Wohnmobil-Vorstellung

Corigon A 70 D: Alles zum ersten Alkoven der Hymer-Tochter

Campervan und Teilintegrierte führt Corigon bereits seit der Präsentation der jungen Best-Price-Tochtermarke von Hymer im Juli 2025, Anfang 2026 folgt die Alkoven-Baureihe mit zwei Grundrissen. Wir stellen hier den Corigon A 70 D im Detail vor. Alles zu Preis und Ausstattung des typischen Familien-Reisemobils.

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Der Corigon A 70 D statisch von schräg vorne rechts auf einem Schotterparkplatz vor einem Bergpanorama.
Nach Campervan und drei Teilintegrierten-Baureihen folgt im Januar 2026 der erste Alkoven der Best-Price-Tochter von Hymer. Wie gehabt: Technisch wie optisch ist das Wohnmobil mit dem Etrusco-Pendant eng verwandt. Foto: Corigon
Durchsicht durch den Wohnraum des Corigon A 70 D in Richtung Heck.
Der A 70 D bietet serienmäßig sechs Schlafplätze und setzt daher auf eine Volldinette. Die Gurtplatzanzahl liegt serienmäßig bei vier, lässt sich aber optional angleichen. Foto: Corigon
Die Küche des Corigon A 70 D im Detail.
Eine kompakte Seitenküche muss für die Bewirtung der Mitreisenden genügen. Immerhin: Der Kühlschrank auf der gegenüberliegenden Fahrzeugseite fasst 135 l. Foto: Corigon
Das Alkovenbett des Corigon A 70 D aus der Sitzgruppe heraus fotografiert.
Wie für Familien gemacht: Das Alkovenbett in der charakteristischen Schlafnase macht die Wohnmobil-Bauart zum typischen Familien-Reisemobil. Foto: Corigon
Die Liegefläche des Alkovenbetts im Corigon A 70 D im Detail.
Mit einer Liegefläche von 211 x 159 cm ist das Alkovenbett sogar etwas größer als das Heckbett. Foto: Corigon
Das Heckbett des Corigon A 70 D im Detail.
Das Doppelbett im Heck misst ganze 212 cm in der Länge, die Breite wird im Beinbereich durch das ins Heckbett ragende Variobad etwas eingeschränkt. Foto: Corigon
Die Grundrisszeichnung des Corigon A 70 D.
Auf 6,99 m Außenlänge bringt es der A 70 D. Zwei Kleiderschränke sowie eine Heckgarage bringen Gepäck unter. Foto: Corigon

Preis: Corigon A 70 D ab 61.999 Euro

Kaum eine Bauart hat sich in der Caravaning-Branche so auf eine Zielgruppe festgesetzt, wie die Alkoven. Denn mit der charakteristischen Schlafnase und der damit verbundenen Abundanz an Festbetten sind die Wohnmobile wie gemacht für die campende vier- bis sechsköpfige Familie. Alle gängigen Wohnmobil-Bauarten erklären wir hier im Detail.

Und natürlich darf die Bauform auch nicht im Produktportfolio eines sogenannten Vollsortimenters nicht fehlen. Hymers Best-Price-Tochter Corigon ist auf dem besten Weg, ein ebensolcher zu werden. Einen Campervan führen die Leutkirchner:innen bereits, ebenso die drei Teilintegrierten-Baureihen Slim, Pure und Advance. Im Januar 2026 erweitert der Corigon A 70 D mit Heckdoppelbett sowie der Schwestergrundriss A 70 S mit Einzelbetten das Modellangebot um familientaugliche Alkoven mit bis zu sechs Schlafplätzen.

Preislich sind die Alkoven-Geschwister gleichauf: 61.999 Euro (Stand: Februar 2026) ruft Corigon für die Vielbett-Camper aus italienischer Produktion mindestens auf. Angesichts der Länge von jeweils 6,99 m aber durchaus ein günstiger Tarif. Zum Vergleich: Der weitestgehend baugleiche Etrusco A 6.9, hier im Einzelbett-Grundriss SB vorgestellt, kostet exakt gleich viel. Die vergleichbaren Angebote der anderen Best-Price-Marken Carado oder Sunlight aus der Erwin-Hymer-Group sind etwas kürzer und dennoch leicht teurer, der ebenfalls neu vorgestellte Ahorn Camp A 690 mit gleicher Außenlänge ist bereits knappe 1000 Euro teurer, der Chausson C656 kratzt als „First Edition“ an den 67.000 Euro.

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Innenraum: Sechs Schlafplätze und einfache Ausstattung

Wer besonders viel Platzbedarf hat, wird sich für den Corigon A 70 D entscheiden. Zwar hat der identisch lange A 70 S bequeme Einzelbetten im Heck, doch die lassen Sitzgruppe, Stauraum und insbesondere die Bettenanzahl schrumpfen. Während der A 70 D bereits serienmäßig sechs Schlafplätze hat, sind es beim A 70 S nur vier.

Hier wie da identisch ist die einfache Aufmachung des Wohnraums: Corigon verzichtet auf große Designexperimente und kleidet das Alkoven-Wohnmobil schlicht und simpel, aber funktional aus. Möbelkorpusse in „Walnut“-Braun, Arbeitsflächen und Tische in „Magnolia“ und weiße Möbelfronten sind beim Nice-Price-Alkoven daher die einfache und einzige Wahl.

Durchsicht durch den Wohnraum des Corigon A 70 D in Richtung Heck.
Foto: Corigon

Sitzgruppe

Sitzgruppen-Typ

Volldinette

Sitzplätze/Gurtplätze

6 / 4

Bettenumbau

serienmäßig

Eine Volldinette nimmt den Mittelbereich des Corigon A 70 D ein. Das Fahrerhaus wird also nicht direkt in den Wohnraum mit einbezogen. Der Vorteil: So darf auch der serienmäßige Sitzgruppenumbau etwas größer ausfallen. Die Gurtplatzanzahl liegt serienmäßig allerdings nur bei vier. Wer tatsächlich zu sechst auf Reisen gehen möchte, muss optional zwei weitere Gurtplätze auf Sitzbank im Einbau entgegen der Fahrtrichtung dazubestellen.

Der A 70 S setzt dagegen auf die einfache Halbdinette mit vier Sitzplätzen sowie einem Zusatz-Sitz auf der rechten Fahrzeugseite, der sich optional zum fünften Gurtplatz aufrüsten lässt.

Küche

Küchenform

Seitenküche

Kochstellen/Befeuerung

2 / Gas

Kühlschrankvolumen

135 l

Im Kapitel Küche hat der Corigon A 70 D im Vergleich zum Geschwister-Grundriss A 70 S etwas das Nachsehen. Denn während der Einzelbett-Grundriss dank L-Küche etwas mehr Arbeitsfläche bieten kann, bleibt dies der geradlinigen Seitenküche des Doppelbett-Wohnmobils verwehrt. Die Ausstattung ist jedoch identisch: Eine Koch-Spül-Kombi mit Glasabdeckung und Zweiflammen-Gaskocher ist in die Arbeitsfläche eingelassen, der 135-l-Kompressor-Kühlschrank ist zwar kein Riese in der Sieben-Meter-Klasse, dürfte aber dennoch für eine vierköpfige Familie genügen.

Bad

Badtyp

Variobad

Frischwasser

110 l

Abwasser

90 l

Corigon setzt in allen Fahrzeugen mit Ausnahme der Campervans auf Variobäder mit Schwenkwand. Der Corigon A 70 D macht hier keine Ausnahme und verzichtet dank blitzschnellem Umbau vom Waschraum zur spritzwassergeschützten Duschkabine gekonnt auf den Duschvorhang. Ansonsten bietet das Bad mit der drehbaren Kassettentoilette sowie einer Dachhaube mit integriertem Insektenschutz Ausstattung aus Klassenniveau. Die gängigen Nasszellen-Varianten in Wohnmobilen stellen wir hier vor.

Schlafplätze

Schlafplätze

6

Bettentyp / Maße

Bug: Alkovenbett / 212 x 145 – 129 cm

Heck: Doppelbett / 211 x 159

Sitzgruppe: Doppelbett / 180 x 90 cm

Der große Trumpf des Corigon A 70 D sind seine sechs Schlafplätze. Vier davon sind als Festbetten im Wohnraum untergebracht: im Heck als recht großzügiges Doppelbett mit über 212 cm Länge, über dem Fahrerhaus als zweites Doppelbett mit fast 160 cm Breite. Die Volldinette lässt sich zudem zu einem dritten Bett umbauen – wobei die zwei Schlafplätze aufgrund der recht kleinen Liegefläche wohl nicht für Erwachsene gedacht sind. Welche Bett-Bauarten sonst noch in Campern vorkommen, erklären wir hier.

Stauraum und Bordtechnik

Heckgarage / Maße

Ja / k. A.

Weiterer Stauraum

Zwei Kleiderschränke, Dachstauschränke über Sitzgruppe, Küche und Heckbett

Bordbatterietyp / Kapazität

AGM / 95 Ah

Heizung

Gas

Technische Ausstattung

LED-Beleuchtung

USB-Anschlüsse

Mit gleich zwei Kleiderschränken sowie einer durchgängigen Heckgarage unter dem Doppelbett – die Garagentüre links gibt es jedoch nur gegen Aufpreis – bietet der Corigon A 70 D zumindest auf den ersten Blick etwas mehr Stauraum als der A 70 S, bei dem einzig Schränke unter den Einzelbetten und die Dachstauschränke zum Verstauen von Gepäck genügen müssen. Tipps für mehr Stauraum im Wohnmobil haben wir hier zusammengetragen.

Für die Preisklasse üblich: Technisch sind die Corigon-Alkoven recht karg ausgestattet. Selbst die Vorbereitungen für TV, Solaranlage oder Rückfahrkamera gibt es nur optional. Zudem bleibt es ab Werk auch lediglich bei einer 95-Ah-AGM-Aufbaubatterie, autarkes Campen ist nicht das Metier der Reisemobile. Geheizt wird mit Gas, die serienmäßige Truma Combi 4 speist sich dafür aus zwei Elf-Kilogramm-Gasflaschen. Optional lässt sich das immerhin sieben Meter lange Wohnmobil auf eine leistungsstärkere Combi 6 E Hybrid-Heizung inklusive Elektroheizstab aufrüsten.

Die Besonderheiten im Überblick

  • Besonders günstiger Einstiegspreis für einen Sieben-Meter-Alkoven.

  • Sechs Schlafplätze gibt es im A 70 D serienmäßig.

  • Zwei Kleiderschränke bringen viel Gepäck unter.

Technische Daten des Corigon A 70 D

Corigon A 70 D

Basisfahrzeug

Fiat Ducato

Motor

2,2-l-Vierzylinder-Diesel

Leistung / Drehmoment

140 – 180 PS (103 – 132 kW) / 350 – 380 Nm

Getriebe

6-Gang-Schaltgetriebe; opt. 8-Stufen-Automatik

Zulässige Gesamtmasse

3500 kg

Optionale Auflastung

ja, 3650 kg

Maße (L / B / H)

6,99 / 2,32 / 3,10 m

Stehhöhe

2,10 cm

Fahreindruck: Der Corigon A 70 D setzt auf Raum statt Design

Corigon beweist mit dem A 70 D, dass ein durchdachtes, solides Konzept nicht zwingend teuer sein muss. Wie erwartet finden sich allerdings weder gestalterische Finessen noch Luxus an Bord. Von Alexander Knoll

Fazit

Für den ersten Alkoven von Corigon spricht nicht nur der Preis. Sechs serienmäßige Schlafplätze auf sieben Metern Länge dürften reisefreudige Familien freuen – sofern sie sich nicht an der einfachen Ausstattung des Wohnmobils stören.