Formel E 2019/2020: Sieger, Punkte & Teams Da Costa mit Start-Ziel-Sieg in Marrakesch

von Tim Neumann 09.03.2020
Inhalt
  1. Da Costa mit Start-Ziel Sieg bei Formel-E-Rennen 2019/2020 in Marrakesch
  2. Punkte der Formel E 2019/2020: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)
  3. Was ist Ziel der Formel E?
  4. Wie funktioniert die Formel E?
  5. Wer sind die prominentesten Fahrer?
  6. Welche Autobauer sind dabei?
  7. Warum steigt das Interesse der Autohersteller?
  8. Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?
  9. Muss sich die DTM sorgen?
  10. Wo ist die Formel E Saison 2019/2020 zu sehen?
  11. Welcher Fernsehsender überträgt die Formel E?
  12. Formel E 2019/2020 Strecken, Termine (Tabelle)

DS Techeetah fand zu alter Stärke zurück und schnappte sich das Doppel-Podium im fünften Lauf der Formel-E-Saison 2019/2020 in Marrakesch. In packenden Duellen konnte sich BMW-Pilot Maxi Günther zwischen den Sieger Antonio Felix da Costa und den Drittplatzierten Jean-Eric Vergne setzen. Alle Informationen zu den Rennen, Siegern, Punkten und Teams!

Mit einem rekordverdächtigen Vorsprung von 11,427 Sekunden fuhr Antonio Felix da Costa beim fünften Lauf der Formel-E-Saison 2019/2020 in Marrakesch, Marokko, zum Sieg. Aber diesen gut elf Sekunden gelingt es nicht annähernd, den Rennverlauf wiederzugeben! Wie schon im Januar in Chile deutete alles auf einen erneuten Kampf zwischen dem Portugiesen da Costa und dem Bayer Günther hin. Während sich die beiden in der Qualifikation die beiden ersten Plätze sichern konnten, mussten sich Tabellenführer Mitch Evans und Weltmeister Jean-Eric Vergne von Rang 24 beziehungsweise elf nach vorne kämpfen. 24 Minuten vor Schluss gelang Günther das Überholmanöver gegen Da Costa, nur um sieben Minuten später dank da Costas Attack Mode wieder geschnappt zu werden. Weil der Bayer fortan gegen den aggressiv fahrenden Vergne verteidigen musste, kann Teamkollege da Costa entspannt seine Führung ausbauen und ins Ziel cruisen. Jean-Eric Vergne zahlte für seine energieraubende Fahrweise, indem ihm zwei Kurven vor dem Ziel die Batterie leer ging. Damit war Günthers zweiter Platz perfekt. Für seine Landsmänner Andre Lotterer, Daniel Abt und Pascal Wehrlein lief der Samstag nicht so erfolgreich: Porsche-Pilot Lotterer kam nach einem vielversprechendem dritten Platz in der Qualifikation nicht über Rang acht hinaus. Von 19 aus konnte Audi-Fahrer Abt immerhin fünf Plätze gutmachen. Trotz der schnellsten Rennrunde war für Mahindra-Mann Wehrlein nicht mehr als der 22. Rang drin. Das nächste Rennen der Formel E-Saison 2019/2020 findet nicht wie geplant am 4. April in Rom (Italien) statt, das wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt wurde.

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Da Costa mit Start-Ziel Sieg bei Formel-E-Rennen 2019/2020 in Marrakesch

Der Neuseeländer Mitch Evans konnte beim vierten Rennen der Formel-E-Saison 2019/2020 – dieses Mal in Mexiko-Stadt – seinen ersten Saisonsieg feiern. Der Jaguar-Pilot zeigte vom Start weg eine starke fahrerische Leistung und setzte sich bereits in der ersten Kurve an die Spitze des Feldes. Leidtragender war Polesetter Andre Lotterer im Porsche, der in Folge des Manövers sogar bis auf den vierten Rang zurückfiel. Doch es wurde noch schlimmer für den Deutschen: Nachdem er noch weitere Positionen verlor, musste er seinen Porsche nach einem Unfall abstellen. Sein Teamkollege Neel Jani komplettierte das Wochenende zum Vergessen. Eine Durchfahrtsstrafe aufgrund eines technischen Vergehens warf den Porsche-Piloten weit zurück. Ähnlich schlecht lief es für Mercedes. Stoffel Vandoorne unterlief kurz vor Schluss auf Rang fünf liegend ein Fahrfehler, der ihn die Punkteränge kostete. Zu dem Zeitpunkt war sein Teamkollege Nyck de Vries schon gar nicht mehr im Rennen. Das Podium komplettierten  am Ende Antonio Felix da Costa im DS Techeetah und Sebastien Buemi im Nissan e.dams. Daniel Abt, der im freien Training einen schweren Unfall hatte, konnte zwar im Rennen an den Start gehen, schied aber kurz vor Schluss nach einem Dreher aus. Das nächste Rennen der Formel E-Saison 2019/2020 findet am 29. Februar 2020 in Marrakesch (Marokko) statt. Mehr zum Thema: Kommentar zu Formel E gegen Formel 1

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Punkte der Formel E 2019/2020: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Daniel Abt (66)8Audi Sport ABT Schaeffler46
Lucas di Grassi (1)38  
Brendon Hartley (6)2Dragon Racing2
Nico Müller (7)0  
Sam Bird (2)29Envision Virgin Racing39
Robin Frinjs (4)10  
Pascal Wehrlein (94)14Mahindra Racing17
Jérôme D'Ambrosio (64)3  
Maximilian Günther (28)43BMW i Andretti Motorsport89
Alexander Sims (27)46  
Oliver Turvey (3)0NIO Racing0
Ma Qing Hua (33)0  
Mitch Evans (20)56Panasonic Jaguar Racing66
James Calado (51)10  
Sebastina Buemi (23)27Nissan e.dams57
Oliver Rowland (22)30  
Jean-Eric-Vergne (25)31DS Techeetah98
Antonio Felix da Costa (13)67  
Felipe Massa (19)2Venturi34
Edoardo Mortara (48)32  
Stoffel Vandoorne (5)38Mercedes EQ56
Nyck de Vries (17)18  
Andre Lotterer (36)25Porsche25
Neel Jani (18)0  
 

Was ist Ziel der Formel E?

Der Automobil-Weltverband FIA möchte mit der 2014 gestarteten Formel E den grünen Motorsport fördern. "Eine stille Revolution", nannte es Geschäftsführer Alejandro Agag. Umweltfreundlich, sparsam, leise – das sind die Argumente, mit denen die Formel E für sich wirbt. Zugleich soll die grüne WM Autobauern eine Plattform zur Entwicklung der Elektromobilität bieten.

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Wie funktioniert die Formel E?

Zwölf Teams mit je zwei Fahrern gehen in der Saison 2019/2020 in der Formel E an den Start. Es gilt eine offizielle Kosten-Obergrenze pro Team von rund drei Millionen Euro. Gefahren wird mit einheitlichem Chassis und Reifen, den Antriebsstrang entwickeln inzwischen fast alle Rennställe selbst. Die Batterie für die Formel E kommt von McLaren Advanced Technologies (MAT). Training, Qualifikation und Rennen der Formel E finden an einem Tag statt, Ausnahmen sind Doppelrennen auf ausgewählten Rundkursen.

 

Wer sind die prominentesten Fahrer?

Seit der Formel-E-Saison 2018/2019 geht Ex-Formel-1-Pilot Felipe Massa in der Rennserie an den Start. Auch Sebastien Buemi und Lucas di Grassi sowie Jérôme D'Ambrosio und Jean-Eric Vergne können auf Formel-1-Erfahrung verweisen. Zudem startet DTM-Vizemeister Nico Müller für das Team von Dragon Racing.

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Welche Autobauer sind dabei?

In den ersten beiden Jahren der Formel E schickte Renault als einziger Hersteller ein Werksteam an den Start, ist aber nach der Saison 2018 ausgestiegen. Zur dritten Saison kam Jaguar hinzu. Audi, Förderer des einzigen deutschen Teams Abt, baut sein Engagement zur neuen Saison zum Werksteam aus. BMW unterstützt bereits den Rennstall der US-Motorsportlegende Michael Andretti und ist seit der Formel E 2019/2020 als Werksteam mit von der Partie. Als erster japanischer Autobauer kam Nissan zur Formel-E-Saison 2018/2019 hinzu. Als neues Team geht Porsche mit den Fahrern Neel Jani und André Lotterer zur Saison 2019/2020 an den Start. Zudem übernimmt Mercedes den Startplatz des Teams HWA Racelab. Nyck de Vries gibt für die Stuttgarter sein Formel-E-Debüt, sein Teamkollege wird Stoffel Vandoorne, der zuvor für HWA gefahren war.

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Warum steigt das Interesse der Autohersteller?

BMW will mit dem Formel-E-Einstieg seine "Kompetenz in der Elektromobilität" beweisen, wie Motorsportdirektor Jens Marquardt sagt. Auch Audi sieht sein Engagement in der Formel E als logisch. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. In der Formel E könne die Technologie für den Einsatz in der Serien-Produktion getestet werden. Ähnlich argumentiert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Der Rennsport war schon immer eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Industrie, wodurch die Formel E in der Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen wird." Daniele Schillaci, Verkaufschef von Nissan und unter anderem auch für den Geschäftsbereich E-Mobilität zuständig, bläst ins gleiche Horn: "Wir sind Pioniere der Elektromobilität und blicken gleichzeitig auf eine lange Motorsporthistorie zurück. Es liegt also nahe, diese beiden Kernkompetenzen zusammenzubringen und in der Formel E anzutreten." Porsche bringt 2019 parallel zum Einstieg in die Rennserie den ersten vollelektrischen Porsche Mission E auf den Markt. Die Zuffenhausener investieren bis Ende 2022 mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität, das Engagement in der Formel E kann man also als logische Schlussfolgerung sehen.

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Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?

Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Die Formel 1 ist ein Milliarden-Geschäft mit globaler Strahlkraft, schillernder Historie und den berühmtesten Fahrern. Die Formel E wird wegen der längst nicht ausgereiften Technik und der Skepsis vieler Motorsport-Fans gegenüber den elektrischen Flitzern noch lange im Schatten der Königsklasse stehen. Der US-Medienkonzern Liberty, der die Mehrheitsanteile an beiden Rennserien hält, dürfte ohnehin kaum daran interessiert sein, dass die Formel E der Formel 1 das Wasser abgräbt.

 

Muss sich die DTM sorgen?

"Nein, diese Bedenken gibt es nicht. Alle drei Hersteller haben ein klares Bekenntnis zur DTM abgegeben. In welcher Form und über welche Serien das Motorsportprogramm in der Breite ausgestaltet wird, ist Sache jedes Herstellers", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef des DTM-Rechteinhabers ITR, zur Konkurrenzsituation zwischen der Formel E und der DTM. Leider zeigt sich diese Aussage nur kurze Zeit später bereits als überholt: Mercedes steigt aus der DTM aus und möchte sich auf Formel 1 und Formel E konzentrierten. Allerdings "bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen", ließ die Trägerorganissation (ITR) der DTM verlauten.

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Wo ist die Formel E Saison 2019/2020 zu sehen?

Die Formel E macht in der Saison 2019/2020 für 14 Rennen in zwölf Metropolen von Hongkong über Paris bis New York Halt. Neu im Rennkalender sind die Stationen Seoul (Südkorea) und Jakarta (Indonesien). Außerdem findet das Saison-Finale mit einem Doppelevent am 25. und 26. Juli 2020 nach drei Jahren Auszeit auf einem neuen Streckenlayout in London statt. Außerdem gastiert die Rennserie erneut in Santiago de Chile, Mexico City, Marrakesch, Sanya, Rom, Paris und New York. Die Rennen in Bern (Schweiz) und Hongkong (China) hingegen wurden aus dem Kalender gestrichen. In Deutschland macht die Formel E am 21. Juni 2020 in Berlin Halt.

 

Welcher Fernsehsender überträgt die Formel E?

Eurosport überträgt die Formel E im frei empfangbaren Fernsehen. Zudem wird das ZDF sieben Rennen im Live-Stream und weitere zwei im Hauptprogramm zeigen. Die ARD streamt drei E-Prix und zeigt zwei im Fernsehprogramm.

 

Formel E 2019/2020 Strecken, Termine (Tabelle)

TerminStreckeSieger
22.11.2019Diriyya / Saudi-ArabienS. Bird
23.11.2019Diriyya / Saudi-ArabienA. Sims
18.01.2020Santiago / ChileM. Günther
15.02.2020Mexiko-Stadt / MexikoM. Evans
29.02.2020Marrakesch / MarokkoA. F. da Costa
04.04.2020Rom / Italien(abgesagt)
18.04.2020Paris / Frankreich 
03.05.2020Seoul / Südkorea 
06.06.2020Jakarta / Indonesien 
21.06.2020Berlin / Deutschland 
11.07.2020New York / USA 
25.07.2020London / Großbritannien 
26.07.2020London / Großbritannien 

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