Le Mans: Sieger; Porsche & Termine 2021 BMW und Dallara bauen LMDh-Auto

von Tim Neumann 13.09.2021
Inhalt
  1. BMW und Dallara 2023 in Le Mans?
  2. Toyota setzt Siegesserie in Le Mans 2021 fort
  3. Le Mans 2021: Porsche und Penske sind ab 2023 dabei
  4. Alpine A480 bei Le Mans 2021
  5. Porsche ab 2023 zurück in Le Mans, WEC und IMSA
  6. Termine der Le Mans 2021
  7. WEC & Le Mans: Änderungen beim Reglement
  8. Die Vorjahressieger bei den 24h von Le Mans

BMW und Dallara bauen gemeinsam ein LMDh-Auto für 2023. Und: Die 24h von Le Mans 2021 konnte ein weiteres Mal Toyota für sich entscheiden. Außerdem haben wir Informationen zu Terminen und zum neuen Reglement für die Langstrecken-WM, das IMSA und WEC für 2023 angekündigt haben. Das sind die Sieger der Vorjahre!

 

BMW und Dallara 2023 in Le Mans?

Mithilfe von Chassis-Hersteller Dallara steigt BMW 2023 mit einem LMDh-Auto in der IMSA-Meisterschaft ein. In der US-amerikanischen Langstrecken-Rennserie werden sich die Münchener:innen künftig unter anderem mit Porsche duellieren, die ihren Einstieg für 2023 ebenfalls angekündigt haben. Wer bei BMW ab dem 24 Stunden Rennen von Daytona im Januar 2023 ins Steuer greift, ist noch nicht bekannt. Ebensowenig, ob der etwa 680 PS starke Hybrid-Rennwagen auch in der Langstrecken-Weltmeisterschaft und damit bei den 24 Stunden von Le Mans antreten wird. Das Reglement würde diesen Schritt erlauben. Ob BMW ihn auch geht, zeigt sich spätestens 2023. Mehr zum Thema: Das ist der Toyota GR010 Hybrid

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Toyota setzt Siegesserie in Le Mans 2021 fort

Bei den 24h von Le Mans am 21. und 22. August 2021 konnte ein weiteres Mal Toyota triumphieren. Beim Debüt der LM-Hypercars an der Sarthe fuhren Mike Conway, Kamui Koboyashi und Jose Maria Lopez nach 371 Runden als Sieger über die Ziellinie. Dahinter reihte sich der zweite Toyota GR010 Hybrid von Buemi, Kazuki und Hartley sowie der Alpine A480 von Negrão, Lapierre und Vaxiviere ein. Die LPM2-Klasse entschieden Frijns, Habsburg und Milesi auf dem Oreca 07 des WRT Teams für sich. Platz eins bei den LM GTE Pro-Rennern war der Ferrari 488 GTE Evo von AF Corse mit den Piloten Pier Guidi, Calado und Ledogar. Der Sieg in der Amateur-Klasse ging an Perrodo, Nielsen und Rovera, ebenfalls im Ferrari 488 GTE Evo von AF Corse. Vom 11. bis zum 12. Juni 2022 soll das nächste 24h-Rennen von Le Mans steigen.

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Le Mans 2021: Porsche und Penske sind ab 2023 dabei

Nachdem Porsche schon vor den 24 Stunden von Le Mans 2021 angekündigt hatte, ab 2023 wieder in der Langstrecken-WM teilnehmen zu wollen, haben die Zuffenhausener:innen nun dafür einen Partner gefunden. Das amerikanische Team Penske wird die Werkseinsätze der vier LMDh-Prototypen in der IMSA und WEC betreuen. Daneben sollen aber auch von Anfang an Kundenteams mit dem neuen Rennwagen beliefert werden. Penske blickt auf Jahrzehnte voller erfolgreicher Rennen auf Porsche-Modellen wie dem 917 in der CanAm-Serie oder dem RS Spyder zurück, der zwischen 2006 und 2008 die LMP2-Klasse dominierte. Ideale Voraussetzungen also, 2023 mit dem Porsche LMDh gemeinsam an den Start zu gehen, der ebenfalls auf einem LMP2-Chassis beruht.

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Der Porsche 919 Hybrid Evo im Video:

 
 

Alpine A480 bei Le Mans 2021

Neben dem Formel 1-Engagement nimmt Alpine auch an der Langstrecken-WM 2021 und damit an den 24 Stunden von Le Mans teil. Das Hyparcar Alpine A480 haben in Le Mans Nicolas Lapierre, André Negrão und Matthieu Vaxiviere pilotiert. Der Bolide fußt auf einem Oreca-Chassis und wird von einem 4,5-Liter-V8 von Gibson befeuert.

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Der Toyota GR010 Hybrid im Video:

 
 

Porsche ab 2023 zurück in Le Mans, WEC und IMSA

Während die Vorbereitungen auf die WEC und Le Mans 2021 liefen, plante der Rekordsieger sein Comeback: Porsche wird 2023 mit einem neuen LMDh-Projekt in Le Mans an den Start gehen. Zuffenhausen möchte sich neben dem Einsatz in der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC auch in der US-amerikanischen IMSA-Serie engagieren. Im Dezember 2020 hat der Porsche-Vorstand für das neue Projekt, das auf Basis der Le Mans-Prototypen der zweiten Division (LMP2) mit Hybridantrieb entwickelt wird, sein Okay gegeben. Bereits im Winter 2019 hatten die Motorsport-Strateg:innen bei Porsche begonnen, sich mit dieser Aufgabenstellung auseinanderzusetzen und einen möglichen Einsatz abzuwägen. Die LMDh-Autos stellen ab 2023 eine neue Topklasse in der Langstrecken-WM WEC und in der nordamerikanischen IMSA WeatherTech Sports-Car Championship. Beide Meisterschaften haben eine große Bedeutung für den Stuttgarter Sportwagenhersteller. Porsche hat die Einführung der neuen Hybrid-Prototypen-Klasse schon bei der gemeinsamen Verkündung durch die Veranstalter ACO/WEC und IMSA ausdrücklich begrüßt. Die rund 1000 Kilogramm leichten Rennwagen werden von einem Hybridsystem mit rund 500 kW (680 PS) Leistung angetrieben. Erster Termin auf der Piste werden die 24 Stunden von Daytona Ende Januar 2023 sein. Die Laufzeit des neuen Werksengagements ist noch völlig offen.

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"Die neue LMDh-Kategorie ermöglicht uns, mit einem Hybridantrieb bei den Klassikern in Le Mans, Daytona und Sebring um Gesamtsiege zu kämpfen – und das zu vertretbaren Kosten. Das Projekt ist für Porsche höchst attraktiv. Der Langstrecken-Motorsport gehört zur DNA unserer Marke", erklärte der Porsche-Vorstandsvorsitzende Oliver Blume. Seit mehr als 20 Jahren wird es erstmals wieder möglich sein, mit baugleichen Fahrzeugen bei den weltweiten Langstreckenrennen um Gesamtsiege zu kämpfen. Dabei setzt die neue LMDh-Kategorie auf hohe Kosteneffizienz. Die Autos basieren auf einem weiterentwickelten LMP2-Chassis. Das Hybridsystem inklusive der Steuerungselektronik ist einheitlich. Chassis von vier verschiedenen Herstellern stehen zur Wahl: Die Hersteller können sich für Fahrgestelle der Manufakturen Dallara, Oreca, Multimatic oder Ligier entscheiden. Ausschlaggebend: Das Konzept für den Verbrenner-Antrieb und das Design der Karosserie können die Marken im Rahmen des Reglements frei wählen. So können die Hersteller ihr Marken-Gesicht wahren. Porsche-Chefentwickler Michael Steiner beteuerte bereits im Januar 2020 gegenüber der AUTO ZEITUNG: "Die Grundausrichtung, dass Hersteller mit dem gleichen Fahrzeugkonzept in den beiden wichtigsten Sportwagenserien der Welt antreten können, ist auf jeden Fall richtig." Nun führte er fort "Porsche setzt mittelfristig auf drei verschiedene Antriebskonzepte: vollelektrische Fahrzeuge, effiziente Plug-in-Hybride und emotionale Verbrenner. Diesen Dreiklang wollen wir bei der Entwicklung von hochmodernen Straßenfahrzeugen und im Motorsport gleichermaßen darstellen. Den rein elektrischen Antrieb setzen wir im Rahmen unseres Werksengagements in der FIA Formel E ein. Die hocheffizienten und emotionalen Verbrenner im GT-Sport. Die LMDh-Klasse schließt für uns die Lücke. Dort treten leistungsstarke Hybridantriebe gegeneinander an, wie sie in vergleichbarer Form schon jetzt in zahlreichen Modellen unserer Marke verbaut werden. Wenn das Reglement perspektivisch Raum für den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen bietet, wäre das für mich im Sinne der Nachhaltigkeit ein noch größerer Ansporn."

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Glücklich zeigte sich auch Fritz Enzinger, dem Leiter Motorsport bei Porsche: "Wir sind mit 19 Erfolgen Rekordsieger bei den 24 Stunden von Le Mans und haben auch bei den großen Rennen in den USA ein ums andere Mal ganz oben auf dem Treppchen gestanden. Diese Tradition können wir mit einem LMDh-Fahrzeug vor dem Hintergrund maximaler Kosteneffizienz fortführen. Das Interesse weiterer Hersteller ist groß. Ich hoffe, dass wir an die glorreichen Kämpfe zahlreicher Marken in den 1980er- und 1990er-Jahren anschließen können. Das würde dem gesamten Motorsport einen großen Schub geben." Hochleistungs-Hybridantriebe haben bei Porsche Motorsport eine lange und sehr erfolgreiche Tradition. In den Jahren 2010 und 2011 setzte der revolutionäre Porsche 911 GT3 R Hybrid bei seinen Einsätzen auf der Nürburgring-Nordschleife neue Maßstäbe. Zu diesem Zeitpunkt existierte kein anderes vergleichbares Rennfahrzeug mit Hybrid-Antrieb. Zwischen 2014 und 2017 unterstrich der Sportwagen-Hersteller aus Stuttgart seine Expertise im Bereich hocheffizienter und performanter Hybridantriebe mit dem 919 Hybrid. Im Rahmen der FIA WEC Langstrecken-Weltmeisterschaft gelang mit dem Prototyp der LMP1-Klasse der Hattrick, drei Siege in Folge beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans. Dreimal in Serie verbuchte Porsche zudem den Herstellertitel und die Fahrermeisterschaft für sich.

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Termine der Le Mans 2021

Wie auch im Vorjahr hatten die Veranstalter:innen vom Automobile Club de l'Ouest die 24 Stunden von Le Mans 2021 verschoben. Weil ein Zuschauer- und Hygienekonzept für den Zeitraum des 12. bis 13. Juni nicht realistisch erschien, lautete der neue Termin 21. bis 22. August 2021. Alle Beteiligten wollten verhindern, dass das prestigeträchtige Rennen ein weiteres Mal ohne Zuschauer:innen stattfindet, zumal 2021 die neuen Hypercars in Le Mans debütierten. Zuvor war bereits das Eröffnungsrennen der WEC-Saison 2021, die 1000 Meilen von Sebring (USA), durch einen 8-Stunden Lauf im portugiesischen Portimao ersetzt worden. Dort startete die Saison dann am 4. April 2021. Darauf folgten die sechs Stunden von Spa-Francorchamps (Belgien) am 1. Mai, die sechs Stunden von Monza (Italien) am 18. Juli, die eingangs erwähnten 24 Stunden von Le Mans am 21. bis 22. August, die sechs Stunden von Fuji am 26. September und abschließend die acht Stunden von Bahrain am 20. November 2021. 

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WEC & Le Mans: Änderungen beim Reglement

2021 änderte sich einiges bei der Langstrecken-Meisterschaft WEC und dem Aushängeschild Le Mans. Die dominante LMP1-Klasse fiel weg, dafür kamen die sogenannten LMH Hypercars, zum Beispiel von Toyota, Glickenhaus und Alpine. 2022 will auch Peugeot wieder mit einem Rennwagen einsteigen. Der Vorteil der LMH-Autos ist die größere Freiheit was Konzeption und Entwicklung angeht. Sowohl Motoren als auch Karosserie-Design sind frei wählbar. Lediglich die Leistung von 750 PS und ein Hybrid-Anteil von 270 PS darf nicht überschritten werden, während das Gewicht bei 1100 Kilogramm liegen muss.

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Die Vorjahressieger bei den 24h von Le Mans

Die vergangenen drei Sieger stellte allesamt Toyota Gazoo Racing mit den Fahrer-Trios Hartley/Buemi/Nakajima (2020) und zweimal Alonso/Buemi/Nakajima (2019, 2018). Zuvor war Porsche dreimal in Folge der Gesamtsieg in Le Mans gelungen.

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