Formel E 2019/2020: Sieger, Punkte & Teams Nico Müller zu Geox Dragon

von Gregor Messer 18.09.2019
Inhalt
  1. Alle Neuigkeiten zur Formel-E-Saison 2019/2020
  2. Nico Müller zu Geox Dragon & Felix da Costa zu DS-Techeetah
  3. Jamie Reigle neuer CEO der Formel E
  4. DS-Techeetah-Pilot Jean-Eric Vergne ist Sieger der Formel-E-Saison 2018/2019
  5. Punkte der Formel E 2018/2019: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)
  6. Was ist Ziel der Formel E?
  7. Wie funktioniert die Formel E?
  8. Wer sind die prominentesten Fahrer?
  9. Welche Autobauer sind dabei?
  10. Warum steigt das Interesse der Autohersteller?
  11. Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?
  12. Muss sich die DTM sorgen?
  13. Wo ist die Formel E Saison 2019/2020 zu sehen?
  14. Welcher Fernsehsender überträgt die Formel E?
  15. Formel E 2019/2020 Strecken, Termine (Tabelle)

Nachdem es DS-Techeetah-Pilot Jean-Eric Vergne gelungen ist, seinen Vorjahrestitel zu verteidigen und als zweifacher Formel-E-Champion in die Geschichte der jungen Rennserie einzugehen, blicken wir auf die Formel E-Saison 2019/2020. Am 22. November 2019 werden die Karten wieder neugemischt. Mit dem Kanadier Jamie Reigle gibt es einen neuen CEO, außerdem wechseln Felix da Costa zu DS-Techeetah sowie Nico Müller zu Geox Dragon. Alle Neuigkeiten zur kommenden Formel-E-Saison, Sieger, Punkte und Teams!

Erst Mitte Juli 2019 ist es DS Techeetah-Pilot Jean-Éric Vergne gelungen, seinen Vorjahrestitel zu verteidigen und als zweifacher Formel-E-Champion in die Geschichte der noch jungen Rennserie einzugehen. Und schon jetzt fiebern Fans der Rennserie der sechsten Formel-E-Saison 2019/2020 entgegen. Denn ab dem 22. November 2019 ist das Starterfeld von zwölf Teams mit je zwei Fahrern so groß wie noch nie. Neben neuen Strecken sind mit Mercedes-Benz und Porsche ab der Saison 2019/2020 zwei Hersteller erstmalig dabei. Bis zum Start der neuen Saison informiert die AUTO ZEITUNG an dieser Stelle über alle Neuigkeiten zur Formel E, später dann auch über Sieger, Punkte und Teams. Mehr zum Thema: Kommentar zu Formel E gegen Formel 1

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Alle Neuigkeiten zur Formel-E-Saison 2019/2020

Audi-DTM-Pilot Nico Müller wird mit der Formel E ab der Saison 2019/2020 auf ein zweites motorsportliches Standbein setzen: Der 27 Jahre alte Schweizer startet neben seinen Einsätzen für Audi in der DTM künftig auch für das Dragon-Team von Jay Penske in der Elektroserie. Müller hat schon seit langem sein großes Interesse für die Formel E bekundet: "Ich habe die ganze Arbeit im Simulator und bei den Testfahrten ja anderthalb Jahre lang nicht umsonst gemacht", erklärte der Schweizer im Juni 2019. Weiter sagte er damals: "Ich denke, ich bin in der Formel E der bestvorbereitete Fahrer, der keinen aktuellen Fahrerplatz hat." Damit bezog sich Müller auf die umfänglichen Testfahrten, die der aktuelle DTM-Tabellenzweite für Audi gelegentlich auf der Strecke, vor allem aber im Simulator absolviert hatte. Für den Schweizer ist es eine Rückkehr in den Monoposto: 2014 bestritt er noch die Formel Renault 3.5, die er als Fünfter absolvierte. "Der Formel-E-Zug rauscht nur einmal im Leben an dir vorbei. Da musst du bereit sein, aufzuspringen", malte Müller eine starke Metapher zur Wichtigkeit des aufkeimenden Elektro-Rennsports. Zur Jahresmitte wurde Müller sogar als Ersatz für Stammfahrer Daniel Abt gehandelt, bevor dieser für eine weitere Saison von Audi bestätigt wurde. Auch Audi zieht aus dem Deal Nutzen: Durch Nico Müller könnten Erkenntnisse über die Fahrbarkeit des Dragon-Motors transferiert werden, ebenso wie über Arbeitsweisen an der Strecke und im Simulator. In gleicher Weise gilt dies auch für Newcomer Porsche: Ex-LMP1-Pilot Brendon Hartley, der für Porsche viele Testkilometer im neuen Formel E absolviert hatte, wurde bereits Anfang August 2019 als erster Fahrer verpflichtet. Allerdings muss man auch berücksichtigen: Bei Dragon ist Müller in einem schwierigen Umfeld unterwegs. Die kleine Truppe von Jay Penske – Sohn von US-Industrie-Tycoon Roger Penske – kam in der vergangenen Saison kaum über Achtungserfolge heraus. Gegen die wachsenden Engagements der Werke, die mit höherem finanziellen Druck ihre Entwicklungsarbeit voran treiben, fällt die Penske-Mannschaft immer mehr ab. Zwei starke fünfte Plätze von Maximilian Günther in Paris und in Bern waren die Highlights des US-amerikanischen Hinterbänkler-Teams. Für Günther wiederum reichten diese Leistungen aus, um die Entscheider bei BMW zu einer Verpflichtung des Talents aus dem Allgäu zu bewegen. Bei Dragon indes geht die Entwicklung sukzessive rückwärts: In der Formel-E-Premierensaison 2014/2015, als die Formel E mit Einheitsaggregaten betrieben wurde,  belegte Dragon noch Rang zwei in der Teamwertung. Seitdem schloss Dragon die Saisons auf den Endrängen vier, acht, neun und zuletzt auf Endrang zehn ab. Drei Siege hat Dragon in den ersten vier Formel E-Saisons erringen können. Doch die anderen Werksteams haben sich stetig weiter nach oben entfernt. Für Müller könnte sein Formel-E-Engagement schnell zu einem Sprung ins kalte Wasser der Erfolglosigkeit werden. Doch der Sonnyboy aus Bern wird der anspruchsvollen Wettbewerbssituation mit dem nötigen Optimismus begegnen.

 

Nico Müller zu Geox Dragon & Felix da Costa zu DS-Techeetah

Das amtierende Formel-E-Meisterteam DS Techeetah hat Antonio Felix da Costa als zweiten Fahrer neben Doppel-Champion Jean Éric Vergne für die Saison 2019/2020 bestätigt. Die Verpflichtung des 28-jährigen Portugiesen wurde schon lange erwartet. In der vergangenen Woche kündete Felix da Costa seinen lange spekulierten Abschied von BMW an, gleichzeitig verabschiedete sich auch BMW von seinem langjährigen Fahrer offiziell. Sechs Jahre lang bestritt da Costa für die Bayern Rennen. Er startete zunächst in der DTM, wo er 2016 den Lauf in Zandvoort gewinnen konnte. Zudem startete der letztjährige Formel-E-Gesamtsechste auch in der WEC, im GT Sport und letztlich in der Formel E, wo er die Saison 2018/2019 mit einem Auftaktsieg in Riad für BMW bei der Premiere den ersten – und bislang – einzigen Sieg holte. "Ich war immer glücklich und stolz, ein Teil der BMW Familie zu sein", meinte Félix da Costa. "BMW Motorsport hat mir die Chance gegeben, mich in vielen verschiedenen Rennfahrzeugen zu präsentieren und unglaublich viel zu lernen. Danke auch an BMW iAndretti Motorsport für eine tolle und intensive gemeinsame Zeit in der Formel E. Auch wenn ich mich nun neuen Herausforderungen stelle, werde ich immer gerne an die Zeit bei BMW zurückdenken", sagte Felix da Costa. Bei seinen neuen Herausforderungen in der Formel E wird Felix da Costa wieder mit seiner Startnummer 13 an den Start gehen. Bislang hat er 54 Starts absolviert. Außer in Riad holte er noch einen weiteren Sieg: In Buenos Aires 2016. Obendrein verbuchte der quirlige Lissaboner weitere Podestplätze und Pole Positionen. "Dass ich nun die Chance bekomme, für ein Team zu starten, das zweimal hintereinander den Meister gestellt hat und die Team-Meisterschaft gewonnen hat, spornt mich sehr an", betonte Felix da Costa. "In einem derart hochwertigen Wettbewerb ist eine solche Gelegenheit ausgesprochen selten. Dass ich meinen Job bei BMW aufgegeben habe, ist mir sehr schwer gefallen. Aber für die Chance bei DS-Techeetah konnte ich unmöglich sausen lassen. Da konnte ich nicht nein sagen." Felix da Costas neuer Teamkollege, Stammfahrer Vergne meinte: "Herzlich willkommen, Antonio. Wir sind schon seit langer Zeit gut befreundet. Bei Red Bull waren wir früher zeitweise im gleichen Förderprogramm. Schön dass wir wieder zusammenarbeiten werden. Antonio ist ein großes Plus für unser Team." Derweil ist der Ersatz für Felix da Costa noch nicht bekannt. Als erster Fahrer steht bei BMW der 22-jährige Allgäuer Maximilian Günther fest. 

 

Jamie Reigle neuer CEO der Formel E

Jamie Reigle tritt die Nachfolge von Alejandro Agag als neuer Geschäftsführer der Formel E an. Der Kanadier hat bereits Erfahrung im Aufbau und der Weiterentwicklung globaler Marken im Bereich des Sports sammeln können – unter anderem beim Fußballclub Manchester United und Football-Franchise Los Angeles Rams. "Ich freue mich und fühle mich geehrt, die Formel E in die nächste Ausbaustufe führen zu dürfen. Ich habe die Meisterschaft von Anfang an verfolgt und gehöre zu den Bewunderern dieser globalen Sportplattform, die Alejandro und sein Team in so kurzer Zeit erschaffen haben. Ich freue mich darauf, mit Alejandro zusammenzuarbeiten und die Formel E als die aufregendste Motorsport-Serie und als Bühne für das Zukunftspotenzial von Elektrofahrzeugen und der nachhaltigen Mobilität weiterzuentwickeln", so der neue Geschäftsführer der Formel E. Sein Vorgänger Alejandro Agag wird künftig als Vorsitzender der elektrischen Rennserie agieren und eng mit seinem Nachfolger zusammenarbeiten: "Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um Jamie offiziell in der Formel E-Familie willkommen zu heißen. Mit seinem Erfahrungsschatz in der Welt des Sports in Nordamerika, Europa und Asien ist Jamie der beste Mann für diesen Job. Mit ihm als Verstärkung unseres Führungsteams sind wir unglaublich stark aufgestellt, um die nächste Wachstumsphase der Formel E einzuläuten und die Serie weiterzuentwickeln."

 

DS-Techeetah-Pilot Jean-Eric Vergne ist Sieger der Formel-E-Saison 2018/2019

Dem DS-Techeetah-Pilot Jean-Eric Vergne ist es gelungen, seinen Vorjahrestitel zu verteidigen und als zweifacher Formel-E-Champion in die Geschichte der jungen Rennserie einzugehen. Ein siebter Platz im Sonntagsrennen reichte Vergne für den erneuten Titelt-Triumph. Ganz makellos lief das Saison-Finale für den Franzosen allerdings nicht. Nach einem Unfallschaden am Fahrzeug von Andre Lotterer, bat Vergne seinen Teamkollegen über Funk, das Auto abzustellen, um eine Gelbphase auszulösen. Durch die anschließenden Safety-Car-Phase wäre der zurückgefallene Vergne wieder näher an das Fahrerfeld herangeführt worden. Die Rennkommissare ahndeten die Aufforderung über Funk mit einer Sozialstrafe. Auch für Mitch Evans und Lucas di Grasi, die mit einem Sieg beim letzten Rennen in New York ebenfalls noch Chancen auf den Titel gehabt hätten, endet die Formel-E-Saison 2018/2019 nach einer Kollision in der letzten Rennrunde unglücklich. Nach dem Ausscheiden und einer nachträglichen Zeitstrafe geht die Saison für Mitch Evans mit einem fünften Platz in der Gesamtwertung zu Ende. Lucas Di Grassi konnte sich mit 108 Punkten noch auf den dritten Rang retten. Zweiter wurde Sebastian Buemi vom Team Nissan e.dams, dem ein erster Platz im Samstagsrennen die wichtigen Meisterschaftspunkte bescherten. Mit 95 Punkten in der Gesamtwertung und einem siebten Platz im Gesamtklassement beendet Daniel Abt die Saison 2018/2019 als bester Deutscher. DS Techeetah beendet die Formel-E-Saison 2018/2019 als Sieger in der Teamwertung. Mit 19 Punkten Abstand und 203 Punkten in der Gesamtwertung sichert sich das Audi Sport Team Abt Schaeffler den zweiten Platz. Dritter wurde das britische Envision Virgin Racing-Team.  

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Punkte der Formel E 2018/2019: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Daniel Abt (66)95Audi Sport
ABT Schaeffler
203
Lucas di Grassi (1)108  
Jose Maria Lopez (7)3Dragon Racing23
Maximilian Günther (6)20  
Sam Bird (2)85Envision Virgin Racing191
Robin Frinjs (4)106  
Pascal Wehrlein (94)58Mahindra Racing125
Jerome d´ Ambrosio (64)67  
Antonio Felix da Costa (28)99BMW i Andretti Motorsport156
Alexander Sims (27)57  
Tom Dillmann (8)0NIO7
Oliver Turvey (16)7  
Nelson Piquet jr. (3)1Panasonic Jaguar Racing116
Mitch Evans (20)105  
Alex Lynn (36)10  
Sebastina Buemi (23)119Nissan e.dams190
Oliver Rowland (22)71  
Jean-Eric-Vergne (25)136DS Techeetah222
Andre Lotterer (36)86  
Felipe Massa (19)36Venturi88
Edoardo Mortrara (48)52  
Garry Paffett (17)9HWA Racelab44
Stoffel Vandome35  
 

Was ist Ziel der Formel E?

Der Automobil-Weltverband FIA möchte mit der 2014 gestarteten Formel E den grünen Motorsport fördern. "Eine stille Revolution", nannte es Geschäftsführer Alejandro Agag. Umweltfreundlich, sparsam, leise – das sind die Argumente, mit denen die Formel E für sich wirbt. Zugleich soll die grüne WM Autobauern eine Plattform zur Entwicklung der Elektromobilität bieten.

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Wie funktioniert die Formel E?

Zwölf Teams mit je zwei Fahrern gehen in der Saison 2019/2020 in der Formel E an den Start. Es gilt eine offizielle Kosten-Obergrenze pro Team von rund drei Millionen Euro. Gefahren wird mit einheitlichem Chassis und Reifen, den Antriebsstrang entwickeln inzwischen fast alle Rennställe selbst. Die Batterie für die Formel E kommt von McLaren Advanced Technologies (MAT). Training, Qualifikation und Rennen der Formel E finden an einem Tag statt, Ausnahmen sind Doppelrennen auf ausgewählten Rundkursen.

 

Wer sind die prominentesten Fahrer?

Seit der Formel-E-Saison 2018/2019 geht Ex-Formel-1-Pilot Felipe Massa in der Rennserie an den Start. Zahlreiche Motorsporterfolge hat auch Garry Paffett vorzuweisen, der erstmals hinter dem Steuer des HWA Racelab Autos Platz nimmt. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld bestritt in elf Formel-1-Jahren 183 Grand-Prix-Rennen – konnte aber nie gewinnen. In der Formel E fährt er als Ersatzfahrer für das indische Team Mahindra. Auch Sebastien Buemi und Lucas di Grassi sowie Jérôme D'Ambrosio und Jean-Eric Vergne können auf Formel-1-Erfahrung verweisen.

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Welche Autobauer sind dabei?

In den ersten beiden Jahren der Formel E schickte Renault als einziger Hersteller ein Werksteam an den Start, ist aber nach der Saison 2018 ausgestiegen. Zur dritten Saison kam Jaguar hinzu. Audi, Förderer des einzigen deutschen Teams Abt, baut sein Engagement zur neuen Saison zum Werksteam aus. BMW unterstützt bereits den Rennstall der US-Motorsportlegende Michael Andretti und ist seit der Formel E 2019/2020 als Werksteam mit von der Partie. Als erster japanischer Autobauer kam Nissan zur Formel-E-Saison 2018/2019 hinzu. Als neues Team geht Porsche mit den Fahrern Neel Jani und André Lotterer zur Saison 2019/2020 an den Start. Zudem übernimmt Mercedes den Startplatz des Teams HWA Racelab. Nyck de Vries gibt für die Stuttgarter sein Formel-E-Debüt, sein Teamkollege wird Stoffel Vandoorne, der zuvor für HWA gefahren war.

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Warum steigt das Interesse der Autohersteller?

BMW will mit dem Formel-E-Einstieg seine "Kompetenz in der Elektromobilität" beweisen, wie Motorsportdirektor Jens Marquardt sagt. Auch Audi sieht sein Engagement in der Formel E als logisch. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. In der Formel E könne die Technologie für den Einsatz in der Serien-Produktion getestet werden. Ähnlich argumentiert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Der Rennsport war schon immer eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Industrie, wodurch die Formel E in der Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen wird." Daniele Schillaci, Verkaufschef von Nissan und unter anderem auch für den Geschäftsbereich E-Mobilität zuständig, bläst ins gleiche Horn: "Wir sind Pioniere der Elektromobilität und blicken gleichzeitig auf eine lange Motorsporthistorie zurück. Es liegt also nahe, diese beiden Kernkompetenzen zusammenzubringen und in der Formel E anzutreten." Porsche bringt 2019 parallel zum Einstieg in die Rennserie den ersten vollelektrischen Porsche Mission E auf den Markt. Die Zuffenhausener investieren bis Ende 2022 mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität, das Engagement in der Formel E kann man also als logische Schlussfolgerung sehen.

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Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?

Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Die Formel 1 ist ein Milliarden-Geschäft mit globaler Strahlkraft, schillernder Historie und den berühmtesten Fahrern. Die Formel E wird wegen der längst nicht ausgereiften Technik und der Skepsis vieler Motorsport-Fans gegenüber den elektrischen Flitzern noch lange im Schatten der Königsklasse stehen. Der US-Medienkonzern Liberty, der die Mehrheitsanteile an beiden Rennserien hält, dürfte ohnehin kaum daran interessiert sein, dass die Formel E der Formel 1 das Wasser abgräbt.

 

Muss sich die DTM sorgen?

"Nein, diese Bedenken gibt es nicht. Alle drei Hersteller haben ein klares Bekenntnis zur DTM abgegeben. In welcher Form und über welche Serien das Motorsportprogramm in der Breite ausgestaltet wird, ist Sache jedes Herstellers", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef des DTM-Rechteinhabers ITR, zur Konkurrenzsituation zwischen der Formel E und der DTM. Leider zeigt sich diese Aussage nur kurze Zeit später bereits als überholt: Mercedes steigt aus der DTM aus und möchte sich auf Formel 1 und Formel E konzentrierten. Allerdings "bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen", ließ die Trägerorganissation (ITR) der DTM verlauten.

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Wo ist die Formel E Saison 2019/2020 zu sehen?

Die Formel E macht in der Saison 2019/2020 für 14 Rennen in zwölf Metropolen von Hongkong über Paris bis New York Halt. Neu im Rennkalender ist die Station in Seoul (Südkorea). Außerdem findet das Saison-Finale mit einem Doppelevent am 25. und 26. Juli 2020 nach drei Jahren Auszeit auf einem neuen Streckenlayout in London statt. Außerdem gastiert die Rennserie erneut in Santiago de Chile, Mexico City, Honk Kong, Rom, Paris, New York und zwei weiteren noch zu definierenden Städten. Eines dieser Rennen könnte wohlmöglich in China, das andere in Sao Paulo stattfinden. Die Rennen in Bern (Schweiz), Marrakesch (Marokko), Monaco und Sanya (China) hingegen wurden aus dem Rennkalender gestrichen. In Deutschland macht die Formel E am 30. Mai 2019 in Berlin Halt.

 

Welcher Fernsehsender überträgt die Formel E?

Eurosport überträgt die Formel E im frei empfangbaren Fernsehen.

 

Formel E 2019/2020 Strecken, Termine (Tabelle)

StreckeTermin
22.11.2019Diriyya / Saudi-Arabien
23.11.2019Diriyya / Saudi-Arabien
14.12.2019noch offen
18.01.2020Santiago / Chile
15.02.2020Mexiko City / Mexiko
01.03.2020Hongkong / China
21.03.2020noch offen
04.04.2020Rom / Italien
18.04.2020Paris / Frankreich
03.05.2020Seoul / Südkorea
30.05.2020Berlin / Deutschland
20.06.2020New York / USA
25.07.2020London / Großbritannien
26.07.2020London / Großbritannien

 

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