BMW X5 & iX5: Alles zur "Neue Klasse"-Modellfamilie
Der Plattformtechnik zum Trotz setzen der nächste BMW X5 und sein elektrischer Ableger iX5 auf die bewährte Cluster-Architektur. Design, Technik und Bedienkonzept richten sich dennoch an der "Neuen Klasse" aus.
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BMW X5 ab 95.750 Euro, iX5-Preis noch unklar
In jeder Klasse möchte BMW früher oder später das Angebot machen, zwischen Verbrennern, Hybriden und E-Autos wählen zu können. Das gilt auch für das im Juni 2026 enthüllte Oberklasse-SUV BMW X5. Dieses wird erstmals mit fünf verschiedenen Antriebsvarianten angeboten – von Benziner und Diesel über Plug-in-Hybrid und vollelektrisch bis hin zur Wasserstoff-Brennstoffzelle. Letztere findet ab 2028 im BMW iX5 Hydrogen Platz.
Produziert wird der Neue ab August 2026 im US-Werk Spartanburg (South Carolina). Die beiden Verbrenner-Modelle sind bereits konfigurierbar und sollen im November Marktstart feiern. Bestellungen für die Plug-in-Hybride und die E-Variante werden ab Oktober entgegengenommen, wobei die Auslieferungen für Anfang 2027 angekündigt sind.
Die Preise der Verbrenner-Modelle starten bei 95.750 Euro für den Diesel 40d xDrive respektive 99.750 Euro für den Benziner 40 xDrive. Wie teuer der BMW iX5 wird, ist derzeit noch spekulativ. Es ist zwar zu erwarten, dass der Elektriker nach und nach den ähnlich dimensionierten BMW iX beerbt, dennoch dürfte er dessen 83.500 Euro deutlich übertreffen und mindestens so viel Kosten wie die Verbrenner (alle Preise: Stand Juni 2026).
Die ersten 500 km im BMW iX3

Antrieb des (i)X5: Verbrenner, Plug-in-Hybride, Elektro & Brennstoffzelle
Zur Premiere im Juni 2026 stellt BMW bereits fünf Antriebe für die X5-Familie mit konkreten Daten vor: einen Benziner, einen Diesel, zwei Plug-in-Benziner und eine Elektro-Variante. Im Gegensatz zu den bereits vorgestellten Neue Klasse-Modellen BMW iX3 und BMW i3 basieren sämtliche Antriebe des künftigen BMW X5 respektive iX5 auf der bewährten Cluster-Architektur (CLAR). Hier die wichtigsten Daten:
X5 40 xDrive | X5 40d xDrive | |
|---|---|---|
Antriebsart | Mildhybrid | Mildhybrid |
Motor(-en) | 3,0-l-R6-Benziner | 3,0-l-R6-Diesel |
Systemleistung | 294 kW / 400 PS | 230 kW / 313 PS |
Systemdrehmoment | 580 Nm | 670 Nm |
Beschleunigung (0 auf 100 km/h) | 5,3 s | 6,1 s |
Verbrauch auf 100 km (WLTP) | 8,7 – 9,2 l S | 7,0 – 7,3 l D |
EU-Leergewicht | 2365 kg | 2430 kg |
Max. Anhängelast | 3000 kg | 3000 kg |
Alle Daten Werksangaben | ||
Setzt der X5 durchweg auf bekannte 3,0-l-Motoren, bekommt der iX5 zum Debüt auch auf der bekannten Cluster-Architektur die volle Ladung Neue Klasse-Technik ab: 800 V Bordspannung, die superschnelle „Heart of Joy“-Fahrdynamiksteuerung, bis zu 460 kW Ladeleistung. Dank beachtlichen 141 kWh Nettokapazität soll das Nickel-Mangan-Kobalt-Batteriepack (NMC) WLTP-Reichweiten von 645 bis 845 km bewerkstelligen:
iX5 60 xDrive | X5 50e xDrive | X5 M60e xDrive | |
|---|---|---|---|
Antriebsart | Elektro | Plug-in-Hybrid | Plug-in-Hybrid |
Motor(-en) | vorn: Asynchronm., hinten: fremderr. Synchronm. | 3,0-l-R6-Benziner, E-Motor | 3,0-l-R6-Benziner, E-Motor |
Systemleistung | 425 kW / 578 PS | 360 kW / 489 PS | 450 kW / 612 PS |
Systemdrehmoment | 805 Nm | 700 Nm | 800 Nm |
Batteriekapazität (netto) | 141 kWh | 26,5 kWh | 26,5 kWh |
Elektr. Reichweite (WLTP) | 645 – 845 km | 86 – 102 km | 81 – 98 km |
Max. Ladeleistung | 22 kW (AC), 460 kW (DC) | 11 kW (AC) | 11 kW (AC) |
Beschleunigung (0 auf 100 km/h) | 4,6 s | 5,0 s | 4,5 s |
Verbrauch auf 100 km (WLTP) | 20,1 – 23,9 kWh | 5,2 – 6,0 l S + 13,1 – 13,5 kWh | 5,7 – 6,2 l S + 13,2 – 13,5 kWh |
EU-Leergewicht | 2900 kg | 2640 kg | 2715 kg |
Max. Anhängelast | 2700 kg | 3300 kg | 3300 kg |
Alle Daten Werksangaben | |||
Zusätzlich zu diesen fünf Antrieben ergänzt voraussichtlich 2028 eine Brennstoffzellen-Variante das Portfolio: der iX5 Hydrogen. Das Prinzip: Aus einer chemischen Reaktion von Sauerstoff und getanktem Wasserstoff entsteht Strom, der das Auto elektrisch antreibt. Als Emission entsteht in diesem Prozess lediglich Wasserdampf. Interessanterweise entstand der Antriebsstrang in Zusammenarbeit mit Toyota, wo man beispielsweise mit dem Mirai bereits Wasserstoff-Erfahrung hat.
BMW hatte schon 2021 einen iX5 Hydrogen vorgestellt, der allerdings nur in Kleinserie gefertigt wurde. Auch wenn der Hersteller für die Neuauflage noch keine konkreten Stückzahlen nennt, spricht er diesmal von einer Serienfertigung.
Exterieur: Tschüss, XXL-Niere – das Neue Klasse-Design dominiert
Der BMW iX5 folgt, ebenso wie der X5, ohne Kompromisse der neuen Designsprache. Dabei erinnert die neue Modellfamilie optisch stark an den Neue Klasse-iX3: Vertikale Nieren sind in eine schwarz abgesetzte Frontpartie eingefasst, die steil nach unten abfällt. Wie beim iX3 dominieren schmale und breite Rückleuchten das Heck, insgesamt wirkt die Formsprache klar und kantig. Neu: Die an den Fenstereinfassungen als Winglets getarnten die Türgriffe sorgen für eine besonders cleane Seitenansicht.
Auf den ersten Blick lässt sich der X5 in erster Linie durch die X-förmige Lichtsignatur der Scheinwerfer von seinem kleinen Bruder unterscheiden, die alle Funktionen in einer Einheit bündeln. Und dann wären da natürlich noch die Maße: Mit einer Außenlänge von 4,99 m überragt der (i)X5 den iX3 antriebsunabhängig um rund 21 cm und den iX um circa drei Zentimeter. Im Radstand misst das neue Oberklasse-SUV 3,04 m, in der Breite 2,00 m und in der Höhe 1,75 m.
Interieur: Panoramic Vision & Parallelogramm-Displays

Wie das Exterieur orientiert sich auch der Innenraum des BMW X5 und iX5 eng am iX3 – wenig überraschend, angesichts der Tatsache, dass es in ähnlicher Form auch ins 7er Facelift Einzug fand. Das aufgeräumte Cockpit nutzt den individualisierbare Panoramic Vision, um die fahrrelevanten Infos auf die gesamte Breite der Windschutzscheibe zu projizieren. Dazu kommen ein Head-up-Display und das Parallelogramm-förmige Touchdisplay, das mittig angeordnet ist und in der Diagonale 17,9 Zoll misst. Optional gesellt sich ein 14,6-Zoll-Beifahrerdisplay dazu.
Der Kofferraum fasst beim iX5 und den Mildhybriden rund 650 bis 1850 l Ladung. Die beiden Plug-in-Hybride sind konzeptbedingt etwas enger geschnitten: 525 bis 1680 l.



















