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GDV-Typklassen (Kfz) 2023: Änderungen Das sind die Typklassen für 2023

AUTO ZEITUNG 18.11.2022
Inhalt
  1. Änderungen & Vergleich: Neue Typklassen 2023
  2. Was sind Typklassen?
  3. Auswirkungen: Was, wenn sich der Beitrag erhöht?
  4. Wie oft ändern sich die Typklassen?
  5. Elektroautos haben oft günstigere Typklassen

Die Typklassen für das Jahr 2023 stehen fest. Für einige Modelle erhöht sich jetzt gegebenenfalls der Beitrag zur Kfz-Versicherung, für andere sinkt er. Wir machen einen exemplarischen Vergleich bei veränderten Einstufungen und erklären, was das für den Versicherungsbeitrag bedeutet. Und: Analyse-Ergebnis zu den Typklassen von E-Autos.

Der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) hat die Typklassen der Kfz-Versicherung für das Jahr 2023 ermittelt. Die gute Nachricht: Für rund 29,3 Millionen Autofahrer:innen ändert sich im Vergleich zu 2022 bei ihrer Kfz-Haftpflicht nichts. Somit bleibt es für rund 70 Prozent der Fahrzeuge bei den Typenklassen des Vorjahres. 4,8 Millionen Autofahrende sparen durch die neuen Typklassen, 8,1 Millionen hingegen kommen mit ihrem Auto im Vergleich zum Vorjahr in eine höhere Klasse. Während in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Leistungen für Geschädigte maßgeblich sind, spielt in der Kaskoversicherung unter anderem der Wert des versicherten Autos eine Rolle. Daher haben viele PS-starke Modelle der oberen Klassen und SUV hohe Typklassen, ältere Modelle und Kleinwagen eher niedrige Klassen. In unserer Bildergalerie zeigen wir die Änderungen in den Typklassen 2023 anhand ausgewählter Beispielmodelle. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Typklassen im Video erklärt:

 
 

Änderungen & Vergleich: Neue Typklassen 2023

Bei der Typklassen-Einstufung 2023 wird unterschieden zwischen Haftpflicht (16 Typklassen), Teilkasko (24 Typklassen) und Vollkasko (25 Typklassen), wobei die niedrigste Typklasse die 10 ist, die aber höchstens für Oldtimer vergeben wird. Wenn es für einen Pkw keine Vorjahres-Werte zur Orientierung für die neue Typklasse gibt, weil es zum Beispiel ein ganz neues Modell ist, werden die Werte ähnlicher Autos herangezogen, um eine Einstufung vorzunehmen. Eine hohe Typklasse muss dabei nicht zwangsläufig einen hohen Beitrag bei der Kfz-Versicherung bedeuten: Abgesehen von der Typklassen entscheiden auch die Regionalklasse, der Schadenfreiheitsrabatt und das persönliche Profil von Versicherungsnehmenden über den Tarif. Während die Regional- und die Typklasse durch Auto und Wohnort festgelegt sind, lässt sich durch die clevere Nutzung des Autos der ein oder andere Euro sparen. Zum Beispiel gibt es Rabatt, wenn das Auto in der Garage steht oder niemand mit einem Alter von unter 25 Jahren das Auto bewegt.

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Was sind Typklassen?

Die Typklassen einzelner Fahrzeuge richten sich nach ihrer Schaden- und Unfallbilanz. Für die Einstufung werden alle bei der Versicherung gemeldeten Schäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten der vorherigen drei Jahre betrachtet. Sind für ein Modell mehr Schäden bei der Versicherung geltend gemacht worden als in den Vorjahren, wird die Typklasse höher eingestuft. Genauso gilt das umgekehrt. In die Berechnung für die Kfz-Haftpflichtversicherung fließen Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen ein. Bei Kaskoversicherungen sind auch andere Schäden wie beispielsweise durch Autodiebstähle, Glasbruch, Wildunfälle oder Unwetter maßgeblich.

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Auswirkungen: Was, wenn sich der Beitrag erhöht?

Wenn der Kfz-Versicherungsbeitrag durch eine höhere Einstufung in den Typklassen erhöht wird, greift ein Sonderkündigungsrecht. In der Regel gilt als Stichtag zum Versicherungswechsel der 30. November eines Jahres. Wenn sich der Beitrag durch eine Neueinstufung der Typklasse erhöht, kann der Vertrag aber auch nach dem Stichtag gewechselt werden. Da die Typklasseneinstufung für die Versicherungsunternehmen unverbindlich ist, lohnt es sich, verschiedene Anbieter zu vergleichen.

 

Wie oft ändern sich die Typklassen?

Die Typklassen werden einmal pro Jahr von der GDV berechnet und herausgegeben. In der Regel geschieht dies im Spätsommer eines Jahres für das darauffolgende Kalenderjahr.

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Elektroautos haben oft günstigere Typklassen

Die GDV hat 18 Modell-Paare aus E-Autos und Verbrenner auf ihr Schadenbilanzen der vergangenen drei Jahre analysiert und ausgewertet. "Nach unserer aktuellen Statistik verursachen Modelle mit einem reinen Elektroantrieb in der Kfz-Haftpflichtversicherung im Schnitt rund zehn bis 15 Prozent weniger oder weniger teure Schäden als ihre Zwillinge mit Diesel- oder Benzinmotoren, was sich in einer günstigeren Typklasse widerspiegelt", erklärt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Das trifft beispielsweise auf Modelle wie den VW Golf, den Hyundai Kona oder bei Smart zu. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. Renault Zoe und Renault Clio haben die gleiche Typklasse und bei Nissan Leaf ist das Elektroauto sogar in einer schlechteren Typklasse als der vergleichbare Nissan Pulsar. Auch bei Tesla hat die GDV einen Vergleich durchgeführt und dazu folgende Paare gebildet: Tesla Model 3 und BMW 330i sowie Tesla Model S und BMW 540i xDrive. In beiden Fällen ergab sich für Tesla die schlechtere Schadenbilanz. Eine mögliche Erklärung für die häufig günstigeren Typklassen für E-Autos sehen GDV-Expert:innen bei der Reichweite vieler Fahrzeuge, die Fahrer:innen dazu bringen, sparsam und vorausschauend zu fahren. Auf die Vollkaskoversicherung wirke sich ein Elektroantrieb jedoch kaum aus, so die Analyse. Im Durchschnitt seien hier die Schäden im Vergleich zu Verbrennern ähnlich. Das Ergebnis sei jedoch mit Vorsicht zu genießen: Laut dem Verband ist es noch mit Unsicherheiten behaftet, da noch vergleichsweise wenige Elektroautos auf den Straßen unterwegs sind und auch das Alter der Fahrzeuge hauptsächlich geringer ist im Vergleich zur Verbrenner-Flotte in Deutschland. "Damit erreichen Elektroautos neue Käuferschichten, zudem werden wir mehr Erfahrungen mit älteren Elektroautos sammeln. All das kann und wird die Typklasseneinstufung in den kommenden Jahren beeinflussen“, erklärt Asmussen.

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