Formel E 2019/2020: Sieger, Punkte & Teams Maximilian Günther feiert seinen ersten Formel-E-Sieg

von Christina Finke 20.01.2020
Inhalt
  1. Maximilian Günther gewinnt Formel-E-Rennen 2019/2020 in Santiago (Chile)
  2. Punkte der Formel E 2019/2020: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)
  3. Was ist Ziel der Formel E?
  4. Wie funktioniert die Formel E?
  5. Wer sind die prominentesten Fahrer?
  6. Welche Autobauer sind dabei?
  7. Warum steigt das Interesse der Autohersteller?
  8. Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?
  9. Muss sich die DTM sorgen?
  10. Wo ist die Formel E Saison 2019/2020 zu sehen?
  11. Welcher Fernsehsender überträgt die Formel E?
  12. Formel E 2019/2020 Strecken, Termine (Tabelle)

BMW-Pilot Maximilian Günther hat beim dritten Lauf der Formel E-Saison 2019/2020 in Santiago (Chile) seinen ersten Sieg in der Rennserie gefeiert. Alle Informationen zu den Rennen, Siegern, Punkten und Teams!

Beim dritten Rennen der Formel-E-Saison 2019/2020 in Santiago (Chile) fuhr BMW-Pilot Maximilian Günther zu seinem ersten Sieg. Von Rang zwei aus gestartet, übernahm er nach etwa der Hälte des Rennens die Führung von Mitch Evans, musste sie dann jedoch drei Minuten vor Schluss an Felix da Costa abgeben. Der jedoch hatte gegen Rennende mit Temperaturproblemen zu kämpfen, so dass der 22-jährige Günther vorbeiziehen konnte und als erster die Ziellinie überquerte. Damit ist er der jüngste Gewinner in der Geschichte der Formel E. Felix da Costa (DS Techeetah) landete auf Platz zwei, Mitch Evans (Jaguar) sicherte sich den dritten Podiumsplatz. Auf dem vierten Rang landete Pascal Wehrlein (Mahindra Racing), da der vor ihm fahrende Nyck de Vries (Mercedes EQ) eine Zeitstrafe von fünf Sekunden aufgrund eines technischen Fehlers erhielt. Günthers Teamkollege, der meisterschaftsführende Alexander Sims, musste sein Auto hingegen bereits in der Anfangsphase abstellen, nachdem er in eine Kollision mit Neel Jani verwickelt worden war. Und auch der amtierende Meister Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) schied kurz vor Schluss mit einem Reifenschaden aus. Das nächste Rennen der Formel E-Saison 2019/2020 findet am 15. Februar 2020 in Mexiko-Stadt statt. Mehr zum Thema: Kommentar zu Formel E gegen Formel 1

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Maximilian Günther gewinnt Formel-E-Rennen 2019/2020 in Santiago (Chile)

Mercedes geht als Gesamtführender der Formel E-Saison 2019/2020 aus dem ersten Rennwochenende in Diriyya (Saudi-Arabien) am 22. und 23. November – obwohl man selbst kein Rennen gewinnen konnte. Das Auftaktrennen gewann Virgin-Pilot Sam Bird vor Porsche-Fahrer André Lotterer und Stoffel Vandoorne im Mercedes. Das zweite Rennen am Sonntag konnte Alexander Sims im BMW für sich entscheiden. Zweiter wurde Lucas di Grassi vom Team Abt, Mercedes-Pilot Stoffel Vandoorne komplettierte mit seinem dritten Platz erneut das Podium. Bester deutscher Fahrer wurde Daniel Abt, der als sechster die Ziellinie überquerte. BMW-Andretti-Pilot Maximilian Günther verlor rund zwei Stunden nach dem Rennen seinen zweiten Platz durch eine 24-Sekunden-Zeitstrafe, weil er hinter dem Safety Car überholt haben soll. Das gleiche Schicksal ereilte auch Nyck de Vries und Oliver Turvay, so dass das Rennergebnis am Ende gut durchgewirbelt wurde. Turvay wurde sogar komplett ausgeschlossen, da sein Energieverbrauch um 0,6 kWh zu hoch lag. Nutznießer waren Vergne, Hartley und da Costa, die nachträglich in die Punkte rutschten. Vorjahres-Meister Jean-Eric Vergne konnte so die ersten Punkte einfahren, nachdem er im ersten Rennen nicht die Ziellinie sah.

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Punkte der Formel E 2019/2020: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Daniel Abt (66)8Audi Sport
ABT Schaeffler
32
Lucas di Grassi (1)24  
Brendon Hartley (6)2Dragon Racing2
Nico Müller (7)0  
Sam Bird (2)28Envision Virgin Racing38
Robin Frinjs (4)10  
Pascal Wehrlein (94)12Mahindra Racing14
Jérôme D'Ambrosio (64)2  
Maximilian Günther (28)25BMW i Andretti Motorsport60
Alexander Sims (27)35  
Oliver Turvey (3)0NIO Racing0
Ma Qing Hua (33)0  
Mitch Evans (20)21Panasonic Jaguar Racing31
James Calado (51)10  
Sebastina Buemi (23)0Nissan e.dams22
Oliver Rowland (22)22  
Jean-Eric-Vergne (25)4DS Techeetah25
Antonio Felix da Costa (13)21  
Felipe Massa (19)2Venturi20
Edoardo Mortrara (48)18  
Stoffel Vandoorne (5)38Mercedes EQ56
Nyck de Vries (17)18  
Andre Lotterer (36)18Porsche18
Neel Jani (18)0  
 

Was ist Ziel der Formel E?

Der Automobil-Weltverband FIA möchte mit der 2014 gestarteten Formel E den grünen Motorsport fördern. "Eine stille Revolution", nannte es Geschäftsführer Alejandro Agag. Umweltfreundlich, sparsam, leise – das sind die Argumente, mit denen die Formel E für sich wirbt. Zugleich soll die grüne WM Autobauern eine Plattform zur Entwicklung der Elektromobilität bieten.

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Wie funktioniert die Formel E?

Zwölf Teams mit je zwei Fahrern gehen in der Saison 2019/2020 in der Formel E an den Start. Es gilt eine offizielle Kosten-Obergrenze pro Team von rund drei Millionen Euro. Gefahren wird mit einheitlichem Chassis und Reifen, den Antriebsstrang entwickeln inzwischen fast alle Rennställe selbst. Die Batterie für die Formel E kommt von McLaren Advanced Technologies (MAT). Training, Qualifikation und Rennen der Formel E finden an einem Tag statt, Ausnahmen sind Doppelrennen auf ausgewählten Rundkursen.

 

Wer sind die prominentesten Fahrer?

Seit der Formel-E-Saison 2018/2019 geht Ex-Formel-1-Pilot Felipe Massa in der Rennserie an den Start. Auch Sebastien Buemi und Lucas di Grassi sowie Jérôme D'Ambrosio und Jean-Eric Vergne können auf Formel-1-Erfahrung verweisen. Zudem startet DTM-Vizemeister Nico Müller für das Team von Dragon Racing.

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Welche Autobauer sind dabei?

In den ersten beiden Jahren der Formel E schickte Renault als einziger Hersteller ein Werksteam an den Start, ist aber nach der Saison 2018 ausgestiegen. Zur dritten Saison kam Jaguar hinzu. Audi, Förderer des einzigen deutschen Teams Abt, baut sein Engagement zur neuen Saison zum Werksteam aus. BMW unterstützt bereits den Rennstall der US-Motorsportlegende Michael Andretti und ist seit der Formel E 2019/2020 als Werksteam mit von der Partie. Als erster japanischer Autobauer kam Nissan zur Formel-E-Saison 2018/2019 hinzu. Als neues Team geht Porsche mit den Fahrern Neel Jani und André Lotterer zur Saison 2019/2020 an den Start. Zudem übernimmt Mercedes den Startplatz des Teams HWA Racelab. Nyck de Vries gibt für die Stuttgarter sein Formel-E-Debüt, sein Teamkollege wird Stoffel Vandoorne, der zuvor für HWA gefahren war.

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Warum steigt das Interesse der Autohersteller?

BMW will mit dem Formel-E-Einstieg seine "Kompetenz in der Elektromobilität" beweisen, wie Motorsportdirektor Jens Marquardt sagt. Auch Audi sieht sein Engagement in der Formel E als logisch. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. In der Formel E könne die Technologie für den Einsatz in der Serien-Produktion getestet werden. Ähnlich argumentiert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Der Rennsport war schon immer eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Industrie, wodurch die Formel E in der Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen wird." Daniele Schillaci, Verkaufschef von Nissan und unter anderem auch für den Geschäftsbereich E-Mobilität zuständig, bläst ins gleiche Horn: "Wir sind Pioniere der Elektromobilität und blicken gleichzeitig auf eine lange Motorsporthistorie zurück. Es liegt also nahe, diese beiden Kernkompetenzen zusammenzubringen und in der Formel E anzutreten." Porsche bringt 2019 parallel zum Einstieg in die Rennserie den ersten vollelektrischen Porsche Mission E auf den Markt. Die Zuffenhausener investieren bis Ende 2022 mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität, das Engagement in der Formel E kann man also als logische Schlussfolgerung sehen.

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Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?

Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Die Formel 1 ist ein Milliarden-Geschäft mit globaler Strahlkraft, schillernder Historie und den berühmtesten Fahrern. Die Formel E wird wegen der längst nicht ausgereiften Technik und der Skepsis vieler Motorsport-Fans gegenüber den elektrischen Flitzern noch lange im Schatten der Königsklasse stehen. Der US-Medienkonzern Liberty, der die Mehrheitsanteile an beiden Rennserien hält, dürfte ohnehin kaum daran interessiert sein, dass die Formel E der Formel 1 das Wasser abgräbt.

 

Muss sich die DTM sorgen?

"Nein, diese Bedenken gibt es nicht. Alle drei Hersteller haben ein klares Bekenntnis zur DTM abgegeben. In welcher Form und über welche Serien das Motorsportprogramm in der Breite ausgestaltet wird, ist Sache jedes Herstellers", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef des DTM-Rechteinhabers ITR, zur Konkurrenzsituation zwischen der Formel E und der DTM. Leider zeigt sich diese Aussage nur kurze Zeit später bereits als überholt: Mercedes steigt aus der DTM aus und möchte sich auf Formel 1 und Formel E konzentrierten. Allerdings "bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen", ließ die Trägerorganissation (ITR) der DTM verlauten.

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Wo ist die Formel E Saison 2019/2020 zu sehen?

Die Formel E macht in der Saison 2019/2020 für 14 Rennen in zwölf Metropolen von Hongkong über Paris bis New York Halt. Neu im Rennkalender sind die Stationen Seoul (Südkorea) und Jakarta (Indonesien). Außerdem findet das Saison-Finale mit einem Doppelevent am 25. und 26. Juli 2020 nach drei Jahren Auszeit auf einem neuen Streckenlayout in London statt. Außerdem gastiert die Rennserie erneut in Santiago de Chile, Mexico City, Marrakesch, Sanya, Rom, Paris und New York. Die Rennen in Bern (Schweiz) und Hongkong (China) hingegen wurden aus dem Kalender gestrichen. In Deutschland macht die Formel E am 21. Juni 2020 in Berlin Halt.

 

Welcher Fernsehsender überträgt die Formel E?

Eurosport überträgt die Formel E im frei empfangbaren Fernsehen. Zudem wird das ZDF sieben Rennen im Live-Stream und weitere zwei im Hauptprogramm zeigen. Die ARD streamt drei E-Prix und zeigt zwei im Fernsehprogramm.

 

Formel E 2019/2020 Strecken, Termine (Tabelle)

StreckeTermin
22.11.2019Diriyya / Saudi-Arabien
23.11.2019Diriyya / Saudi-Arabien
14.12.2019noch offen
18.01.2020Santiago / Chile
15.02.2020Mexiko City / Mexiko
01.03.2020Hongkong / China
21.03.2020noch offen
04.04.2020Rom / Italien
18.04.2020Paris / Frankreich
03.05.2020Seoul / Südkorea
30.05.2020Berlin / Deutschland
20.06.2020New York / USA
25.07.2020London / Großbritannien
26.07.2020London / Großbritannien

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