht mehr mitkam – was ihn aber nicht davon abhielt, sich über Funk bei seinem Team zu beschweren, das  ihn dann auch kurze Zeit später zuerst in die Box holte, um neue Reifen aufzuziehen. Vettel musste derweil noch weitere vier Runden auf der Strecke bleiben und kehrte nach seinem Boxenstop als Zweiter hinter Leclerc zurück. Und damit nicht genug: Kurze Zeit später musste Vettel seinen Ferrari wegen eines Defekts am Hybridsystem abstellen. Anschließend konnte Hamilton die Safety-Car-Phase durch das Vettel-Aus nutzen und schob sich an Leclerc vorbei. Und auch Bottas schlüpfte beim Großen Preis von Russland noch durch, weil Leclerc erneut zum Reifenwechsel in die Box geholt wurde.

News Ferrari SF90
Formel 1 (2019): Alle Autos Das sind die Autos der 2019er-Saison

 

Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Lewis Hamilton (44)338Mercedes-AMG612
Valtteri Bottas (77)274  
Sebastian Vettel (5)212Ferrari433
Charles Leclerc (16)221  
Pierre Gasly (10)73Red Bull323
Max Verstappen (33)212  
Daniel Ricciardo (3)42Renault77
Nico Hülkenberg (27)35  
Romain Grosjean (8)8Haas28
Kevin Magnussen (20)20  
Lando Norris (4)35McLaren111
Carlos Sainz Jr. (55)76  
Sergio Pérez (11)35Racing Point54
Lance Stroll (18)19  
Kimi Räikkonen (7)31Alfa Romeo35
Antonio Giovinazzi (99)4 -
Alexander Albon (23)64Toro Rosso59
Daniil Kvyat (26)33  
George Russell (63)0Williams1
Robert Kubica (88)1  

News Susi Wolff
Formel E 2019/2020: Sieger, Punkte & Teams Venturi wird Mercedes-Kundenteam

 

Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019

Mercedes setzt auch in der Formel-1-Saison 2019 auf das bekannte Fahrerduo Hamilton und Bottas. Vettel bekommt bei Ferrari mit Leclerc einen neuen, jungen Teamkollegen. Sein Sauber-Cockpit gibt er im direkten Wechsel an Räikkonen ab. Red Bull stellt Max Verstappen Pierre Gasly zur Seite, der den Platz von Daniel Ricciardo übernimmt. Der Australier ist neuer Teamkollege von Nico Hülkenberg bei Renault. Carlos Sainz Jr. verlässt das Team Richtung McLaren, wo er das Cockpit von Fernando Alonso übernimmt, der die Formel 1 mit Ende der letzten Saison verlassen hat. Mit Robert Kubica kommt aber auch ein klangvoller Name zurück in die Königsklasse. Der Pole verletzte sich bei einem Unfall 2011 derart schwer, dass sogar seine Karriere in Gefahr war. Nun greift er mit dem Williams-Team neu an. Sein Teamkollege ist der junge Brite George Russell, der als Formel-2-Meister in die Formel 1 wechselt. Weitere Formel-1-Debütanten in der Saison 2019: Lando Norris bei McLaren und Toro-Rosso-Pilot Alexander Albon.

News Michael Schumacher
So geht es Michael Schumacher (Oktober 2019) So geht es Schumi aktuell

 

Welche Teams und Autobauer sind dabei?

Die Teams der Formel-1-Saison 2019 kennt man schon aus der Vorsaison. Nach der Insolvenz von Force India geht das Team weiterhin unter dem Namen "Racing Point" an den Start. Red Bull wechselt den Motorenpartner: Ab sofort liefert nicht mehr Renault, sondern Honda den Antriebsstrang. Weitere Motorenhersteller sind Mercedes und Ferrari, die nicht nur mit Werksteams an den Start gehen, sondern auch kleinere Teams mit Kundenmotoren ausstatten. Haas und Sauber setzen auf Ferrari, während in Racing-Point- und Williams-Boliden Mercedes-Aggregate eingesetzt werden. McLaren bleibt Renault-Kunde und Toro Rosso wie gehabt bei Honda-Motoren.

 

Wo fährt die Formel 1?

Der Rennkalender der Formel-1-Saison 2019 umfasst 21 Grand Prix rund um die Welt. Der Auftakt fand am 17. März in Melbourne (Australien) statt. Im Vergleich zur Vorsaison gibt es nur minimale Änderungen, die die Reihenfolge und die Abstände zwischen den Rennen betreffen. Nach Deutschland kommt der F1-Zirkus am 28. Juli. 2019. Das Rennen wird auf dem Hockenheimring ausgetragen. Das Saison-Finale 2019 am 1. Dezember steigt abermals in Abu Dhabi.

 

Termine & Strecken der Formel 1 2019

StreckeTerminSieger
Australien (Melbourne)17.03.2019Bottas
Bahrain (as-Sachir)31.03.2019Hamilton
China (Shanghai)14.04.2019Hamilton
Aserbaidschan (Baku)28.04.2019Bottas
Spanien (Barcelona)12.05.2019Hamilton
Monaco (Monte Carlo)26.05.2019Hamilton
Kanada (Montreal)09.06.2019Hamilton
Frankreich (Le Castellet)23.06.2019Hamilton
Österreich (Spielberg)30.06.2019Verstappen
Großbritannien (Silverstone)14.07.2019Hamilton
Deutschland (Hockenheim)28.07.2019Verstappen
Ungarn (Budapest)04.08.2019Hamilton
Belgien (Spa-Franchorchamps)01.09.2019Leclerc
Italien (Monza)08.09.2019Leclerc
Singapur (Singapur)22.09.2019Vettel
Russland (Sotschi)29.09.2019Hamilton
Japan (Suzuka)13.10.2019Bottas
Mexiko (Mexiko-Stadt)27.10.2019 
USA (Austin)03.11.2019 
Brasilien (Sao Paulo)17.11.2019 
Arabische Emirate (Abu Dhabi)01.12.2019 
 

Wie funktioniert die Formel 1?

An der Formel-1-Saison 2019 nehmen zehn Teams teil, die bis zu vier Fahrer je Saison einsetzen dürfen. Bei jedem Grand Prix werden so viele Runden gefahren, dass eine Distanz von 305 Kilometern überschritten wird. Die Formel-1-Boliden müssen einschließlich Fahrer und Betriebsflüssigkeiten mindestens 733 Kilogramm wiegen. Für Bauteile gibt es ebenfalls Regeln: So darf das Energierückgewinnungssystem MGU-K maximal sieben, der zugehörige Motorgenerator MGU-H maximal vier Kilogramm wiegen. Je Saison stehen den Teams pro Fahrzeug nur drei Exemplarer aller Motorkomponenten zur Verfügung, bei der Energierückgewinnung oder der Batterie gar nur noch zwei. Der Sprit darf beim Rennstart höchstens 110 Kilogramm ausmachen, 5 Kilogramm mehr als bislang. Nachtanken ist nicht erlaubt. Zudem ist nur eine Spezifikation Motoröl je Rennwochenende erlaubt, die Füllmenge des Öltanks wird überwacht. Bei der Aerodynamik sind ab der Formel-1-Saison 2019 Winglets an den Bremsbelüftungen verboten. Der Aufbau der Frontflügel wird vereinfacht und die Breite auf 2000 Millimeter verbreitert. Die Dimensionen des Heckflügels verändern sich von 950 auf 1050 Millimeter in der Breite und von 800 auf 820 Millimeter in der Höhe. Die Positionierung der Außenspiegel wurde konkretisiert und LED-Streifen am Heckflügel sind ab 2019 verpflichtend. Sie flankieren die zentrale Regenleuchte. Pirelli ist weiterhin der Reifenausstatter aller Teams und bietet Trocken-, Intermediates- und Regenreifen an. Pro Rennwochenende stehen verschiedene Mischungen bereit: P Zero Hard, P Zero Medium und P Zero Soft. Zwei der drei Mischungen müssen im Rennen mindestens eine Runde gefahren werden. Am Freitag des Rennwochenendes ist Training, am Samstag startet das Qualifying. Bei dem müssen die langsamsten Fahrer (7 von 24 Teilnehmern) nach den ersten 20 Minuten von der Strecke. Nach der zweiten Qualifying-Einheit scheiden erneut die sieben langsamsten aus und die verbliebenen zehn Autos machen die Top-10 der Startpositionen unter sich aus. Pro Rennwochenende dürfen nur zwei Autos und je Saison maximal drei Antriebsstränge verwendet werden. Das Getriebe darf zudem erst nach fünf Rennen mit Schadensnachweis getauscht werden. Die Zielflagge wird durch ein LED-Signal ersetzt, das ab 2019 die Rennen für beendet erklärt. Symbolisch soll sie allerdings auch in der Formel-1-Saison 2019 weiterhin zum Einsatz kommen.

News Cockpit-Schutz Halo
Cockpit-Schutz Halo: Formel 1 (Update!) CP tech liefert den Halo für alle Formel-Teams

 

Wo ist die Formel 1 zu sehen?

RTL überträgt die Formel-1-Saison 2019 im deutschen Free-TV. Nach einem Jahr Pause besitzt ab 2019 auch der Pay-TV-Sender Sky wieder ein Rechte-Paket. Der Vertrag gilt für zwei Jahre und umfasst alle Rennwochenenden inklusive Trainings, Qualifyings und Rennen. Seit 2018 ist zudem das offizielle Streaming-Angebot der Formel 1 empfangbar. Wer von zuhause aus live dabei sein möchte, kann über F1.TV auf die Übertragung der Sessions, Live-Timings, Re-Lives, historische Rennen sowie Dokumentationen zugreifen. Das Angebot kostet im Monatsabo 7,99 Euro. Alternativ kann ein Jahresabo für 64,99 Euro abgeschlossen werden. Einzige Zahlmethode ist die Kreditkarte. Die günstigere Variante ist der Formel-1-TV-Access, der allerdings keine Live-Übertragung anbietet. F1-TV kann auch über die zugehörige App abgerufen werden.

 

Neuer Motorenlieferant für Red-Bull-Team in der Formel-1-Saison 2019

Als Titelverteidiger geht Mercedes in die Formel-1-Saison 2019. Der ärgste Rivale Ferrari setzt auf einen neuen Teamchef und das ambitionierte Red-Bull-Team mit Honda auf einen neuen Motorenlieferanten. Renault konnte sich die Dienste von Daniel Ricciardo sichern und möchte 2019 endlich Anschluss an die Top-Teams finden. Aber auch die kleineren Teams blieben nicht untätig und präsentieren neue Fahrer-Duos. Die Schlagzeilen bestimmen allerdings weniger die jungen, als vielmehr die erfahrenen Räikkonen und Kubica. Ex-Weltmeister Räikkonen heuert bei Sauber an, während Robert Kubica nach langer Formel-1-Abstinenz nach seinem Rallye-Unfall vor acht Jahren zur Saison 2019 ein Cockpit bei Williams ergattern konnte.

 

Formel 1 2019: Ferrari wechselt Teamchef aus

Ferrari setzt zur Formel-1-Saison 2019 auf einen neuen Teamchef. Maurizio Arrivabene muss noch vor Saisonbeginn seinen Platz für den bisherigen technischen Direktor Mattia Binotto räumen. Die Italiener fahren seit Jahren den eigenen Ansprüchen hinterher. Seit Arrivabenes Amtsantritt 2014 konnte man lediglich 14 Rennen gewinnen. Die letzten Titel liegen schon lange zurück: 2007 wurde Räikkonen Fahrer- und 2008 Ferrari letztmals Konstrukteurs-Weltmeister.

 

Formel 1 kehrt 2020 zurück nach Zaandvort

Nach 35 Jahren wird der Große Preis der Niederlande wieder in den Formel-1-Kalender aufgenommen: Ab 2020 müssen die Fahrer der Königsklasse des Motorsports wieder ein Rennen auf der Strecke in Zaandvort absolvieren, wie der Betreiber Mitte Mai 2019 bekanntgab. Der Vertrag gilt zunächst bis einschließlich 2022. Bis 1985 war die Formel 1 insgesamt 30 Mal auf dem 4,320 Kilometer langen und kurvenreichen Kurs unterwegs. Mittlerweile ist die in einer Dünenlandschaft gelegene Strecke jedoch etwas in die Jahre gekommen, einige Teile des Rundkurses sowie die Funktionsgebäude müssen daher überarbeitet werden. Volle Zuschauerränge erhofft man sich vor allem wegen des Hypes um den Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der 21-Jährige hatte zuletzt für großes Motorsport-Interesse in den Niederlanden gesorgt. "Max Verstappen ist jung, schnell und populär. Und er ist so jung, dass er noch 20 Jahre fahren kann. Bei jedem Rennen erleben wir ein Meer von Oranje-Fans. Die verdienen ein Rennen zu Hause", hatte Formel-1-Marketingchef Sean Bratches zuletzt gesagt. Stattdessen könnte nun der Vertrag mit dem Großen Preis von Spanien in Barcelona auslaufen. Nach dem Großen Preis von Vietnam in Hanoi im April 2020 ist das Rennen in Zaandvort bereits die zweite Neuerung im künftigen Formel-1-Programm.

Tags:
Copyright 2019 autozeitung.de. All rights reserved.