E-Scooter Segway Ninebot F3 Pro D im Test: Dieser E-Roller rockt!
E-Scooter mit Straßenzulassung liegen im Trend. Aus gutem Grund: Sie sind lautlos, handlich und lokal emissionsfrei. Außerdem macht es tierisch Spaß, mit einem E-Roller geräuscharm durch den Großstadt-Dschungel zu düsen. Aber welchen kaufen? Wir haben dem E-Scooter Ninebot F3 Pro D von Segway im Test auf den Zahn gefühlt. Hier das Ergebnis.
- Sehr empfehlenswert: E-Scooter Segway Ninebot F3 Pro D im Test
- Klapp & Play: Den Segway-E-Scooter startklar machen
- So fährt sich Segway-E-Scooter im Test
- Reichweite des Segway Ninebot F3 Pro: Wunsch & Wirklichkeit
- Andere E-Scooter zum Kaufen: Alternativen zum Segway Ninebot F3 Pro D
- So haben wir getestet und bepunktet
- FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum E-Scooter von Segway
- Fazit
Sehr empfehlenswert: E-Scooter Segway Ninebot F3 Pro D im Test
Letzte Meile, beschwerliche Meile: Fast die Hälfte aller Arbeitswege, die die Menschen in Deutschland täglich zurücklegen, liegen nach Angaben des Statistischen Bundesamts unter zehn Kilometern. An sich keine unüberbrückbare Distanz. Zumindest in der Theorie! In der Praxis gestalten die letzten Meter bis zum Ziel durch verspätete Busse, übervolle Bahnen, verpasste Anschlusszüge oder lange Parkplatzsuche oft jedoch zäh und unerfreulich.
Abhilfe versprechen E-Scooter! Sie lassen sich nicht nur über kommerzielle Anbieter wie Lime, Bolt oder Tier Mobility per App minutenweise mieten, sondern werden immer öfter auch von Privatleuten gekauft. Seit der amtlichen Zulassung von E-Scootern für den öffentlichen Straßenverkehr im Sommer 2019 surren schätzungsweise mehr als 1,4 Millionen E-Scooter in privater Hand über Deutschlands Straßen. Aufgrund ihrer Agilität und der handlichen Abmessungen sind E-Scooter geradezu prädestiniert für die täglichen Wege in der Stadt – sei es zur Arbeit, zum Sport, zur Schule oder in die Uni.
Zu diesen elektrischen Mobilmachern auf zwei Rädern gehört der E-Scooter der Ninebot F3-Serie von Segway.
Auf dem Papier bringt der E-Scooter von Segway alles mit, was man zum Flotten vorankommen in der Stadt braucht: Bis zu 70 km Reichweite, vier verschiedene Fahrmodi („Eco“, „D“, „Sport“, „Walk“), 20 km/h Höchstgeschwindigkeit, Radnabenmotoren mit 1200 W Spitzenleistung, die ihn laut Hersteller Steigungen von bis zu 24 % bewältigen lassen: Die technischen Daten unseres Segway-Test-E-Scooters lesen sich vielversprechend.
Doch hält der Elektro-Tretroller für Erwachsene unter harten Alltagsbedingungen des Großstadtverkehrs, was der Hersteller verspricht? Wir haben den E-Scooter der oberen Mittelklasse ausgiebig unter Praxisbedingungen getestet. Hier unsere Erfahrungen aus dem Test und das Ergebnis.
Klapp & Play: Den Segway-E-Scooter startklar machen
Startklar ist der Segway Ninebot F3 Pro schnell. Der E-Scooter kommt vormontiert aus der Styroporverpackung. Also Lenker auf die Lenkstange aufsetzen und fixieren. Dann Lenker per Schnellverschluss, der sich bequem mit einer Hand bedienen lässt, auf die richtige Höhe bringen und per Schnellverschluss arretieren. Die maximale Ausfahrhöhe reicht in unserem Falle bei 1,93 m Körpergröße so gerade noch, ohne dass die E-Scooter-Testfahrt zur Bückling-Nummer mit gekrümmtem Rücken im Neandertaler-Stile verkommen würde. Ein durchdringendes Piepsen verkündet die Betriebsbereitschaft des Segway-E-Scooters.
Vor dem ersten Start empfiehlt es sich, die Segway-Mobility-App zu installieren und das Smartphone per Bluetooth mit dem Scooter zu koppeln, da sie eine Fülle nützlicher Zusatzfeatures wie Reifendruckkontrolle, E-Scooter-Navi und Logbuch bereithält (s.u. Abschnitt „Voll vernetzt“). Schon beim Hochfahren verweist der Bordcomputer auf die App, die automatisch den Reifenlufdruck ausliest und anzeigt. Das ist schon ganz schön smart, aber noch längst nicht alles: Alle für den Fahrbetrieb relevanten Infos wie Geschwindigkeit, gewählter Fahrmodus, Restreichweite, und – sofern mit dem Smartphone verbunden – auch ein Navi mit großen, gut erkennbaren Richtungspfeilen lassen sich über das 2,4-Zoll-Smart-TFT-Zentraldisplay in der Lenkermitte mühelos auf einen Blick ablesen – zumindest so lange, wie die Sonne nicht direkt darauf scheint. Dann wird das Ablesen des elektronischen Lotsen leider zum Rätselraten.
So fährt sich Segway-E-Scooter im Test
Derart vernetzt, machen wir uns auf die ersten Meter unserer Testfahrt durch den Großstadtdschungel. Auf Anhieb finden wir auf dem robusten und rutschfesten Trittbrett einen sicheren und bequemen Stand. Mit 180 × 510 mm ist das laut Hersteller aus einer speziellen Magnesiumlegierung im Druckgussverfahren gefertigten Trittbrett auch für Schuhgröße 46 noch hinreichend groß dimensioniert und gibt guten Halt. Mit einer maximalen Traglast von 120 kg geht der Scooter auch bei schwergewichtigeren Fahrer:innen so schnell nicht in die Knie.
Der Segway Ninebot F3 Pro D im Fahrbetrieb auf der Straße
Stabilität ist auch nötig, denn der Segway E-Scooter geht in unserem Test von Beginn an äußerst dynamisch zu Werke. Rein elektrisch klappt das Vorankommen allerdings auch mit dem E-Scooter nicht. Denn um in Fahrt zu kommen und den elektrischen Radnabenmotor ans „Laufen“ zu kriegen, muss – wie bei den Miet-Scootern von Lime & Co auch – erst einmal die Massenträgheit durch drei, vier kräftige Fußstöße (ähnlich wie beim Skaten) außer Kraft gesetzt werden. Diese werkseitig gewollte „Anfahrhürde“ nervt vor allem beim Anfahren bergauf etwas, dient aber der eigenen Sicherheit. Sie soll unbeabsichtigtem Losrollen und Anfahrunfällen einen Riegel vorschieben.
So weit, so kraftraubend: Schon bei leichten Steigungen gerät das Anfahren, speziell bei sommerlichen Temperaturen, daher schnell zum schweißtreibenden Kraftakt. Egal, ob beim Anfahren am Berg oder auf ebener Strecke: Mindestens ein Auge haben sollte man dabei auf den im Display angezeigten Modus. Speziell im „Sport“-Modus ist Vorsicht angesagt. Zwar ist, anders als in der Version für den internationalen Markt, die Höchstgeschwindigkeit hierzulande auch in dieser Betriebsart aus Zulassungsgründen auf maximal 20 km/h gedeckelt (internationale Version: 25 km/h). Dennoch muss man in diesem auf Perfomance getrimmten Modus aufpassen, um von der recht abrupt einsetzenden Drehmomentwelle nicht förmlich vom E-Scooter gefegt zu werden.

Deutlich ziviler, aber immer noch dynamisch genug für den Alltag ist das Ansprechverhalten des Segways-E-Scooters im „D“-Modus. Außerdem stehen noch die Modi „Eco“ (für besonders effizientes Fahrverhalten bei maximal 15 km/h) und der Modus „Walk“ zur Wahl. Letzterer erlaubt es Fußgänger:innen, bei einer auf 5 km/h limitierten Geschwindigkeit problemlos mit dem E-Scooter Schritt zu halten, und auch in verkehrsberuhigten Zonen und Spielstraßen, in denen auch für E-Scooter-Fahrer:innen Schrittgeschwindigkeit angesagt ist, garantiert keinen Ärger mit der Polizei zu bekommen.
Große Stärke des von einem maximal 1200 W leistendem Radnabenmotor angetrieben Segway-Scooters ist zweifellos das komfortable Fahrwerk, das im Testbetrieb Querfugen von Bürgersteigplatten und kleinere Schlaglöcher, locker, fast schon spielerisch wegschluckt. Die Kombination aus hydraulischem Vorderrad-Stoßdämpfer und hinterem Gummi-Torsionsstoßdämpfer aus Elastomer, die beim Segway Ninebot F3 Pro D anders als bei vielen günstigen Modellen zum Einsatz kommen, sorgen selbst auf Kopfsteinpflaster für eine weitestgehend stoß- und ruckelfreie Fahrt.

Kleinere Bordsteinkanten? Dank der High-Tech-Federung kein Problem. Bei größeren Erhebungen von mehr als fünf Zentimetern sollte man indes Vorsicht walten lassen. Hier geraten die schlauchlosen 10-Zoll-Reifen, deren Luftdruck sich per handelsüblichen Auto-Ventil („Schraderventil“) an jeder x-beliebigen Tankstelle kontrollieren lässt, aufgrund des geringen Rad-Durchmessers schnell an bauartbedingte Grenzen. Dasselbe gilt für das Tragen des im Handumdrehen zusammenklappbaren, aber leider auch sackschweren Segway-Scooters, das auf langen Treppenaufgängen, wie man sie etwa an S-Bahnsteigen findet, schnell zum beschwerlichen Kraftakt wird. Auch an „Wheelies“, also das Hochziehen des Vorderrads und das Fahren auf dem Hinterrad, ist aufgrund des happigen Eigengewichts von 19,3 kg für Ungeübte ohne Zirkus-Ambitionen oder Freestyle-Vorerfahrung nicht zu denken. Immerhin: Kleinere „Hängenbleiber“ an überhohen Bordsteinen verzeihen die schlauchlosen, selbstabdichtenden Reifen, ohne dass ihnen gleich die Luft ausgehen würde.
Die gesetzlich vorgeschriebene, von Segway übrigens auch auf Bergabfahrten auf elektronischem Wege strikt umgesetzte Drosselung auf eine Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h hat sich auf unseren Testfahrten derweil als wenig hilfreich und bisweilen sogar als echtes Sicherheitsrisiko erwiesen. Gefühlt jede:r sportliche Fahrradfahrer:in mit Tretunterstützung ist auf dem E-Bike deutlich schneller, was Abbiegevorgänge mit E-Scooter trotz Blinken und Schulterblick bisweilen zum Glücksspiel mit ungewissem Ausgang werden lässt. Die besten E-Bikes unter 500 Euro haben wir hier zusammengestellt. Die hohe Differenzgeschwindigkeit zum sonstigen Verkehr, insbesondere zu Autos, führt dazu, dass man als E-Scooter-Pilot:in oft ungewollt zum Verkehrshindernis wird. Hinzu kommt: Viele Menschen am Steuer eines Pkw wissen offenbar immer noch nicht mit E-Scootern umzugehen, obwohl sie aus dem Straßenverkehr längst nicht mehr wegzudenken sind.
Der Segway Ninebot F3 Pro beim Handling-Check auf der Teststrecke

Schnelle Richtungswechsel beim engen Slalom durch den Hütchen-Parcours auf abgesperrter Teststrecke? Sind dagegen gar kein Problem! Handlingübungen wie diese meistert der Segway Ninebot F3 Pro D mit Bravour. Allerdings dürfte die Lenkung beim Umkurven der PyIonen einen Ticken direkter sein, ohne dass die Testfahrt dabei zum unfreiwilligen Kegelausflug durch reihenweise umkippende Pylonen würde.
Wer schnell in Schwung kommt, muss auch schnell zum Stillstand kommen. Diese Übung meistert der Segway-E-Scooter in unserem Test dank der guten technischen Ausstattung mit Bravour: Für standesgemäße Verzögerung sorgen belüftete Scheibenbremen an beiden Achsen, sowie zusätzlich eine elektrisch gesteuerte Motorbremse hinten. Die Bremsen sind gut dosierbar und harmonieren ausgezeichnet mit dem bereits beschriebenen Premium-Fahrwerk.
Reichweite des Segway Ninebot F3 Pro: Wunsch & Wirklichkeit
Bei all der Freude am Fahrkomfort und am nahezu geräuschlosen Dahingleiten durch die City sollte man die Reichweiten-Anzeige des Segway-E-Scooters nicht aus den Augen verlieren. Die Restreichweite, die einem während der Fahrt im Display präsentiert wird, wird offensichtlich unter Idealbedingungen errechnet und ist allenfalls als freundlicher Serviervorschlag zu betrachten. Die Realität sieht leider ganz anders aus.

Reichweite des E-Scooter Segway Ninebot F3 Pro D in unserem Test
3:1 ist ungefähr der Wechselkurs beim Übersetzen von der Prüfstands-Theorie in die harte Realität der Straße, wo „Vollgas“-Fahrten aufgrund der generellen Drosselung von E-Scootern auf 20 km/h eher die Regel als die Ausnahme sind. Heißt konkret: Wo 36 km Restreichweite auf dem Display stehen, sind laut unserem Test in der Realität auf der Straße gerade einmal 12 km drin. Ein Umstand, der etwa auch dem ADAC in seinem Vergleich von Herstellerangaben und Prüfstandstest aufgefallen ist: „Die größte Abweichung unter praxisnahen Bedingungen gab es beim E-Scooter von Segway“, heißt es dort mit Blick auf ein Testfeld von insgesamt zehn E-Scootern.
Das ist schade. Denn ähnlich wie bei zu Pedelecs umgebauten Fahrrädern oder E-Autos zählt natürlich auch bei E-Scootern die Reichweite zu den zentralen Kaufkriterien. Leider sind die meist auf dem Prüfstand unter Idealbedingungen ermittelten Herstellerangaben (etwa mit geringem Fahrergewicht von 70 kg und bei niedriger konstanter Geschwindigkeit von 15 km/h). naturgemäß recht realitätsfremd. So auch im Falle des E-Scooters von Segway, dessen maximale Reichweite von 70 km angegeben wird. Auch die „ca. 60 km“, die laut Betriebsanleitung im D-Modus erreicht werden können, fallen leider eindeutig in die Kategorie „Wunschdenken“.
Den E-Scooter von Segway nachladen
Also schnell an Strom mit dem Segway Ninebot F3 Pro D, bevor ihm noch der „Saft“ und damit die Puste ausgeht. Während des Ladevorgangs steht der E-Scooter von Segway sehr stabil auf dem robusten Seitenständer, der sich mit einem Fuß ausklappen lässt. Auch heftigen Gewitterböen trotzt er standhaft, ohne umzukippen. Die werkseitig angegebene Ladezeit von rund acht Stunden, die der Lithium-Ionen-Akku mit 10,2 Ah Kapazität laut Betriebsanleitung für eine Vollladung an der heimischen Haushaltsteckdose braucht, dürfen nach unserer Test-Erfahrung als halbwegs realistisch angesehen werden: In unserem Test brauchte der Segway-E-Scooter gut sieben Stunden, um von einem Ladestand von 21 auf 100 Prozent zu kommen. Auch Regen kann dem Energiespeicher beim Nachladen nichts anhaben. Der Akkusatz ist dank fest schließender Gummilippen wasserdicht gemäß der internationalen Norm IPX 7.
Nützliche Zusatzfeatures: Voll vernetzt per Segway-App
Ist die Segway-Mobility-App erst einmal installiert und mit dem Smartphone verbunden, tut sich eine neue virtuelle Welt von sehr nützlichen digitalen Zusatzfunktionen auf, die man sonst allenfalls von vernetzten E-Autos kennt. Dazu gehört untern anderem:
E-Scooter-spezifisches Navigationssystem
Energierückgewinnung: Rekuperationsgrad einstellbar (in drei Stufen: „Aus/Stark/Schwach“)
Elektronische Wegfahrsperre („CodeLock“ per PIN-Eingabe)
Sensorbasierter, automatischer Licht-Assistent
Automatisches Auffinden des E-Scooters per Bluetooth-Verbindung und „Find-my“-App (nur Apple)
Alarm bei „abnormalen Bewegungen“ wie Diebstahlsversuchen (Warnsignal und Blinken)
App-basiertes Lademanagement inkl. Zeitsteuerung („Geplantes Laden“)
Schlüsselloses Starten mit dem Smartphone als digitalem Schlüssel („Segway AirLock“)
Speziell die schlüssellose Entriegelungsfunktion entpuppt sich im Test als äußerst praktisch. Denn die einzige Möglichkeit, den E-Scooter anzuschließen, bietet der schmale Verriegelungsring am Vorderrad. Mit knapp vier Zentimeter Durchfädelhöhe erweist sich die Öse am Vorderrad des Segway-Scooters in unserem Test als viel zu schmal und damit allenfalls für dünne Spiralkabelschlösser geeignet. Selbst handelsübliche Falt- oder Bügelschlösser geraten hier aufgrund der viel zu klein geratenen Öse schnell an ihre Grenzen. Von dickeren Fahrrad-Gliederschlössern höherer Schutzklassen ganz zu schweigen.
Andere E-Scooter zum Kaufen: Alternativen zum Segway Ninebot F3 Pro D
Der Segway Ninebot F3 Pro D ist natürlich nicht der einzige E-Scooter auf dem Markt, der sich für den Kauf durch Privatleute anbietet. Wer nicht ganz so viel Hightech braucht und auf intensive digitale Vernetzung verzichten kann, ist womöglich mit dem etwas einfacher ausgeführten Segway-Scooter Ninebot F3 D (ohne den Zusatz „Pro“) schon gut bedient. In einer ähnlichen Preis- und Gewichtsklasse wie der Segway Ninebot F3 Pro D kämpft der Xiaomi Electric Scooter 6 Max um die Gunst der e-mobilen Kundschaft. Er kann mit vergleichbaren Leistungsdaten aufwarten. Gleiches gilt für den allerdings fast genauso schwergewichtigen, aber nochmal deutlich teureren PowerFun ePF-2 PRO mit Wechselakku.
So haben wir getestet und bepunktet
Unser Anspruch war es, wie bei allen Produkttests der AUTO ZEITUNG, den E-Scooter von Segway unter so praxisnahen Bedingungen wie möglich zu testen. Wie wir Produkte testen, haben wir hier im Detail erklärt. Nach der Erstmontage und dem ersten Aufladen wurde die Segway-Mobility-App installiert und der Test-E-Scooter ans Android-Smartphone gekoppelt. Danach ging es zur ersten Testfahrt in den wuseligen Stadtverkehr des Ruhrgebiets. Für unseren Reichweiten-Test diente der für den Autoverkehr gesperrte, breit asphaltierte Radschnellweg Ruhr (RS1), auf dem sich sehr gleichmäßig mit konstanter Geschwindigkeit fahren lässt. Aber auch Kopfsteinpflaster und für Fahrräder freigegebene Spazierwege im Stadtpark mit Splitbelag nahmen wir mit dem Segway Ninebot F3 Pro zu Testwecken unter die Räder. Nach ausgiebigen Testfahrten in allen vier verfügbaren Fahrmodi haben wir den Segway-Test-E-Scooter zur Datenabfrage an die Box gebeten. Im Fokus: Laufleistung, Akkustand, angezeigte Rest- vs. Realreichweite.
Danach ging es mit dem E-Scooter aufs abgesperrte Terrain einer Teststrecke, wo der Segway-E-Scooter seine fahrdynamischen Qualitäten unter anderem beim Slalom durch einen eng gesteckten Hütchen-Parcours und bei einer simulierten Gefahrenbremsung, sprich: beim Herunterbremsen bis zum Stillstand aus 20 km/h, beweisen musste. Zudem wurde das Lade- und Anfahrverhalten in verschiedenen Szenarien von uns dokumentiert. Auch Nachhaltigkeits- und Sicherheitsaspekten (u.a. Materialwahl, mögliche Akku-Erwärmung und leichte Bedienbarkeit für Scooter-Neulinge) kamen bei unserem Test große Bedeutung zu.
Punkte | Sterne | Note |
|---|---|---|
100 | 5 | Sehr gut |
90 – 99 | 4 – 4,9 | Sehr gut |
75 - 89 | 3 – 3,9 | Gut |
61 - 74 | 2 – 2,9 | Befriedigend |
51 - 60 | 1,1 – 1,9 | Ausreichend |
0 – 50 | 1 | Mangelhaft |
FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum E-Scooter von Segway
Woher kennt man Segway?
Bekannt wurde die US-Firma Segway als Pionierin im Bereich der Ein-Personen-Transporter, ehe sie 2015 vom chinesischen Tech-Start-up Ninebot übernommen wurde. Im Jahr 2001 stellte der Erfinder Dean Kamen den aufsehenerregenden „Segway Personal Transporter“ (PT) mit zwei nebeneinanderliegende Rädern vor. Es hielt durch Kreiselstabilisatoren und Computerchips automatisch das Gleichgewicht und wurde rein durch Gewichtsverlagerung gesteuert. 2020 wurde die Produktion eingestellt, u.a. weil der E-Scooter-Boom begann. So gesehen, hat Segway als Hersteller des Ninebot F3 Pro D eine Menge Vorerfahrung, wenn es darum geht, Menschen in der Stadt auf batterieelektrischem Wege von A nach B zu befördern.
Was ist der Unterschied zwischen einem E-Scooter und einem Elektroroller?
E-Scooter (Stehroller) und Elektroroller (im Sitzen gefahrene, elektrische Motorroller im Vespa-Format) unterscheiden sich hauptsächlich in Größe, Geschwindigkeit und den rechtlichen Vorschriften. E-Scooter sind klappbar und fahren maximal 20 km/h. Elektroroller sind schneller (meist 45 km/h), erfordern jedoch, anders als E-Scooter, mindestens den Besitz eines sogenannten Roller-Führerscheins (Klasse AM) und das Tragen eines Helms.
Welche E-Scooter brauchen kein Nummernschild?
E-Scooter benötigen in Deutschland grundsätzlich ein Versicherungskennzeichen (Plakette), wenn sie am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen und schneller als 6 km/h fahren. Kein Kennzeichen wird nur bei Fahrten auf reinem Privatgelände, bei Modellen bis maximal 6 km/h (z.B. Kinderroller) oder bei sehr alten Scooter-Modellen benötigt, die vor Juni 2019 zugelassen wurden. Moderne E-Scooter wie der aus dem Test benötigen in Deutschland grundsätzlich ein Versicherungskennzeichen (Plakette), wenn sie am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen sollen. Gefahren werden dürfen sie von Personen über 14 Jahren, allerdings nicht auf dem Gehweg. Das Tragen von Helmen beim E-Scooter-Fahren ist hierzulande keine gesetzliche Pflicht, aber dringend zu empfehlen.
Fazit
Der Segway Ninebot F3 Pro D entpuppt sich in unserem Test als ausgereifter und robuster E-Scooter für alle Fälle. Lediglich das hohe Eigengewicht von knapp 20 kg bringt den E-Roller des Öfteren an seine Grenzen, etwa wenn man ihn mal tragen muss. Die Verknüpfung mit der Segway-App bietet einen echten Mehrwert, der den meisten Konkurrenzmodellen fehlt. Lediglich die Reichweitenanzeige erweist sich in unserem Test als völlig realitätsfern, was mehrfach zu unliebsamen Überraschungen nach der Devise „Wer den E-Scooter liebt, der schiebt“ führte. Ärgerlich! Ansonsten: (fast) nichts zu meckern, aber jede Menge Scooter-Spaß mit dem E-Roller von Segway. Unterm Strich: klare Kaufempfehlung!
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