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Neuer Land Rover Defender (2019): Testfahrt begleitet Wilde Runde mit dem neuen Defender

von Martin Urbanke 13.12.2019

Die Auslieferung der ersten Kundenfahrzeuge des neuen Land Rover Defender steht kurz bevor. Zeit für eine finale Testfahrt. Am Steuer: Abstimmungs-Profi Mike Cross, auf dem Beifahrersitz: die AUTO ZEITUNG!

Sanft grummelnd, aber nachhaltig schiebend marschiert der neue Land Rover Defender (2019) – bei unserer begleiteten Testfahrt noch ein Prototyp – nach der Schranke auf die fünf Fahrspuren des Highspeed-Testkurses hinaus. "Wir müssen erst mal schauen, ob es irgendwo glatt ist", sagt Mike, während die Tachonadel sich Richtung 190 km/h vortastet. Na, da bin ich ja beruhigt. Typisches Wetter für einen frühen Dezembermorgen in Gaydon. Hier auf dem hauseigenen Prüfgelände unterzieht Mike Cross den kommenden Defender einem letzten Funktionscheck. "Die Dichtung hier vorn haben wir inzwischen geändert", kommentiert Mike die leisen Pfeifgeräusche des Fahrtwinds um die A-Säulen des neuen Land Rover Defender (2019). Ansonsten herrscht trotz des hohen Tempos eine sehr gediegene Atmosphäre an Bord. Satt und stabil folgt der Offroader den Markierungen, neigt sich in der Wendekurve kräftig zur Seite, pflegt aber die typisch britische Zurückhaltung. "Anfangs war uns das Auto dank des neuen D7X-Chassis sogar schon fast zu komfortabel. Ich wollte, dass es sich mechanischer, analoger anfühlt", erinnert sich Mike. Auch wenn der Ur-Defender bis zum Ende seiner Karriere nie ein wirklich gutes Fahrzeug war, so war er doch immer ehrlich und hat seine Fans mit einzigartigem Fahrspaß begeistert. Mehr zum Thema: Testfahrt im gelifteten Land Rover Discovery Sport

Neuheiten Land Rover Defender 2019
Land Rover Defender (2019): Motor & Ausstattung Gelände-Legende Defender

Neuer Land Rover Defender (2019) im Video:

 
 

Begleitete Testfahrt im neuen Land Rover Defender (2019)

Genau das verlangt Mike auch vom neuen Land Rover Defender (2019) – nur dass dieser dabei auch noch richtig gut fahren soll. Und das tut er. Er glänzt auf unserer begleiteten Testfahrt über die diversen Materstrecken jenseits der Fabrikhallen mit Gelassenheit, Komfort sowie einem erstaunlich agilen und neutralen Fahrverhalten. Auf der Straße. Doch der Neue wäre kein Land Rover – und schon gar keine würdige Defender-Neuauflage –, wenn er sich nicht auch im Offroad-Einsatz behaupten könnte. Darum biegt Mike ab ins unbefestigte Wegenetz der "Development World" und doziert: "Der Defender ist zwar kein Rallye-Auto, aber viel sportlicher als sein Vorgänger." Zur Freude des Fotografen demonstriert er mir, was der neue Land Rover Defender (2019) so alles wegsteckt und brettert mit dem Fünf-Meter-SUV ebenso lässig wie schwungvoll über ausgewaschene Rüttelpisten und prescht durch die vereisten Pfützen, dass es die Windschutzscheibe schlagartig mit Schlamm überzieht. Gut, dass Mike weiß, wo die Piste weitergeht. Hoffe ich jedenfalls. Vor der Sprungkuppe nimmt er gewaltig Anlauf. "Die Federwege sind so lang, dass er kaum abhebt", verspricht Mike. Dafür fliegen wir weit und landen verblüffend geschmeidig. Mike grinst, steuert einfach quer über den Grünstreifen auf die nächste Testbahn und hat sichtlich Spaß an Job und Auto. "Ach ja, klettern kann er natürlich auch", schiebt er nach. Das glaub' ich sofort.

Test Land Rover Defender TD4 110 SW
Land Rover Defender TD4 110 SW: Test Finaler Jahrgang des Defender

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