Wohnmobil-Fahrbericht

Sechs-Personen-Alkoven: Erste Testfahrt im Corigon A 70 D

Wenn die gesamte Familie im Wohnmobil verreisen möchte, spielt Raum eine wichtige Rolle. Den bietet nun auch die junge Marke Corigon an: Mit Alkoven-Modellen ist ihr Portfolio jetzt rund. Erste Testfahrt im Sechs-Personen-Grundriss Corigon A 70 D.

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Der Corigon A 70 D fahrend von schräg vorne rechts.
So sieht ein klassisches Wohnmobil aus: Wie eine Welle schiebt sich der Alkoven über das Fiat-Fahrerhaus. Foto: Christian Herb
Der Corigon A 70 D fahrend von schräg hinten links.
Schwarze 16-Zoll-Alus gibt es für 1299 Euro, Serie sind Stahlräder mit Zierblenden. Foto: Christian Herb
Blick auf das Cockpit des Corigon A 70 D.
Serienmäßig gibt es 140 PS (103 kW) im Ducato, das Multimedia-Paket kostet 2599 Euro zusätzlich. Foto: Christian Herb
Durchsicht durch den Wohnraum des Corigon A 70 D mit Blick aus dem Fahrerhaus über die Sitzgruppe in Richtung Heck.
Wer vom Cockpit nach hinten blickt, erlebt den großen Raum des A 70 D. Er macht Familienreisen angenehm. Foto: Christian Herb
Das Bild zeigt den Einzelsitz an der rechten Fahrzeugseite in der Sitzgruppe des Corigon A 70 D im Detail.
Hinter dem Beifahrer findet sich ein Einzelsitz – ohne Gurt. Foto: Christian Herb
Ein USB-Ladeanschluss im Bereich der Sitzgruppe des Corigon A 70 D im Detail.
In Kopfhöhe ist die USB-Steckdose montiert – gut von Sitzplatz und Alkoven zugleich erreichbar. Foto: Christian Herb
Die Sitzgruppe des Corigon A 70 D im Bettumbau.
Serienmäßig lässt sich die Volldinette zu einem Kinderbett mit 168 cm Länge umbauen. Foto: Christian Herb
Das hochgeklappte Alkovenbett des Corigon A 70 D mit Vorhang vor dem Fahrerhaus.
Nach vorn trennt ein Vorhang ab. Das hochklappbare Alkovenbett erlaubt einen einfachen Durchgang. Foto: Christian Herb
Das heruntergeklappte Alkovenbett im Corigon A 70 D.
Im geräumigen Alkoven finden zwei Erwachsene genügend Platz zum Schlafen. Foto: Christian Herb
Die Küchenzeile des Corigon A 70 D im Detail.
Der fast 66 cm tiefe Küchenblock schluckt viel, zudem bleibt noch Platz zum Arbeiten. Immerhin 132 Liter Volumen bietet der Kühlschrank rechts neben der Arbeitsfläche. Foto: Christian Herb
Die Collage zeigt das Badezimmer des Corigon A 70 D. Links mit Schwenkwand in Normalstellung, rechts im Umbau zur Duschkabine.
Eine Schwenkwand nutzt das kompakte Bad optimal. Foto: Christian Herb/Collage: AUTO ZEITUNG
Blick auf das Doppelbett im Heck des Corigon A 70 D.
Im Heck schläft es sich nur quer. Die so gesparte Länge bietet Platz für die Volldinette. Foto: Christian Herb
Der Lattenrost des Heckbetts im Corigon A 70 D im Detail.
Ein traditioneller Lattenrost trägt die Matratzen im Alkoven wie im Heck. Foto: Christian Herb
Blick in die Heckgarage des Corigon A 70 D durch die Stauraumtüre auf der rechten Fahrzeugseite.
Bis zu 150 kg schluckt die große Garage. Die linke Tür gibt es im Komfort Paket (899 Euro). Foto: Christian Herb
Die Bedienung von Technik und Solaranlage im Wohnraum des Corigon A 70 D.
Keine Rätsel gibt die einfache Bedienung auf. Für 199 Euro bereitet Corigon den A 70 D auf eine Solaranlage vor. Foto: Christian Herb
Die Aufbaubatterie unter dem Beifahrersitz des Corigon A 70 D im Detail.
Unter dem Beifahrersitz findet die Aufbaubatterie mit 95 Ah Platz. Luft wäre auch noch für eine zweite. Foto: Christian Herb
Der Gaskasten mit zwei Elf-Kilogramm-Gasflaschen durch die geöffnete Außenstauklappe des Corigon A 70 D fotografiert.
Zwei Elf-Kilo-Gasflaschen schluckt der tief positionierte Stauraum.
Die Grundrisszeichnung des Corigon A 70 D.
Mit einer vollwertigen Vierersitzgruppe punktet das Sieben-Meter-Mobil. Im Heck wird dafür quer geschlafen. Foto: Corigon

Corigon A 70 D auf Testfahrt: Pragmatiker mit viel Raum

Wenn Spielereien oder Designexperimente weniger zählen als Pragmatik, wenn viel Raum die wichtigste Anforderung an ein Reisemobil ist, ecco: Dann ist der neue Corigon A 70 D mit seinem attraktiven Grundpreis von 61.999 Euro einen näheren Blick wert. Wir nehmen für eine erste Testfahrt im Alkoven Platz.

Mit sieben Meter Länge gilt er keineswegs als Riese, die langen Campervans auf Ducato-Basis fallen lediglich rund 65 cm kürzer aus. Doch schon beim Einstieg offenbart sich eine andere Welt: Luftig und geräumig spannt sich diese Ferienwohnung auf Rädern auf. Der Blick auf die mit zwei festen Sitzbänken und einem großen Tisch vollwertige Dinette beweist: Zu viert kann eine Familie problemlos gemeinsam Abendessen, fast wie daheim.

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Video: AUTO ZEITUNG

Sechs Schlafplätze sind serienmäßig

Mehr Personen finden hier nicht Platz, im Auto dagegen schon: Für 599 Euro Aufpreis rüstet Corigon den neuen A 70 D mit einem fünften und sechsten Gurtplatz aus – fahren müssen diese Passagier:innen jedoch mit dem Rücken nach vorn, was nicht jedermanns Sache ist. Sind die Kinder noch jünger, liefert Corigon auf Wunsch das Alkovenmobil mit Isofix-Halterungen für zwei Kindersitze aus (449 Euro), zudem dient die umgebaute Sitzgruppe als praktisches – und sogar serienmäßiges – Bett für den Nachwuchs. Mit 168 cm Länge bleibt es jedoch den Kleinen vorbehalten.

Durchsicht durch den Wohnraum des Corigon A 70 D mit Blick aus dem Fahrerhaus über die Sitzgruppe in Richtung Heck.
Foto: Christian Herb

Für Erwachsene dagegen reichen die festen Betten bestens aus. Im Alkoven, dessen Bettbasis raumschaffend nach oben geklappt werden kann, bietet eine 215 x 160 cm große Matratze ausreichend Liegefläche für zwei. Im Heck schläft es sich ebenfalls quer, immerhin auf 210 cm Länge, die Breite variiert zwischen 126 und 143 cm.

Wer Einzelbetten bevorzugt, findet möglicherweise im Schwestermodell Corigon A 70 S das passende Angebot: Bei identischer Außenlänge bietet es zwei Längsbetten, dafür jedoch nur eine Halbdinette. Zum Essen müssen hier also stets die Sitze gedreht werden, auch sind nur maximal fünf statt sechs Gurtplätze möglich.

Trotz seines Volumens bleibt der Alkoven in der 3,5-t-Klasse

Doch es gibt weitere Aspekte, die ein Reisemobil familientauglich machen. Da wäre die Küche: Sie ist im neuen Corigon A 70 D auf der rechten Seite platziert, direkt neben der tief (und ohne ausfahrbare Stufe) angesetzten Aufbautür, die serienmäßig ohne Fenster kommt. Erst im Paket Komfort Plus (499 Euro) ist es enthalten – neben einem Spiegel im Wohnraum und kleineren Extras.

Wie alles im Corigon bleibt auch die Küche einfach und pragmatisch, dabei durchaus funktional. Die Abdeckungen des Zweiflammenherds und der Spüle sind getrennt, und so ergibt sich gemeinsam mit der Tiefe des Küchenblocks immerhin etwas Fläche zum Vorbereiten. Direkt nebenan ist ein 132 l großer Kompressorkühlschrank platziert, ein gutes Durchschnittsmaß.

Im nicht allzu großen Bad hat Corigon dem A 70 D eine Schwenkwand spendiert, doch ganz ohne Duschvorhang funktioniert es dann doch nicht: Ein schmales Stück Stoff ist geblieben, auf der anderen Seite schützt eine Kunststoffblende die Tür vor Wasser.

Trotz seines Volumens ist der Alkoven in der 3,5-t-Klasse unterwegs. Sein Leergewicht gibt Corigon mit 2880 kg an – immerhin bleibt so noch etwas Luft für Gepäck. Gut, denn die Garage im Heck ist riesig. So wie das gesamte Auto. Von Alexander Knoll

Fazit

Corigon beweist mit dem A 70 D, dass ein durchdachtes, solides Konzept nicht zwingend teuer sein muss. Wie erwartet finden sich allerdings weder gestalterische Finessen noch Luxus an Bord. 

Technische Daten des Corigon A 70 D

AUTO ZEITUNG 09/2026

Corigon A 70 D

Technische Daten

Motor

4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel; 2184 cm³

Antrieb

6-Gang-Schaltgetriebe; Vorderradantrieb

Leistung

103 kW / 140 PS bei 3500 U/min

Max. Drehmoment

350 Nm bei 1400 U/min

Karosserie

Außenmaße (L / B / H)

6990 / 2320 / 3100 mm

Leergewicht/Zuladung

2880 / 620 kg

Zulässige Gesamtmasse

3500 kg (opt. auflastbar auf 3650 kg)

Ausstattung

Sitz-/Schlafplätze

4 (opt. 6) / 6

Herd/Heizung

Gas, Zweiflammen-Kocher / Gas, Truma Combi 4

Gas

2 x 11 kg

Frisch-/Abwasser

110 / 90 l

Kaufinformationen

Grundpreis

61.999 €

Marktstart

Im Handel

Alle Daten Werksangaben