Vorstellung

Geely E2: E-Kleinwagen geht ab 19.990 Euro an den Start

Nachdem im Frühjahr 2026 die Kompakt-SUV-Zwillinge E5 und Starray EM-i als Stromer und PHEV die Marke erstmals nach Deutschland brachten, folgt im Sommer das dritte Modell: der Geely E2. Der Elektro-Kleinwagen geht zum Kampfpreis von 19.990 Euro an den Start.

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Der Geely E2 fahrend von schräg vorne links.
Nach den kompakten SUV E5 (Elektro) und Starray EM-i (PHEV) folgt im Sommer 2026 mit dem E2 Geelys drittes Modell für Europa. Foto: Geely
Der Geely E2 statisch von schräg hinten links.
Zwei Batteriegrößen sind im Angebot: 35,35 oder 47,14 kWh fassen die Akku-Optionen, die Reichweite beträgt maximal 345 km. Foto: Geely
Der Geely E2 statisch in der Seitenansicht von links.
Der Kleinwagen misst 4,13 m in der Länge – liegt also irgendwo zwischen VW ID. Polo und ID. Cross. Foto: Geely
Blick auf das Cockpit des Geely E2.
Während der E2 außen auf Niedlichkeit setzt, bleibt der Innenraum schlicht – bis auf den dominanten 14,6-Zoll-Touchscreen. Foto: Geely
Die Mittelkonsole im Cockpit des Geely E2 im Detail.
Die Mittelkonsole baut hoch auf, hat dafür einiges zu bieten: Große Ablagen, 20 l Stauraum, eine induktive Ladeschale und physische Tasten für die Klimabedienung. Foto: Geely
Blick auf die Rückbank des Geely E2.
Der Geely E2 ist ein Fünfsitzer, unter der Rückbank bleibt ein Fach offen, dass flache Gepäckstücke aufnimmt. Foto: Geely
Der mit Koffern und Papiertüten beladene, geöffnete Kofferraum des Geely E2.
Der Kofferraum fasst je nach Sitzbelegung zwischen 375 und 1320 l. Foto: Geely
Der Frunk des Geely E2 unter der geöffneten Motorhaube aus der Draufsicht, beladen mit einer Box Tennisbälle, einem Tennisschläger und einem Fußball.
Heckantrieb machts möglich: Der 70-l-Frunk dürfte unter den elektrischen Kleinwagen einzigartig sein. Foto: Geely

Geely ist als Konzern zwar bereits als Mutter von Volvo und Polestar oder mit Marken wie Lotus, Lynk & Co und Zeekr sowie als Joint-Venture-Partner von Mercedes mit Smart stark auf dem europäischen Markt vertreten, doch die Kernmarke selbst war bis Frühjahr 2026 hierzulande noch abwesend. Den Anfang machte das technisch verwandte SUV-Duo aus dem vollelektrischen Geely E5 und dessen PHEV-Pendant Starray EM-i. Im September 2026 soll mit dem Elektro-Kleinwagen Geely E2 Modell Nummer drei an den Start gehen – und das bereits ab 19.990 Euro. Alternativ gibt es den Kleinwagen auch im Leasing ab 99 Euro (Alle Preise: Stand August 2026) im Monat, die Reservierungsliste ist seit Anfang August geöffnet.

Damit ordnet sich der VW ID. Polo-Gegner knapp 5000 Euro unterhalb des niedersächsischen Neulings ein und auf Augenhöhe mit dem E-Kleinstwagen Renault Twingo E-Tech. Und das, obwohl sich auch die technischen Daten eher an denen des ID. Polo orientieren.

Der MG S6 im Fahrbericht (Video)

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Video: AUTO ZEITUNG

Zwei Batteriegrößen, Frunk und Heckantrieb im E-Kleinwagen

Direkt zum Marktstart wird der Geely E2 mit zwei Antrieben in drei Ausstattungslinien angeboten: Der günstige Einsteiger nennt sich E2 Pro und ist mit einem 60 kW (82 PS) starken E-Motor sowie einer 35,35 kWh (netto) fassenden Batterie verfügbar. Als E2 Max und E2 Ultra setzt der Kleinwagen auf einen Akku mit 47,14 kWh, für Vortrieb sorgt eine Maschine mit 85 kW (116 PS). Ungewöhnlich im B-Segment: Der E-Motor treibt stets die Hinterachse an. Das untypische Antriebslayout lässt daher sogar einen Frunk mit immerhin 70 l Stauraum zu – die Konkurrenz mit Frontantrieb rund um Cupra Raval, Kia EV2 oder Renault 5 E-Tech hat hier das Nachsehen.

Die Reichweite gibt Geely mit 252 km für den Pro mit kleiner 35-kWh-Batterie und bis zu 345 km mit dem 47-kWh-Akku an. Zum Vergleich: Der ID. Polo schafft mit seiner 37-kWh-Batterie bereits 334 km, mit der 52-kWh-Option sogar 454 km. Schnellladen soll mit dem E2 möglich sein, unklar bleibt aber bisher, wie hoch die Ladeleistung genau ausfällt. Der Sprung von 30 auf 80 Prozent State-of-Charge (SOC) soll laut Geely in 25 Minuten erfolgen, lädt aber nur 50 Prozent der Gesamtkapazität nach. Erneut ziehen wir den ID. Polo zum Vergleich heran: Er schafft den im Produktmarketing üblicherweise gewählten SOC-Rahmen von 10 auf 80 Prozent am Schnelllader mit 105 kW in nur 23 Minuten – also 70 Prozent nachgeladen in kürzerer Zeit.

Optisch setzt der knapp 4,13 m lange Kleinwagen mit organischen Formen, einem „lächelnden Gesicht“ und vielen Rundungen auf Niedlichkeit. Dazu passen auch die pastelligen Töne in Grün, Rosa, Blau oder Beige, die für den Chinesen angeboten werden. Fast schon ein Stilbruch ist da der schlichte Innenraum, der von einem 14,6 Zoll großen Zentralbildschirm sowie der hochragenden Mittelkonsole dominiert wird.

Letztere ist aber ein Beweis für den Sinn für Praktikabilität bei Geely: Die Mittelkonsole trennt zwar als optische und physische Mauer die vorderen Sitzplätze, bringt aber 20 l Stauraum, große Becherhalter, eine induktive Smartphone-Ladeschale und physische Tasten für die Klimabedienung unter. Auch im übrigen Interieur verstecken sich hier und da Gepäckablagen: Das Handschuhfach ist etwa eine zehn Liter fassende Schublade, unter der Rückbank lässt sich Kleinkram unterbringen. Der Kofferraum fasst je nach Sitzbelegung zwischen 375 und 1320 l – also nahezu so viel wie das City-SUV Skoda Epiq.

Fazit

Der Preis ist heiß, der Sinn für Stauraum ebenso. Mit dem E2 könnte Geely die stromernde Kleinwagen-Klasse ordentlich aufmischen. Zur Batterietechnik ist die Informationslage bislang dünn, die versprochene Ladezeit liest sich nur dank etwas Trickserei bei den SOC-Schwellen als schnell, die angegebenen Reichweiten sind ebenfalls etwas dürftig. Da das Einsatzgebiet des Preis-Leistungs-Chinesen aber wohl eher die Vorstadt ist, dürfte das verkraftbar sein.