Formel E 2021: Kalender, Teams, Ergebnisse Lynn und Dennis siegen in London

von Tim Neumann 26.07.2021
Inhalt
  1. News zur Formel E 2021: Die London-Sieger lauten Dennis und Lynn
  2. Kalender: Die Termine (Rennen) der Formel E 2021 (Tabelle)
  3. Formel E 2021: Die Teams & Fahrer
  4. Ergebnisse der Formel E 2021: Punkte der Fahrer & Teams (Tabelle)
  5. Aktuelle Regeln zur Formel E 2021 und Fanboost
  6. Das Safety Car der Formel E: Mini Electric Pacesetter
  7. Wo ist die Formel E 2021 live zu sehen?
  8. Die Zukunft der Formel E: McLaren & Gen-3-Reglement für 2023
  9. Das war die Formel E 2019/2020
  10. Ergebnisse: WM-Stand und Rennkalender der Formel E 2019/2020

Die Formel E 2021 Rennen in London (Großbritannien) gewannen Jake Dennis im BMW und Alex Lynn im Mahindra. Alle News zu Rennen, Terminen, Teams und Fahrern, Fanboost-Regeln sowie Ergebnissen und Punkten (Tabelle).

 

News zur Formel E 2021: Die London-Sieger lauten Dennis und Lynn

Die Organisator:innen haben den Rennkalender der E 2021 komplettiert. Die Rennen in Marrakesch (Marokko) und Santiago (Chile) entfallen, dafür trägt die elektrische Rennserie Doppelrennen in Puebla (Mexiko), New York (USA), London (Großbritannien) und Berlin zum Saisonfinale aus. Damit besteht die gesamte 2021er-Saison bis auf den Lauf in Monaco aus Doppelrennen. Statt im Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko-Stadt zu fahren, wo nach wie vor ein Feldkrankenhaus steht, weicht der Renntross südöstlich nach Puebla aus. Danach geht es ans Küstenareal von Brooklyn in New York mit atemberaubender Sicht auf die Skyline von Manhattan. In London duellieren sich René Rast, Pascal Wehrlein und Co. auf einem einzigartigen, teils überdachten Areal am Exhibition Centre. Wie auch in der vorangegangenen Saison steigt das Finale der Formel E 2021 in Berlin, wenn auch nur mit zwei statt sechs Rennen. Mehr zum Thema: Alle Informationen zur Extreme E

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Der Formel E-Gen2-Renner im Video:

 
 

Kalender: Die Termine (Rennen) der Formel E 2021 (Tabelle)

StreckeTerminSieger
Saudi-Arabien (Diriyah)26. FebruarN. de Vries
Saudi-Arabien (Diriyah)27. FebruarS. Bird
Italien (Rom)10. AprilJ.-E. Vergne
Italien (Rom)11. AprilS. Vandoorne
Spanien (Valencia)24. AprilN. De Vries
Spanien (Valencia)25. AprilJ. Dennis
Monaco (Monaco)8. MaiA. F. Da Costa
Mexico (Puebla)19. JuniL. Di Grassi
Mexico (Puebla)20. JuniE. Mortara
USA (New York)10. JuliM. Günther
USA (New York11. JuliS. Bird
Großbritannien (London)24. JuliJ. Dennis
Großbritannien (London)25. JuliA. Lynn
Deutschland (Berlin)14. August-
Deutschland (Berlin)15. August-

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Formel E 2021: Die Teams & Fahrer

  • Teams der Formel E 2021: Die Formel E ist weiterhin die Rennserie mit den meisten Herstellern. In den ersten beiden Jahren der Formel E schickte Renault als einziger Hersteller ein Werksteam an den Start, ist aber nach der Saison 2018 ausgestiegen. Zur dritten Saison kam Jaguar hinzu. Audi, Förderer des einzigen deutschen Teams Abt, baute sein Engagement zur Saison 2019/2020 zum Werksteam aus. BMW unterstützt bereits den Rennstall der US-Motorsportlegende Michael Andretti und ist seit der Formel E 2019/2020 als Werksteam mit von der Partie. Als erster japanischer Autobauer kam Nissan zur Formel E-Saison 2018/2019 hinzu. 2019 ging Porsche mit an den Start, gleichzeitig übernahm Mercedes den Startplatz des Teams HWA Racelab. Für die Formel E 2021 bleibt es bei den zwölf bereits vorhandenen Teams.

  • Nach Audi und Daniel Abt nun also auch BMW: Nach der Formel E-Saison 2021 steigen auch die Münchener aus der elektrischen Rennserie aus. Auch wenn der Autobauer selbst von "sieben erfolgreichen Jahren" spricht, waren die Bayern als Werksteam erst seit 2018 am Start. "Die Möglichkeiten des Technologietransfers hat die BMW Group bei der Entwicklung von E-Antrieben im Wettbewerbsumfeld der Formel E inzwischen im Wesentlichen ausgeschöpft", begründet der Autobauer das Ende seines Engagements in der Formel E in einer Pressemitteilung vom 2. Dezember 2020. Außerdem verschiebe sich der Fokus von Entwicklung zu Skalierung des Angebots, sprich der Ausweitung der Modelle mit elektrischem Antrieb. Nach dem Ende der DTM und der Reduktion weiterer Motorsport-Werksengagements steht die einst so sportliche Marke aus München künftig ohne nennenswerte Präsenz im internationalen Motorsport da. Zuvor hatten auch Audi und Daniel Abt unabhängig voneinander ihren Ausstieg aus der elektrischen Rennserie verkündet. Die Ingolstädter:innen wollen sich nach der Saison 2021 neuen motorsportlichen Herausforderungen stellen, allen voran der Rallye Dakar im Jahr 2022. Auch auf einen Einstieg in die neue Endurance-Sportwagen-Kategorie LMDh bereitet sich die Marke mit den vier Ringen vor. Das hat Audi beim Abtritt von Dieter Gass als Motorsportchef am 30. November 2020 bekannt gegeben. Sein Nachfolger seit dem 1. Dezember 2020 ist Julius Seebach, der gleichzeitig Geschäftsführer der Audi Sport GmbH ist. Ob das Audi-Team nach der Formel E-Saison 2021 wieder zum alten Namen Abt Sportsline zurückgehen wird, ist noch unklar. Ebenso wenig bekannt ist, ob das Kundenteam Virgin auch über 2021 hinaus auf den Audi-Antriebsstrang setzen kann. Nur vor der Audi-Meldung hatte Daniel Abt seinen Abschied als Fahrer in der elektrischen Rennserie per Videobotschaft publik gemacht. Der Kemptener war im Frühjahr 2020 wegen einer Sim-Racing-Schummelei von Audi gefeuert worden. Nach einem kurzen Intermezzo bei NIO 333 zum Saisonfinale 2020 in Berlin endet nun seine lückenlose Serie von bisher 71 gefahrenen Formel E-Rennen, obwohl er laut eigenen Angaben ein Cockpit-Angebot für die siebte Saison erhalten habe. Künftig wird der Kemptener als TV-Experte und Co-Kommentator von Sat.1 über die Formel E berichten. Der Fernsehsender überträgt ab 2021 alle Rennen live. Außerdem gab Daniel Abt bekannt, als Markenbotschafter für Cupra Deutschland eingestiegen zu sein. Ob sich dadurch in Zukunft neue Motorsport-Perspektiven ergeben, bleibt abzuwarten. Cupra ist wiederum Sponsor des Abt-Engagements in der neu gegründeten Extreme E-Serie.

  • Als die Formel E-Saison 2019/2020 pausieren musste, war die Formel E eine der ersten Rennserien, die die Pandemie zum virtuellen Sim-Racing am häuslichen Simulator nutzte und dies auch noch mit einer guten Tat verband, indem man eifrig Spenden für UNICEF eintrieb. Die Big News aber war der Rauswurf von Daniel Abt bei Audi, weil der Allgäuer sich etwas naiv für ein Späßchen entschied, um seinen rund 400.000 Follower:innen etwas Schelmisches zu bieten: Er ließ sich durch einen professionellen Sim-Racer vertreten. Deshalb steuerte fortan René Rast den Audi e-tron, während Abt eine Chance beim Hinterbänkler-Team NIO 333 bekam und so seine lückenlose Serie von bislang 69 Formel-E-Rennen fortsetzen konnte. Pascal Wehrlein kündigte unterdessen im Mai 2020 bei seinem Mahindra-Team seinen sofortigen Ausstieg via Instagram an.

  • Die neuesten Fahrerwechsel für die Formel E 2021 betreffen Mahindra und Dragon Penske. Beim Mahindra-Team wird Alexander Lynn (Großbritannien) anheuern, der schon in der Saison 2019/2020 die letzten Rennen für die Inder:innen gefahren war und bei den Testfahrten in Valencia vom 29. November prompt die schnellste Zeit hinlegte. Bei den selben Testfahrten saß Nico Müller erneut im Dragon Penske, obwohl er noch immer nicht für die Formel E Saison 2021 bestätigt wurde. Sein Einsatz dürfte jedoch als wahrscheinlich gelten. Virgin stellt seinem Stammfahrer Robin Frijns Nick Cassidy (Neuseeland) zur Seite, der in der Saison 2019/2020 bereits als Test- und Ersatzfahrer für die Brit:innen im Einsatz war. NIO wiederum hat den Vertrag mit Daniel Abt nicht verlängert und setzt stattdessen auf den ehemaligen DTM-Fahrer Tom Blomqvist (Großbritannien). Weitere Veränderungen: Zum BMW Andretti-Team stößt Testfahrer Jake Dennis (Großbritannien) hinzu und fährt ab 2021 gemeinsam mit Maximilian Günther. Auch Venturi setzt auf einen Testfahrer als Stammpilot, nämlich den Franzosen Norman Nato. Pascal Wehrlein wechselt von Mahindra zu Porsche und ersetzt dort den Schweizer Neel Jani. An der Seite des erfahrenen André Lotterer soll Wehrlein nicht nur um Punkte, sondern auch um Siege kämpfen. Für das Formel E-Saisonfinale 2020 in Berlin ersetzte Mahindra den DTM-Champion und ehemaligen Formel 1-Piloten durch den Briten Alex Lynn. BMW-Pilot Alexander Sims wird das Cockpit von Wehrleins Mahindra-Teamkollegen Jerome D'Ambrosio übernehmen. D'Ambrosio wird wiederum den Rennhelm an den Nagel hängen und als stellvertretender Teamchef bei Venturi anheuern. Doch damit nicht genug vom Fahrerkarussell: Sergio Sette-Camara, hochgehandelter Formel-Nachwuchsfahrer, zog es noch in der Formel E-Saison 2019/2020 zu Dragon Penske – Stammpilot Brendon Hartley gefällt es bei den LMP-Sport-Prototypen besser. Und Sam Bird wird nach sechs Saisons das Virgin-Team verlassen, weil er das Jobangebot von Jaguar mit all seinen Perspektiven reizvoller findet.

  • Zu den bekanntesten Fahrer-Namen in der Formel E 2021 gehört der Ex-Formel 1-Pilot Stoffel Vandoorne. Auch Sebastien Buemi, Lucas di Grassi und Jean-Eric Vergne können auf Formel 1-Erfahrung verweisen. Zudem starten die DTM-Veteranen René Rast und Robin Frijns in der elektrischen Rennserie. Die meiste Erfahrung innerhalb der Formel E 2021 können außerdem Titelverteidiger Antonio Felix Da Costa, Mitch Evans, Oliver Turvey und Sam Bird aufweisen.

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Ergebnisse der Formel E 2021: Punkte der Fahrer & Teams (Tabelle)

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
René Rast (33)72Audi Sport ABT Schaeffler134
Lucas di Grassi (11)62  
Nico Müller (6)30Dragon/Penske47
Sergio Sette Camara (7)16  
Joel Eriksson (6)1  
Robin Frijns (4)89Envision Virgin Racing165
Nick Cassidy (37)76  
Alexander Sims (29)44Mahindra Racing122
Alex Lynn (94)78  
Maximilian Günther (28)62BMW i Andretti Motorsport143
Jake Dennis (27)81  
Oliver Turvey (8)13NIO 333 FE18
Tom Blomqvist (T)5  
Sam Bird (10)81Jaguar Racing156
Mitch Evans (20)75  
Sebastien Buemi (23)20Nissan e.dams79
Oliver Rowland (22)59  
Jean-Eric-Vergne (25)68DS Techeetah148
Antonio Felix da Costa (13)80  
Norman Nato (71)17Rokit Venturi91
Edoardo Mortara (48)74  
Stoffel Vandoorne (5)63Mercedes EQ158
Nyck de Vries (17)95  
Andre Lotterer (36)45Porsche116
Pascal Wehrlein (99)71  

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Aktuelle Regeln zur Formel E 2021 und Fanboost

  • Für die Formel E 2021 wurden bei der Motorsport-Weltratssitzung der FIA Mitte Juni 2020 zusätzliche Beschlüsse gefasst, die hauptsächlich eine weitere Kostenreduktion im Blick haben. Sowohl Verband als auch Rennserie versuchten eine Antwort auf ökonomische Herausforderungen zu finden, die durch das Corona-Virus gestellt sind. Vor allem den kleineren Teams wie Dragon oder NIO 333 wollen die Verantwortlichen zu ausgeglicheneren Chancen verhelfen. So werden ab der kommenden siebten Saison 2021 nur noch 17 statt bislang 20 Techniker:innen pro Team gestattet sein. "Das wird mehr denn je eine echte Herausforderung", stöhnt ein Renningenieur. "Wir haben bereits mit 20 Leuten, die direkt an den Autos arbeiten, alle Hände voll zu tun und die Arbeitsprozesse optimiert. Falls es einmal zu einem Unfall im Training kam, wussten wir immer genau, wer was zu tun hat, um das Auto zu reparieren und rechtzeitig an den Start zu bringen. Das wird künftig eine enge Kiste." Auch das Reifenkontingent wird stark eingeschränkt. Statt bislang acht Reifen pro Rennveranstaltung werden ab 2021 nur noch sechs Reifen pro Fahrzeug zugelassen. Neuer Einheitsausrüster wird Hankook. Die Vereinbarung tritt ab der achten Saison 2022 in Kraft. Michelin, bislang Exklusivlieferant, schaut trotz zuverlässiger Arbeit in die Röhre. Angeblich haben sich die Koreaner:innen die mehrjährige Partnerschaft mit der Elektro-Serie – die künftig von der FIA mit einem Weltmeisterschafts-Status aufgewertet wird – Millionen kosten lassen. Die Evo-Version des aktuellen Gen II-Autos wurde aus Kostengründen gestrichen. Stattdessen konzentrieren sich Serie und Teams auf den neuen Gen III-Boliden, der 2022 zur achten Saison kommen wird – mit einer neuen Batterie von Williams, 350 kW (476 PS) maximaler Leistung im Qualifying und 300 kW (408 PS) im Rennen.

  • Zwölf Teams mit je zwei Fahrern gehen in der Formel E 2021 an den Start. Gefahren wird mit einheitlichem Chassis und Reifen, den Antriebsstrang entwickeln inzwischen fast alle Rennställe selbst. Die Batterie für die Formel E kommt aktuell noch von McLaren Advanced Technologies (MAT). Training, Qualifikation und Rennen der Formel E finden an einem Tag statt, Ausnahmen sind Doppelrennen auf ausgewählten Rundkursen.

  • Ein Alleinstellungsmerkmal der Formel E ist der sogenannte "Fanboost". Auch in der Formel E 2021 können Fans vor dem Rennen virtuell für ihren Lieblingsfahrer stimmen. Die fünf Fahrer, die die meisten Stimmen erhalten, dürfen in der zweiten Hälfte des Rennens einen fünfsekündigen Energieschub nutzen, der ihnen möglicherweise dabei hilft, ein Überholmanöver zu starten oder eine Position zu verteidigen. Die Wahl erfolgt auf der Webseite der Rennserie, auf Twitter sowie über die Formel-E-App.

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Mini Electric Pacesetter (2021)
Der Mini Electric Pacesetter führt künftig das Formel E-Feld an. Foto: Mini
 

Das Safety Car der Formel E: Mini Electric Pacesetter

Die Formel E hat ein neues Safety Car: Der Mini Electric Pacesetter basiert auf dem Mini Cooper SE, speckt aber durch die Expert:innen von BMW Motorsport um satte 130 Kilogramm ab. Das leichtere Gewicht von 1230 Kilogramm trifft auf einen überarbeiteten Antrieb, der nun 135 kW und 280 Newtonmeter Drehmoment liefert. Damit sprintet der optisch dem JCW GP angelehnte Mini Electric Pacesetter in 6,7 Sekunden auf Tempo 100 (Serie: 7,3 s). Außerdem an Bord: ein in Zug, Druck, Höhe und Sturz verstellbares Gewindefahrwerk, eine Fahrwerkslenkeranbindung, eine Spurverbreiterung von zehn Millimetern sowie Bremsanlage und Felgen von JCW GP. Optisch fallen die markanten orangen Zierelemente an der Front sowie das annähernd komplett in Orange gehaltene Heck auf. Die Frontblitzer sind in der Motorhaube integriert, auf dem Heckflügel thront der Leuchtbalken. Das nicht bebilderte Interieur ist auf das Nötigste reduziert und sieht zwei Schalensitze mit Sechs-Punkt-Gurten. Infotainmentsystem und Türverkleidungen fielen der Gewichtsreduktion zum Opfer, dafür kam ein Überrollkäfig an Bord. Erstmals zu sehen ist der Mini Electric Pacesetter am 10. April 2021 beim Formel E-Rennen in Rom (Italien).

Elektroauto Mini Electric Pacesetter (2021)
Mini Cooper SE Facelift (2021): Reichweite Mini Cooper SE als Safety Car

Der Mini Electric Pacesetter (2021) im Video:

 
 

Wo ist die Formel E 2021 live zu sehen?

Die ProSiebenSat.1-Gruppe hat sich die Rechte an der Übertragung der Formel E 2021 gesichert. Ab Januar werden alle Rennen auf Sat.1 und im Onlinestream auf ran.de zu sehen sein. Man plant mit einem Team vor Ort und weiteren Formaten rund um Elektromobilität und Motorsport im Rahmen der Formel E-Übertragungen. Die Sendergruppe aus Unterföhring bei München ist zu diesem Zweck eine langfristige Partnerschaft mit der Formel E eingegangen. Bis zur Formel E 2021 lagen die Übertragungsrechte bei der Eurosport-Mutter Discovery.

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Die Zukunft der Formel E: McLaren & Gen-3-Reglement für 2023

Während die Planungen zur Formel E 2021 auf Hochtouren laufen, hat McLaren eine Vereinbarung über einen möglichen Einstieg in die Formel E getroffen. Noch bis Ende 2022 fungieren die Brit:innen als Zulieferer für die Batterien der Elektro-Boliden. Sobald dieser Vertrag ausläuft, dürften sie mit einem eigenen Team in der elektrischen Rennserie antreten. Durch den angekündigten Ausstieg von Audi und BMW bieten sich neue Möglichkeiten, in der Formel E als eines von 12 Teams an den Start zu gehen. Auf den Start der Saison 2022/2023 fällt auch die Einführung des Gen-3-Reglements, das schnellere und günstigere Rennwagen ermöglichen soll – ein weiterer Anreiz für Neueinsteiger:innen. "Bereits seit einiger Zeit beobachten wir die Formel E und ihren Fortschritt. Der auslaufende Batterie-Vertrag gibt uns die Zeit, um zu entscheiden, ob die Formel E die richtige Plattform für Wettkämpfe bietet", erklärt Chef Zak Brown. Wie genau dieses Motorsport-Engagement aussehen könnte, steht jedoch noch offen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass sich McLaren mit dem Andretti-Team zusammentut, das nach dem BMW-Ausstieg künftig keinen Partner mehr besitzt. Auch eine Kooperation mit Mercedes, die seit der Saison 2021 auch in der Formel 1 die Motoren für McLaren liefern, wäre im Bereich des Möglichen.

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Das war die Formel E 2019/2020

  • Den sechsten Lauf in Berlin, das letzte Rennen der Formel E-Saison 2019/2020, hat Mercedes mit einem Doppelsieg abgeschlossen. Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries verwiesen die gesamte Konkurrenz auf die Plätze und bescherten dem deutschen Autobauer auf den letzten Drücker Platz drei in der Teamwertung. Dritter wurde Sebastien Buemi im Nissan. Der Fahrertitel ging an António Félix da Costa im DS Techeetah, dem besten Team der Saison 2019/2020.

  • António Félix da Costa hat sich im neunten Saisonlauf, und damit zwei Rennen vor Saisonende, den Weltmeistertitel der Formel E-Saison 2019/2020 gesichert. Dabei genügte dem Portugiesen beim vierten von insgesamt sechs Rennen in Berlin ein zweiter Rang hinter seinem Teamkollegen Jean-Éric Vergne. Mit 156 Punkten und uneinholbaren 76 Punkten Vorsprung auf den nächsten Verfolger ist ihm der Titel nicht mehr zu nehmen. Auch sein Team DS Techeetah konnte damit seinen Titel in der Konstrukteurswertung verteidigen: Mit 236 Punkten und satten 115 Punkten Vorsprung ist die Konkurrenz chancenlos. Die Vorentscheidung fiel bereits kurz nach dem Start am Sonntag, 9. August 2020, als Maximilan Günthers Wagen ohne Frontflügel nur noch ein Fall für den Abschleppwagen war. So endete das Rennen für den 23-Jährigen, der als Gesamtzweiter startete, nach seinem Heimsieg am Tag zuvor bereits nach wenigen Metern. Nissan-Pilot Oliver Rowland hat im Anschluss das fünfte Berlin-Rennen der Formel E-Saison 2019/2020 gewonnen. Der Brite ging im vorletzten Lauf der Saison von der Pole Position aus ins Rennen und feierte einen Start-Ziel-Sieg vor Virgin-Pilot Robin Frijns. Spannender ging es dahinter zu: André Lotterer und René Rast kämpften um den dritten Platz. Nachdem zunächst Lotterer im Porsche die besseren Karten zu haben schien, ging Audi-Pilot Rast in der letzten Runde doch noch an ihm vorbei. Dabei berührten sich die Fahrzeuge sogar mehrfach, aber alles im regelkonformen Bereich. Der bereits feststehende Meister Félix Da Costa beendete das Rennen vorzeitig. Auch Maximilian Günther sah mit seinem BMW nicht die Zielflagge. Nach einer Kollision in der ersten Runde war das Rennen für den Deutschen frühzeitig beendet.

 

Ergebnisse: WM-Stand und Rennkalender der Formel E 2019/2020

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
René Rast (66)29Audi Sport ABT Schaeffler114
Lucas di Grassi (1)77  
Brendon Hartley (6)2Dragon Racing2
Nico Müller (7)0  
Sam Bird (2)63Envision Virgin Racing121
Robin Frinjs (4)58  
Alex Lynn (94)16Mahindra Racing49
Jérôme D'Ambrosio (64)19  
Maximilian Günther (28)69BMW i Andretti Motorsport118
Alexander Sims (27)49  
Oliver Turvey (3)0NIO Racing0
Daniel Abt (33)8  
Mitch Evans (20)71Panasonic Jaguar Racing81
James Calado (51)10  
Sebastien Buemi (23)84Nissan e.dams167
Oliver Rowland (22)83  
Jean-Eric-Vergne (25)86DS Techeetah244
Antonio Felix da Costa (13)158  
Felipe Massa (19)3Venturi44
Edoardo Mortara (48)41  
Stoffel Vandoorne (5)87Mercedes EQ147
Nyck de Vries (17)60  
Andre Lotterer (36)71Porsche79
Neel Jani (18)8  
TerminStreckeSieger
22.11.2019Diriyya / Saudi-ArabienS. Bird
23.11.2019Diriyya / Saudi-ArabienA. Sims
18.01.2020Santiago / ChileM. Günther
15.02.2020Mexiko-Stadt / MexikoM. Evans
29.02.2020Marrakesch / MarokkoA. F. da Costa
05.08.2020Berlin / DeutschlandA. F. da Costa
06.08.2020Berlin / DeutschlandA. F. da Costa
08.08.2020Berlin / DeutschlandMaximilian Günther
09.08.2020Berlin / DeutschlandJ.-E. Vergne
12.08.2020Berlin / DeutschlandO. Rowland
13.08.2020Berlin / DeutschlandS. Vandoorne

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