LED-Scheinwerfer nachrüsten (H7 LED-Birne) H7-Birnen mit LED-Technik nachrüsten

von AUTO ZEITUNG 09.08.2021
Inhalt
  1. Straßenlegale H7-LED-Birnen von Osram
  2. Philips mit KBA-zugelassenen H7-LED-Birnen
  3. So lassen sich LED-Scheinwerfer nachrüsten
  4. Das kostet die Nachrüstung
  5. Keine illegalen LED-Scheinwerfer nachrüsten

Wer sich schon immer gefragt hat, ob sich LED-Scheinwerfer nachrüsten lassen, dem sei gesagt: Ja, das geht. Sowohl mit ganzen Scheinwerfermodulen des jeweiligen Autoherstellers oder mit der H7-LED-Birne von Osram oder Philips. Wir verraten, worauf es bei Kauf und Installation ankommt.

LED-Scheinwerfer erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und gehören in aktuellen Fahrzeugen meist schon zum Standard. Verständlich, dass folglich viele Autobesitzer:innen LED-Scheinwerfer nachrüsten möchten, um auch im Straßenverkehr besser zu sehen und gesehen zu werden. Ein Vorteil von LED-Technik ist nicht nur, dass sie langlebiger ist, sondern auch weniger Wärme entwickelt. Außerdem bringen sie nachweislich mehr Licht auf die Straße als herkömmliche Scheinwerfer.

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Straßenlegale H7-LED-Birnen von Osram

Lampenprofi Osram bietet mit seiner H7-LED-Birne mit dem Produktnamen "Osram Night Breaker LED" nach eigenen Angaben als erster Hersteller zugelassene Autonachrüstlampen auf LED-Basis für den deutschen Markt an. "Die Straßenzulassung ist ein wichtiger Schritt, auf den wir über Jahre hingearbeitet haben. Mit unseren LED-Lampen können Fahrer ihre Halogenbeleuchtung legal, einfach und kostengünstig auf den neusten Stand der Technik umrüsten", sagt Osram-Chef Hans-Joachim Schwabe. Derzeit bezieht sich die Genehmigung auf das Abblendlicht vieler gängiger Fahrzeugmodelle, die in Deutschland zugelassen sind. Dazu zählen verbreitete Modelle wie der BMW 2er, Audi A3 und A4 oder Ford Mondeo. Im August 2021 wurde die Liste der tauglichen Fahrzeuge um populäre Modelle wie VW Golf 6 & 7, VW Polo 6, BMW 3er (F30, F31, F80), BMW 2er, Ford Fiesta MK7 und Dacia Duster ergänzt. Das Angebot soll auch zukünftig erweitert werden. Die H7-LED-Birne kann Osram zufolge problemlos selbst oder in der Werkstatt eingebaut werden. Der Preis beträgt 107,00 Euro pro Set (Stand: August 2021). Für diese Fahrzeuge sind die Nachrüst-LED von Osram zugelassen: Hier geht es zur Kompatibilitätsliste von Osram

 

Philips mit KBA-zugelassenen H7-LED-Birnen

Nach Osram bietet mittlerweile auch Philips mit den "Philips Ultinon Pro6000" eine vom KBA (Kraftfahrtbundesamt) zugelassene H7-Nachrüstlampe mit LED-Technik an. Der Hersteller verspricht bis zu 230 Prozent helleres Licht im Vergleich zu Halogenlampen – ohne dass der Gegenverkehr geblendet wird. Die Lebensdauer wird mit 3000 Stunden angegeben. Der Preis der Philips Ultinon Pro6000 beläuft sich aktuell auf 110,00 Euro (Stand: August 2021). Für diese Fahrzeuge sind die Nachrüst-LED von Philips zugelassen: Hier geht es zur Kompatibilitätsliste von Philips

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So lassen sich LED-Scheinwerfer nachrüsten

Autos, die nicht über H7-Scheinwerfer oder die entsprechende Genehmigung für die H7-LED-Birne von Osram oder Philips verfügen, können in der Regel trotzdem umgerüstet werden. Dieser Umbau betrifft aber den gesamten Scheinwerfer, der (sofern straßenlegal vorhanden) durch ein entsprechendes Bauteil mit LED-Technik ausgetauscht wird. Das ist aber immer ein Fall für den Profi: Hobby-Bastler:innen sollten nicht selber Hand anlegen, erklärt Fahrzeugexperte Christian Heinz vom TÜV Thüringen. Außerdem gelte es zu beachten, ausschließlich zulässige Umrüstungen auf LED-Basis vornehmen zu lassen. Für Leuchtstärken größer als 2000 Lumen ist darüber hinaus eine automatische Leuchtweitenregelung und eine Scheinwerferreinigungsanlage verpflichtend. Wer also LED-Scheinwerfer nachrüsten möchte, muss per Gesetz auch diese einbauen lassen.

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Das kostet die Nachrüstung

Die Umrüstung auf LED-Scheinwerfer kann kostspielig werden. Je nach Fahrzeugmodell und Teilehersteller muss man nämlich mit 1000 Euro oder mehr rechnen. Das liegt auch daran, dass der Preisunterschied zwischen günstigen Anbietern, Markenherstellern und originalem Zubehör oft mehrere Hundert Euro ausmachen kann.

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Keine illegalen LED-Scheinwerfer nachrüsten

Werden illegale Bausätze von LED-Scheinwerfern nachgerüstet, verfällt die Bauartgenehmigung des Scheinwerfers und somit auch die Betriebserlaubnis des Autos. Nicht nur deswegen sollte man sich im Vorfeld unbedingt informieren: Es kann auch passieren, dass die "Hell-Dunkel-Grenzwerte des Scheinwerfers" nach der Umrüstung auf LED-Technik nicht mehr stimmen und andere Autofahrer:innen somit geblendet werden.

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