Mick Schumacher: Formel-1-Debüt (Ferrari) Mick Schumacher erneut stark

04.04.2019
Inhalt
  1. Formel 1: Mick Schumacher feiert sein Ferrari-Debüt
  2. Mick Schumacher: Testfahrten in Vettels F1-Ferrari
  3. Mick Schumacher: Einstieg in die Formel 1 und bei Ferrari
  4. Sebastian Vettel freut sich auf Mick Schumacher im Formel-1-Ferrari

Mick Schumacher hat sein Formel-1-Debüt im Ferrari SF90 von Vettel und im Boliden von Alfa Romeo gegeben. Auf dem Bahrain International Circuit absolviert der 20-Jährige am 2. und 3. April 2019  seine ersten Testrunden. Damit tritt er in die Fußstapfen seines Vaters Michael Schumacher!

Auch bei seinem zweiten Testeinsatz in der Formel 1 wusste Mick Schumacher zu überzeugen. Im Alfa-Sauber erzielte der Sohn des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher die sechstbeste Tageszeit unter 16 Konkurrenten. Die Tagesbestzeit markierte F1-Novize George Russell. Der amtierende Formel-2-Meister absolvierte den Tag für Mercedes im Rahmen des Young Drivers Test, bei dem nur Fahrer mit maximal zwei Formel-1-Rennen auf dem Buckel zugelassen sind. Der Mercedes-Protegé verbesserte sich in der letzten Teststunde und verdrängte dabei Racing Point-Pilot Sergio Perez auf Rang zwei, gefolgt von Sebastian Vettel, Carlos Sainz jr. und Daniil Kvyat. Hinter Schumacher folgte auf Rang sieben Alexander Albon vor Lance Stroll und Dan Ticktum. Der junge Red Bull-Zögling bestritt seine ersten Formel-1-Kilometer. Romain Grosjean komplettierte die Top 10 vor Reifentester Fernando Alonso. Die meisten Runden spulte Toro Rosso-Neuling Alexander Albon ab: Der Anglo-Thai fuhr 143 Runden. Schumacher kam auf 70 Runden und war dabei nur 0,969 Sekunden langsamer als Spitzenreiter Russell. Sein Auftritt im Ferrari am Dienstag und im Alfa-Sauber am Mittwoch, 2. und 3. April 2019, darf bestenfalls als Gastspiel gewertet werden. "Ich freue mich wieder in der Formel 2 zu starten", reduzierte der amtierende Formel-3-Europameister sämtliche Spekulationen, dass es in der Formel 1 für ihn schon bald weiter gehen könnte. Mehr zum Thema: So läuft die F1-Saison 2019

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Formel 1: Mick Schumacher feiert sein Ferrari-Debüt

Mit dem Formel-1-Debüt von Mick Schumacher hat erstmals seit dem 22. Oktober 2006 wieder ein Schumacher in einem Ferrari-F1 Gas gegeben: Der 20-jährige Sohn des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher absolvierte in Bahrain Anfang April 2019 den ersten Tag des Young Driver's Test. Als er aus der Box fuhr, twitterte die Formel 1 "Ein Ferrari. Ein Schumacher". Am ersten der beiden Testtage legte Mick Schumacher bei gemischten äußeren Bedingungen insgesamt 54 Runden zurück. Mit einer Zeit von 1.29,976 Minuten blieb er nur um 0,597 Sekunden hinter Max Verstappen, der mit seinem Red Bull die Tagesbestzeit markierte. Die ersten drei Stunden des Test verliefen bei trockener Bahn – bis auf einen kurzen Regenschauer. Am Vormittag war Haas-Pilot Romain Grosjean Schnellster. Dann jedoch begann es hartnäckig zu regnen. Da die Teams keine Regen- oder Intermediate-Reifen markiert hatten, blieb ihnen nichts anderes übrig, als auf Sonne und abtrocknende Pistenverhältnisse zu warten. Erst am späten Nachmittag waren wieder schnelle Rundenzeiten möglich. Mick Schumacher war dann einer der ersten auf der Bahn. Der Formel-2-Rookie hatte am Vormittag nur 33 Runden im Ferrari absolviert. Da rangierte er noch auf Platz 8 der Zeitenliste. Am späten Nachmittag jedoch brannte Mick weitere 21 Runden auf die Bahn. Drittschnellster war McLaren-Newcomer Lando Norris vor Romain Grosjean, Alex albon im Toro Rosso und GP Bahrain-sieger Lewis Hamilton. Auch Ex-Weltmeister Fernando Alonso saß ersemals seit dem Saisonfinale 2018 wieder in einem McLaren. Der Spanier unternahm für Pirelli Reifentests. Am 3. April wechselt Mick Schumacher das Cockpit: Dann geht er für Alfa-sauber auf die Strecke. Den Ferrari SF90 steuert dann Sebastian Vettel. 

 

Mick Schumacher: Testfahrten in Vettels F1-Ferrari

Die Testfahrten in Vettels SF90 sind für Mick Schumacher ein weiterer Schritt in die Formel 1. Im Januar 2019 hatte er einen Vertrag bei Ferrari unterschrieben und ist seitdem Teil der Nachwuchsgruppe "Ferrari Driver Academy". Damit tritt der Junior direkt in die Fußstapfen seines Vaters Michael Schumacher, der für Ferrari in 180 Rennen 72 Siege und fünf Titel einfuhr und in Italien bis heute als Ikone der Scuderia gilt. "Ich bin sehr froh, dass es jetzt offiziell ist und ich als Ferrari-Akademie-Fahrer hier stehen darf", sagte Mick Schumacher im Januar 2019 am Rande des Race of Champions in Mexiko. Im Anschluss an die Testrunden im SF90 von Sebastian Vettel soll Mick Schumacher in den Alfa Romeo wechseln, der ebenfalls von Ferrari-Motoren angetrieben wird. Zwei von vier Testtagen sind jungen Fahrern vorbehalten, die bislang nicht mehr als zwei Grands-Prix bestritten haben. Bisher übernahm Antonio Giovinazzi diese Rolle für den Rennstall aus Maranello, doch der Italiener geht in der aktuellen Saison als Stammfahrer für Alfa Romeo an den Start. Im Juniorkader von Ferrari muss sich Mick Schumacher etwa gegen Guiliano Alesi, Marcus Armstrong, Enzo Fittipaldi, Callum Ilott, Gianluca Petecoff und Robert Shwartzman durchsetzen. 

 

Mick Schumacher: Einstieg in die Formel 1 und bei Ferrari

Völlig überraschend kommt der Einstieg Mick Schumachers in die Formel 1 und Ferrari nicht. Der prominente Nachwuchsrennfahrer begann als Neunjähriger im Kartsport, wurde 2016 Vizemeister in der ADAC-Formel-4 und holte 2018 nach einer starken zweiten Saisonhälfte (acht Siege, drei Mal Platz 2) mit Triebwerken von Mercedes den Titel in der Formel-3-Europameisterschaft. 2019 geht er mit dem Prema-Team in der Formel 2 an den Start. Zu der Verpflichtung bei Ferrari ließ der 20-Jährige über sein Management mitteilen: "Ich bin überglücklich, dass Ferrari eine Partnerschaft mit mir eingegangen ist und dass meine Zukunft im Motorsport als Teil der Ferrari Driver Academy und auch der Scuderia-Ferrari-Familie rot sein wird." Auf diesem Weg wolle er seinen Traum von einem Aufstieg in die Formel 1 verwirklichen. Auch bei der Scuderia machte man bislang nie ein Geheimnis darum, dass man an dem Sohn von Michael Schumacher interessiert sei. Mattia Binotto, der neue Ferrari-Teamchef, sagte: "Für jemanden wie mich, der ihn seit der Geburt kennt, gibt es keinen Zweifel, dass Micks Aufnahme bei Ferrari eine besondere emotionale Bedeutung hat." Den Schumacher-Sohn habe der Rennstall aber wegen seines Talents und seiner menschlichen wie fahrerischen Qualitäten ausgewählt. Mehr zum Thema: Alle Formel-1-Weltmeister

 

Sebastian Vettel freut sich auf Mick Schumacher im Formel-1-Ferrari

Über Mick Schumacher als Neuzugang der Ferrari-Nachwuchs-Akademie freut sich auch Formel-1-Pilot Sebastian Vettel: "Es ist schön, und für ihn ist es natürlich großartig", sagte er im Januar 2019 bei dem Race of Champions in Mexiko-Stadt. Man solle dem 20-jährigen Nachwuchsfahrer aber am Anfang noch etwas Zeit geben: "Es sollte nicht zu viel erwartet werden, gerade am Anfang, weil die Formel 1 doch sehr komplex ist." Vettel hoffe, dass Mick Schumacher Ferrari lange treu bleibt und mit ihm gemeinsam fährt. "Oder wenn ich das Lenkrad mal an den Nagel hänge, können wir ja direkt abklatschen", ergänzte er.

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