Zum Hauptinhalt springen
Produkt-Einzeltest

Akku-Flex fürs Auto: Makita Winkelschleifer DGA504 im Test

Wenn ältere Autos Rost ansetzen, der entfernt werden soll, sind Akku-Winkelschleifer wie der DGA504 von Makita das Elektrowerkzeug der Wahl. Wir haben die Akku-Flex im Anti-Rost-Einsatz in der Praxis getestet. Hier das Ergebnis!

(1/13)
Die Collage zeigt einen Produkttest-Redakteur, der mit einem Makita-Winkelschleifer vor dem Heck eines älteren VW-Polo kniet. Rechts eine Großaufnahme des Winkelschleifers mit Topfbürstenaufsatz in Aktion.
Wenn es darum geht, Rost an Karosserieblechen von älteren Autos an den Kragen zu gehen, sind Akku-Winkelschleifer wie der DGA504 von Makita das Werkzeug der Wahl. Die Akku-Flex der japanischen Premium-Marke gibt sich in unserem Test so gut wie keine Blöße und sichert sich souverän das Siegel „Sehr empfehlenswert“. Foto: AUTO ZEITUNG
Die Makita Akku-Flex DGA504 liegt auf der angerosteten Motorhaube eines älteren VW Polo.
Bürstenloser Motor, Leerlaufdrehzahl von 8500 U/min, automatische Drehzahlregulierung, 18-V-Wechselakku mit 5,0 Ah: Die Daten des Makita-Winkelschleifers DGA504 im Zusammenspiel mit einer 60-mm-Rundtopfbürste von kwb geben allen Grund zur Hoffnung, dass das mit der Entrostung hinhaut. Foto: AUTO ZEITUNG
Ein Produkttest-Redakteur kniet mit Makita-Winkelschleifer vor dem Heck eines Oldtimers (VW Polo 86 C), der als Versuchsobjekt dient.
Derart vorbereitet, geht es mit der Akku-Flex von Makita in den Testlauf am „lebenden“ Objekt. Als Versuchsobjekt dient uns ein älterer VW Polo 86 C, dem altersentsprechend einiges an oberflächlichem Rost am Blechkleid anhaftet. Foto: AUTO ZEITUNG
Die Detailaufnahme zeigt die Makita Akku-Flex DGA504 im Einsatz im Bereich des linken Frontscheinwerfers eines älteren VW Polo.
Dank automatischer Drehzahlanpassung und exzellenter Vibrationsdämpfung der Makita-Akku-Flex gelingen auch filigrane Arbeiten in sensiblen Bereichen der Scheinwerferaugen mühelos. Foto: AUTO ZEITUNG
Die Detailaufnahme zeigt einen Tester mit der Makita Akku-Fkex DGA504 beim Einsatz am Frontcheinwerfer eines älteren VW Polo.
Für Linkshänder eignet sich die Akku-Flex von Makita genauso wie für Rechtshänder. Clever konstruiert: Der Powerknopf ist von beiden Seiten gleichermaßen zugänglich. Der Antivibration-Seitengriff ermöglicht fast schon chirurgisch präzises Arbeiten. Foto: AUTO ZEITUNG
Die Detailaufnahme zeigt die Makita Akku-Flex DGA504 im Einsatz am Blech eines älteren VW Polo.
Für größere Flächen wie den Türbereich kommt zur Rostentfernung eine gröbere und mit einem Durchmesser von 125 mm vor allem größere Rundtopfbürste von Rhodius zum Einsatz. Foto: AUTO ZEITUNG
Die Detailaufnahme zeigt die Hand eines Tester beim Bürstenwechsel der Makita Akku-Flex DGA504.
Daher war es Zeit für einen Wechsel: Der Austausch des Aufsatzes funktioniert dank gut erreichbaren Arretierungsknopf (hier mit dem Daumen bedient) in Sekundenschnelle, werkzeuglos und sogar einhändig! Foto: AUTO ZEITUNG
Die Detailaufnahme zeigt die Makita Akku-Flex DGA504 im Einsatz am Blech eines älteren VW Polo.
Erfreulich: Das nervige und vor allem gefährliche Hereingezogenwerden von Flex und Führhand beim Bearbeiten von verwinkelten Karosserierundungen wie hier der Heckfenster-Einfassung, das man von sehr preiswerten Maschinen kennt, trat in unserem Test aufgrund der Drehmonentssteuerung so gut wie gar nicht auf. Foto: AUTO ZEITUNG
Die Hand eines Testers beim Abschrauben des Seitengriffs der Makita Akku-Flex DGA504.
Für filigrane Arbeiten wie diese sollte der Seitengriff am Makita-Winkelschleifer DGA504 allerdings vorher abmontiert werden, damit er beim Hantieren mit der Maschine nicht im Weg ist. Foto: AUTO ZEITUNG
Der Finger eines Testers fährt über die Bedienungsanleitung.
Sauber erklärt! Die gut bebilderte Bedienungsanleitung der Akku-Flex von Makita lässt keine Fragen aufkommen. Foto: AUTO ZEITUNG
Die Nahaufnahme zeigt den Makita Akku-Flex DGA504 in der Hand eines Testers.
Volle Ladung Flex-Action: Den Ladestand kann man während der Arbeit am Akku selbst ablesen. Das ist beim 18-V-Wechselakku-System von Makita Standard. Die drei roten Leuchtdioden signalisieren: Da geht noch was! Foto: AUTO ZEITUNG
Das Bild zeigt den Lieferumfang des getesteten Makita-Winkelschlefer-Bundles.
Kleiner Wermutstropfen: Weitere Schutzhauben für die Verwendung von Trennscheiben gehören in dem Makita-Bundle, das für unseren Test bereitstand, leider nicht zum Lieferumfang. Auch einen Transportkoffer muss man in diesem Falle extra dazukaufen. Foto: AUTO ZEITUNG
Ein Produkttest-Redakteur kniet mit Makita-Winkelschleifer vor dem Heck eines Oldtimers (VW Polo 86 C), der als Versuchsobjekt dient.
Dennoch fällt das Fazit unseres Testredakteurs zur Makita Akku-Flex DGA504 insgesamt ausgesprochen positiv aus. Mit ihrer Hilfe lässt sich der Grundstein zum Grundieren und Nachlackieren legen, auch wenn die nächste Steckdose weit weg ist. Polo und Besitzer brauchen vom nächsten TÜV-Termin wenig Sorge zu haben. Foto: AUTO ZEITUNG

Rost ist so etwas wie der natürliche Feind von jedem (angehenden) Old- oder Youngtimer. Wenn es darum geht, älteren Autos den Rost vom Blechkleid zu flexen, sind Akku-Winkelschleifer das Elektrowerkzeug der Wahl! Ihr großer Vorteil: Sie sind handlich, tragbar und rücken dem Rost auch dann zu Leibe, wenn die nächste Steckdose meilenweit entfernt ist.

Sehr empfehlenswert: Der Makita Winkelschleifer DGA504 im Test

Entspreche Geräte, die dabei helfen, vom Rost angefressene Karosseriebleche fürs Grundieren und Nachlackieren fachgerecht vorzubereiten, werden in einer Preisspanne von 50 bis 150 Euro angeboten. Ein Vertreter aus dem oberen preislichen Mittelfeld dieser Werkzeug-Gattung ist der Makita-Winkelschleifer DGA504.

Sehr empfehlenswert
Makita DGA504Z Akku-Winkelschleifer 18 V (ohne Akku, ohne Ladegerät)
Makita DGA504Z Akku-Winkelschleifer 18 V (ohne Akku, ohne Ladegerät)
Unsere Bewertung:
4,0/5

Hinzu kommen meist noch die Einmalkosten für die Anschaffung von Ladegeräten und Wechselakkus, die im Falle von Makita auch als Bundle mit allen denkbaren Akkugrößen und Zubehör angeboten. Etwa als Komplettpaket inklusive zweier 4,0-Ah-Wechselakkus von Makita plus modularem Transportkoffer aus dem Baukastensystem der Marke.

Klappt sogar einhändig: Die Rundtopf-Bürste an der Makita-Akku-Flex montieren

Gesagt, geflext. Im ersten Anlauf geht es dem Rost mit der kwb-Aggresso-Flex-Topfbürste für Winkelschleifer aus gewelltem Stahldraht an den Kragen. Mit einem Durchmesser von 60 mm und mittelfeiner Drahtstärke gilt sie als gute Allround-Aufsatz zum Entfernen von Rost in der automobilen Anwendung.

„Die Montage der Rundkopfbürste funktioniert zügig und sogar komplett einhändig“
Markus Henrichs, Produkttest-Redakteur

Die Erstmontage der kwb-Topfbürste ist dank mustergültiger Makita-Bedienungsanleitung inklusive Explosionszeichnung denkbar einfach, die Vibrationsdämpfung des Geräts exzellent. Wie fast alle Winkelschleifer dieser Welt verfügt auch der Makita-Winkelschleifer DGA504 aus unserem Test an der Drehachse über ein M14-Gewinde, denn die Aufnahme für Scheiben und Bürsten ist genormt. Für die jeweilige Anwendung passende Aufsätze werden gesteckt und mittels einer Mutter festgezogen. Dank des gut erreichbaren und stabil ausgeführten Arretierungsknopfes, der dafür sorgt, dass das Schraubgewinde beim Aufsatzwechsel nicht durchdreht, geht die Montage zügig und sogar komplett einhändig von der Hand. Das haben wir bei keiner anderen Akku-Flex, die wir zur Rostbehandlung in den Fingern hatten, bisher erlebt!

Die Detailaufnahme zeigt die Makita Akku-Flex DGA504 im Einsatz im Bereich des linken Frontscheinwerfers eines älteren VW Polo.
Foto: AUTO ZEITUNG

So schlägt sich Makita Winkelschleifer DGA504 beim Rostentfernen

Dank des gut erreichbaren und stabil ausgeführten Arretierungsknopfes, der dafür sorgt, dass das Schraubgewinde beim Aufsatzwechsel nicht durchdreht, geht die Montage zügig und sogar komplett einhändig von der Hand. Das haben wir bei keiner anderen Akku-Flex, die wir zur Rostbehandlung in den Fingern hatten, bisher erlebt!

Derart aufmunitioniert geht es ans Eingemachte: den Rost am Karosserieblech des betagten VW Polo 86 C (Baujahr 1985), der uns in unserem Test als Versuchsobjekt dient. Der sauber einrastende, und bequem mit dem Daumen erreichbare Powerknopf ist als Schieberegler ausgeführt. Das lässt einem als Anwender:in die Wahl zwischen Dauerbetrieb und Kurzzeit-Flexen auf Knopfdruck. Im Fall der Fälle sorgt eine Notabschaltung für baldigen Motor-Stillstand, ohne dass ein unnötig langer Nachlauf des Motors zum Sicherheitsrisiko würde.

Positiv bemerkbar ab der ersten Umdrehung macht sich die sogenannte „Sanft-Anlauf-Funktion“. Sie lässt den Winkelschleifer von Makita beim ersten Einschalten spürbar ruckfrei und geschmeidig starten. Das schont den Akku und erhöht die Kontrolle über das in allen getesteten Anwendungsszenerien kraftvoll, aber gut dosiert zur Sache gehenden Handwerkzeugs gehörig.

Ein Produkttest-Redakteur kniet mit Makita-Winkelschleifer vor dem Heck eines Oldtimers (VW Polo 86 C), der als Versuchsobjekt dient.
Foto: AUTO ZEITUNG

Wilder Funkenflug, riskantes Verkanten des Bürstenkopfes und das gefürchtete Hineingezogenwerden von Gerät und Führhand beim Arbeiten in engen Sicken (auch „Kick-Back“ genannt) oder in schwer zugänglichen Karosseriebereichen wie der beim VW Polo 86 C bekanntermaßen rostanfälligen Falz? Fehlanzeige! Stattdessen sorgt die ADT („Automatic Torque Drive“) genannte Technologie dafür, dass die Drehzahl und das Drehmoment im laufenden Betrieb automatisch angepasst werden.

Dies garantiert in der Praxis, dass beim Arbeiten mit der Akku-Flex von Makita nur die jeweils benötigte Leistung abgerufen wird, auch wenn die Drehzahl als solche nicht manuell am Gerät einstellbar ist. Das ist anders als etwa bei höherpreisigen Makita-Akku-Flex-Modellen wie der Makita DGA513, die sich von Hand in fünf Stufen zwischen von 8500 bis 3000 U/min herunterregeln lässt.

Und sonst? Die Makita-Flex liegt ausgewogen in der Hand und ist bei einem Eigengewicht von 2,5 kg (inklusive Akkupack) nicht so kopflastig, wie viele billigere Winkelschleifer-Modelle, bei denen entweder der ungünstig montierte E-Motor oder ein bleischwerer Akku eine saubere Einhandbedienung erschweren.

Nützliches Zubehör für den Makita Winkelschleifer DGA504

Ärgernis am Rande: Viel sinnvolles Zubehör wie Schutzhauben in verschiedenen Variationen, die vor allem bei gelegentlichen Arbeiten mit Trennscheiben sehr sinnvoll sind, sind leider nicht Teil dies Lieferumfangs. Sie müssen extra dazu geordert werden. In unseren Test kam ein Bundle aus Akku-Winkel-Schleifer, 5,0 Ah-Akkus und Original-Makita-Ladegerät zum Einsatz, das beim reinen Rostentfernen gut miteinander harmonierte.

Der zum Produkt passende, von Makita „Makpack“ getaufte Aufbewahrungskoffer aus Plastik war im für unseren Test bestellten Bundle nicht enthalten. Er kann auf Wunsch jedoch separat dazu bestellt werden.

Wie alle akkubetriebenen Elektrowerkzeuge bietet die 18-V-Akku-Flex von Makita den Vorteil, dass sie fernab von der nächsten Steckdose benutzt werden kann, etwa auf dem Stellplatz oder in der heimischen Hofeinfahrt. Damit das klappt, braucht man allerdings passende Wechselakkus plus Ladegerät. Nach unserer Test-Erfahrung sollte es mindestens der 5,0-Ah-Akku von Makita sein, der bei Amazon auch in Kombination mit dem passenden Ladegerät angeboten wird, um nicht ständig mit lästigem Nachladen oder Akku-Wechsel beschäftigt zu sein.

Insgesamt funktioniert die Kombination aus Original-Akku und Makita-Ladegerät gut. Die auf der Verpackung angegebene Ladezeit von unter 50 min für eine komplette Vollladung ist nach unserer Test-Erfahrung als halbwegs realistisch anzusehen. Negativ fiel leider die Geräuschentwicklung auf, denn der Lüfter des Ladegeräts macht im Ladebetrieb ordentlich Radau.

Wer also am nächsten Morgen halbwegs ausgeschlafen mit der Akku-Flex ans Auto gehen will, sollte es daher tunlichst außerhalb der eigenen vier Wände nachladen, etwa im Keller oder in einer Garage mit Stromanschluss. Auch die Beschriftung des Leuchtdioden-Systems auf dem Gehäuse des Makita-Ladegeräts, die je nach Farbkombination unterschiedliche Dinge bedeuten, wirkt nach unserem Empfinden etwas „over-engineered“ und unnötig kompliziert geraten.

Dafür geht den Akkus in unserem Test nicht so schnell die „Puste“ aus.  Eine Akkuladung reichte für einen kompletten ersten Entrostungsdurchgang an unserem Test-Polo. Ebenfalls vorbildlich: Eine zusätzliche LED-Skala am Akku selbst informiert im laufenden Betrieb über den aktuellen Ladestand.

Passende Trennscheibe für die Makita-Akku-Flex

Wir haben uns in unserem Test, wie erwähnt auf das Entrosten der Karosserie mit der Rundtopfbürste beschränkt. Wenn es indes darum geht, ausgedienten Ölfässern den Deckel abzuschneiden, etwa um sie zu Feuerstelle umzufunktionieren, oder marode Auspuff-Enden sauber abzuflexen, sind Universal-Trennscheiben wie die von Bosch das Mittel der Wahl. Sie aufzuziehen, geht bei der Akku-Flex von Makita dank des eingangs beschriebenen Schraubschnellverschluss mit M14-Gewinde erfreulich schnell von der Hand.

Fürs Grobe: Rhodius-Rundtopfbrüste mit 125 mm Duchmesser

Das gilt auch für den Wechsel der Rundtopfbürsten. Gute Erfahrungen haben wir un unserem Test, mit der erwähnten Unsiversal-Topfbürste mit 60 mm Durchmesser gemacht. Zur Bearbeitung größerer Karosserieflächen müssen allerdings auch größere Geschütze, sprich: Aufsätze, her. In unserem Fall ist dies die Rhodius-Topfbürste aus gewelltem Drahtgeflecht, die mit 125 mm Durchmesser deutlich größere und gröber ausfällt.

Deren Verwendung ist laut Hersteller allerdings auf maximal 4.500 U/min limitiert. Aus gutem Grund, wie wir feststellen, als wir mit der Makita-Akku-Flex eine größere Türfläche des Testwagens in Angriff nehmen. Bei solchen Arbeiten ist es jeden Fall empfehlenswert, den mitgelieferten Seitengriff zu montieren und zur eigenen Sicherheit beidhändig zu arbeiten, um die Kontrolle über die kraftvoll rotierenden Drahtborsten zu behalten.

Unverzichtbare Schutzausrüstung

Auch wenn sich die Makita-Akku-Flex in unserem Test als extrem gut gedämpft präsentiert und dank der automatischen Drehzahlanpassung kaum Funkenflug produziert: Ins Auge gehen kann immer was! Erst recht, wenn man mit Metall auf Metall arbeitet und, wie in diesem Falle, im Leerlauf bis zu 8500 U/min anliegen.

Daher sollte man beim Entrosten niemals ohne entsprechende Schutzausrüstung an die Arbeit gehen. Geeignete Handschuhe und eine hochwertige Schutzbrille, wie die von Brüder Mannesmann, die wir unserem Test benutzt haben und die auch gut für Brillenträger geeignet ist, sollten daher stets benutzt werden, um gegen Funkenflug sowie unkontrolliert abgehende Metallspäne und Rostpartikel gewappnet zu sein.

Alternativen zum Makita-Winkelschleifer DGA504

Natürlich ist die Makita-Akku-Flex DGA504 nicht der einzige Winkelschleifer, der nach dem Wechselakku-Prinzip arbeitet und sich in Kombination mit einer Rundtopfbürste gut zum Entfernen an Rost am Auto eignet. Ebenfalls infrage für die automobile Anwendung kommen beispielsweise der Bosch PRO Akku-Winkelschleifer GWS 18V-8 oder der RYOBI 18 V ONE+ Brushless Akku-Winkelschleifer RAG18BL-0, die beide in einer ähnlichen Preis- und Leistungsklasse angesiedelt sind.

So haben wir getestet und bepunktet

Um herauszufinden, was die Makita-Akku-Flex bei Arbeiten am Auto ausrichten kann, haben wir – wie bei allen Produkttests der AUTO ZEITUNG – ein möglichst praxisnahes Testszenario gewählt: So musste der Winkelschleifer von Makita seine Qualitäten in unserem Test nach der Erstinstallation des zum Entrosten benötigten Zubehörs an einem „echten“ Auto, nicht etwa an Testblechen, unter Beweis stellen. Neben Benutzerfreundlichkeit und Sicherheitsaspekten stand dabei vor allem die Handhabung des Geräts im Fokus. Als Testfahrzeug diente uns dazu ein VW Polo 86C, Baujahr 1985, der an der Karosserie oberflächlich einiges an Rost aufwies. Die Tauglichkeit der Akku-Flex beim Schneider oder Polieren von Metall wurde von uns in unserem Test dagegen nicht systematisch überprüft.

Auch die Lauf- und Ladezeiten der im Test verwendeten 5,0-Ah-Original-Akkus von Makita sowie die Benutzerfreundlichkeit des dazugehörigen Ladegeräts der Marke wurden von uns unter praxisnahen Bedingungen überprüft.

Punkteschlüssel für Sterne-Bewertung

Punkte

Sterne

Note

100

5

Sehr gut

90 – 99

4 – 4,9

Sehr gut

75 - 89

3 – 3,9

Gut

61 - 74

2 – 2,9

Befriedigend

51 - 60

1,1 – 1,9

Ausreichend

0 – 50

1

Mangelhaft

FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Akku-Flex von Makita

Ein Trennschleifer und ein Winkelschleifer bezeichnet im Wesentlichen dasselbe Elektrowerkzeug (umgangssprachlich auch „Flex“ genannt). Die Gerätetypen unterscheiden sich jedoch in ihrer primären Zweckbestimmung, ihrer Baugröße und ihrer Leistung. Der größte Unterschied liegt im Verwendungszweck. Ein Winkelschleifer ist ein vielseitiges Allround-Gerät zum Entgraten, Trennen, Schleifen und Polieren, was ihn speziell für die automobile Anwendung interessant macht. Ein Trennschleifer ist hingegen primär für das reine Durchtrennen (Zerteilen) von harten Materialien wie Stein, Beton oder dickem Metall konzipiert und optimiert.

Makita gehört zu den renommierten und hochwertigen Marken für Elektrowerkzeuge, bietet ein ausgezeichnetes Verhältnis von Leistung, Langlebigkeit und Preis. Als größte Stärken von Makita-Geräten gelten:

  • Das Akku-System: Das bewährte 18V-Wechselakku System umfasst Hunderte Geräte – vom einfachen Akkuschrauber bis hin zur Kettensäge. Der größte Vorteil daran ist die universelle Verwendbarkeit: Sprich: Wer einmal ein 18-V-Wechselsakkus plus Ladegerät gekauft hat, kann damit eine ganze Werkzeug-Familie betreiben, ohne jedes Mal neue Akkus kaufen zu müssen. Andererseits bindet einen dies, wie bei allen Wechselakku-Systemen, die es beispielsweise auch von Bosch, Stihl, Einhell und Parkside gibt, auf Dauer stärker an eine bestimmte Marke.

  • Hohe Zuverlässigkeit: Im Heimwerker- und Handwerkerbereich überzeugen die türkisfarbenen Maschinen durch eine robuste Verarbeitung und eine lange Lebensdauer.

  •  Überlegene Schnell-Ladetechnologie: Die Akkuladegeräte von Makita laden die Energiespeicher der Akkus im Vergleich zur Konkurrenz sehr zügig auf (Vollladung in unter einer Stunde), was die Arbeitspausen minimiert. Sie entleeren sich, so unsere Erfahrung im Test aber auch schnell. Daher ist es hilfreich, stets aufgeladene Reserve-Akkus zur Hand zu haben.

Ein guter Akku-Winkelschleifer für den Hausgebrauch und die automobile Anwendung sollte eine Leistung von 800 bis 1000 W haben, was dem Leistungsvermögen der meisten kabelgebundenen Geräten entspricht. Geräte mit 500 bis 800 W sind für einfache, gelegentliche Arbeiten am Auto wie Trennen von dünnem Metall (Karosserieblech), Entrosten oder leichtes Schleifen bereits ausreichend. Diese Maschinen sind leicht und handlich, geraten bei dauerhafter Belastung aber schnell an ihre Grenzen. 

Der ideale Allrounder für ambitionierte43 Heimwerker und Hobbyschrauber sind daher Winkelschleifer mit 900 bis 1200 Watt. Mit dieser Leistung (oft in Kombination mit 125-mm-Trennscheiben) lässt sich Metall nicht nur mühelos entrosten und polieren, sondern auch problemlos trennen, ohne dass die Maschine unter Last zu stark abgebremst wird.  Fast noch wichtiger als die maximale Leistung ist bei akkubetriebenen Geräten jedoch das Durchhaltevermögen, das sich aus der Akku-Kapazität ergibt. Um nicht ständig nachladen zu müssen, haben sich, auch bei Makita-Geräten, in der Praxis Wechselakkus mit einer Kapazität von 4,0 bis 5,0 Ah bewährt.

Der Winkelschleifer ist ein elektrisches Grobwerkzeug für Haus, Hof und Werkstatt: Er trennt Metall, Holz, Fliesen, Stein oder Beton – und taugt je nach Scheibe auch zum Schleifen harter Materialien sowie zum Entfernen von Rost und alten Anstrichen. Der Name hat dabei nichts mit „besonders gut in Ecken und Winkeln schleifen“ zu tun. Entscheidend ist der Aufbau: Zwischen Motor und Werkzeugaufnahme sitzt ein Winkelgetriebe, das die Drehachse des Einsatzwerkzeugs um 90 Grad umlenkt – daher der Ausdruck „Winkelschleifer“. „Flex“ ist die gängige umgangssprachliche Bezeichnung für dasselbe Werkzeug. Historisch geht sie eher auf frühere Konstruktionsweisen (flexibles Getriebe) zurück. Der Begriff ist heute so etabliert, dass viele einfach von „Flexen“ sprechen, wenn sie mit dem Winkelschleifer arbeiten.

Fazit

Wenn es älteren Autos zum Entrosten ans Blech gehen soll, ist der Akku-Winkelschleifer von Makita definitiv erste Wahl. Dank der guten Handling-Eigenschaften und der „Automatic Speed Control“ genannten Drehzahl- und Drehmomentanpassung gehören Funkenflug und Verkanten in engen Ecken der Vergangenheit an. In Kombination mit dem richtigen Topf-Aufsatz dringt das Gerät in unserem Test problemlos auch in Sicken und andere schwer zugängliche Karosseriewölbungen vor. Dank der ausbalancierten Gewichtsverteilung und des ergonomischen Designs liegt die Akku-Flex von Makita 1A in der Hand. Das lässt einen auch die einmalige Anschaffung des relativ teuren Wechselakku-Systems verschmerzen.