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Audi A4 (2023): Erste Informationen Exklusiver Ausblick auf den Audi A4

von Stefan Miete 08.05.2020
Inhalt
  1. Erste Informationen zum Audi A4 (2023)
  2. Mehr Hybrid-Technik für den Audi A4 (2023)
  3. Audi A4 (2023) ohne Erdgasantrieb

Der nächste Audi A4 steht für 2023 auf der Agenda. in diesem Exklusiven Ausblick auf die Neuauflage der Ingolstädter Mittelklasse fassen wir die ersten Informationen zusammen!

Der für Herbst 2023 geplante Wechsel beim Audi A4 ist für die Audi-Strategen eine Herausforderung, denn es steht wegen der langen Vorläufe jetzt eine Grundsatzentscheidung an, quasi am ersten Arbeitstag des neuen Chefs Markus Duesmann. Das Schlüsselwort lautet Baukasten und muss erklärt werden. Während etwa bei der Marke VW mittlerweile sagenhafte 92 Prozent aller Modelle auf dem viel zitierten Modularen Querbaukasten (MQB) basieren – das "Quer" bezeichnet dabei die Einbaulage des Motors relativ zur Fahrtrichtung – und VW durch diesen massenhaften Einsatz identischer Teile und Komponenten Einkaufsvorteile maximiert, geht Audi einen anderen Weg. Im Konzern verantworten die Bayern den "MLB", also den Längsmotor-Baukasten. Auf ihm basieren diese Audi: A4, A5, A6, A7, A8, Q5, Q7, Q8. Dazu die Porsche-Modelle Macan und Cayenne, der Bentley Bentayga sowie der Lamborghini Urus und der VW Touareg. Der überwiegende Rest und damit der Löwenanteil aller VW-Konzernmodelle nutzt Antriebe, Achsen und Komponenten des MQB. Bei Audi sind dies die kleineren Autos: A1 (MQB A0), A3, TT, Q2 und Q3. Die Aufzählung macht deutlich, dass der Längsbaukasten zwar sehr wichtig für Audi ist, aber sein Quer-Pendant mit einem Volumenanteil von 72 Prozent beinahe den gesamten Konzern stützt. Soll also der nächste A4 wieder ein MLB-Geschöpf sein und damit die Zahlen dieser für leistungsstarke und hubraumgroße Fahrzeuge konzipierten Technik hochhalten? Oder soll man beim Audi A4 (2023) auf den leichteren, preiswerteren und durch den Quereinbau der Maschine auch raumökonomisch vorteilhafteren MQB mit all seinen positiven Skaleneffekten umschwenken? In Ingolstadt weiß man sehr genau, dass VW-Konzernchef Herbert Diess die Projektrenditen im Auge hat und dabei den Längsbaukasten als Ganzes sieht. Mehr zum Thema: Das Audi A4 Facelift im Vergleichstest

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Die erste Testfahrt mit dem neuen Audi A3 im Video:

 
 

Erste Informationen zum Audi A4 (2023)

Die MLB-Verteidiger führen fünf Hauptargumente ins Feld: Fielen der Audi A4 (2023), der A5 und der technisch nahestehende Q5 aus dem Baukasten heraus, könnte das kritische Gesamtvolumen unterschritten werden. Ohne MLB wären auch andere Konzernmodelle gefährdet. Leistungsstarke Maschinen brauchen einen größeren Einbauraum, wozu die Länge genutzt wird. Das sogenannte Prestigemaß, also der Abstand zwischen Vorderachse und vorderer Türaufhängung, ist größer und für ein eigenständiges Design essenziell. Ein weiteres Argument: Audi ist eine Premiummarke, die sich mit Gegnern wie BMW und Mercedes herumschlagen muss und sich von bodenständigeren Fabrikaten wie Seat, Skoda oder VW unterscheiden sollte. Doch auch die Zweifler – quer bringt mehr – sind gerüstet und stellen bohrende Fragen: Soll man an einer vergleichsweise teuren, teilweise auch schweren Technik festhalten für ein bisschen Optik? Wird nicht die Zahl MLB-basierter Fahrzeuge ohnehin abnehmen, wenn die neuen E-Autos da sind? Reichen aufgeladene 2,0-Liter-Vierzylinder nicht vollauf, um hohe Leistung zu generieren, besonders wenn man sie mit zusätzlichen E-Motoren kombiniert? Und schließlich: Sind die mit dem A4 größenmäßig vergleichbaren MQB-Derivate Skoda Superb oder VW Passat etwa schlechte Autos? Die Antwort: Vieles spricht dafür, dass Audi die Laufzeit der aktuellen Längsmotor-Basis verlängert, bis über den Erfolg oder Misserfolg der neuen Elektroautos Klarheit herrscht. Dazu werden Mittel- und Oberklassemodelle wie Audi A4 (2023) und A6 technisch noch näher zusammenrücken und hauptsächlich über ihre Größe definiert. Zur stärkeren Vereinheitlichung gehören etwa der bislang noch unterschiedliche Mix aus Aluminium-und Stahl-Anteilen im Karosseriebau, die Grundstruktur im nicht sichtbaren Bereich der Armaturenbretter oder auch die Elektronik.

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Audi A4 Avant Facelift: Test Aufgefrischter A4 Avant im Test

 

Mehr Hybrid-Technik für den Audi A4 (2023)

Es gilt als beschlossene Sache, dass auch im kommenden Audi A4 (2023) künftig die für die RS-Modelle typischen, bis zu 450 PS starken 3,0-Liter-Sechszylinder eingesetzt werden – und die brauchen Platz. Und weil Konzernchef Diess das Thema Hybridisierung mit aller Macht vorantreibt, wird es künftig keinen A4 ohne Mild-, Voll- oder Plug-in-Hybrid geben. Bei Mild-Hybriden wirkt ein kleines E-Modul unterstützend, etwa beim Anlassen, Rekuperieren, Segeln und als Schublieferant. Voll-Hybride können sowohl mit dem Verbrennungs- als auch mit dem Elektromotor fahren. Das können Plug-in-Hybride zwar auch. Sie verfügen allerdings über einen größeren Energiespeicher, der sich per Stecker (Plug-in = einstecken) mit dem Stromnetz verbinden und aufladen lässt und höhere E-Reichweiten ermöglicht. Ganz einfach wird das Manöver indes nicht. Die sich weltweit unterschiedlich verschärfenden Abgasvorschriften erfordern bei den Plug-in-Hybriden (PHEV = Plug In Hybrid Electric Vehicle) absehbar größere Norm-Reichweiten im reinen E-Betrieb. Die dazu nötigen Batterien sowie die Leistungselektronik brauchen Platz. Das aktuelle Mittelklasse-SUV Q5 TFSI e (Preise ab 53.850 Euro) beweist, dass auch die kürzeren MLB-Modelle in dieser Weise teilelektrifiziert werden können. Hierbei kombiniert Audi einen 2,0-Liter-Vierzylinder- Turbobenziner mit einem E-Motor. Während vom aktuellen A4 kein TFSI e geplant ist, wird der Nachfolger darauf vorbereitet sein. Die per Twindosing-Verfahren gereinigten 2,0- Liter-Turbodiesel gelten als absolut zukunftssicher.

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Audi A4 (2023) ohne Erdgasantrieb

Der auf Erdgasbetrieb (CNG = Compressed Natural Gas) ausgelegte A4 40 g-tron (2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder, 170 PS, Preise ab 43.200 Euro) wird es indes nicht in den nächsten Audi A4 (2023) schaffen. Obgleich der Erdgasantrieb generell zu den mit Abstand saubersten Verbrennern zählt, ist die Nachfrage vergleichsweise gering. Zu den tief greifenden Neuerungen des A4 gehört die Elektronik. Dabei wird das Auto noch stärker zum mobilen Büro. Immer neue Smartphone-basierte Applikationen werden ins Angebot kommen. Darunter Bluetooth- und WLAN-basierte Dienste, die etwa das kontaktlose Bezahlen etwa an der Tankstelle ermöglichen. Das Stichwort lautet Umfeldkommunikation. Der Audi A4 (2023) rechnet nach dem Tanken still und heimlich mit der Zapfsäule ab, und der Fahrer fährt seines Weges. Übrigens auch künftig gern mit quattro-Antrieb.

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