Dacia Spring: Neue Generation ab 17.900 Euro
Das günstigste E-Auto auf dem deutschen Markt geht in die nächste Runde: Dacia zeigt eine zweite Generation des Kleinstwagens Spring Electric an. Der Neue ist nun „Made in Europe“ und fußt auf dem Twingo, kommt weiter – und wird noch preiswerter!
Im Juni 2026 teasert die Renault-Tochter eine neue Generation des Dacia Spring Electric an, im September folgt bereits die Präsentation des Neuen. Dieser Schritt kommt eher überraschend, da Dacia dem Kleinsten im Portfolio 2024 ein Facelift mit frischem Look und erst Anfang 2026 ein umfassendes Technik-Update mit neuen Antrieben beschert hatte.
Generation zwei wirkt aber bereits auf den ersten Blick deutlich erwachsener: Er steht nun stattlicher da, wirkt optisch gefälliger, moderner und auch wertiger als der Vorgänger, der immerhin die Karosserie des seit 2015 verkauften Verbrenner-Kleinstwagen Renault Kwid nutzte. Zudem entfällt auch die Pseudo-SUV-Beplankung größtenteils, robust wirkende Kunststoffelemente an den Stoßfängern und schwarze Akzente bleiben aber. Der erwachsene optische Eindruck wird von den Abmessungen bestätigt. Mit 3855 mm Länge und 1737 mm Breite (ohne Außenspiegel) ist der neue Spring ganze 15,4 cm länger sowie 18,6 cm breiter als der Vorgänger.
Das kommt nicht von ungefähr, technisch ist der Spring Nummer zwei nämlich eng mit Renault Twingo E-Tech Electric sowie Nissan Pixo verwandt, erhält aber ein eigenständiges Design mit komplett neuer Front inklusive höherer Haube sowie einer Heckklappe ohne den markanten Heckscheiben-Kunststoffrahmen bei Twingo und Pixo. Und selbst der Ladeanschluss-Klappe im vorderen rechten Kotflügel hat Dacia eine eigene Form gegeben.
Die AmpR-Small-Plattform nimmt direkt zwei Dinge vorweg: Denn somit teilt sich der Spring auch seinen 60-kW-Antrieb (82 PS) mit dem Renault-Nissan-Duo sowie auch die Produktionsstätte im slowenischen Novo Mesto. Der Vorgänger rollte noch in China vom Band, der Nachfolger ist damit auch M1E-konform. Die von der EU geplante Pkw-Unterkategorie für besonders günstige E-Kleinstwagen setzt nämlich eine Produktion in der EU voraus. Dacia ist also gewappnet.
Das Dacia Hipster Concept im Video

Weniger PS, dafür mehr Reichweite
Wie bereits erwähnt, teilt sich der neue Dacia Spring den Antrieb mit Twingo und Pixo. Heißt: Frontantrieb, 60 kW (82 PS) und ein 27,5-kWh-LFP-Akku (netto). So sind laut WLTP-Werten bis zu 250 km Reichweite realisierbar. Beim Vorgänger waren es maximal 226 km. Dafür war dieser aber auch erst seit Dezember 2025 in der kurzlebigen „Extreme Electric 100“-Version mit bis zu 102 PS (75 kW) erhältlich. Ob die AmpR-Small-Minis künftig mit einer leistungsgesteigerten Version aufwarten können, bleibt abzuwarten. Somit sortiert sich der neue Spring leistungstechnisch zwar oberhalb der Vorgänger-Basis, aber unterhalb des Topmodells ein.
Zurück in die Gegenwart und zur Ladeleistung: Der 2026er Spring lädt wie der Vorgänger serienmäßig mit lediglich 3,7 kW am AC-Anschluss. Lohnenswert ist daher das optionale „Power-Paket“, dass dreiphasiges AC-Laden mit 11 kW sowie einen CCS-Ladeanschluss für die DC-Betankung mit maximal 50 kW beinhaltet. Nicht rekordverdächtig, aber ausreichend für den Ladehub von 15 auf 80 Prozent in 28 min am Schnelllader – und mehr als im Vorgänger mit maximal 40 kW. Im Idealfall wird der Spring ohnehin über Nacht geladen, womit der Hub von 15 auf 80 Prozent mit 3,7 kW Ladeleistung rund neun Stunden benötigt, mit einer 11-kW-Wallbox ist der Akku in 115 min bewerkstelligt wird.
Auch im Power-Paket dabei: ein V2L-Adapter (Vehicle-to-Load), mit dem externe Geräte über die LFP-Batterie betrieben werden können.
Aufgeräumter Innenraum mit optionalem Touchscreen
Im Innenraum lässt sich die Verwandtschaft zu Twingo und Pixo nicht leugnen. Bis auf Dekorelemente, Farbgebung und angepasste Lüftungsdüsen ist der Armaturenträger mit den Technikgeschwistern baugleich. Da der Dacia aber im Vergleich zum bereits erhältlichen und eingepreisten Renault Twingo knapp 2000 Euro günstiger zu haben ist, muss in der Basis gespart werden: Der bei Renault serienmäßige 10,1-Zoll-Touchscreen fällt also kurzerhand weg. Stattdessen gibts das „Media Control“-Multimediasystem samt Smartphone-Halterung im Cockpit. Erst ab der Ausstattung Journey (plus 1500 Euro) ist das Basis-Multimedia-System vom Renault ohne Google-Services inklusive.

Bei der Sitzplatzanzahl von vier bleibt Spring Nummer zwei dem Vorgänger treu. Dafür legt der kleine Dacia in puncto Variabilität zu: Die Rücksitze lassen sich nun im Verhältnis 50:50 umklappen (Vorgänger: einfache Rücklehne). Leider lassen sich die Rücksitze nicht wie in Twingo und Pixo einzeln verschieben – hier hat wohl der Rotstift zugeschlagen.
Dennoch wächst das Kofferraumvolumen auf 337 l an. Bei umgeklappter Rückbank schluckt das Gepäckabteil sogar bis zu 1283 l. Hinzu kommt ein optionaler Frunk mit weiteren 18 l Stauraum für 190 Euro Aufpreis. Diesen bieten die Plattform-Geschwister Twingo und Pixo aus einem einfachen Grund nicht: Sie verfügen – anders als der Dacia – nicht über eine klassische Fronthaube, sondern lediglich Serviceklappen fürs Wischwasser.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im Dacia-Interieur sind die Youclip-Befestigungspunkte, die sich mit vielfältigem Zubehör wie kleinen Lampen, Becherhaltern, einer faltbaren Einkaufstasche oder einem Smartphone-Kabelorganizer ausrüsten lassen.
Dacia Spring weiterhin das günstigste E-Auto
Vor dem Modellwechsel war der Dacia Spring mit einem Basispreis von 18.700 Euro das günstige E-Auto auf dem deutschen Markt. Diesen Titel darf Dacia auch mit der zweiten Generation behalten, denn überraschenderweise wird der neue Spring sogar noch eine Spur günstiger. Im Konfigurator ruft Dacia 17.900 Euro für die Basisversion Expression auf, den Dacia Spring Journey gibt es ab 19.400 Euro. Im Leasing sind die Ausstattungslinien ab 134, bzw. 153 Euro pro Monat erhältlich (alle Preise: Stand September 2026).
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