Formel-1-Autos 2026: Alle Wagen der neuen Saison
Wir präsentieren die Formel 1-Autos der Saison 2026: So sehen die Wagen von Ferrari, Alpine, Mercedes, Audi, Haas, Red Bull, den Racing Bulls, Williams, Cadillac, Aston Martin und McLaren aus!
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F1-Wagen: Das sind die Formel-1-Autos für 2026
Bevor die Formel-1-Saison 2026 am Wochenende vom 6. bis 8. März in Melbourne (Australien) beginnt, stellen die Teams die Lackierungen ihrer Autos vor. Wie in jeder Saison sparen sich die Teams die Enthüllung ihrer technischen Raffinessen aber bis zu den Saisontests vom 11. bis 20. Februar in Bahrain auf.
Erstmals seit 2014 nehmen elf Teams an der Königsklasse teil. Völlig neu ist Cadillac, während Audi den Sauber-Rennstall übernommen hat. Ansonsten kämpfen McLaren, Ferrari, Red Bull, Mercedes-AMG, Aston Martin, Alpine, Haas, die Racing Bulls und Williams um den Titel. Hier geht es zu allen Weltmeistern der Formel 1.
Die Alpine A390 im Fahrbericht (Video)

2026 fährt die Formel 1 mit einem völlig neuen technischen Reglement
Schon beim ersten Blick auf die Boliden für 2026 fällt auf, dass sich optisch einiges getan hat. Dank des neuen Reglements fallen die Autos nun zehn Zentimeter schmaler aus und ihr Radstand schrumpft sogar um 20 cm. Damit verringert sich auch das Gewicht von 798 auf 768 kg.
Auch die Reifen werden ab 2026 kleiner. Die Pirellis sollen dennoch den gewohnten Grip bereitstellen. Geht doch etwas schief, sorgen nochmals verstärkte Crashstrukturen an der Front und am Halo für die nötige Sicherheit. Stichwort Sicherheit: Um auch bei Regenrennen den Überblick behalten zu können, besitzen die Autos nun blinkende LED-Lichter an den Außenspiegeln.
Das Ground-Effect-Design ist nach wenigen Jahren schon wieder Geschichte. Damit die Rennwagen sich dennoch ohne aerodynamische Probleme folgen und überholen können, kommt zusätzlich zum aktiven Flügel hinten auch ein klappbarer Frontspoiler zum Einsatz. Das bisherige DRS-System zum Überholen wird abgeschafft. Stattdessen erhalten die Fahrer zum Überholen nun zusätzliche Batterieleistung.
Und damit wären wir schon beim Eingemachten, denn rund um den altbekannten V6-Turbo hat sich einiges getan: Die MGU-H, die den Lader über die Abgaswärme bei Laune gehalten hat, entfällt. Insgesamt wird die Motorleistung des mit nachhaltigem Kraftstoff betriebenen Verbrenners nur noch gut die Hälfte der Systemleistung ausmachen, die restlichen 350 kW (476 PS) steuert der erstarkte E-Motor bei.
Ferrari SF-26
Die Scuderia darf auch 2026 getrost von sich behaupten, die stärkste Fahrerpaarung in der Formel 1 zu besitzen. Mit Charles Leclerc hat man schon seit 2019 einen mutmaßlich künftigen Champion in den eigenen Reihen, während Rekordweltmeister Lewis Hamilton keiner weiteren Vorstellung bedarf.
Dreamteam oder Riesen-Rivalität? Bisher wurden etwaige Differenzen der Piloten von der mäßigen Wettbewerbsfähigkeit des Autos überschattet. Das soll sich 2026 mit dem neuen Reglement zum Positiven ändern. Der Druck auf Teamchef Frederic Vasseur jedenfalls ist hoch. Der traditionelle Rot-Ton fällt am Ferrari SF-26 heller aus, während die vergrößerte weiße Fläche rund ums Cockpit den 2024 dazu gestoßenen Sponsor HP in Szene setzen.
Alpine A526
Ob Alpine im Jahr 2026 einmal nicht den Erwartungen hinterherfährt? Das französische Werksteam hatte sich in der Vergangenheit immer große Ziele gesteckt, die aber unter anderem wegen des kaum wettbewerbsfähigen Renault-Motors nicht zu erreichen waren.
Ab 2026 soll sich das ändern, dann will man mit Mercedes-Triebwerken zum Erfolg fahren. Positiv betrachten kann das Team aber immerhin, dass mit dem starken Nummer 1-Fahrer Pierre Gasly und seinem Teamkollegen Franco Colapinto zumindest fahrerseitig etwas Ruhe ins Team eingekehrt ist. Erfreulich ist auch das Bestehen der farbenfrohen Lackierung dank des Hauptsponsors BWT.
Mercedes-AMG W17
Bei Mercedes-AMG muss man ebenfalls genauer hinschauen, um Veränderungen an der Lackierung des W17 festzustellen. Die Mischung aus Schwarz und Silberpfeil-Farbe bleibt gesetzt, allerdings läuft das Silber auf Höhe der Motorhaube in Streifen aus. Das dürfte besonders Sponsor Adidas gefallen.
Während die Motorsportwelt schon über eine mögliche Dominanz des neuen Mercedes-Motors diskutiert, sortieren wir die Faktenlage rund ums Personelle: George Russell ist weiterhin als Senior-Fahrer gesetzt, während der junge Kimi Antonelli in seine zweite Saison für die Silberpfeile geht. Teamleader ist nach wie vor Toto Wolff.
Audi R26
Eine der großen Headlines für die Formel 1-Saison 2026 ist natürlich der vollzogene Einstieg von Audi bei Sauber. Damit mischt nun ein weiteres Werksteam in der Königsklasse mit, das sowohl große Ziele als auch große Persönlichkeiten vorzuzeigen hat. Zu Letzteren gehören Ex-Scuderia-Ferrari-Boss Mattia Binotto, der ehemalige Red Bull-Sportdirektor Jonathan Wheatley sowie Nico Hülkenberg. Und auch dessen Teamkollegen Gabriel Bortoleto muss man fast schon dazuzählen, nachdem der Brasilianer eine starke Rookie-Saison absolvierte.
Zum Debüt stapelt das deutsche Team natürlich erstmal tief, was ein Stück weit auch der Audi R26 widerspiegelt. Die Lackierung bestehend aus schwarzen, silbernen und orangen Elementen geriet äußerst minimalistisch und verzichtet gleichzeitig auf die effektheischende Integration von Sponsoren. Kurz vor Saisonstart durften wir übrigens einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des F1-Projekts werfen, unsere Eindrücke davon zeigen wir hier.
Haas VF-26
Vom schwarzen Lack weitestgehend abgeschworen hat der Haas VF-26. Das generelle Farbschema bleibt aber erhalten, was man übrigens auch von der Fahrerpaarung behaupten kann: Mit Esteban Ocon und dem Ferrari-Nachwuchspiloten Oliver Bearman sitzen dieselben Piloten im Auto wie im vergangenen Jahr, was für Haas-Verhältnisse nicht unbedingt die Regel ist.
Ob das US-amerikanische Team 2026 über sein Underdog-Image hinauswachsen kann? Mit Toyota Gazoo Racing als Technik-Partner hat man seit 2025 zumindest einen echten Giganten mit im Boot. Ungeachtet dessen wird Haas noch bis mindestens 2028 Motoren von Ferrari beziehen.
Red Bull RB22
2026 dürfte für Red Bull eines der wichtigsten Jahre in der 22-jährigen Geschichte des Rennstalls werden. In den vergangenen Saisons verlor das Team einen Großteil seines Chefpersonals aufgrund von interner Querelen und Abwerbungen durch die Konkurrenz. Aus den erfolgreichen Jahren 2021 bis 2024 ist deshalb im Grunde nur noch Max Verstappen übrig.
Der Erfolg der neuen, gemeinsam mit Ford entwickelten Motoren wird 2026 wohl zeigen, ob der Brause-Konzern den viermaligen Champion wird halten können oder nicht. Einflüsse aus Detroit (USA) sind jedenfalls schon jetzt an der Lackierung des RB22 zu erkennen: Das Farbschema geriet merklich blauer als zuletzt. Neu ist aber nicht nur Ford, sondern auch Verstappens Teamkollege Isack Hadjar, der sich nach einer phänomenalen Debütsaison für die Racing Bulls nun intern mit dem aktuell besten Fahrer der Welt messen darf.
Racing Bulls VCARB 03
Das vakante Cockpit von Hadjar erbt für 2026 Junior-Pilot Arvid Lindblad. An seiner Seite fährt Liam Lawson, der einst ebenfalls Teil des illustren Nachwuchs-Kaders von Red Bull war. Die Rolle des Schwesterteams lautet auch 2026: Die Großen ärgern, die Kleinen ausbilden.
Wie erfolgreich das gelingen wird, hängt auch hier maßgeblich von der Wettbewerbsfähigkeit des Ford-Hybridantriebs ab. Am RB VCARB 03 erkennen wir einen Schwund an weißer Farbe, die wie bei Red Bull durch einen Ford-verdächtigen dunkelblau-Ton ersetzt wurde.
Williams FW48
Williams hatte mit dem verpassten Vorsaisontest in Barcelona (Spanien) einen holprigen Start ins Jahr 2026, rechnet sich aber auch dank des starken Mercedes-V6 dennoch einen vorderen Platz im Mittelfeld aus. Langfristig soll das britische Team um Alex Albon und Carlos Sainz Jr wieder ganz vorne mitmischen wie zuletzt in den 90ern.
Passend dazu verfügt der FW48 über einen umlaufenden, rot-weißen Streifen, der an die Weltmeisterautos von Nigel Mansell und Damon Hill erinnert. Ansonsten gibt sich die Lackierung etwas zerklüfteter als im Vorjahr, mit mehr schwarzen und weißen Flächen im unteren Bereich. Neu als Sponsor ist das britische Bankunternehmen Barclays auf dem Seitenkasten, während die kultige Duracell-Airbox in Batterie-Optik weiterhin die Airbox schmückt.
Cadillac CA01
Auch Cadillac hätte sich sicherlich mehr Vorlauf für die Saison 2026 gewünscht. Nach langem Hin und Her hatte die Formel 1 das elfte Team erst im Frühjahr 2025 endgültig bestätigt. Und ein erfolgreiches Team baut man nicht mal eben in einem Jahr auf.
Ein cleverer Schachzug war sicherlich die Verpflichtung von Valtteri Bottas und Sergio Perez, die sich nicht nur großer Beliebtheit in der Königsklasse erfreuen, sondern auch langjährige Erfahrungen in Weltmeister-Teams gesammelt haben. Bis mutmaßlich einschließlich 2028 setzt das Team außerdem auf Ferrari-Technik, bis dann 2029 ein gänzlich selbst entwickelter Cadillac-Motor zum Einsatz kommen soll. Dem Debütanten wünscht man jedenfalls eine Saison, die weniger farblos ist als das Auto.
McLaren MCL40
Mission Titelverteidigung steht auf dem Plan – sowohl für Champion Lando Norris als auch für das McLaren-Team. Mit dem MCL40 betritt der britische Rennstall ebenso Neuland wie seine Kontrahenten. Nur die Farbgebung bleibt in weiten Teilen gleich. Auch der Mercedes-V6 ist wieder mit an Bord.
Ob man sich ganz oben halten können wird, bleibt abzuwarten. Mit Norris und seinem nicht minder starken Kollegen Oscar Piastri hat man jedenfalls zwei Top-Piloten an Bord, die das Zeug dazu haben, über die nächste Dekade hinaus die Königsklasse zu beherrschen.
Aston Martin AMR26
Fernando Alonso und Honda – eine Kombination, die vor zehn Jahren für Belustigung und Mitleid zugleich sorgte. Damals sah der zweifache Weltmeister regelmäßig rot ob der Performance des japanischen Triebwerks.
Erträglicher dürfte es 2026 für den Spanier nicht nur werden, weil sein Auto nun grün ist, sondern vor allem, weil Stardesigner und Teamchef Adrian Newey den AMR26 konstruiert hat. Nach wie vor mit an Bord: Lance Stroll, Sohn von Aston Martin-Boss Lawrence Stroll.




















