Kühlbox fürs Auto: 8 Produkte im Test Unsere Kühlbox-Empfehlungen

von Holger Ippen 07.07.2021
Inhalt
  1. Kühlbox fürs Auto: 8 Produkte im Test
  2. So haben wir getestet
  3. Kühlbox clever nutzen

Mit einer Kühlbox an Bord müssen Reisende auch unterwegs nicht auf kalte Getränke und frische Lebensmittel verzichten. Wir haben acht Geräte einem Test unterzogen. Hier sind unsere Empfehlungen!

 

Kühlbox fürs Auto: 8 Produkte im Test

Testsieger: Magira Cuba Cool Box 18-C

Die Teuerste im Test überzeugt in wichtigen Punkten und schafft es so zum Testsieger. Die Kompressor-Kühlbox hat ein Fassungsvermögen von 18 Litern, bietet ein separates Fach für Eis am Stil und kühlt erfreulich schnell auf minus 20 Grad. So können unterwegs Speisen eingefroren werden. Für die Bedienung steht eine große Leiste mit LEDs bereit. Auf Wunsch lassen sich alle Einstellungen via Smartphone erledigen. Das klappt hervorragend. Die Geräusche ähneln einem Küchenkühlschrank mit langen Ruhepausen. Bei starker Kühllast wird die Box mit 42 dB(A) aber ziemlich laut.

PositivKühlt schnell und gut, clevere App, USB-Anschluss fürs Handy, Batteriewächter
NegativRecht laut, große Flaschen nur liegend, hoher Leistungsbedarf (ca. 58 W), schwer

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Sehr empfehlenswert: Mobicool Alu-Kühlbox

Mit 39 Litern Fassungsvermögen gehört diese Kühlbox zu den geräumigen Modellen. Gekühlt wird mit Absorbertechnik und stufenlos regelbarem Kühlgebläse. Auf kleiner Stufe ist die Box mit 30 dB(A) im Test angenehm leise und mit etwa neun Watt sparsam. Bei hoher Außentemperatur und/oder großer Kühllast wird sie dagegen laut (47 dB(A) und zum Stromschlucker (56 Watt). Auch hier ist der 12- oder 230-Volt-Anschluss möglich. Große Flaschen und Party-Fässchen passen stehend hinein. Clever: Der Isolierdeckel ist zweigeteilt. So kann die gewünschte Erfrischung mit geringem Energieverlust entnommen werden.

PositivSehr solide, kühlt bis auf ca. 8 Grad herunter, gut einstellbar, starke Isolation, Zwischengitter
NegativRecht teuer, kein Display, empfindliches Alu-Design, in Maximalstellung laut

Preis-Leistungs-Sieger: Severin KB 2923

Dieses sparsame Modell trägt das Effizienzsiegel E. Die 25-Liter-Kühlbox kühlt bis zu 20 Grad Celsiu unter Umgebungstemperatur oder hält Speisen bei 50 Grad warm. Im Eco-Modus verbraucht sie rund 9,5 Watt, unter Volllast 63 Watt. Im Max-Betrieb nerven 47 dB(A), bei Eco bleibt die Box mit 8 dB(A) flüsterleise. Der Clou: Die Severin kann mit zwölf Volt, 230 Volt oder via USB per Powerbank gespeist werden (mit 10.000 mAh ca. 4,5 Stunden).

PositivGut isoliert, leicht und autark mit USB-Powerbank-Anschluss
NegativLautes Herunterkühlen, billige und unpräzise Schiebeschalter


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Sehr empfehlenswert: Zorn Z26

In der kompakten Kühlbox mit einem Fassungsvermögen von 25 Litern können auch große Flaschen aufrecht platziert werden. Hinein passen 33 Getränkedosen oder acht 1-Liter-Flaschen. Dank einer Mulde im Deckel kann auch eine 1,5-Liter-Flasche mit. Die Temperaturregelung erfolgt stufenlos über einen Drehregler. In Zahlen: Eco-Modus acht Watt und 27 dB(A); Max-Stellung 80 Watt und 44 dB(A).

Positiv12 V und 230 Volt, Griff dient als Deckelhalter, sinnvolles Kabelfach, leicht (3,5 kg)
NegativNachgiebiger Deckel, einseitig offener Griff wirkt billig, relativ laute Kühlgeräusche

Zorn Z32

Die platzsparende Kühlbox für die Großfamilie fasst 30 Liter und baut dabei recht hoch (50 cm). Vorteil: Auch große Flaschen finden stehend Platz. Nachteil: An unten platzierte Lebensmittel kommt man schlechter heran. Mit 3,9 Kilogramm ist die große Box recht leicht. Der Energiebedarf ist mit neun Watt (Eco) und 77 Watt (Max) durchschnittlich, ebenso die Geräuschentwicklung (27/46 dB(A).

Positiv12 V und 230 Volt, Griff als Deckelhalter nutzbar, praktisches Kabelfach
NegativBillig wirkender Deckel, wenig robuster Griff, Arbeitsgeräusche deutlich hörbar

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Kealife

Die kompakteste Kühlbox im Test bringt leer 3,8 Kilogramm auf die Waage. Sie ist so schmal, dass sie auch im Fußraum Platz findet. Dennoch passen bis zu 33 0,33-Liter-Getränkedosen oder sechs 2-Liter-Flaschen hinein. Die Kealife kann kühlen oder warmhalten (ca. 50° C). Allerdings schafft sie im Cool-Modus nur bis zehn Grad unter Außentemperatur. Dabei gönnt sie sich 29 bis 59 Watt und emittiert 26 bis 44 dB(A).

PositivKompakt und leicht, findet im Auto bequem Platz, solide Verarbeitung
NegativKleine Kühlleistung, hoher Verbrauch, Grif nicht verwindungssteif, billige Schieberegler

Hengda 40 Liter

Die recht dickwandige thermoelektrische Kühlbox kühlt (20° C unter Umgebungstemperatur) oder hält warm (bis 65° C). Für den leichteren Transport ist sie mit Rollen und Ausklappgriff ausgestattet. Das funktioniert im Test richtig gut. Am Ziel angekommen, kann die Box als Kühlschrank aufgestellt und auch mit 230 Volt betrieben werden. Kühlung in Zahlen: Eco-Modus elf Watt und 32 dB(A); Max-Stellung 66 Watt und 44 dB(A).

PositivSenkrecht nutzbar, mit Rollen und Nachziehriff, gut verarbeitet, 12 V und 230 V
NegativRecht schwer, großer Platzbedarf im Kofferraum, billig wirkende Schalter


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Sehr empfehlenswert: A.T.U. Norauto 30 Liter

Der preisgünstigste Testkandidat ist ein solides Angebot mit hochwertigem Gehäuse, großem Innenraum und toller Optik. Die Norauto kann mit zwölf oder 230 Volt betrieben werden und kühlt bis zu 20 Grad unter Umgebungstemperatur. Das 12-Volt-Kabel ist so lang, dass die Kühlbox auch ohne Kofferraumsteckdose betrieben werden kann. Kühlung in Zahlen: Eco-Modus neun Watt und 28 dB(A); Max-Stellung 56 Watt und 47 dB(A).

PositivDicke Isolierschicht, hält Temperatur lange, lange Kabel, gute Beladehöhe
NegativRelativ laut, aufdringlicher Sound, benötigt reichlich Platz im Kofferraum
 

So haben wir getestet

Die Temperatur ermittelten wir im Test – wenn vorgesehen – bei Minimal- und Maximal-Einstellung unter sommerlichen Bedingungen, also bei rund 25 Grad Celsius. Um die Temperatur bei geschlossenem Deckel zu messen, kam die Smart Sensor-Blue-Technik mit entsprechender App zum Einsatz. Danach folgte der Abgleich mit der kontaktlosen Infrarotmessung. Die Energieaufnahme der Kühlbox registrierten wir beim Betrieb im Wechselstrom- Netz mit einem handelsüblichen Gafild- Powermeter. Die Lautstärke ermittelten wir mit einem Dezibelmesser bei 1,50 Metern Abstand.

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Kühlbox clever nutzen

  • Kühlbox im Auto standsicher in der Nähe des 12-Volt-Anschlusses festzurren.
  • Vor dem Befüllen mit Lebensmitteln feucht auswischen und gut trocknen.
  • Erfrischungen und Getränke möglichst vorgekühlt einpacken. Das spart Energie.
  • Effiziente Kühlung mit 12 Volt nur während der Fahrt sinnvoll (Motorbetrieb).
  • Im Stand (Parken) Stecker ziehen. Die Isolation hält das Kühlgut eine Zeit lang wohltemperiert, und die Autobatterie wird entlastet.
  • Deckel immer gut schließen (hörbares Rasten).
  • Empfindliche Lebensmittel direkt unter dem kalten Luftstrom und/oder weit unten platzieren.
  • Die Kühlung von Erfrischungsgetränken lässt sich gut mit Eisbeuteln unterstützen. Bei geregelten Kompressor-Kühlern hilft das Energie sparen.
  • Flaschen aufrecht stellen – aber so, dass die Box einwandfrei schließt.
  • Unbenutzte Kühlboxen aus hygienischen Gründen stets offen lagern.

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