Alle Infos zum Land Rover Defender

Land Rover Defender (2019): 90, 110, V8, Preis Patentzeichnung zeigt Defender 130

von Tim Neumann 24.01.2022
Inhalt
  1. Land Rover Defender (2019) als 90, 110 & 130
  2. Preis & Motoren (V8, Plug-in-Hybrid) des Land Rover Defender (2019)
  3. Nutzfahrzeugvariante Land Rover Defender Hard Top (2021)
  4. Der Land Rover Defender (2019) im Crashtest

Der Land Rover Defender (2019) steht in den Karosserielängen 90 und 110 sowie bald auch 130, mit mehreren Motoren, darunter V8 und Plug-in-Hybrid, sowie zig Ausstattungs-Optionen wie der praktischen Hard Top-Variante zur Wahl. Wir nennen die Preise!

Mit dem 2016 nach 68 Jahren Bauzeit eingestellten Vorgänger hat die Neuauflage des Land Rover Defender (2019) zum Preis ab 53.800 Euro (90er; Stand: Januar 2022) technisch wie erwartet nichts zu tun. Das Konzept ist ähnlich, wird allerdings dank neuester Technik und Ausstattung auf ein zeitgemäßes Niveau gebraucht. Mit beeindruckender Nutzlast, einem leistungsfähigen Allradsystem, den zwei Radständen 90 und 110 und besonders strapazierfähigen Modellen für gewerbliche Kund:innen (Hard Top) folgt die Neuauflage ihrer Ahnenreihe. Optisch ist die neue Gelände-Legende auf den ersten Blick als Defender erkennbar: Knappe Überhänge an Front und Heck ermöglichen großzügige Böschungswinkel, auch die sogenannten Alpine-Fenster am Dach sowie die seitlich angeschlagene Hecktür samt Reserverad sind klassische Defender Design-Details. Für die Variante mit kurzem Radstand bietet Land Rover ein Faltdach aus Stoff an. Der Innenraum ist betont sachlich gehalten. Unter anderem lässt sich optional ein klappbarer dritter Sitz für die erste Reihe ordern. So steht der Land Rover Defender (2019) in der Langversion je nach Einsatzgebiet mit fünf, fünf plus zwei oder sechs Sitzen zur Wahl. Das Kofferraumvolumen lässt sich von 1075 Liter auf bis zu 2380 Liter erweitern. Mehr zum Thema: Unsere Produkttipps auf Amazon

Test Land Rover Defender 110 P400
Land Rover Defender 110 P400: Test Defender-Legende war gestern

Der Land Rover Defender (2019) im Video:

 
 

Land Rover Defender (2019) als 90, 110 & 130

Technisch basiert der Land Rover Defender (2019) mit den Radständen 90 und 110 auf einer neu entwickelten Plattform namens D7x – bei der Konstruktion auf Basis eines Alu-Monocoque handelt es sich laut Land Rover um die steifste Karosseriestruktur der Unternehmensgeschichte. Permanenter Allradantrieb ist Ehrensache. Ebenfalls in der Pipeline: Die Langversion Defender 130, die im Januar 2022 erstmals auf Patentzeichnungen auftauchte. Sie teilt sich ersten Informationen nach den Radstand mit dem 110er, verfügt aber über einen größeren hinteren Überhang. Der Geländewagen verfügt ab Werk stets über ein zweistufiges Verteilergetriebe sowie ein sperrbares Mitteldifferential, gegen Aufpreis perfektioniert ein Hinterachs-Sperrdifferenzial die Offroad-Qualitäten. Das Fahrwerk mit Einzelradaufhängungen, Doppelquerlenker-Vorderachse und einer Integral-Hinterachse soll zudem auch auf befestigten Straßen angenehmen Fahrkomfort und Langstreckentauglichkeit bieten. Technisch waren Defender-Fahrende im Gelände bislang weitgehend auf sich alleine gestellt. Das neue Modell unterstützt nun mit verschiedensten modernen Assistenzsystemen. Zur Ausstattung gehören Kameras, die ihr Bild vor den Vorderrädern auf den – ab 2021 maximal 11,4 Zoll großen – Touchscreen-Monitor im Innenraum übertragen und so die Motorhaube virtuell verschwinden lassen. Dazu kann die neueste Generation der Offroad-Fahrhilfe Terrain Response 2 je nach Vorliebe konfiguriert werden. Mit einer Wattiefe von 900 Millimetern und einem passenden Wat-Programm sollen für den Land Rover Defender (2019) auch tiefe Flussdurchfahrten kein Problem darstellen.

Neuheiten Ineos Grenadier (2022)
Ineos Grenadier (2022): Preis & Innenraum Das ist der Preis des Grenadier

Land Rover Defender 130 (2022)
Die Patentzeichnung nimmt die Langversion Defender 130 vorweg. Foto: Patentamt
 

Preis & Motoren (V8, Plug-in-Hybrid) des Land Rover Defender (2019)

Seit seinem Marktstart im Frühjahr 2020 steht der Land Rover Defender (2019) als 110er mit fünf Türen und einer Länge von 5,02 Metern zum Preis ab 56.900 Euro (Stand: Januar 2022) beim Händler. Im September 2020 reichte die Marke den dreitürigen 90er nach, der etwa einen halben Meter kürzer ist und den Grundpreis auf 53.800 Euro drückt. Alle Defender sind ab Werk an eine Achtstufen-Automatik gekoppelt. Zum Modelljahr 2021 bietet Land Rover drei neue Ingenium-Sechszylinder-Diesel an, die 200, 249 und 300 PS leisten. Auf Benziner-Seite markiert ein Vierzylinder-Turbomotor mit 300 PS den Einstieg. Leistungsstärker ist der P400 AWD MHEV mit einem 3,0-Liter-Sechszylinder, 400 PS und Mild-Hybrid-Technik. Ab Juli 2021 bereichert der Plug-in-Hybrid P400e die Motorenpalette. Fürs Erste ausschließlich in der Modellvariante 110 mit fünf Türen angeboten, kombiniert Land Rover hier einen 2,0 Liter großen Vierzylinder mit 300 PS mit einer E-Maschine von 105 kW. Die Systemleistung gibt Land Rover mit 404 PS an. Bis zu einer Geschwindigkeit von 140 km/h rein elektrisch unterwegs, ist die elektrische Reichweite mit 53 Kilometern angegeben. Der Preis beträgt 76.300 Euro (Stand: Januar 2022). Seit Ende Februar 2021 ist zudem der schnellste und leistungsstärkste Defender aller Zeiten bestellbar: Als Defender V8 mit 525 PS benötigt der Geländewagen gerade einmal 5,2 Sekunden (Defender 90) für den Sprint von 0 auf 100 km/h und wird bis zu 240 km/h schnell. Der Kompressor-Benziner entwickelt ein maximales Drehmoment von 625 Newtonmeter und ist an eine Achtstufen-Automatik gekoppelt. Außerdem kommt ein elektronisch aktives Sperrdifferenzial hinten neu an Bord. Das Topmodell ist auch von außen auf den ersten Blick an speziellen Modellemblemen, einer Vierfach-Abgasanlage mit markanten Endrohren sowie 22-Zoll-Leichtmetallfelgen zu erkennen. Darüber hinaus gibt es vordere Bremssättel in Xenon Blue und 20-Zoll-Bremsscheiben. Den Land Rover Defender V8, lieferbar seit Juni 2021, gibt es zum Preis ab 126.400 Euro (Stand: Januar 2022).

Vergleichstest Land Rover Defender/Ineos Grenadier
Land Rover Defender/Ineos Grenadier: Vergleich Wer baut den wahren Defender-Erben?

 

Nutzfahrzeugvariante Land Rover Defender Hard Top (2021)

Im Januar 2021 kehrte der Land Rover Defender Hard Top zurück. Der Namenszusatz geht in der langen Defender-Historie auf das Jahr 1954 zurück. Als 90 oder 110 verfügbar, bietet der Geländegänger je nach Bauform ein Ladevolumen von 1355 bis 2059 Liter. Während der kleinere Defender 670 Kilogramm zuladen darf, sind es beim größeren bis zu 800 Kilogramm Nutzlast. Dazu kommen bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast und wie gehabt beste Offroad-Eigenschaften. Dem Hard Top vorbehalten ist der durch eine dachhohe Trennwand separierte Laderaum, der mit Gummifußboden, Zurrpunkten, Haken und Staufächern voll nutzbar ist. Obwohl nur in der ersten Reihe Sitzplätze vorhanden sind, können dank des klappbaren Notsitzes bis zu drei Personen mitfahren. Der Land Rover Defender Hard Top ist als 90 mit 200 PS und 500 Newtonmeter starken Sechszylinder-Diesel erhältlich. Die Kundschaft des 110 hat die Wahl zwischen dem Reihensechszylinder-Diesel mit 249 PS und 570 Newtonmeter oder 300 PS und 650 Newtonmeter. Achtstufen-Automatik und Allradantrieb sind bei allen drei Varianten Serie. Der Preis startet für den Dreitürer bei 53.800 Euro und beim Fünftürer ab 64.800 Euro (Stand: Januar 2022).

Classic Cars Land Rover Defender 110 TDI
Land Rover Defender 110 TDI: Kaufberatung Darauf ist beim Defender zu achten

 

Der Land Rover Defender (2019) im Crashtest

Wenig überraschend überzeugt der Land Rover Defender (2019) im Euro NCAP mit fünf von fünf Sternen. Dabei enttäuscht der Geländewagen selbst bei der Achillesferse seiner Zunft, dem Fußgängerschutz, nicht und erzielt dabei 71 Prozent. Den Insassenschutz bewerten die Tester:innen für Erwachsene wie Kinder mit 85 Prozent, während die Assistenzsysteme 79 Prozent erzielen.

Neuheiten Land Rover Defender (2018)
Land Rover Defender Works V8 (2018): Preis & Motor Das kostet der stärkste Defender

von Tim Neumann von Tim Neumann
Unser Fazit

Spätestens mit dem 130er ist der Land Rover Defender (2019) zu einer äußerst vielfältigen Modellfamilie angewachsen, die mit verschiedenen Radständen, Aufbauten und Antrieben für jede Käuferschicht das Passende zu bieten hat – das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Einzig ein rein elektrischer Antrieb fehlt bis dato, dürfte hinter den Kulissen bei Land Rover aber bestimmt schon intensiv diskutiert werden.

Tags:
Copyright 2022 autozeitung.de. All rights reserved.