Formel E 2018 (Sieger/Tabelle): Alle Informationen Rosenqvist gewinnt Formel E in Marrakesch

von Alexander Koch 15.01.2018
Inhalt
  1. Formel E 2018: Strecken, Termine und Sieger
  2. Änderungen für vierte Formel-E-Saison
  3. Was ist Ziel der Formel E?
  4. Wie funktioniert die Formel E?
  5. Wer sind die prominentesten Fahrer?
  6. Welche Autobauer sind dabei?
  7. Warum steigt das Interesse der Autohersteller?
  8. Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?
  9. Muss sich die DTM sorgen?
  10. Wo ist die Formel E Saison 2018 zu sehen?
  11. Formel E 2018: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

Die Formel E gastierte zum Auftakt im Jahr 2018 am 13. Januar in Marrakesch/Marokko. Auf dem temporären Circuit International Automobile Moulay el Hassan gewann Mahindra-Pilot Felix Rosenqvist. Alle Informationen, Sieger und Tabellen!

Felix Rosenqvist setzt einem Wochenende mit vielen Auf und Abs die Krone auf und gewinnt den Formel-E-Lauf in Marrakesch (13. Januar). Es ist der zweite Erfolg des Schweden nach dem Start der neuen Saison in Hongkong. Dabei führte lange Sebastien Buemi (Renault e.dams), ehe der Mahindra-Pilot vier Runden vor Schluss überholen konnte. Das wiederum führt Buemi auf den nicht funktionierenden Fan-Boost zurück, auf den er sich aber im Duell verlassen habe. Für Rosenqvist war es der erfolgreiche Abschluss eines Rennwochenendes mit vielen Höhen und Tiefen. Einem nach eigenem Empfinden schlechten Training folgte ein Qualifying, das Rosenqvist  mit dem ersten Platz abschloss. Allerdings mussten kurz vor Start die Batterien getauscht werden, sodass der Schwede nur vom dritten Platz hinter Buemi und Sam Bird (DS Virgin) ins Rennen gehen könnte. Mit seinem Sieg in Marrakesch ist Felix Rosenqvist der neue Gesamtführende der Formel E in der Saison 2018. Der nächste Lauf startet am 3. Februar in Santiago (Chile).

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Formel E 2018: Strecken, Termine und Sieger

StreckeTerminSieger
02./03.12.2017HongkongBird/Rosenquist
13.01.2018Marrakesch (Marokko)Rosenqvist
03.02.2018Santiago (Chile)-
03.03.2018Mexiko-Stadt (Mexiko)-
17.03.2018Sao Paulo (Brasilien)-
13.04.2018Rom (Italien)-
28.04.2018Paris (Frankreich)-
19.05.2018Berlin (Deutschland)-
10.06.2018Zürich (Schweiz)-
14./15.07.2018New York (USA)-
28./29.07.2018Montreal (Kanada)-
 

Änderungen für vierte Formel-E-Saison

Zu Beginn der vierten Formel-E-Saison werden die Fans und Zuschauer der elektrischen Rennserie mit einigen Änderungen erwartet: So steigt die Maximalleistung der Boliden von 170 auf 180 kW, die Leistungssteigerung durch Fanboosts steigt um zehn auf maximal 190 kW. Die Maximalleistung bei der Rekuperation erhöht sich von 150 auf 200 kW. Zürich (Schweiz) und Santiago (Chile) sind neu im Rennkalender der Formel E 2018, sie ersetzen die beiden Stationen Buenos Aires (Argentinien) und Monaco. Damit ist Berlin die einzige Stadt, die seit Anbeginn der Formel E ein Rennen austragen darf. Auch im Fahrerfeld tut sich zur neuen Saison einiges: War Alex Lynn in der vergangenen Meisterschaft noch Ersatzfahrer, geht er in Hongkong als Stammfahrer von DS Virgin Racing an den Start. Er ersetzt José María López. Nach drei Saisons bei NextEV NIO wechselt Nelson Piquet jr. zu Panasonic Jaguar Racing und ersetzt dort Adam Carroll. Luca Filippi wird wiederum der Nachfolger von Piquet jr. Neel Jani gibt bei Dragon Racing sein Debüt in der Formel E und ersetzt Loïc Duval. Außerdem sind neu: André Lotterer bei Techeetah (ersetzt Stéphane Sarrazin), Edoardo Mortara bei Venturi (ersetzt Tom Dillmann) sowie Tom Blomqvist bei Andretti (ersetzt Robin Frijns).

 

Was ist Ziel der Formel E?

Der Automobil-Weltverband FIA möchte mit der 2014 gestarteten Formel E den grünen Motorsport fördern. "Eine stille Revolution", nannte es Geschäftsführer Alejandro Agag. Umweltfreundlich, sparsam, leise – das sind die Argumente, mit denen die Formel E für sich wirbt. Zugleich soll die grüne WM Autobauern eine Plattform zur Entwicklung der Elektromobilität bieten.

 

Wie funktioniert die Formel E?

Zehn Teams mit je zwei Fahrern sind bei der Formel E dabei. Es gilt eine offizielle Kosten-Obergrenze pro Team von rund drei Millionen Euro. Gefahren wird mit einheitlichem Chassis und Reifen, den Antriebsstrang entwickeln inzwischen fast alle Rennställe selbst. Die Batterie für die Formel E kommt von einem Tochter-Unternehmen des Formel-1-Teams Williams. Weil diese jedoch noch nicht ausgereift genug ist, um ein gesamtes Rennen durchzuhalten, wechseln die Fahrer zur Hälfte das Auto. Training, Qualifikation und Rennen der Formel E finden an einem Tag statt, Ausnahmen sind Doppelrennen auf ausgewählten Rundkursen. Im Rennen, das knapp eine Stunde dauert, ist die Höchstgeschwindigkeit bei 225 Stundenkilometern gedeckelt. Die Formel-E-Boliden erreichen dabei eine Lautstärke von etwa 80 Dezibel. Ein Pkw kommt im Schnitt auf 70.

 

Wer sind die prominentesten Fahrer?

Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld bestritt in elf Formel-1-Jahren 183 Grand-Prix-Rennen – konnte aber nie gewinnen. In der Formel E fährt er für das indische Team Mahindra. Auch Titelverteidiger Sebastien Buemi und Lucas di Grassi sowie Jérôme D'Ambrosio und Jean-Eric Vergne können auf Formel-1-Erfahrung verweisen.

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Welche Autobauer sind dabei?

In den ersten beiden Jahren der Formel E schickte Renault als einziger Hersteller ein Werksteam an den Start, möchte aber nach der Saison 2018 aussteigen. Zur dritten Saison kam Jaguar hinzu. Audi, Förderer des einzigen deutschen Teams Abt, und baut sein Engagement zur neuen Saison zum Werksteam aus. BMW unterstützt bereits den Rennstall der US-Motorsportlegende Michael Andretti und wird nach der Saison 2018 als Werksteam mit von der Partie sein. Mercedes hat für 2018 den Ausstieg aus der DTM angekündigt und forciert für 2019 sein Engagement in der Formel E. Als erster japanischer Autobauer steigt Nissan ab der fünften Formel-E-Saison ein.

 

Warum steigt das Interesse der Autohersteller?

BMW will mit dem Formel-E-Einstieg seine "Kompetenz in der Elektromobilität" beweisen, wie Motorsportdirektor Jens Marquardt sagt. Auch Audi sieht sein Engagement in der Formel E als logisch. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. In der Formel E könne die Technologie für den Einsatz in der Serien-Produktion getestet werden. Ähnlich argumentiert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Der Rennsport war schon immer eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Industrie, wodurch die Formel E in der Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen wird." Daniele Schillaci, Verkaufschef von Nissan und unter anderem auch für den Geschäftsbereich E-Mobilität zuständig, bläst ins gleiche Horn: "Wir sind Pioniere der Elektromobilität und blicken gleichzeitig auf eine lange Motorsporthistorie zurück. Es liegt also nahe, diese beiden Kernkompetenzen zusammenzubringen und in der Formel E anzutreten."

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Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?

Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Die Formel 1 ist ein Milliarden-Geschäft mit globaler Strahlkraft, schillernder Historie und den berühmtesten Fahrern. Die Formel E wird wegen der längst nicht ausgereiften Technik und der Skepsis vieler Motorsport-Fans gegenüber den elektrischen Flitzern noch lange im Schatten der Königsklasse stehen. Der US-Medienkonzern Liberty, der künftig die Mehrheitsanteile an beiden Rennserien hält, dürfte ohnehin kaum daran interessiert sein, dass die Formel E der Formel 1 das Wasser abgräbt.

 

Muss sich die DTM sorgen?

"Nein, diese Bedenken gibt es nicht. Alle drei Hersteller haben ein klares Bekenntnis zur DTM abgegeben. In welcher Form und über welche Serien das Motorsportprogramm in der Breite ausgestaltet wird, ist Sache jedes Herstellers", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef des DTM-Rechteinhabers ITR, zur Konkurrenzsituation zwischen der Formel E und der DTM. Leider zeigt sich diese Aussage nur kurze Zeit später bereits als überholt: Mercedes steigt aus der DTM aus und möchte sich auf Formel 1 und Formel E konzentrierten. Allerdings "bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen", ließ die Trägerorganissation (ITR) der DTM verlauten.

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Wo ist die Formel E Saison 2018 zu sehen?

Die Formel E startet auf Stadtkursen in zehn Metropolen von Hongkong über Paris bis New York. Neu zur Formel E Saison 2018 sind die Stationen Zürich (Schweiz) und Santiago (Chile), dafür fliegen Buenos Aires (Argentinien) und Monaco aus dem Rennkalender. In Deutschland macht die Formel E am 19. Mai 2018 in Berlin Halt. Eurosport überträgt die Formel E im frei empfangbaren Fernsehen.

 

Formel E 2018: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Daniel Abt (66)12Audi Sport
ABT Schaeffler
12
Lucas di Grassi (1)0  
Jerome d'Ambrosio (7)0Dragon Racing8
Neel Jani (6)0  
Sam Bird (2)50DS Virgin Racing58
Alex Lynn (36)8  
Nick Heidfeld (23)21Mahindra Racing75
Felix Rosenqvist (19)54  
Antonio Felix da Costa (28)8Andretti Autosport12
Tom Blomqvist (27)4  
Luca Filippi (68)1NextEV NIO9
Oliver Turvey (16)8  
Nelson Piquet jr. (3)25Panasonic Jaguar Racing40
Mitch Evans (20)15  
Sebastien Buemi (9)22Renault e.dams28
Nicolas Prost (8)6 -
Jean-Eric Vergne (25)43Techeetah43
Andre Lotterer (18)0  
Maro Engel (5)6Venturi30
Edoardo Mortrara (4)24  

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