DTM 2019 (Fahrer, Punktestand, Termine, Teams) Spannendes DTM-Finale am Hockenheimring

von Max Sonnenburg 07.10.2019
Inhalt
  1. Finale der DTM-Saison 2019 auf dem Hockenheimring
  2. DTM 2019: Fahrerwertung, Punktestand & Teamwertung
  3. Regeländerungen zur DTM-Saison 2019
  4. DTM: Welche Teams sind 2019 dabei?
  5. Wer sind die prominentesten Fahrer der DTM 2019?
  6. Wo ist die DTM zu sehen?
  7. Hankook und die DTM verlängern ihre Partnerschaft

Die DTM-Saison 2019 ist nach dem Finale auf dem Hockenheimring (4. bis 6. Oktober) Geschichte. Nico Müller sicherte sich mit seinem Sieg im letzten Rennen der Saison hinter René Rast den Vizemeister-Titel. Alle Informationen zu Fahrer, Punktestand, Termine, Teams.

Das Saisonfinale der DTM 2019 am Hockenheimring zementierte den dreifachen Audi-Triumph. Hersteller-, Team- und Fahrerwertung gehen an den bayerischen Autobauer und machen die DTM-Saison 2019 zur erfolgreichsten in der Markengeschichte. Die Konkurrenz von BMW und Aston Martin wurde einmal mehr auf die Plätze verwiesen. Nico Müller sicherte sich mit seinem Sieg im Sonntagsrennen zudem die Vizemeisterschaft hinter René Rast, der bereits als Champion feststand. Rast gewann das Samstag-Rennen vor BMW-Pilot Marco Wittmann, der sich vor dem Hockenheim-Wochenende noch Hoffnungen auf die Vizemeisterschaft gemacht hatte. Diesen Plan musste er mit dem Verpassen der Punkteränge im zweiten Rennen endgültig begraben. Seine Crew schickte ihn nach dem ersten Stopp zu früh zurück in die Boxengasse, wo er den Audi von Aberdein berührte – Grund genug für eine vorentscheidende Durchfahrtsstrafe für Wittmann. Pech hatte auch Timo Glock, der lange Zeit Chancen auf einen Podiumsplatz sah, aber nicht an René Rast vorbeikam. Das Spritzwasser des vorherfahrenden Audi führte zu Leistungseinbußen. Flankiert wurde die verregnete Audi-Show von Gaststartern der japanischen Super-GT-Serie. Die technisch sehr ähnlichen Fahrzeuge durften sich erstmals mit den DTM-Boliden messen. Jenson Button steuerte seinen Honda NSX am Samstag auf den neunten und sonntags auf den 16. Rang und war so der erfolgreichste Gaststarter. Vom 22. bis 24. November folgt ein weiteres Event der beiden Rennserien: das "Dream Race" im japanischen Fuji.  Mehr zum Thema: Porsche steigt in die Formel E ein

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Der Audi RS 5 DTM im Video:

 
 

Finale der DTM-Saison 2019 auf dem Hockenheimring

Audi-Pilot René Rast hatte bereits ein Rennen vor dem großen DTM-2019-Finale auf dem Hockenheimring auf dem Nürburgring seinen zweiten DTM-Titel erobert. Seinem sechsten Saisonsieg am Samstag folgte im Sonntagsrennen ein dritter Platz. "Ich bin mega-happy, klar", sagte Rast nach dem Sonntagsrennen am Ring. "Bis zum Schluss wusste ich nicht, ob es gereicht hat, denn ich wusste nicht, auf welcher Position Nico Müller ins Ziel gekommen ist. Es ist ein bisschen wie beim ersten Titelgewinn, der unverhofft kam. Trotzdem hat sich dieser hier angekündigt. Wir hatten eine großartige Saison, waren immer konkurrenzfähig. Jetzt können wir das Finale in Hockenheim genießen." Mit dem ersten Saisonsieg von Rasts Team Rosberg-Kollege Jamie Green sicherte sich Audi auch noch den dritten Titel, nachdem der Markentitel bereits bei der vorherigen Veranstaltung am Lausitzring unter Dach und Fach gebracht wurde: Die Teamwertung kann Audi nicht mehr entrissen werden. Sie wird in Hockenheim zwischen den Audi-Teams von Rosberg und Abt entschieden. Audi hat somit alle drei DTM-Titel klar gemacht. Der 32-jährige Rast ist der erste Meister der neuen Turbo-Ära. "Ich kann es noch gar nicht glauben", sagte der Wahl-Österreicher, der erst nach der Zieldurchfahrt per Funk von seinem Renningenieur erfuhr, dass er den Titel schon im drittletzten Rennen der Saison gewonnen hat. "Was für ein Jahr! Wir waren fast überall extrem stark. Den Titel schon vor dem letzten Rennwochenende zu holen, ist unglaublich. Einen ganz großen Anteil daran hat das Team Rosberg, das fantastisch gearbeitet hat. Und natürlich Audi: Der Audi RS 5 DTM war in diesem Jahr das beste Auto mit dem besten Turbomotor." Die Audi-Teamführung stapelte derweil tief: "Wir haben nicht damit gerechnet, die Meisterschaft schon so früh und vor allem auf eine derart dominante Art und Weise zu gewinnen", sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass, nachdem Audi im Sonntagsrennen die ersten sieben Plätze belegte. "René ist nun zweimaliger DTM- Champion – und das absolut verdient. Er hat eine eindrucksvolle Saison gezeigt. Glückwunsch an ihn, an sein Team, aber auch die ganze Audi-Familie." Gass bedankte sich bei seiner Truppe, aber auch bei seinen Einsatzteams: "Es ist fantastisch, mit einem so tollen Team zu arbeiten. Jetzt freuen wir uns auf das Finale in Hockenheim gemeinsam mit den Autos aus der japanischen Super GT. Auch das wird noch einmal ein absolutes Highlight." In der DTM ist Rast die dominierende Fahrerpersönlichkeit. Der neue Champion hat mittlerweile 16 Siege auf der Habenseite. Von den aktuellen DTM-Piloten liegt er damit knapp hinter beziehungsweise gleichauf mit Jamie Green und Bruno Spengler. Nur: Diese Fahrerkollegen fahren bereits in ihrer 15. DTM-Saison. Rast erst in seiner dritten. So schnell wie kein anderer Fahrer vor ihm holte sich Rast seinen zweiten DTM-Titel. Damit stellt er DTM-Stars wie Mattias Ekström, Gary Paffett, Timo Scheider und BMW-Rivale Marco Wittmann in den Schatten, ebenso die Legenden Klaus Ludwig und Bernd Schneider. Auch DTM-Chef Gerhard Berger würdigte Rast: "René ist ein ganz besonderer Rennfahrer. Er arbeitet hart und überlässt nichts dem Zufall. Unter Druck, bei Regen, bei Sonnenschein– er liefert stets." Der 14-malige Grand Prix-sieger hält Rast für einen Fahrer, der mit seinem großen Talent auch in der Formel 1 Fuß gefasst hätte. "Aber leider ist es dazu jetzt zu spät", sagte Berger. Aber vielleicht wird es ja doch noch etwas mit der Erfüllung von Rast größtem Wunsch: Der gebürtige Mindener möchte zu gerne einmal einen Formel 1 zumindest testen. Gleiches wurde vor Jahren seinem Widersacher Marco Wittmann bei Torro Rosso ermöglicht.

 

DTM 2019: Fahrerwertung, Punktestand & Teamwertung

Fahrerwertung Teamwertung 
FahrerPunkteTeamPunkte
René Rast (33)322Audi Sport Team Rosberg447
Jamie Green (53)115  
Nico Müller (51)250Audi Sport Team Abt407
Robin Frijns (4)157  
Mike Rockenfeller (99)182Audi Sport Team Phoenix316
Loic Duval (28)134  
Pietro Fittipaldi (21)22WRT Team Audi Sport79
Jonathan Aberdein (27)67  
Sheldon van der Linde (31)42BMW Team RBM103
Joel Eriksson (47)61  
Marco Wittmann (11)202BMW Team RMG308
Bruno Spengler (7)106  
Timo Glock (16)58BMW Team RMR202
Philipp Eng (25)144  
Paul di Resta (3)21Team R-Motorsport 138
Jake Dennis (76)17  
Daniel Juncadella (23)23Team R-Motorsport 226
Ferdinand Habsburg (62)3  
 

Regeländerungen zur DTM-Saison 2019

Die größten Neuerungen der DTM-Saison 2019 werden durch das neue Class-1-Reglement eingeführt. Das sieht vor, dass zahlreiche Fahrzeugkomponenten vereinheitlicht werden. Außerdem sieht das sogenannte Gleichheits-Konzept vor, dass die V8-Motoren durch effizientere, Vierzylinder-Motoren ersetzt werden. Die Turbo-Aggregate leisten 620 PS Leistung und sollen für Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 300 km/h ausgelegt sein. Auch die Aerodynamik wurde vereinfacht. Das betrifft vor allem den neuen Heckflügle sowie geänderte Diffusoren an Front und Heck. Durch das gemeinsame Reglement soll die Chancengleichheit zwischen den einzelnen Teams und die Sicherheit der Fahrer gewährleistet werden. Darüber hinaus sollen die Kosten gesenkt werden, um die Rennserie für die Hersteller auch weiterhin attraktiv zu machen. Neben diversen Regeländerungen wartet die DTM-Saison 2019 aber auch mit weiteren Neuerungen auf: Das Fahrzeuggewicht sinkt von 1031 auf 981 Kilogramm. Neu ist zudem die sogenannte Push-to-pass-Funktion, bei der dem Fahrer auf Knopfdruck ein Leistungsplus von maximal 30 PS zur Verfügung steht. Pro Rennen kann die Funktion bis zu zwölf Mal benutzt werden. Wie zuletzt steht den Fahrern die DRS-Funktion (Drag Reduction System) zur Verfügung, bei der sich der Luftwiderstand verringert, indem sich der Heckflügel um 18 Grad abklappen lässt. Durch das DRS können temporär 15 km/h dazugewonnen werden. Um das System benutzen zu können, muss der Abstand zum Vordermann, nicht wie bisher drei, sondern lediglich eine Sekunde betragen. Unabhängig von dem jeweiligen Abstand zum Vordermann darf das DRS auch in den letzten fünf Rennrunden eingesetzt werden. Damit sind packende Duelle und spektakuläre Zweikämpfe bis in die Schlussphase der DTM garantiert.

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DTM: Welche Teams sind 2019 dabei?

Die DTM-Saison 2019 findet zum ersten Mal ohne Mercedes statt. Nach über 30 jahren verabschiet sich das Team aus der Rennserie. Dafür geht erstmals das Team von R-Motorsport mit einem Aston Martin an den Start. Team R-Motorsport gehört zu der AF Racing AG, die das Projekt führt. Die AF Racing AG arbeitet eng mit der HWA AG zusammen, früher ein Team von Mercedes. Neben den Rookies von R-Motorsport im Aston Martin zählen auch die beiden etablierten Autohersteller Audi und BMW zu den Akteuren der DTM Saison 2019. Audi wird durch das Sport Team Abt, das Sport Team Phoenix und das Sport Team Rosberg repräsentiert. Für BMW gehen das RMG Team von Reinhold Motorsport und das Racing Bart Mampaey (RMB) Team an den Start.

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StreckeTerminSieger
Hockenheim (Deutschland)03.-05.05.1. Rennen: Wittmann
2. Rennen: Rast
Zolder (Belgien)17.-19.05.1. Rennen: Eng
2. Rennen: Rast
Misano (Italien)07.-09.06.1. Rennen: Wittmann
2. Rennen: Müller
Norisring (Deutschland)05.-07.07.1. Rennen: Rast
2. Rennen: Spengler
Assen (Niederlande)19.-21.07.1. Rennen: Wittmann
2. Rennen: Rockenfeller
Brands Hatch (Großbritannien)10.-11.08.1. Rennen: Wittmann
2. Rennen: Rast
Lausitzring (Deutschland)23.-25.08.1. Rennen: Müller
2. Rennen: Rast
Nürburgring (Deutschland)13.-15.09.1. Rennen: Rast
2. Rennen: Green
Hockenheim (Deutschland)04.-06.10.1. Rennen: Rast
2. Rennen: Müller
 

Wer sind die prominentesten Fahrer der DTM 2019?

Zu den wohl bekanntesten Fahrern zählen auch in diesem Jahr Paul di Resta, Mike Rockenfeller, Bruno Spengler und Marco Wittmann. Sie alle konnten den begehrten Titel bereits einmal ergattern. Erstmals in das Cockpit eines DTM-Fahrzeuges steigen die Rookies Philipp Eng, Jake Dennis, Ferdinand Habsburg und Sheldon van der Linde. Augusto Farfus, Fahrer von BMW, verlässt hingegen die DTM. Als DTM Champion 2018 scheidet auch Garry Paffet in der DTM-Saison 2019 aus.

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Wo ist die DTM zu sehen?

Übertragen wird die DTM-Saison 2019 live auf Sat.1. Die Übertragung der Rennen beginnt samstags oder sonntags jeweils um 13 Uhr. Um 13:30 Uhr starten die Rennen. Lediglich beim Lauf im englischen Brands Hatch beginnt die Ausstrahlung erst um 14 Uhr deutscher Zeit.  Durch das Programm führen die Moderatoren Andrea Kaiser und Matthias Killing. Für spannende und unterhaltsame Kommentare soll Edgar Mielke sorgen, der das Renngeschehen von der Strecke kommentiert. Das Fernsehen in Österreich überträgt die DTM 2019 ebenfalls live, nämlich auf dem ORF. Des Weiteren können alle Rennen auf der Webseite DTM.com live gestreamt werden.

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Hankook und die DTM verlängern ihre Partnerschaft

Der Reifenhersteller Hankook und die Tourenwagen-Serie DTM haben ihre gemeinsame Partnerschaft bis 2023 verlängert. Bereits seit 2011 beliefert der Reifenhersteller die Rennserie. Mit der Verlängerung des Engagements wird die Partnerschaft zwischen Hankook und der DTM zur längsten, die die Rennserie mit einem Reifenhersteller eingegangen ist. Seit dem das Class-1-Regelements der Rennserie zur DTM-Saison 2019 angepasst wurde, leisten die Turbo-Motoren der Rennwagen über 600 PS. Dementsprechend steigen auch die Anforderungen an die Reifen, die der Reifenhersteller Hankook mit dem hohen Leistungspotenzial des Hankook Ventus Rennreifen begegnen möchte. 

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