Wohnmobil-Vorstellung

Ventje T7 Camper: Kompakter Camper mit bis zu sieben Sitzplätzen

Der Ventje T7 will einen fehlerfreien Spagat zwischen Campingbus und voll alltagstauglichem Familienauto mit sieben Sitzen hinlegen. Ob das klappt? Hier alle Infos zum neuen Camper-Konzept auf VW-Bus-Basis.

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Das teilweise computeranimierte Bild zeigt den Ventje T7 Camper von schräg vorne, vor dem zwei Personen an einem Campingtisch sitzen.
Der niederländische Bulli-Ausbau-Spezialist Ventje hat sich den VW T7 vorgeknöpft. Ventje bietet den Camper mit bis zu sieben Sitzen und in zwei Längen ab 95.000 Euro an – und das mit allen drei Antriebsarten des Transporters. Foto: Ventje
Der Ventje T7 Camper statisch von schräg hinten rechts, vor dem zwei Personen an einem Campingtisch sitzen.
Das bekannte Aufstelldachkonzept findet sich im neuesten Ventje-Camper wieder. Das kommt der Stehhöhe zugute. Außerdem finden unterm Dach zwei weitere Campingfans Platz zum Schlafen. Foto: Ventje
Eine Person entspannt auf dem Längssofa auf der linken Fahrzeugseite im Ventje T7 Camper.
Innen kommen im „Campingmodus“ modulare Möbelboxen zum Einsatz. Eine klassische Sitzgruppe gibt es zumindest im Zweisitzer nicht. Der Hersteller selbst spricht hier von einem „Lounge-Konzept“. Foto: Ventje
Eine vierköpfige Familie spielt ein Kartenspiel in der Sitzgruppe des Ventje T7 Camper.
Im Siebensitzer ist dagegen auch der Umbau zur Dinette möglich. Das besondere: Die Fahrerhaussitze werden nicht gedreht, sie bleiben vorwärtsgerichtet. Foto: Ventje
Blick auf dem Wohnraum des Ventje T7 Camper auf die Heckküche, an der eine Person an der offenen Heckklappe stehend Essen auf dem Herd zubereitet, während eine zweite Person in eine Schublade auf der Innenseite greift.
Der Innenraum soll die aus anderen Ventje-Modellen bekannte Mischung aus Nutzwert und Wohnlichkeit bieten. Foto: Ventje
Die Heckküche des Ventje T7 Camper von außen durch die geöffnete Heckklappe fotografiert. Zwei Personen halten sich im Küchenbereich auf.
Die Küche wird, ähnlich wie beim eVentje auf Basis des VW ID. Buzz, als Heckmodul realisiert. So lässt sich auch unter der Heckklappe kochen. Foto: Ventje
Blick auf die in der Sitzbank versteckte Toilette des Ventje T7 Camper.
Ein Festbad ist in der Klasse der kompakten Campingbusse unüblich, auch der T7 Camper wird darauf verzichten. Alternative: Eine in der Sitzbank versteckte Trockentrenntoilette. Foto: Ventje
Der Wohnraum des Ventje T7 Camper im Umbau zum Doppelbett.
Ebenfalls typisch Campingbus: Der Wohnraum wird bei Nacht zum Doppelbett umgebaut. Foto: Ventje
Zwei Personen im Aufstelldach des Ventje T7 Camper von außen durch das offene Zeltbalg fotografiert.
Zwei weitere Schlafplätze schafft das Aufstelldach eine Etage darüber. Foto: Ventje
Der Ventje T7 Camper aus der Vogelperspektive, zwei Personen sitzen an einem Campingtisch neben dem Campingfahrzeug.
In puncto Bordtechnik betont Ventje die Autarkie: Ein Solarpanel soll beispielsweise dafür sorgen, dass auch ohne Landstrom Kühlschrank, USB-Ladebuchsen und weitere Geräte über einen längeren Zeitraum betrieben werden können. Foto: Ventje

Preis: Ventje T7 Camper ab ca. 95.000 Euro

Bisher sind Campervans auf Basis des VW T7 Mangelware. Zumindest so lange es um Fremd-Ausbauten geht und man vom VW California einmal absieht. Das soll sich bald ändern. Denn der niederländische VW-Bus-Spezialist Ventje hat einen neuen Campingbus auf T7-Basis angekündigt und erste Bilder gezeigt. Das ist vor allem spannend, weil sich die niederländische Marke mit Deutschland-Sitz in Hannover bisher als Spezialist für den eVentje getauften Umbau des VW ID. Buzz einen Namen gemacht hat.  

Besonders interessant am neuesten Ventje-Camper: Volkswagen selbst ist mit dem Modellwechsel dazu übergangen, den California auf der Multivan-Plattform aufzubauen. Der neuen California basiert also im Wesentlichen auf einer Pkw-Architektur. Ventje hingegen setzt beim eigenen Aufbau bewusst auf den „klassischen“ VW-Transporter als Basisfahrzeug. Als Grund dafür nennt der Hersteller dessen ausgeprägte Nutzfahrzeug-Charakteristik. Hier haben wir die Unterschiede aller drei Bulli-Baureihen Multivan, ID. Buzz und VW Bus herausgearbeitet.

Den Ventje-Camper auf T7-Basis soll es – analog zum Basisfahrzeug aus dem VW-Konzern – folgerichtig in zwei Längen geben: standardmäßig mit 5,05 m Außenlänge oder aber mit langem Radstand und 5,45 m Länge. Dazu setzt der niederländische Kleinserien-Hersteller auf bis zu sieben statt vier Gurtplätze und bietet drei Antriebsoptionen an: Diesel, Plug-in-Hybrid oder Elektro. Der Einstiegspreis soll laut Hersteller bei rund 95.000 Euro verortet sein (Stand: August 2026).

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Video: AUTO ZEITUNG

Innenraum: Sieben Sitze im Alltag und gewohnt viel Ventje-Variabilität

Im Innenraum bleibt Ventje seiner Grundidee treu: Der Campingbus auf T7-Basis soll sich je nach Nutzung sehr schnell umbauen lassen. Schlüssel dafür ist ein Sitzrahmen-System. Die Idee dahinter: Im „Campingmodus“ sollen sich die Sitzrahmen so versenken lassen, dass sie aus dem Sichtfeld verschwinden. Dadurch soll Raum zum Wohnen, Kochen und Schlafen frei werden.

Eine Person entspannt auf dem Längssofa auf der linken Fahrzeugseite im Ventje T7 Camper.
Foto: Ventje

Sitzgruppe

Sitzgruppen-Typ

variables Lounge-Konzept

Gurtplätze

2 – 7

Bettenumbau

serienmäßig

Für den Alltagsbetrieb stellt Ventje eine Ausführung mit bis zu sieben Gurtsitzplätzen in Aussicht – ein in diesem Camper-Segment sehr ungewöhnlicher Ansatz. Hier haben wir die verschiedenen Wohnmobil-Bauarten miteinander verglichen. Auf dem Campingplatz wandelt sich der Innenraum in eine Sitzgruppe mit Tisch, die je nach Bedarf zur Lounge oder zum Bettumbau wird. Für das untere Doppelbett nennt Ventje eine Liegefläche von 200 × 140 cm.

Küche

Küchenform

Ausziehmodul im Heck

Kochstellen / Befeuerung

2 / Gas; opt.: Induktion

Kühlschrank / -volumen

Kompressor-Kühlbox / k. A.

Die Küche beim VW T7 sitzt, wie es für Ventje-Vans typisch ist, im Heck des Campers. Sie ist so ausgelegt, dass sie von innen und außen gleichzeitig nutzbar ist. Für den T7 ist zudem eine Erweiterung der Arbeitsplatte vorgesehen. Anstelle eines Induktionskochfelds soll alternativ auch ein Gaskocher geordert werden können.

Was zum Serienstart des Campers zur Erstausstattung gehört, wird sich noch zeigen. In jedem Fall zweckmäßig gedacht ist das Outdoor-Set: Tisch, Stühle und Hocker sollen in einer kompakten Schublade mitgeführt und bei Bedarf schnell aufgebaut werden können.

Bad

Badtyp

mobile Campingtoilette

Frischwasser

k. A.

Abwasser

k. A.

Ein klassisches Bad ist im kompakten Ventje-Campervan nicht vorhanden und in dieser Camper-Klasse auch nicht zu erwarten. Im Ventje T7 fährt optional lediglich ein einfaches Camping-WC mit. Der Clou: es ist diskret im Staukasten unter der Sitzbank verstaut. Hier die verschiedenen Camping-WC-Typen in unserem Überblick.

Schlafplätze

Schlafplätze

2 + 2

Bettentyp / Maße

Sitzgruppe: Doppelbett / 200 x 140 cm

Aufstelldach: Doppelbett / ca. 200 x 130 cm

Geschlafen wird im Ventje T7 in zwei Bereichen: unten im Wohnraum und oben im Aufstelldach. Unten entsteht über den Umbau des Wohnbereichs ein Bett mit einer Liegefläche von 200 x 140 cm. Im Aufstelldach ist ein weiteres Bett vorgesehen, für das Ventje eine Breite von 130 cm nennt.

Das Aufstelldach soll nicht nur größere Stehhöhe gewähren, sondern mit einer Lichtkuppel und einem komplett per Reißverschluss zu öffnenden Zeltstoff auch ein besonderes Panorama-Feeling bieten. Außerdem verspricht Ventje ein Verriegelungssystem, das sich besonders schnell bedienen lassen soll, ohne zum Zeitpunkt der Veröffentlichung weitere Details zu nennen.

Stauraum und Bordtechnik

Praktisches zuerst: Das Outdoor-Sitzgruppen-Set – ein Ventje-Must-Have – verschwindet in einer kompakten Schublade, und der Ausbau ist auf Module ausgelegt, die sich je nach Einsatz verschieben oder herausnehmen lassen. Genaue Angaben zu Stauvolumen oder Zuladung stehen allerdings noch aus.

In puncto Bordtechnik betont Ventje die Autarkie: Ein Solarpanel soll beispielsweise dafür sorgen, dass auch ohne Landstrom Kühlschrank, USB-Ladebuchsen und weitere Geräte über einen längeren Zeitraum betrieben werden können. Darüber hinaus ordnet Ventje den T7 konzeptionell als Camper ein, der Technikideen aus der Elektro-Bus-Welt, also aus dem Umfeld des eVentje/ID. Buzz übernimmt. Details zu Batteriekapazitäten im Wohnbereich, Wasseranlage oder dem präferierten Heizsystem sind allerdings noch nicht bekannt. Es soll jedoch auch eine Fußbodenheizung optional für den T7-Campingbus verfügbar sein.

Die Besonderheiten im Überblick

  • Im Alltagsbetrieb bis zu sieben Sitzplätze, im Campingbetrieb vier Gurtplätze.

  • Drei Antriebsarten wählbar, vom reinen Elektroantrieb bis zum Diesel.

  • Keine klassische Dinette und kein vollwertiges Badezimmer verfügbar.

Technische Daten des Ventje T7 (vorläufig)

Ventje T7

Diesel

Plug-in-Hybrid

Elektro

Basisfahrzeug

VW T7 (Transporter)

VW T7 (Transporter)

VW T7 (Transporter)

Motor

2,0-l-Vierzylinder-Diesel (TDI)

Plug-in-Hybrid, bis 50 km elektr. Reichweite

vollelektrisch, bis 370 km Reichweite (WLTP)

(System-)Leistung / (System-)Drehmoment

110 – 170 PS (81 – 125 kW) / 310 – 405 Nm

218 PS (160 kW) / 350 Nm

100 – 210 kW (136 – 286 PS)

Getriebe

6-Gang-Schaltgetriebe; opt.: 7-Stufen-Automatik (DSG)

6-Stufen-Automatik (DSG)

stufenlose Automatik

Zulässige Gesamtmasse

2800 – 3035 kg (Langversion)

2800 – 3035 kg (Langversion)

2800 – 3035 kg (Langversion)

Optionale Auflastung

k. A.

k. A.

k. A.

Maße (L / B / H)

5050 (5450)/ 2032 / 1969 mm

5050 (5450)/ 2032 / 1969 mm

5050 (5450)/ 2032 / 1969 mm

Stehhöhe

k. A.

k. A.

k. A.

Fazit

Bis zu sieben Sitze, ein modularer Innenausbau, voll alltags- und campingtauglich: Keine Frage, was Ventje da als Nächstes vorhat, klingt spannend. Inwieweit das „Ein-Van-für-alle-Fälle“-Konzept in der Praxis tatsächlich aufgeht, muss die Zukunft zeigen. Mit einem Einstiegspreis von rund 95.000 Euro liegt der Ventje-T7-Camper in einer ähnlichen Preisregion wie der California Beach Tour eHybrid und stellt sicher eine interessante Alternative zum VW-Serienausbau dar.