Bürstner Playa (2024): Preis & Grundrisse des Trafic-Campers

Wer den Camper auch im Alltag nutzen möchte, muss zum Campingbus greifen. Der Bürstner Playa (2024) auf Basis des Renault Trafic möchte genau diesen Kompromiss aus Reiselust und Pendlelfahrten in einem Gesamtpaket bündeln. Das sind die Grundrisse C 500 und C 530 samt Ausstattung!

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Das Bild zeigt den Bürstner Playa (2024) fahrend von schräg vorne links fotografiert. Im Hintergrund ist ein niederländischer Strand zu sehen.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

Der Playa basiert auf dem Renault Trafic Combi und kommt bereits mit viel Ausstattung ab Werk.

Das Bild zeigt den Bürstner Playa (2024) stehend von der linken Seite fotografiert. Das Fahrzeug steht an einem Strand in den Niederlanden mit offenem Aufstelldach. Eine Person lädt ein Board ein.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

Zwei Grundrisse stehen zur Auswahl: der 5,08 m lange C 500 und der 40 cm längere C 530 (im Bild). Ein Aufstelldach gibt es immer, die Öffnungsrichtung unterscheidet sich jedoch.

Das Bild zeigt den Wohnraum mit Seitenküche des Bürstner Playa (2024) im Grundriss C 500.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

Der Aufbau des C 500 ist typisch Campingbus, aber auf 5,08 m bleibt auch wenig Raum für Experimente.

Das Bild zeigt die Heckküche des Bürstner Playa (2024) im Grundriss C 530.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

Der C 530 baut dagegen die Küche nach rechts, der Kühlschrank bleibt links. Das ermöglicht ein kleines Bad an Bord.

Das Bild zeigt das Heckbett des Bürstner Playa (2024) im Grundriss C 500.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

Serienmäßig gibt es vier Schlafplätze – und genauso viele Sitzplätze – im Playa. Zwei Schlafplätze bildet die Sitzbank im Wohnraum ...

Das Bild zeigt das Bett im Aufstelldach des Bürstner Playa (2024) im Grundriss C 530.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

... zwei weitere finden sich im Aufstelldach. Die Maße unterscheiden sich zwischen den Grundrissen leicht, im Dach geht es aber stets eher eng zu.

Ansicht des Daches des Bürstner Playa (2024), das Schlafdach ist offen, eine Person sitzt auf der Matratze.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

Dafür entlohnt – dank komplett zu öffnendem Zeltbalg – die Aussicht vom Trafic-Dach. 

Das Bild zeigt das Heckbad des Bürstner Playa (2024) im Grundriss C 530.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

Das Highlight des C 530: Im Heck des Vans finden ein Klappwaschbecken, eine Kassettentoilette und ...

Das Bild zeigt das Heckbad des Bürstner Playa (2024) im Grundriss C 530. Eine Person steht in der faltbaren Dusche.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

... eine Duschwanne samt Vorhang und Brause Platz. Wasser sparen ist jedoch sinnvoll, der Frischwassetank beschränkt sich auf gerade einmal 45 l Volumen.

Das Bild zeigt die herausnehmbare Duschwanne im Heckbad des Bürstner Playa (2024) im Grundriss C 530.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

Die Wanne auf dem Boden lässt sich entnehmen und in einem Fach an der Heckklappe verstauen. Der Ablauf zum Abwassertank bleibt.

Das Bild zeigt den Bürstner Playa (2024) stehend von schräg vorne rechts fotografiert. Der Campingbus steht mit geöffneter Schiebetüre und offenem Schlafdach an einem Strand. Vor dem Fahrzeugeingang stehen Campingmöbel.
Bürstner Playa (2024) Foto: Bürstner

Mit 2,07 m Höhe kommt der kompakte Renault-Van auch durch die ein oder andere Einfahrtsbeschränkung – etwa an Stränden in Südeuropa –, die jeden Fiat Ducato-Camper aufhalten.

Preis: Bürstner Playa (2024) ab 66.990 Euro

Einfahrtsbeschränkungen? Für einen kompakten Campingbus (hier die gängigen Wohnmobil-Bauarten erklärt) in der Regel keine Hürde. So bleibt die Einfahrt zu den schönsten Playas Spaniens für die Wohnmobile im Alltagsformat frei. Wie passend, dass der Bürstner Playa (2024) das spanische Wort für Strand bereits im Namen trägt. Die Gesamthöhe von 2,07 m nimmt den meisten Höhenbeschränkungstoren zu landschaftlich schönen Küstenabschnitten in südeuropäischen Ferienzielen ihren Schrecken. Und auch im Alltag dürfen sich Wohnmobilist:innen dank Renault-Trafic-Basis über Handlichkeit und Fahrgefühl nahe am SUV mit ähnlicher Sitzposition freuen – etwas, das auch ein 5,4 m langer Fiat-Ducato-Campervan nicht immer mit so viel Leichtfüßigkeit vermitteln kann. Mit mindestens 66.990 Euro (Stand: April 2025) ist der ausgebaute Renault-Van von Bürstner allerdings kein Schnäppchen, einige 3,5-t-Kastenwagen sind sogar günstiger. Wer aber auf einen Zweitwagen verzichten möchte, bekommt dennoch ein gutes Kompromiss-Paket geschnürt.

Bürstner bietet den Campingbus auf Renault-Trafic-Basis in zwei Längen an. Mit knapp über fünf Metern ist der Grundriss Playa C 500 besonders alltagstauglich, verzichtet aber auf ein Bad an Bord. Dieses bietet der 5,48 m lange C 530 für mindestens 70.900 Euro – inklusive einer zweiten Schiebetüre. Die Schlaf- und Sitzplatzanzahl ist bei beiden Modellen dank des serienmäßigen Aufstelldachs identisch und liegt bei je vier Personen. Aber Achtung: Der Konfigurator für das Modell wurde Anfang 2025 abgeschaltet. Wer sich für den Playa interessiert, sollte sich also schleunigst an einen Bürstner-Vertragshändler wenden.
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Innenraum: Drei-Raum-Camping möglich

Auf 5,08, beziehungsweise 5,48 m Außenlänge bleibt natürlich wenig Platz für Experimente. Daher ist der Aufbau des Bürstner Playa (2024) typisch Campingbus. Der gesamte Fahrzeuginnenraum muss als flexibler Wohn- und Schlafraum dienen. Serienmäßig bilden die drehbaren Fahrerhaussessel zusammen mit einer Zweier-Sitzbank und einer klappbaren Tischplatte das Zentrum des Wohnraums. Bei Nacht verwandelt sich die Sitzbank zu einem Doppelbett (C 500: 188 x 90 – 104 cm; C 530: 188 x 90 cm). Zwei weitere, wenn auch nicht üppig bemessene Schlafplätze bietet das Schlafdach mit einer Liegefläche von 187 x 128 cm im C 500 und 227 x 110 cm im C 530. Vorteil des C 530: Er wird serienmäßig mit einer zweiten Schiebetüre ausgerüstet, diese gibt es beim kleineren C 500 auch nicht als Option – hier steht schließlich die Seitenküche.

Das Bild zeigt die Heckküche des Bürstner Playa (2024) im Grundriss C 530.
Foto: Bürstner

Womit wir zum Thema Kochen im Playa kommen: Die Küchen sind ähnlich aufgebaut, aber an unterschiedlichen Positionen im Innenraum platziert. Beim Bürstner Playa C 500 (2024) steht sie gegenüber der Schiebetür an der Fahrerseite des Vans. Sie kommt mit einem Zweiflammen-Gaskocher (hier die besten Campingkocher im Test) (Gasflasche: 1 x 2,75 kg) mit integrierter Spüle, aber getrennten Abdeckungen aus Glas, daneben bleibt noch genug Raum für eine 41-l-Kompressor-Kühlbox (die besten im Test) in der Arbeitsfläche. Direkt angeschlossen ist der deckenhohe Schrank für Kleidung, Bettwäsche und Co. Anders sieht es beim C 530 aus. Hier befindet sich die Küche im Schiebetürbereich an der rechten Fahrzeugseite. Die Ausstattung ist ähnlich, aber nicht identisch. Anstelle einer Kühlbox steht auf der gegenüberliegenden Fahrzeugseite ein 47-l-Kühlschrank samt Gefrierfach. Neben diesem ist der Platz für den Kleiderschrank.

Von der AUTO ZEITUNG getestet und empfohlen:

Die große Besonderheit des Playa C 530 folgt jedoch erst hinter der Küche im Heck. Hier ist nämlich eine nahezu vollwertige Nasszelle eingebaut. Auf Wände und Türen muss zwar verzichtet werden, dafür bietet das offene Bad eine Kassettentoilette (hier unsere Tipps und Empfehlungen für Campingtoiletten), ein Klappwaschbecken und eine Duschwanne samt Vorhang. Damit hier auch genug Stehhöhe geboten wird, klappt das Aufstelldach hinten nach oben, beim C 500 ist das genau umgekehrt der Fall. So sind immerhin 2,47 m maximal drin, beim C 500 bis zu 2,38 m an der höchsten Stelle. Mit dem Bad kommt auch ein Warmwasserboiler mit an Bord. Kurios: Das Wassertankvolumen der beiden Grundrisse unterscheidet sich nicht. Beide bieten einen 45-l-Frischwassertank (hier unsere Empfehlungen für Wohnmobil-Wasserfilter). Der Abwassertank des C 530 mit Bad ist identisch groß, der des C 500 dagegen um zehn Liter kleiner – denn die Außendusche (hier unsere Kauftipps für Campingduschen) am Heck des kurzen Playa hat keine Wanne.

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Für kalte Tage auf dem Campingplatz ist ab Werk eine Dieselheizung (so eine Standheizung nachrüsten) installiert. Diese kann optional auch über die Thermo Connect-App gesteuert werden (670 Euro Aufpreis). Ein passendes Extra für Off-Season-Reisende ist die zusätzliche Schlafdachisolierung, die jedoch ausschließlich für den Bürstner Playa C 500 (2024) angeboten wird. Für die Stromversorgung abseits des Landstroms sorgt eine 95 Ah große AGM-Aufbaubatterie (hier Tipps zu Kauf und Nachrüstung). Sie speist sich per Ladebooster ausschließlich über die Lichtmaschine oder den angeschlossenen Strom, denn eine Solaranlage ist nicht in der Aufpreisliste aufgeführt. Auch eine Zweitbatterie ist nicht ab Werk möglich. Camper:innen mit Freiheitsdrang sollten daher für mehr Autarkie auf eine tragbare Powerstation samt Solarkollektoren setzen.

Basisfahrzeug: Renault Trafic

Als Basis für den Bürstner Playa (2024) dient der Renault Trafic Combi – sowohl mit kurzem Radstand und 5,08 m Länge für den C 500 als auch als "Grand" mit 5,48 m Länge für den C 530. In der Basis kommt der 2,0-l-Vierzylinder in der 130 PS (96 kW) starken Version mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Für beide Grundrisse ist gegen Aufpreis jedoch auch die Leistungsvariante mit 150 PS (110 kW) im Angebot – optional auch in Verbindung mit dem automatisierten Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe EDC anstelle des manuellen Getriebes. Wer noch mehr Leistung benötigt, bekommt diese mit der stärksten Ausführung des Turbodiesels (hier die Geschichte des Dieselmotors) mit 170 PS (125 kW). Das Top-Vierzylinder-Aggregat ist ausschließlich mit dem EDC-Getriebe ausgerüstet. Das technisch zulässige Gesamtgewicht liegt bei 3010 kg für den kurzen Trafic, der längere Radstand ist für bis zu 3070 kg zugelassen. Eine Auflastung für den Kleintransporter gibt es nicht.

Die Ausstattung des Trafic-Basisfahrzeugs fällt recht reichhaltig aus. An Bord ist etwa ein Infotainmentsystem mit 8,0-Zoll-Touchscreen samt Smartphone-Einbindung über Apple CarPlay und Android Auto und Navigation, LED-Scheinwerfer (so nachrüsten), eine manuelle Klimaanlage, eine Einparkhilfe samt Rückfahrkamera (hier nachrüstbare Rückfahrkameras im Test) und 17-Zoll-Alufelgen. An Fahrhilfen bietet der Trafic serienmäßig unter anderem einen Notbrems- und Totwinkelassistenten sowie einen Tempomaten.