Vergleichstest

Vergleichstest: Cupra Raval vs. Alpine A290 & Mini Cooper SE

Meist nur wenig Leistung, kaum Prestige und nie Stammtisch-tauglich: Kleinwagen mit E-Antrieb werden oft belächelt. Zu Unrecht, denn auch in diesem Segment kommt der Fahrspaß nicht zu kurz. Bestes Beispiel: unser Trio im Vergleichstest mit Alpine A290, Mini Cooper SE und dem neuen Cupra Raval!

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Blick von schräg vorne auf die drei sportlichen Elektro-Kleinwagen Cupra Raval, Mini Cooper SE und Alpine A290.
Wir wollen dem brandneuen Cupra Raval auf den Zahn fühlen. Was läge da näher als ein Vergleichstest mit der Alpine A290 und Mini Cooper SE? Foto: Frank Ratering
Blick von schräg vorne auf den fahrenden Alpine A290.
X-förmige Tagfahrleuchten sind das Erkennungszeichen des kleinen Giftzwergs. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Armaturen im Innenraum des Alpine A290.
Cockpit mit eigenwilligen Details wie den D, N, R-Drucktasten statt Wählhebel. Ein Becherhalter fehlt. Foto: Frank Ratering
Alpine A290.
Gut geformte Sitze, aber weiche Polster und eine ungünstige Kopfstützenform. Foto: Blick auf die Vordersitze im Innenraum des Frank Ratering
Detailansicht auf die Lenkradtasten des Alpine A290.
Rote „Overtake“-Taste gedrückt halten und zehn Sekunden Extraschub genießen. Foto: Frank Ratering
Blick von hinten auf die drei sportlichen Elektro-Kleinwagen Alpine A290, Mini Cooper SE und Cupra Raval.
Von der Leine gelassen sprinten alle drei in weniger als sieben Sekunden auf 100 km/h. Foto: Frank Ratering
Blick von schräg vorne auf den fahrenden Cupra Raval.
Auf Langstrecken überzeugt der Raval trotz sportlicher Fahrwerksabstimmung mit Komfort. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Armaturen im Innenraum des Cupra Raval.
Cockpit mit selbsterklärender Bedienung. Weniger gut: Slider für Temperatur und Lautstärke. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Vordersitze im Innenraum des Cupra Raval.
Die einstellbare Lendenwirbelstütze der bequemen Sportsitze kostet 1200 Euro. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Fondsitze im Innenraum des Cupra Raval.
Auch in der zweiten Reihe bietet der neue Spanier annehmbare Platzverhältnisse. Foto: Frank Ratering
Blick von schräg vorne auf die drei sportlichen Elektro-Kleinwagen Mini Cooper SE, Alpine A290 und Cupra Raval.
Auf einsamen Kurvenstrecken fühlen sich die drei kleinen Stromer und ihrer Fahrer:innen besonders wohl. Foto: Frank Ratering
Blick von schräg vorne auf den fahrenden Mini Cooper SE.
Die straffe Fahrwerksabstimmung schmälert den Federungskomfort unterwegs erheblich. Foto: Frank Ratering
Blick auf die Armaturen im Innenraum des Mini Cooper SE.
Mini-Cockpit mit zentralem Anzeigen-Instrument und optionalem Head-up-Display (1200 Euro). Foto: Frank Ratering
Blick auf die Vordersitze im Innenraum des Mini Cooper SE.
Straff gepolsterte Sportsitze im Ausstattungspaket John Cooper Works-Trim. Foto: Frank Ratering
Blick von außen durch die geöffnete Tür in den Innenraum des Mini Cooper SE.
Beschwerliches Platznehmen im Fond. Der Sitzkomfort fällt eher mäßig aus. Foto: Frank Ratering

Im Vergleichstest: Neuer Cupra Raval gegen Alpine A290 Elektro und Mini Cooper SE

Bekanntermaßen schreitet die Verbreitung der E-Mobilität nicht in dem Maß voran, wie es sich viele wünschen. Ein Grund hierfür dürfte der bisherige Mangel an bezahlbaren Stromern sein. Doch der Markt reagiert, und die Hersteller bringen immer mehr günstige Modelle auf den Markt. Im Gespräch ist dabei die magische 25.000-Euro-Grenze als Einstiegstarif beim E-Auto für alle. Als Elektriker fürs Volk soll auch der neue Cupra Raval antreten, dessen Basis-Version ab 25.950 Euro kostet. Allerdings wird er erst ab dem Spätsommer verfügbar sein.

Einen ersten Testwagen gab es dennoch schon jetzt, jedoch nur in der 155 kW (211 PS) starken Endurance-Variante, die mit einem Einstiegspreis von 34.790 Euro die 25.000-Euro-Latte zwar locker reißt, dafür aber auch mit reichlich sportiven Qualitäten aufwarten soll. Hier bieten sich Gegner wie die 160 kW (218 PS) leistende Alpine A290 und der gleich starke Mini Cooper SE an, um dem Cupra in einem Vergleichstest mal so richtig auf den Zahn zu fühlen. Und so bitten wir das quirlige Trio zum fröhlichen Kräftemessen. Dabei geht es natürlich nicht nur um den Spaß an der Fahrfreude, sondern auch um die Alltagstauglichkeit.

Der Cupra Raval (2026) im Video

Video Platzhalter
Video: AUTO ZEITUNG

Karosserie: Alpine und Mini bieten wenig Platz im Fond

Mit einer Außenlänge von rund 4,05 m überragt der dynamisch gezeichnete Cupra Raval seine Konkurrenten zwar nur um wenige Zentimeter, doch zeigt er im sportiv gestalteten Innenraum, hier vor allem im Fond, ein recht brauchbares Raumangebot, das ihn zu einem vollwertigen Viersitzer macht. Auf der Rückbank geht es in der Alpine A290, die ihre enge Verwandtschaft mit dem R5-Remake Renault 5 E-Tech nicht verleugnen kann, enger zu. Der dreitürige und nur viersitzige sowie ebenfalls im Retro-Kleid vorfahrende Mini Cooper SE ist sogar noch schmaler geschnitten. Auch vom Kofferraum des Briten sollte man nicht viel erwarten: Ein Standardmaß von gerade mal 210 l reicht maximal für eine Sporttasche. Mit 441 l im Spanier kommen dagegen vier Personen selbst bei längeren Reisen klar.

Auf Langstrecken gefällt der Raval mit intuitiver, störungsfreier Bedienung. Der Mix aus Tasten im Lenkrad und dem 12,9-Zoll-Touchscreen ist wohlkomponiert. Allenfalls an den unpraktischen Slidern für die Temperatur und die Audiolautstärke meinte Cupra auch im Raval festhalten zu müssen, was das Bild etwas trübt. Die Alpine-Bedienelemente sind an sich ähnlich übersichtlich gestaltet, im Detail aber nicht ganz perfekt. So funktioniert der Wechsel der Fahrmodi nicht immer auf den ersten Tastendruck. Und wer die Ambiente-Beleuchtung ändern möchte, sucht eine gewisse Zeit, bis man darauf kommt, dass sie sich hinter dem Menü „Leben an Bord“ versteckt. Gut dagegen: Die Nutzung der Assistenzsysteme lässt sich individuell konfigurieren und hinter der Funktion „My safety perso“ ablegen.

Die Mini-Bedienung wirkt im Vergleichstest ziemlich verspielt. Das beginnt beispielsweise nach Aktivieren der gut funktionierenden Sprachbedienung mit einem auf dem kreisrunden Zentralbildschirm erscheinenden Comic-Hund und reicht über die etwas durcheinander angeordnet wirkenden Icons für Apps und Fahrzeugfunktionen bis hin zur farbenfrohen Innenbeleuchtung. Der Hang zu Anglizismen mag hip sein, ist aber nicht immer hilfreich. So nennt Mini die personalisierbaren Fahrmodi „Experiences“ zum Beispiel „vivid“, „timeless“, „core“ oder „go kart“.

Während man bei letzterem auf einen Dynamik-orientierten Fahrmodus schließen kann, lassen die anderen Begriffe unbedarfte Erstnutzende möglicherweise etwas ratlos zurück. Ausprobieren hilft, um festzustellen, dass sich damit unterschiedlich komponierte Licht-, Farben-, Sound- sowie Display-Designs abrufen lassen, die je nach Fahrernatur Gute-Laune-Potenzial haben.

„Alltagstauglich: Der neue Raval darf bis zu 1200 kg ziehen“
Elmar Siepen

Fahrkomfort: Auf Langstrecken wirkt der Cupra am harmonischsten

Wer mit 155 kW (211 PS) oder mehr antritt, empfängt Fahrende und Mitreisende vorn mit Sportsitzen. Das ist Ehrensache! Da machen unsere drei Testkandidaten keine Ausnahme. Jene in der Alpine A290 zeigen auf Anhieb eine gute Seitenführung von Torso und Oberschenkeln – nach längeren Strecken entpuppen sich die Polster jedoch je nach Geschmack als eine Spur zu nachgiebig. Vergleichsweise hoch fällt auch die Sitzposition aus, konzeptionell verursacht durch die Batterien im Wagenboden.

Das gilt ebenso für den Cupra Raval, dessen Sitze die besten im Vergleichstest sind – nicht nur wegen der gelungenen Konturierung. Auch die straffe Polsterung beugt Ermüdungserscheinungen erfolgreich vor. Das gelingt den Mini-Sitzen zwar ebenfalls, auf denen nimmt man allerdings bis zu neun Zentimeter tiefer Platz als auf den Pendants der Konkurrenten. Deren Seitenwangen könnten aber eine Spur höher ausfallen.

Im Fond eignet sich der Mini Cooper SE für den Personentransport über längere Strecken wegen der geringen Ellbogenfreiheit und der steil stehenden Rückenlehne weniger. Obendrein macht der Engländer aus seiner Philosophie, eher der Fahrdynamik denn dem Komfort verpflichtet zu sein, keinen Hehl. Seine straffe Abstimmung hält den Aufbau auch auf augenscheinlich eher ebenem Asphalt permanent in leichter Bewegung. Je nach Fahrbahnoberfläche läuft damit sogar ein Wackeldackel Gefahr, die Contenance zu verlieren. Umso erstaunlicher, dass sich der Mini mit maximaler Nutzlast an Bord unangenehmes Durchschlagen auf den üblen Bodenwellen der Teststrecke verkneift.

Dennoch: Fahrkomfort geht besser. Das zeigt zum Beispiel die Alpine, die zwar ebenfalls über ein straffes Set-up verfügt, aber mit kleinen Unebenheiten souveräner umgeht. Noch eine Spur geschmeidiger gelingt der Abrollkomfort dem Cupra. Er wirkt von allen drei Kandidaten auch auf Langstrecken am harmonischsten. Ergonomisch fällt die Alpine mit eigenwilligen Bedienlösungen auf – dazu gehört die Rekuperationsstufen-Einstellung über einen Drehschalter im Lenkrad, wofür eine Hand vom Lenkrad genommen werden muss. Und warum für die Lautstärkeregulierung eine Taste auf der Oberseite des Displays angebracht wurde, erschließt sich ebenfalls nicht. Außerdem fehlen Cupholder. Da wirkt der Cupra durchdachter und überzeugt mit seiner Ergonomie am besten.

Blick von schräg vorne auf die drei sportlichen Elektro-Kleinwagen Mini Cooper SE, Alpine A290 und Cupra Raval.
Foto: Frank Ratering

Motor / Getriebe: 160 bis 170 km/h Topspeed reißen keinen vom Hocker

Leistungstechnisch schöpfen die drei Kraftzwerge mit 155 (Cupra) und 160 kW (Alpine und Mini), was 211 beziehungsweise 218 PS entspricht, in dieser Fahrzeugklasse aus dem Vollen. Entsprechend knacken sie die 100-km/h-Marke bereits nach 6,3 (Alpine und Mini) respektive 6,6 s (Cupra). Das können Kleinwagen mit Verbrennern vergleichbarer Leistung auch nicht besser, eher schlechter. Erfreulich ist zudem die Leistungsentfaltung. Hier nervt kein Turboloch oder eine Anfahrschwäche, wie man sie von Verbrennern kennt. Mit dem jeweils nahezu verzögerungsfrei einsetzenden und sich linear entfaltenden, kräftigen Schub liefert das Trio stattdessen jede Menge Längsdynamik und damit pure automobile Lebensfreude.

Was dennoch nicht ganz zu den quirligen Charakteren der Testwagen passt: Die Höchstgeschwindigkeit ist für den Cupra bei 160 und seine Konkurrenten bei jeweils 170 km/h abgeregelt. Das sorgt unter Umständen dafür, dass man an einen Kleintransporter auf der Autobahn zwar heran, aber nicht dran vorbeikommt – für einen „Hot Hatch“ mit umgerechnet über 200 PS eigentlich ein No-Go. Immerhin: Mit Strom gehen zumindest Mini Cooper SE und Cupra Raval sparsam um: 15,1 kWh Testverbrauch können sich sehen lassen. Damit schafft der Mini mit seiner 49,2-kWh-Batterie 325 km, der Cupra kommt mit seiner 52-kWh-Batterie 344 km weit. Hier fällt die Alpine A290 mit einem Testverbrauch von 17,9 kWh und 290 km Reichweite zurück.

Hervorzuheben ist auch, dass der Raval subjektiv über die beste Rekuperation verfügt und auf Bergab-Passagen so manchen Kilometer an Reichweite zurückholt. An der Ladestation lädt er zudem mit bis zu 105 kW auch etwas schneller als der Franzose (100 kW) und der Brite (95 kW). Kompliment an alle drei Hersteller: Das Thermomanagement der Testkandidaten zeigt sich sehr wirkungsvoll – trotz sommerlicher Temperaturen überstand das Trio das Testprozedere im Vergleichstest, ohne dass die Elektronik zum Schutz des Akkus jeweils die Antriebsleistung drosseln musste.

„Begrenzt: Die Rivalen rennen maximal zwischen 160 und 170 km/h“
Elmar Siepen

Fahrdynamik: Auf der Strecke kommt keiner an der Alpine vorbei

Nach der überzeugenden längsdynamischen Vorstellung waren wir gespannt auf die querdynamischen Qualitäten, die sich am Limit verantwortungsvollerweise nur auf abgesperrtem Terrain ausloten lassen. Sobald es nicht mehr geradeaus geht, wird schnell klar: Der Mini Cooper SE macht seinem Ruf als Kurvenräuber alle Ehre. Im asphaltierten Winkelwerk des Handlingkurses fühlt er sich pudelwohl, wirft sich auf Lenkbefehle mit Schwung in die vertracktesten Kurvenkombinationen und lässt die Person am Steuer eine gute Anbindung an die Fahrbahn spüren.

Die lebhafte Hinterachse unterstützt dabei seinen quirligen Charakter. Allerdings dürfte es, gemessen an den Konkurrenten, auch etwas mehr Grip sein. Gern dreht das Heck bei Lastwechseln nämlich kräftig ein, um dann, sobald die Hinterreifen wieder Seitenführungskräfte aufbauen, mit einer – sofern man darauf gefasst ist – parierbaren Konterreaktion aufzuwarten.

Zwar liefert auch der Cupra Raval mit der Eindrehtendenz seiner Hinterachse ein gerütteltes Maß an Lebhaftigkeit. Doch enthält er sich der Konterreaktionen, wie sie der Mini an den Tag legt. Insgesamt wirkt er im Vergleichstest deshalb nicht ganz so zackig wie der Brite, man könnte auch sagen eine Spur gutmütiger. Dadurch lässt er Fahrer:innen mehr Zeit, im Grenzbereich zu reagieren. Die höhere Agilität des Mini pariert er mit seiner serienmäßige Progressivlenkung, die ein Muster an Zielgenauigkeit und Transparenz ist und ihm zu einer etwas schnelleren Rundenzeit auf dem Handlingkurs verhilft.

Apropos Rundenzeiten: Gegen die Uhr liegt die Alpine A290 deutlich vorn. Die Französin reagiert ähnlich wie der Mini nahezu verzögerungsfrei auf die Lenkvorgaben der Person am Steuer, benötigt aber nach dem Anlenken weitaus größere Lenkwinkel als ihre drei Rivalen. Zudem fehlt es ihr dann an Fahrbahnkontakt, und bei vollem Leistungseinsatz lässt sie kräftige Antriebseinflüsse in der Lenkung spüren. Das ändert allerdings nichts daran, dass ihr die serienmäßig montierte Michelin Pilot Sport S5-Bereifung ein Gripniveau beschert, das in diesem Vergleichstest seinesgleichen sucht. Im Ergebnis zieht die Alpine dort noch unbeirrt ihre Bahn, wo Cupra und Mini bereits spürbar an der Haftgrenze angelangt sind. Sei’s drum: Alle drei bieten für Freunde des gepflegten Fahrspaßes einen ziemlich hohen Unterhaltungswert.

Umwelt/Kosten: Mit Extras hievt sich der Mini fast auf Alpine-Niveau

Wer die Preisliste studiert, wundert sich: Eine Premium-Marke wie Mini offeriert den Cooper SE zum niedrigsten Grundpreis in Höhe von 31.950 Euro. Testrelevant knackt er aufgrund der Paketpolitik des Herstellers dann aber doch die 40.000-Euro-Marke locker und findet sich dort nahezu auf Augenhöhe mit der bereits serienmäßig umfangreich ausgestatteten und 42.200 Euro teuren Alpine A290 wieder. In diesem Preisgefüge geht der Cupra Raval mit einem testrelevanten Preis von 36.840 Euro nahezu als Schnäppchen durch.

Hier wie dort wirkt, sofern die Voraussetzungen vorliegen, allerdings eine Schmerzlinderung durch die E-Auto-Prämie in Höhe von bis zu 6000 Euro, womit das Trio wieder in erträglicheren Preisregionen landet. Vorteil Cupra Raval: Bei Redaktionsschluss im Juli 2026 war er auf einer Auto-Plattform wie meinauto.de mit dem höchsten Rabatt von allen dreien im Angebot: 23 Prozent. Das bedeutet – bezogen auf den Grundpreis – beim Kauf eine Ermäßigung um weitere 8002 Euro.

Bei den Unterhaltsaufwendungen konnten Werkstattkosten und Wertverluste noch nicht für alle Testkandidaten ermittelt werden, weswegen diese Punkte unbewertet bleiben. Bei den Energiekosten schneiden Cupra und Mini dank ihrer günstigen Verbräuche in diesem Vergleichstest deutlich besser ab als die Alpine. Am Ende geht der Cupra Raval als Sieger aus dem Umwelt/Kosten-Kapitel hervor – nicht zuletzt, weil Cupra als einziger Hersteller fünf Jahre Garantie gewährt.

Fazit

Als erstes Modell der „Electric Urban Car Family“ des VW-Konzerns landet der Cupra Raval Endurance in der Szene der Mini-Stromer einen Volltreffer. Mit einer gehörigen Portion Sportlichkeit, einem praxistauglichen Platzangebot und ordentlichem Komfort-Niveau haben seine Väter das Menü für einen Testsieg kreiert. Die zweitplatzierte Alpine A290 wartet mit bravourösen Handling-Eigenschaften auf, hat aber den größeren Stromhunger und lässt auch im Kostenkapitel Federn. Der quirlige Mini Cooper SE liegt bei Fahrkomfort und Raumangebot deutlich hinter der Konkurrenz – Platz drei.

Technische Daten und Messwerte von Alpine A290 Elektro 220, Cupra Raval Endurance und Mini Cooper SE

AUTO ZEITUNG 16/2026

Alpine A290 Elektro 220

Cupra Raval Endurance

Mini Cooper SE

Technik

Motoren

fremderregte Synchronmaschine

permanenterregte Synchronmaschine

permanenterregte Synchronmaschine

Systemleistung

160 kW / 218 PS

155 kW / 211 PS

160 kW / 218 PS

Systemdrehmoment

300 Nm

290 Nm

330 Nm

Batterie

Lithium-Ionen (NMC)

Lithium-Ionen (NMC)

Lithium-Ionen (NMC)

Spannung / Kapazität netto

400 V / 52,0 kWh (55,0 kWh)

408 V / 52,0 kWh (55,0 kWh)

398,2 V / 49,2 kWh (54,2 kWh)

Max. Ladeleistung AC / DC

11 kW / 100 kW

11 kW / 105 kW

11 kW / 95 kW

Kraftübertragung

Getriebe

Konstantübersetzung

Konstantübersetzung

Konstantübersetzung

Antrieb

Vorderrad

Vorderrad

Vorderrad

Fahrwerk

Radaufhängung

v: McPherson, h: Mehrlenker, Stabi., ESP

v: McPherson, h: Verbundlenker, Stabi., ESC (ESP)

v: McPherson, h: Mehrlenker, Stabi., DCS (ESP)

Lenkung

Zahnstange, Servo, elektromechanisch

Zahnstange, Servo, elektro., Progressivlenkung

Zahnstange, Servo, elektromech.

Bremsen

rundum: innenbel. Scheiben; ABS, BA

v: innenbel. Scheiben; h: Scheiben; ABS, BA

rundum: innenbel. Scheiben; ABS, BA

Serienbereifung

225/40 R 19

215/50 R 18

195/60 R 16

Testbereifung

225/40 R 19

235/40 R 19 H XL

225/40 R 18 V XL

Reifen

Michelin Pilot Sport S5 A 29

Bridgestone Potenza Sport Enliten

Michelin E Primacy

Maße & Gewichte

Außenmaße (L / B / H)

399,0 / 182,0 / – (201,4 Sp.)

404,6 / 178,4 / – (200,0 Sp.)

392,2 / 175,6 / – (196,7 Sp.)

Radstand

253,0 mm

259,9 mm

252,6 mm

Kofferraumvolumen

326 – 1080 l

441 – 1240 l

210 – 800 l

Leergewicht Werk / Test

1479 / 1490 kg

1535 / 1565 kg

1605 / 1672 kg

Zul. Gesamtgewicht*

1950 kg

2080 kg

2055 kg

Effektive Zuladung

460 kg

515 kg

383 kg

Anhängelast* (gebr. / ungebr.)

500 / 500 kg

1200 / 750 kg

– / –

Dachlast* / Stützlast*

– / 63 kg

75 / 75 kg

– / –

Wendekreis links / rechts

10,5 / 10,5 m

11,2 / 11,1 m

10,8 / 10,8 m

Fahrleistungen

0 – 50 km/h

2,7 s

2,9 s

2,7 s

0 – 100 km/h

6,3 s

6,6 s

6,3 s

Höchstgeschwindigkeit*

170 km/h

160 km/h

170 km/h

Handlingkurs

1:48,8 min

1:50,1 min

1:50,5 min

Slalom (Pylonenabstand 18 m)

65,7 km/h

65,9 km/h

62,8 km/h

Bremswege

aus 100 km/h kalt / warm

35,0 / 34,6 m

34,0 / 34,3 m

34,3 / 34,6 m

aus 50 / 150 km/h kalt

9,1 / 79,4 m

8,9 / 80,5 m

9,1 / 80,2 m

Innengeräusche

Standgeräusch

bei 50 km/h

59 dB(A)

62 dB(A)

60 dB(A)

bei 100 / 130 km/h

66 / 70 dB(A)

67 / 71 dB(A)

69 / 72 dB(A)

Verbräuche

Testverbrauch

17,9 kWh / 100 km

15,1 kWh / 100 km

15,1 kWh / 100 km

WLTP-Verbrauch*

16,5 kWh / 100 km

13,6 kWh / 100 km

14,6 kWh / 100 km

CO2 Test** / WLTP

65 / 0 g/km

55 / 0 g/km

55 / 0 g/km

Reichweite gesamt

290 km

344 km

325 km

Reichweite Test max. / WLTP

290 / 366 / 364 km

344 / 416 / 445 km

325 / 396 / 400 km

*Werksangaben

**Äquivalent gemäß deutschem Strommix (CO2: 420 g/kWh)

Ausstattung/Preise

Alpine A290 Elektro 220

Cupra Raval Endurance

Mini Cooper SE

Grundpreis

42.200 €

34.790 €

31.950 €

Testwagen-Optionen

Bremsen

3.850 €

Reifen

850 €

Sitze

1.200 €

6.690 €

Aufpreis

0 €

2.050 €

10.540 €

Bewerteter Preis

42.200 €

36.840 €

42.490 €

Ausstattung

Massagesitze

XL-Paket mit Advanced-Sitz, Massagefunktion (Aufpreis)

Wartung / Rabatt / Wertverlust

Werkstattkosten*

k. A.

k. A.

503 €

Rabatt**

3,0 % / 1.266 €

23,0 % / 8.002 €

13,25 % / 4.233 €

Wertverlust (DAT) nach 4 Jahren / 20.000 km p.a.

63,2 % / 26.670 €

k. A.

55,4 % / 17.700 €

Versicherung / Steuern pro Jahr

HP / VK / TK Typklassen

15 / 21 / 18

14 / 16 / 19

13 / 18 / 19

HP / VK / TK Kosten

634 / 901 / 119 €

591 / 685 / 135 €

543 / 783 / 135 €

Abgasnorm / Steuer

Elektro / befreit

Elektro / befreit

Elektro / befreit

* Wartungskosten pro Jahr einschl. üblicher Verschleißteile ohne Reifen, ermittelt durch den ADAC

**Quelle: www.meinauto.de; zzgl. eventueller Überführungskosten

Gesamtbewertung

Punkte max.

Alpine A290 Elektro 220

Cupra Raval Endurance

Mini Cooper SE

Karosserie

1000

534

587

530

Fahrkomfort

1000

632

667

572

Motor / Getriebe

1000

717

725

730

Fahrdynamik

1000

687

706

664

Eigenschaftswertung

4000

2570

2685

2496

Kosten / Umwelt

1000

354

377

358

Gesamtwertung

5000

2924

3062

2854

Platzierung

2

1

3