Le Mans: Sieger; Porsche & Termine 2021 Porsche startet mit Penske Le Mans

von Tim Neumann 06.05.2021
Inhalt
  1. Le Mans 2021: Porsche und Penske sind ab 2023 dabei
  2. Alpine A480 bei Le Mans 2021
  3. Porsche ab 2023 zurück in Le Mans, WEC und IMSA
  4. Termine der Le Mans 2021
  5. WEC & Le Mans: Änderungen beim Reglement
  6. Die Vorjahressieger bei der Le Mans

Porsche wird ab 2023 gemeinsam mit Team Penske an den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen. Und: Der Termin für 2021 muss wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden. Außerdem haben wir Informationen zum neuen Reglement für die Langstrecken-WM, das IMSA und WEC für 2023 angekündigt haben. Das sind die Sieger der Vorjahre!

 

Le Mans 2021: Porsche und Penske sind ab 2023 dabei

Nachdem Porsche schon vor den 24 Stunden von Le Mans 2021 angekündigt hatte, ab 2023 wieder in der Langstrecken-WM teilnehmen zu wollen, haben die Zuffenhausener:innen nun dafür einen Partner gefunden. Das amerikanische Team Penske wird die Werkseinsätze der vier LMDh-Prototypen in der IMSA und WEC betreuen. Daneben sollen aber auch von Anfang an Kundenteams mit dem neuen Rennwagen beliefert werden. Penske blickt auf Jahrzehnte voller erfolgreicher Rennen auf Porsche-Modellen wie dem 917 in der CanAm-Serie oder dem RS Spyder zurück, der zwischen 2006 und 2008 die LMP2-Klasse dominierte. Ideale Voraussetzungen also, 2023 mit dem Porsche LMDh gemeinsam an den Start zu gehen, der ebenfalls auf einem LMP2-Chassis beruht. Mehr zum Thema: Das ist der Toyota GR010 Hybrid

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Alpine A480 bei Le Mans 2021

Neben dem Formel 1-Engagement wird Alpine auch an der Langstrecken-WM 2021 und damit an den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen. Das Hyparcar Alpine A480 werden in Le Mans Nicolas Lapierre, André Negrão und Matthieu Vaxiviere pilotieren. Der Bolide fußt auf einem Oreca-Chassis und wird von einem 4,5-Liter-V8 von Gibson befeuert.

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Porsche ab 2023 zurück in Le Mans, WEC und IMSA

Während die Vorbereitungen auf die WEC und Le Mans 2021 laufen, feiert der Rekordsieger bald sein Comeback: Porsche wird 2023 mit einem neuen LMDh-Projekt in Le Mans an den Start gehen. Zuffenhausen möchte sich neben dem Einsatz in der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC auch in der US-amerikanischen IMSA-Serie engagieren. Im Dezember 2020 hat der Porsche-Vorstand für das neue Projekt, das auf Basis der Le Mans-Prototypen der zweiten Division (LMP2) mit Hybridantrieb entwickelt wird, sein Okay gegeben. Bereits im Winter 2019 hatten die Motorsport-Strateg:innen bei Porsche begonnen, sich mit dieser Aufgabenstellung auseinanderzusetzen und einen möglichen Einsatz abzuwägen. Die LMDh-Autos stellen ab 2023 eine neue Topklasse in der Langstrecken-WM WEC und in der nordamerikanischen IMSA WeatherTech Sports-Car Championship. Beide Meisterschaften haben eine große Bedeutung für den Stuttgarter Sportwagenhersteller. Porsche hat die Einführung der neuen Hybrid-Prototypen-Klasse schon bei der gemeinsamen Verkündung durch die Veranstalter ACO/WEC und IMSA ausdrücklich begrüßt. Die rund 1000 Kilogramm leichten Rennwagen werden von einem Hybridsystem mit rund 500 kW (680 PS) Leistung angetrieben. Erster Termin auf der Piste werden die 24 Stunden von Daytona Ende Januar 2023 sein. Die Laufzeit des neuen Werksengagements ist noch völlig offen.

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"Die neue LMDh-Kategorie ermöglicht uns, mit einem Hybridantrieb bei den Klassikern in Le Mans, Daytona und Sebring um Gesamtsiege zu kämpfen – und das zu vertretbaren Kosten. Das Projekt ist für Porsche höchst attraktiv. Der Langstrecken-Motorsport gehört zur DNA unserer Marke", erklärte der Porsche-Vorstandsvorsitzende Oliver Blume. Seit mehr als 20 Jahren wird es erstmals wieder möglich sein, mit baugleichen Fahrzeugen bei den weltweiten Langstreckenrennen um Gesamtsiege zu kämpfen. Dabei setzt die neue LMDh-Kategorie auf hohe Kosteneffizienz. Die Autos basieren auf einem weiterentwickelten LMP2-Chassis. Das Hybridsystem inklusive der Steuerungselektronik ist einheitlich. Chassis von vier verschiedenen Herstellern stehen zur Wahl: Die Hersteller können sich für Fahrgestelle der Manufakturen Dallara, Oreca, Multimatic oder Ligier entscheiden. Ausschlaggebend: Das Konzept für den Verbrenner-Antrieb und das Design der Karosserie können die Marken im Rahmen des Reglements frei wählen. So können die Hersteller ihr Marken-Gesicht wahren. Porsche-Chefentwickler Michael Steiner beteuerte bereits im Januar 2020 gegenüber der AUTO ZEITUNG: "Die Grundausrichtung, dass Hersteller mit dem gleichen Fahrzeugkonzept in den beiden wichtigsten Sportwagenserien der Welt antreten können, ist auf jeden Fall richtig." Nun führte er fort "Porsche setzt mittelfristig auf drei verschiedene Antriebskonzepte: vollelektrische Fahrzeuge, effiziente Plug-in-Hybride und emotionale Verbrenner. Diesen Dreiklang wollen wir bei der Entwicklung von hochmodernen Straßenfahrzeugen und im Motorsport gleichermaßen darstellen. Den rein elektrischen Antrieb setzen wir im Rahmen unseres Werksengagements in der FIA Formel E ein. Die hocheffizienten und emotionalen Verbrenner im GT-Sport. Die LMDh-Klasse schließt für uns die Lücke. Dort treten leistungsstarke Hybridantriebe gegeneinander an, wie sie in vergleichbarer Form schon jetzt in zahlreichen Modellen unserer Marke verbaut werden. Wenn das Reglement perspektivisch Raum für den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen bietet, wäre das für mich im Sinne der Nachhaltigkeit ein noch größerer Ansporn."

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Glücklich zeigte sich auch Fritz Enzinger, dem Leiter Motorsport bei Porsche: "Wir sind mit 19 Erfolgen Rekordsieger bei den 24 Stunden von Le Mans und haben auch bei den großen Rennen in den USA ein ums andere Mal ganz oben auf dem Treppchen gestanden. Diese Tradition können wir mit einem LMDh-Fahrzeug vor dem Hintergrund maximaler Kosteneffizienz fortführen. Das Interesse weiterer Hersteller ist groß. Ich hoffe, dass wir an die glorreichen Kämpfe zahlreicher Marken in den 1980er- und 1990er-Jahren anschließen können. Das würde dem gesamten Motorsport einen großen Schub geben." Hochleistungs-Hybridantriebe haben bei Porsche Motorsport eine lange und sehr erfolgreiche Tradition. In den Jahren 2010 und 2011 setzte der revolutionäre Porsche 911 GT3 R Hybrid bei seinen Einsätzen auf der Nürburgring-Nordschleife neue Maßstäbe. Zu diesem Zeitpunkt existierte kein anderes vergleichbares Rennfahrzeug mit Hybrid-Antrieb. Zwischen 2014 und 2017 unterstrich der Sportwagen-Hersteller aus Stuttgart seine Expertise im Bereich hocheffizienter und performanter Hybridantriebe mit dem 919 Hybrid. Im Rahmen der FIA WEC Langstrecken-Weltmeisterschaft gelang mit dem Prototyp der LMP1-Klasse der Hattrick, drei Siege in Folge beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans. Dreimal in Serie verbuchte Porsche zudem den Herstellertitel und die Fahrermeisterschaft für sich.

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Termine der Le Mans 2021

Wie auch im Vorjahr haben die Veranstalter:innen vom Automobile Club de l'Ouest die 24 Stunden von Le Mans 2021 verschoben. Weil ein Zuschauer- und Hygienekonzept für den Zeitraum des 12. bis 13. Juni nicht realistisch erscheint, lautet der neue Termin 21. bis 22. August 2021. Alle Beteiligten wollen verhindern, dass das prestigeträchtige Rennen ein weiteres Mal ohne Zuschauer:innen stattfindet, zumal 2021 die neuen Hypercars in Le Mans debütieren. Zuvor war bereits das Eröffnungsrennen der WEC-Saison 2021, die 1000 Meilen von Sebring (USA), durch einen 8-Stunden Lauf im portugiesischen Portimao ersetzt worden. Dort startet die Saison dann am 4. April 2021. Darauf folgen die sechs Stunden von Spa-Francorchamps (Belgien) am 1. Mai, die sechs Stunden von Monza (Italien) am 18. Juli, die eingangs erwähnten 24 Stunden von Le Mans am 21. bis 22. August, die sechs Stunden von Fuji am 26. September und abschließend die acht Stunden von Bahrain am 20. November 2021. 

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WEC & Le Mans: Änderungen beim Reglement

2021 ändert sich einiges bei der Langstrecken-Meisterschaft WEC und dem Aushängeschild Le Mans. Die dominante LMP1-Klasse fällt weg, dafür kommen die sogenannten LMH Hypercars, zum Beispiel von Toyota, Glickenhaus und Alpine. 2022 will auch Peugeot wieder mit einem Rennwagen einsteigen. Der Vorteil der LMH-Autos ist die größere Freiheit was Konzeption und Entwicklung angeht. Sowohl Motoren als auch Karosserie-Design sind frei wählbar. Lediglich die Leistung von 750 PS und ein Hybrid-Anteil von 270 PS darf nicht überschritten werden, während das Gewicht bei 1100 Kilogramm liegen muss.

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Die Vorjahressieger bei der Le Mans

Die vergangenen drei Sieger stellte allesamt Toyota Gazoo Racing mit den Fahrer-Trios Hartley/Buemi/Nakajima (2020) und zweimal Alonso/Buemi/Nakajima (2019, 2018). Zuvor war Porsche dreimal in Folge der Gesamtsieg in Le Mans gelungen.

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