Hyundai Tucson: Aktuelle Infos zu Modellpflege & Antrieben
In Korea geht wieder Schlag auf Schlag: Nach der Einführung im Jahr 2020 bekam die dritte Generation des Hyundai Tucson 2024 ein umfassendes Facelift und im Herbst 2025 eine weitere Modellpflege. Hier die aktuellen Infos zu Verbrennern, (Plug-in-)Hybriden und den Preisen!
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Preis: Hyundai Tucson ab 35.740 Euro
2020 hat der radikal neu gestylte Tucson die Automobilwelt damit erstaunt, wie progressiv Hyundai sein kann. Vier Jahre und zahlreiche Ioniq-Neuheiten später sind wir solch mutiges Design schon gewohnt. Immer wieder erstaunlich aber ist, in welcher Frequenz Hyundai und auch die Schwestermarke Kia ihre Fahrzeuge überarbeiten oder in einer ganz neuen Generation auf den Markt bringen. So hatte Anfang April 2024, also gut drei Jahre nach dem Marktstart des Tucson-Vorgängers, das Facelift seinen großen Auftritt. Im Herbst 2025 folgt eine weitere Modellpflege, die dem bestehenden Modell unter anderem eine überarbeitete Antriebspalette und die neue Ausstattungslinie N Line X beschert. Die Preise starten bei 35.740 Euro für die reinen Verbrenner – 42.760 Euro in der N Line –, 40.740 Euro für den Vollhybriden und 44.690 Euro für den Plug-in-Hybriden (alle Preise: Stand Dezember 2025).
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Antriebe: Alles außer vollelektrisch
Der Hyundai Tucson ist mit allen erdenklichen Antriebskonzepten erhältlich, außer vollelektrisch: nämlich als Verbrenner, Mildhybrid, Vollhybrid oder Plug-in-Hybrid. Nach einer Modellpflege im Herbst 2025 besteht das Portfolio aus diesen fünf Antrieben, die allesamt mit 1,6 l Hubraum und vier Zylindern arbeiten:
- 1.6 CRDI 48V: Diesel-Mildhybrid, Vorderradantrieb, 136 PS/100 kW
- 1.6 T-GDI: Benziner, Vorderradantrieb, 150 PS/110 kW
- 1.6 T-GDI: Benziner, Allradantrieb, 180 PS/132 kW
- 1.6 T-GDI HEV: Vollhybrid-Benziner, Vorderradantrieb/Allrad, 239 PS/176 kW
- 1.6 T-GDI PHEV: Plug-in-Hybrid-Benziner, Vorderradantrieb/Allrad, 288 PS/212 kW
Neu mit der 2025er-Modellpflege ist die Zweiteilung der Einstiegsbenziner. So gibt es den Hyundai Tucson nun als nicht-elektrifizierten Benziner mit Frontantrieb und 150 PS (110 kW) sowie mit Allradantrieb und 180 PS (132 kW). Als schwächste Motorisierung befindet sich weiterhin der mildhybridisierte 1.6 CRDI-Diesel mit 136 PS (100 kW) im Angebot. Außerdem gibt es den 1,6-l-Vierzylinder-Benziner zusätzlich mit Voll- und Plug-in-Hybrid-Unterstützung. Als leistungsstärkste Variante mit PHEV-Frontantrieb beschleunigt das Kompakt-SUV in 7,5 s auf 100 km/h, wobei dank einer 13,8-kWh-Batterie eine vollelektrische Reichweite von bis zu 68 km angegeben ist.
Was die Getriebe angeht, so steht der Einstiegsbenziner (150 PS/110 kW) als einzige Motorisierung mit Sechsgang-Handschaltung im Konfigurator. Optional gibt es ihn auch mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, auf das der stärkere Benziner und der Diesel serienmäßig zurückgreifen. Die Voll- und Plug-in-Hybride schalten jeweils mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe. Die größte gebremste Anhängelast haben die reinen Verbrenner mit 1650 kg in den Papieren stehen.
Die Konkurrenten
Exterieur: Leichte Anpassungen
Mit dem 2024er-Facelift wurde der Kühlergrill des Hyundai Tucson schmaler und erhielt eine neue Gitterstruktur, die Tagfahrleuchten wurden rundlicher und die einzelnen Elemente von fünf auf vier reduziert. Die darunter liegende Schürze wirkt seitdem kantiger. Auch die Felgen zeigen ein neues Design, das übrigens leicht von den ersten offiziellen Fotos aus Südkorea abweicht. Die Neuerungen am Heck fallen sogar noch unauffälliger aus: Hier sind allenfalls leichte Änderungen an der Stoßstange und dem angedeuteten Diffusor auszumachen. Die Außenmaße betragen 4,53 m in der Länge, 1,87 m in der Breite und 1,65 m in der Höhe.
Interieur: Facelift mit neuem Bedienkonzept

Im Innenraum ging das Hyundai Tucson Facelift 2024 einen für viele, erfreulichen Schritt zurück zur haptischen Bedienung. Das zweigeteilte Anzeigenpanel aus Multiinstrument und Infotainmentbildschirm (je 12,3 Zoll) sitzt auf einem die gesamte Breite des Innenraums einnehmenden Lüftungselement. Darunter sitzt nun mittig eine Bedieneinheit mit Schnellwahltasten und Drehknöpfen für Radio, Navi und mehr, sowie die Klima- und Heizsteuerung mit zwei weiteren Drehreglern. Ergänzt wird die gekrümmte Bildschirmlandschaft durch ein neues Head-up-Display. Im Sinne des Platzgewinns in der Mittelkonsole wanderte der Gangwahlhebel zudem ans Lenkrad. Apropos Lenkrad: Hier ist das schlichte, neue Design besonders auffällig.
Mit der Modellpflege 2025 wurde eine intelligente Verkehrszeichenerkennung eingeführt und der Warnton bei Geschwindigkeitsüberschreitungen dezenter gestaltet. Zudem lässt sich letzterer mithilfe eines längeren Drucks auf dem Lenkrad deaktivieren. Das Kofferraumvolumen des Verbrenners beträgt unverändert 620 bis 1799 l, wogegen sich die Hybride geschlagen geben müssen: 616 bis 1795 l im Vollhybrid respektive 558 l bis 1721 l im PHEV.
Fahreindruck: Trendsetter statt Verfolger
Hyundai hat das ohnehin schon fein austarierte SUV mit dem 2024er-Facelift noch ein bisschen besser gemacht und sich dabei keine groben Schnitzer geleistet. Der neue Innenraum macht einen harmonischen Eindruck und passt gut in das Gesamtbild. Wer sich am nicht ganz so sportlichen Charakter des Tucson stört, kann zum dynamischeren und nicht weniger gelungenen Konzernbruder Kia Sportage greifen.
Von Tim Neumann
Fazit
Das Hyundai Tucson Facelift bringt einige Verbesserungen in Sachen Bedienbarkeit und Übersichtlichkeit, steigt dafür aber auch im Preis. Die neuen Kniffe beim Design lassen das SUV moderner wirken. Durch die erneute Modellpflege stellt sich der Tucson ab 2025 antriebstechnisch noch breiter auf und schaltet gleichzeitig mit dem (oft als nervig empfundenen) Geschwindigkeitswarner einen Gang zurück.












