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VW T7 (2021): Innenraum, Hybrid, Preis Die Bulli-Revolution namens T7

von AUTO ZEITUNG 10.06.2021
Inhalt
  1. Bilder vom VW Bus: Preis des VW T7 (2021) noch unbekannt
  2. Flexibler T7-Innenraum mit sieben Sitzen
  3. Multivan: VW T7 (2021) als Hybrid und Verbrenner

Als VW T7 (2021) basiert der VW Bus erstmalig auf dem Modularen Querbaukasten (MQB), verfügt über bis zu 20 Assistenzsysteme und ist von Beginn an auch als Hybrid erhältlich. Wir nennen die Maße, schätzen den Preis des Multivans ein und zeigen erste Bilder – auch vom Bulli-Innenraum.

Feiert der mit Spannung erwartete VW T7 am 10. Juni seine Premiere, geht er schon wenige Monate später und im Laufe des zweiten Halbjahres 2021 in den Handel. Den Preis des überraschend progressiv gezeichneten Bullis, übrigens ein Kunstwort aus Bus und Lieferwagen, verraten die Verantwortlichen noch nicht. Mit der rundumverlaufenden Kante möchten die Designer:innen übrigens den T3 zitieren, während sie die prägnante Motorhaube über den serienmäßig aus LED-Technik erstrahlenden Scheinwerfern als Reminiszenz an den VW T4 werten. Der VW Bus "ist ein Paradigmenwechsel in unserer Bulli-Welt. Wir haben ein beliebtes Grundkonzept bedingungslos weiterentwickelt: Komfort und Dimensionen eines Pkw plus Raumangebot und Variabilität eines Vans", ordnet VW Nutzfahrzeuge-Chef Carsten Intra den neuen VW Bus ein. Und mit ihm gibt es eine gänzlich neue Strategie. Anstatt den 2019 aufwändig überarbeiteten T6.1 mit der Neuauflage einzustampfen, flankieren dieser und die künftigen, rein elektrisch fahrenden ID. Buzz sowie ID. Cargo den neuen T7. Damit wollen die Hannoveraner:innen einen alten Zielkonflikt dieser Baureihe auflösen. Der VW Bus, der im Kern ein Transporter ist, musste stets sowohl robust als auch günstig und zugleich sehr komfortabel sein und obendrein Pkw-ähnliche Qualitäten bieten. Als Lösung dieses Problems soll der besagte T6.1 so lange weitergebaut werden, wie die Nachfrage nach dem Transporter besteht und die gesetzlichen Bestimmungen es erlauben (mögliches Produktionsende: 2025). Der klar auf den Personentransport zugeschnittene VW T7 (2021) soll hingegen als neuer Multivan gegen die Mercedes V-Klasse zu Felde ziehen. Der ID. Buzz wiederum deckt als rein elektrisch konzipierter Van die Zielgruppe der E-Auto-Fahrer ab beziehungsweise als ID. Cargo die Nutzfahrzeugsparte. Mehr zum Thema: Der VW T6.1 im Fahrbericht

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Der VW T7 (2021) im Design-Video:

 
 

Bilder vom VW Bus: Preis des VW T7 (2021) noch unbekannt

Für den VW T7 (2021) machen sich die Entwickler:innen die Kostenvorteile des Modularen Querbaukastens (MQB) zunutze, auf dem bereits mehr als 90 Prozent aller VW-Modelle basieren. Damit kommen neue technische Möglichkeiten: Das gilt etwa für das Fahrwerk, das künftig mit an McPherson-Federbeinen und Querlenkern geführten Vorderrädern und einer Mehrfachlenkerachse hinten ähnlich wie bei Passat & Co. aufgebaut ist. Letztere bietet Komfort-Vorteile gegenüber der aktuellen Schräglenkerkonstruktion. Der Modulare Infotainment-Baukasten wird im T7 auf den neuesten Stand gebracht, dazu verschiedene, bis zu 20 Assistenzsysteme von der Pkw-Division übernommen. An den Maßen ändert sich nicht viel: Mit einer Breite von 1941 Millimetern wächst der T7 gegenüber dem T6.1 um 37 Millimeter in die Breite. In der Länge gewinnt der neue Bulli 69 Millimeter hinzu (4973 mm), beim Radstand gar 124 Millimeter (3124 Millimeter). Dafür fällt der VW Bus mit 1903 Millimetern satte 47 Millimeter niedriger aus, womit er sich für noch mehr Tiefgaragen qualifiziert. Es ist auch eine längere Version geplant, die bei gleichem Radstand 5173 Millimeter lang ist. Es bleibt bei fünf verschieb- und herausnehmbaren Einzelsitze im Fond (bis dato optional), eine durchgängige Rückbank in der dritten Sitzreihe gibt es hingegen nicht mehr. Mit einem Gewicht von je 23 bis 29 Kilogramm sollen die Einzelsitze leicht verschieb- sowie ein- und ausbaubar sein. Das zugehörige Schienensystem hat VW Nutzfahrzeuge für den VW T7 (2021) ebenfalls überarbeitet. Die Leisten verlaufen im Multivan durchgängig durch den Innenraum vom Fond bis zur zweiten Sitzreihe.

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Flexibler T7-Innenraum mit sieben Sitzen

Bleiben wir beim Innenraum des VW T7 (2021), der übrigens als Standardversion 469 (hinter sieben Sitzen), 1844 Liter (hinter vier Sitzen) oder 3672 Liter Kofferraumvolumen vorhält. Die Langversion bietet 763, 2171 oder 4005 Liter Fassungsvermögen. Was flexibel klingt, soll nach Ansinnen von VW Nutzfahrzeuge auch flexibel sein: So haben die Konstrukteur:innen bewusst auf eine Mittelkonsole verzichtet, um einen Durchstieg von der ersten Reihe nach hinten zu ermöglichen – der Platz entsteht durch elektronische Gangwahl und Parkbremse. Die zugehörigen Schalter finden nun im Armaturenbrett Platz. Apropos: Hier blicken die Passagier:innen auf das serienmäßig digital ausgeführte Cockpit. Das Bulli-Layout erinnert insgesamt stark an den Golf 8, so überraschen die Touchfelder und -slider zur Bedienung nicht. Das Infotainmentsystem bietet grundsätzlich eine Online-Anbindung. Ebenfalls neu ist die erstmalig bei einem VW Bus elektrisch ausgeführte Heckklappe, die sich wie die ebenfalls optionalen, elektrischen Schiebetüren per Gestensteuerung mit dem Fuß öffnen lassen. Kommen wir zu den Assistenzsystemen: Serienmäßig verfügt der VW T7 (2021) unter anderem über ein Umfeldbeobachtungssystem inklusive City-Notbremsfunktion, eine Ausweichunterstützung mit Abbiegeassistenten, einen Spurhalteassistenten, eine Geschwindigkeitsregelanlage und eine Verkehrsschilderkennung. Zu den weiteren Assistenzsystemen gehört beispielsweise der "IQ.DRIVE Travel Assist", der das teilautomatisierte Fahren bis 210 km/h ermöglicht. Das System regelt das Tempo, die Distanz zum vorfahrenden Auto und die Querführung in der Fahrspur.

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Multivan: VW T7 (2021) als Hybrid und Verbrenner

Weniger umfangreich fällt zumindest zum Marktstart die Motorenpalette des VW T7 (2021) aus. Neben den zwei Vierzylinder-Turbobenzinern mit 136 PS und 204 PS steht zu Beginn der eHybrid genannte Plug-in-Hybrid mit 218 PS Systemleistung zur Auswahl. Mit seiner 13-kWh-Lithium-Ionen-Batterie, die im Unterboden sitzt und über eine Schnittstelle im vorderen rechten Kotflügel geladen wird, soll der Bulli typische Pendlerstrecken elektrisch absolvieren können. Einen konkreten Wert nennt VW Nutzfahrzeuge für den neuen VW Bus zwar noch nicht, wir rechnen aber mit bis zu 50 Kilometern. Im rein elektrischen Modus schaltet sich der Verbrenner ab 130 km/h zu. 2022 kommt außerdem ein Vierzylinder-Turbodiesel mit 150 PS hinzu. Grundsätzlich fährt der T7 mit Doppelkupplungsgetriebe vor, die TSI- und TDI-Varianten verfügen über sieben Gänge und der Hybrid über sechs. Eine rein elektrische Variante ist hingegen nicht geplant – diese Antriebsquelle ist das Privileg des ID. Buzz, dessen völlig eigenständiges Design mit Stilelementen des allerersten Bus' spielt. Informationen zum Preis des VW T7 (2021), den es in den Ausstattungslinien Multivan, Life und Style geben wird, haben wir noch nicht. Allerdings darf der aktuelle T6.1 Multivan, der bei 41.531 Euro startet (Stand: Juni 2021), für den neuen Bulli als Orientierung dienen.
Von Stefan Miete & Alexander Koch

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