Le Mans: Sieger; Porsche & Termine 2021 Porsche kehrt nach Le Mans zurück

von Gregor Messer 16.12.2020
Inhalt
  1. Porsche ab 2023 zurück in Le Mans, WEC und IMSA
  2. Termine der Le Mans 2021
  3. Die Vorjahressieger bei der Le Mans
  4. WEC & Le Mans: Änderungen beim Reglement

IMSA und WEC kündigen für 2023 ein neues Reglement an, das Porsche zurück in die Langstrecken-WM lockt. Und: Die Termine der Le Mans 2021 sowie Sieger der Vorjahre!

 

Porsche ab 2023 zurück in Le Mans, WEC und IMSA

Während die Vorbereitungen auf die WEC und Le Mans 2021 laufen, feiert der Rekordsieger bald sein Comeback: Porsche wird 2023 mit einem neuen LMDh-Projekt in Le Mans an den Start gehen. Zuffenhausen möchte sich neben dem Einsatz in der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC auch in der US-amerikanischen IMSA-Serie engagieren. Im Dezember 2020 hat der Porsche-Vorstand für das neue Projekt, das auf Basis der Le Mans-Prototypen der zweiten Division (LMP2) mit Hybridantrieb entwickelt wird, sein Okay gegeben. Bereits im Winter 2019 hatten die Motorsport-Strategen bei Porsche begonnen, sich mit dieser Aufgabenstellung auseinanderzusetzen und einen möglichen Einsatz abzuwägen. Die LMDh-Autos stellen ab 2023 eine neue Topklasse in der Langstrecken-WM WEC und in der nordamerikanischen IMSA WeatherTech Sports-Car Championship. Beide Meisterschaften haben eine große Bedeutung für den Stuttgarter Sportwagenhersteller. Porsche hat die Einführung der neuen Hybrid-Prototypen-Klasse schon bei der gemeinsamen Verkündung durch die Veranstalter ACO/WEC und IMSA ausdrücklich begrüßt. Die rund 1000 Kilogramm leichten Rennwagen werden von einem Hybridsystem mit rund 500 kW (680 PS) Leistung angetrieben. Erster Termin auf der Piste werden die 24 Stunden von Daytona Ende Januar 2023 sein. Die Laufzeit des neuen Werksengagements ist noch völlig offen.

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Der Porsche 919 Hybrid Evo im Video:

 

"Die neue LMDh-Kategorie ermöglicht uns, mit einem Hybridantrieb bei den Klassikern in Le Mans, Daytona und Sebring um Gesamtsiege zu kämpfen – und das zu vertretbaren Kosten. Das Projekt ist für Porsche höchst attraktiv. Der Langstrecken-Motorsport gehört zur DNA unserer Marke", erklärte Porsche-Vorstandsvorsitzender Oliver Blume. Seit mehr als 20 Jahren wird es erstmals wieder möglich sein, mit baugleichen Fahrzeugen bei den weltweiten Langstreckenrennen um Gesamtsiege zu kämpfen. Dabei setzt die neue LMDh-Kategorie auf hohe Kosteneffizienz. Die Autos basieren auf einem weiterentwickelten LMP2-Chassis. Das Hybridsystem inklusive der Steuerungselektronik ist einheitlich. Chassis von vier verschiedenen Herstellern stehen zur Wahl: Die Hersteller können sich für Fahrgestelle der Manufakturen Dallara, Oreca, Multimatic oder Ligier entscheiden. Ausschlaggebend: Das Konzept für den Verbrenner-Antrieb und das Design der Karosserie können die Marken im Rahmen des Reglements frei wählen. So können die Hersteller ihr Marken-Gesicht wahren. Porsche-Chefentwickler Michael Steiner beteuerte bereits im Januar 2020 gegenüber der AUTO ZEITUNG: "Die Grundausrichtung, dass Hersteller mit dem gleichen Fahrzeugkonzept in den beiden wichtigsten Sportwagenserien der Welt antreten können, ist auf jeden Fall richtig." Nun führte er fort "Porsche setzt mittelfristig auf drei verschiedene Antriebskonzepte: vollelektrische Fahrzeuge, effiziente Plug-in-Hybride und emotionale Verbrenner. Diesen Dreiklang wollen wir bei der Entwicklung von hochmodernen Straßenfahrzeugen und im Motorsport gleichermaßen darstellen. Den rein elektrischen Antrieb setzen wir im Rahmen unseres Werksengagements in der FIA Formel E ein. Die hocheffizienten und emotionalen Verbrenner im GT-Sport. Die LMDh-Klasse schließt für uns die Lücke. Dort treten leistungsstarke Hybridantriebe gegeneinander an, wie sie in vergleichbarer Form schon jetzt in zahlreichen Modellen unserer Marke verbaut werden. Wenn das Reglement perspektivisch Raum für den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen bietet, wäre das für mich im Sinne der Nachhaltigkeit ein noch größerer Ansporn."

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Glücklich zeigte sich auch Fritz Enzinger, dem Leiter Motorsport bei Porsche: "Wir sind mit 19 Erfolgen Rekordsieger bei den 24 Stunden von Le Mans und haben auch bei den großen Rennen in den USA ein ums andere Mal ganz oben auf dem Treppchen gestanden. Diese Tradition können wir mit einem LMDh-Fahrzeug vor dem Hintergrund maximaler Kosteneffizienz fortführen. Das Interesse weiterer Hersteller ist groß. Ich hoffe, dass wir an die glorreichen Kämpfe zahlreicher Marken in den 1980er- und 1990er-Jahren anschließen können. Das würde dem gesamten Motorsport einen großen Schub geben." Hochleistungs-Hybridantriebe haben bei Porsche Motorsport eine lange und sehr erfolgreiche Tradition. In den Jahren 2010 und 2011 setzte der revolutionäre Porsche 911 GT3 R Hybrid bei seinen Einsätzen auf der Nürburgring-Nordschleife neue Maßstäbe. Zu diesem Zeitpunkt existierte kein anderes vergleichbares Rennfahrzeug mit Hybrid-Antrieb. Zwischen 2014 und 2017 unterstrich der Sportwagen-Hersteller aus Stuttgart seine Expertise im Bereich hocheffizienter und performanter Hybridantriebe mit dem 919 Hybrid. Im Rahmen der FIA WEC Langstrecken-Weltmeisterschaft gelang mit dem Prototyp der LMP1-Klasse der Hattrick, drei Siege in Folge beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans. Dreimal in Serie verbuchte Porsche zudem den Herstellertitel und die Fahrermeisterschaft für sich.

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Termine der Le Mans 2021

Die WEC-Saison 2021 startet am 19. März mit dem 1000-Meilen-Rennen von Sebring (USA). Der Termin für Le Mans ist der 12. bis 13. Juni.

 

Die Vorjahressieger bei der Le Mans

Die vergangenen drei Sieger stellte allesamt Toyota Gazoo Racing mit den Fahrer-Trios Hartley/Buemi/Nakajima (2020) und zweimal Alonso/Buemi/Nakajima (2019, 2018). Zuvor war Porsche dreimal in Folge der Gesamtsieg in Le Mans gelungen.

 

WEC & Le Mans: Änderungen beim Reglement

2021 ändert sich einiges bei der Langstrecken-Meisterschaft WEC und dem Aushängeschild Le Mans. Die dominante LMP1-Klasse fällt weg, dafür kommen die sogenannten LMH Hypercars, zum Beispiel von Toyota, Glickenhaus und ByKolles. 2022 will auch Peugeot wieder mit einem Rennwagen einsteigen. Der Vorteil der LMH-Autos ist die größere Freiheit was Konzeption und Entwicklung angeht. Sowohl Motoren als auch Karosserie-Design sind frei wählbar. Lediglich die Leistung von 750 PS und ein Hybrid-Anteil von 270 PS darf nicht überschritten werden, während das Gewicht bei 1100 Kilogramm liegen muss.

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