Regionalklassen 2019: Bedeutung für Kfz-Versicherung Das ändert sich in den Regionalklassen 2019

von Sven Kötter 13.11.2018
Inhalt
  1. Änderungen bei Regionalklassen 2019
  2. Was sind Regionalklassen?
  3. Was, wenn sich der Beitrag erhöht?
  4. Wie oft ändern sich die Regionalklassen?
  5. Regionalklassen 2019 nach Bundesländern

Die Höhe des Beitrages für die Kfz-Versicherung wird nicht zuletzt von den Regionalklassen bestimmt. Wir erklären was "Regionalklasse" eigentlich bedeutet und wie sie sich auf die Kosten auswirken. Ganz aktuell: Das sind die Regionalklassen 2019!

Die Regionalklassen 2019 für die Kfz-Versicherung sind veröffentlich worden. Je nach dem, ob die Regionalklasse steigt, sinkt oder gleich bleibt kann sich jetzt der Betrag für den Versicherungsschutz des Autos ändern – das ist zum kommenden Jahr bei über zehn Millionen Autofahrern der Fall (Haftpflicht). Dabei profitiert knapp 5,4 Millionen Autofahrer von den neuen Regionalklassen, denn in 63 Bezirken verbessert sich die Einstufung. Damit wird bei vielen auch der Tarif für die Kfz-Versicherung günstiger. 5,5 Millionen Autofahrer aus 55 Bezirken werden in eine schlechtere Regionalklasse eingestuft und müssen damit rechnen, dass ihr Versicherungsschutz teurer wird. Besonders günstig fahren alle, deren Autos in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zugelassen sind. Hier profitiert man 2019, wie schon im Vorjahr, von durchschnittlich sehr niedrigen Regionalklassen. In Großstädten sowie Teilen Bayerns fallen die Einstufungen höher aus. Die schlechteste Schadensbilanz hat aktuell Berlin. Hier waren die Schäden knapp 33 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Die bundesweit beste Schadensbilanz hat die Uckermark in Brandenburg – hier waren die Schäden fast 32 Prozent niedriger als der Durchschnitt. Mehr zum Thema: Das ändert sich durch die neue Abgasnorm Euro 6d-Temp

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Änderungen bei Regionalklassen 2019

Da sich der Preis für die Kfz-Versicherung durch die neue Regionalklasse 2019 ändern kann, ist es ratsam, sich mit der neuen Einstufung auseinanderzusetzen. So kann der Preisunterschied zweier ansonsten identischer Versicherungsnehmer im kommenden Jahr bei bis zu 277 Euro liegen – allein durch den Unterschied zwischen den Regionalklassen. Beispiel: Ein Versicherungsnehmer zahlt für seinen vollkaskoversicherten VW Golf 476 Euro im Jahr, wenn er sein Auto im Ladkreis Wesermarsch (Niedersachsen) versichert hat. Wäre sein Auto in Berlin versichert, läge die Jahresprämie wegen der schlechteren Schadensbilanz bei 753 Euro und damit satte 58 Prozent höher. Selbst in ein und der derselben Straße kann es aufgrund der verschiedenen Einstufungen Preisunterschiede geben. So ist es zum Beispiel in zwei verschiedenen Postleitzahlengebieten in der Landsberger Allee in Berlin: Hier sind bis zu 192 Euro Differenz im Jahr möglich. Auch in der Georg-Schumann-Straße in Leipzig (130 Euro), der Dachauer Straße in München (107 Euro) und der Elbchaussee in Hamburg (102 Euro) gibt es deutliche Unterschiede, je nach dem in welchem Teil der Straße man lebt. Wie sich die eigene Regionalklasse zum Jahr 2019 verändert, lässt sich hier abfragen.

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Was sind Regionalklassen?

Die Regionalklasse richtet sich nach Statistiken für den jeweiligen Zulassungsbezirk. Innerhalb Deutschlands gibt es so über 400 verschiedene Regionalklassen. Die Einstufung der Autos wird danach bewertet, wie sich die Schadens- und Unfallzahlen in einer bestimmten Region verändert haben. Schließlich ist in einer Großstadt mit viel Verkehr das Risiko einen Unfall zu haben wesentlich größer, als auf dem Land. Neben Unfällen werden in der Kasko-Versicherung ebenfalls eingerechnet, wie viele Fahrzeuge in einem Bezirk gestohlen wurden und welche Wetterverhältnisse (z.B. Hagel) normalerweise vorherrschen. Diese Schadensbilanzen werden anschließend in einen Indexwert umgerechnet, der die jeweilige Regionalklasse festlegt. Für die Haftpflicht gibt es 12, für die Vollkasko 9 und für die Teilkasko 16 Klassen.

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Was, wenn sich der Beitrag erhöht?

Wenn sich der Beitrag für die Kfz-Versicherung durch die neue Regionalklasse 2019 erhöht, haben Verbraucher das Recht zur außerordentlichen Kündigung. Da bei den Tarifen der Versicherer viele unterschiedliche Parameter – und nicht nur die Regionalklasse – miteinfließen, kann es sich lohnen den Versicherungsanbieter zu wechseln.

 

Wie oft ändern sich die Regionalklassen?

Die Regionalklasse werden einmal pro Jahr von der GDV für jeden einzelnen der insgesamt 413 deutschen Zulassungsbezirke berechnet und herausgegeben. In der Regel geschieht dies im Spätsommer eines Jahres für das darauffolgende Kalenderjahr.

 

Regionalklassen 2019 nach Bundesländern

BundeslandEInstufung der Regionalklasse
Baden-WürttembergBessere Einstufung
BayernBessere Einstufung
BerlinWeiterhin hohe Einstufungen
BrandenburgWeiterhin günstige Einstufungen
BremenWeiterhin günstige Einstufungen
HamurgWeiterhin hohe Einstufungen
HessenBessere Einstufungen
Mecklenburg-VorpommernWeiterhin günstige Einstufungen
NiedersachsenWeiterhin günstige Einstufungen
Nordrhein-WestfalenZahlreiche Änderungen
Rheinland-PfalzBessere Einstufungen
SaarlandBessere Einstufungen
SachsenBessere Einstufungen
Sachsen-AnhaltWeiterhin günstige Einstufungen
Schleswig-HolsteinWeiterhin günstige Einstufungen
ThüringenWeiterhin günstige Einstufungen
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