Formel E: Porsche-Einstieg Erfolgreicher Rollout des Formel-E-Porsche

von Max Sonnenburg 13.03.2019
Inhalt
  1. Einstieg von Porsche in die Formel E wird konkret
  2. Neel Jani fährt für Porsche bei der Formel E 2019/2020
  3. Porsche entwickelt Antriebsstrang

Der Porsche-Einstieg zur Formel-E-Saison 2019/2020 rückt näher. Der neu entwickelte Antriebstrang hat seine Feuertaufe bereits erfolgreich bestanden und die Stuttgarter einen weiteren Schritt voran gebracht.

Der Einstieg von Porsche in die Formel-E rückt mit den kürzlich erfolgten Testfahrten näher. Zur Saison 2019/2020 will man konkurrenzfähig sein. Der neu entwickelte Antriebsstrang des vollelektrischen Porsche-Rennwagens hat seine Jungfernfahrt ohne nennenswerte Zwischenfälle erfolgreich absolviert. Das erste Rollout des Porsche-Formel-E-Autos fand auf dem werkseigenen Testgelände in Weissach statt. Am Steuer des Elektro-Rennwagen saß der Porsche-Werksfahrer Neel Jani. Die Eindrücke, die er bei der ersten Erprobungsfahrt sammeln konnte, liefern den Ingenieuren wichtige Erkenntnisse, um das Fahrzeug in den kommenden Monaten weiter perfektionieren zu können. Fritz Enzinger, der Leiter von Porsche Motorsport, war mit dem erfolgreichen Rollout äußerst zufrieden. "Der neu entwickelte Porsche-Antriebsstrang für die Formel E hat seine Feuertaufe bestanden. Das ist ein wichtiger Tag für alle, die an diesem Projekt beteiligt sind." Begeisterte zeigte sich auch der Neel Jani. "Ich bin sehr stolz darauf, bei der ersten Ausfahrt unseres Formel-E-Rennwagens am Steuer gewesen zu sein. Den Rollout fahren zu dürfen, ist nicht nur eine große Ehre, sondern auch sehr spannend. Wir betreten hier Neuland. Für mich war es ein großartiges Gefühl." Malte Huneke, der technische Projektleiter des Porsche-Formel-E-Projekts ist positiv gestimmt, weiß aber auch, dass dem Team noch einiges an Arbeit bevorsteht. "Das Auto jetzt zum ersten Mal im Einsatz zu sehen, hat uns schon ein bisschen Gänsehaut beschert. Im Vergleich zur Serienentwicklung sind die Anforderungen bezüglich Effizienz und Gewicht des Antriebs in der Formel E auf einem ganz anderen Niveau. Nun werden wir uns nach und nach ans Limit herantasten. Das ist essenziell, um in der Formel E zu bestehen." Mit dem Einstieg von Porsche bekommt die elektrische Rennserie weiteren prominenten Zuwachs. Nach Audi, BMW und Mercedes ist der Rennstall aus Zuffenhausen der vierte deutsche Autobauer, der in die Formel E einsteigt. Mehr zum Thema: Der Porsche Taycan stromert Richtung Marktstart

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Porsche steigt in die Formel E ein (Video):

 
 

Einstieg von Porsche in die Formel E wird konkret

Als ersten Fahrer für die Formel-E-Saison 2019/2010 hat Porsche den Schweizer Neel Jani verpflichtet. Seine Karriere begann der 35-Jährige im Formelsport, stieg dort bis zum Formel-1-Testfahrer auf. Seit 2013 ist Neel Jani Werksfahrer bei Porsche. Vier Siege, neun Polepositions und vier schnellste Rennrunden konnte er mit dem Porsche 919 Hybrid von 2014 bis einschließlich 2017 erzielen. 2016 wurde er Le-Mans-Gesamtsieger und FIA Langstrecken-Weltmeister. Und im Jahr 2018 unterbot er mit dem 919 Hybrid Evo sogar den damaligen Streckenrekord im belgischen Spa-Francorchamps, ehe er 2019 ins Formel-E-Cockpit bei Porsche einsteigt. Für Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport, ist Neel Jani zweifellos der richtige Mann: "Er bringt nicht nur viel Speed mit, sondern auch große Monoposto-Erfahrung, fuhr bereits Formel E und ist bei uns in Weissach auch als Entwicklungsfahrer eine etablierte Größe." Und auch Jani selbst freut sich auf die neue Aufgabe: "Zum zweiten Mal bei einem ganz neuen Porsche-Motorsport-Projekt von Anfang an dabei zu sein, bedeutet mir viel." Aber auch den technischen und fahrerischen Herausforderungen ist sich der 35-Jährige bewusst: Die starke Konkurrenz in der Formel E habe einen erheblichen Erfahrungsvorsprung gegenüber Porsche. "Vor uns liegt eine Menge Arbeit“, so Jani.

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Neel Jani fährt für Porsche bei der Formel E 2019/2020

Den Einstieg in die Formel E für die Saison 2019/2020 kündigte Porsche im April 2018 an, nachdem der Motorsport-Weltverband FIA die Bewerbung Porsches um einen Platz als Hersteller in der rein elektrischen Rennserie akzeptiert hatte. Porsche möchte Ende 2019 zur sechsten Saison der Formel E antreten. "Die FIA hat in den vergangenen Jahren fantastische Arbeit geleistet", sagt Fritz Enzinger, als Hauptabteilungsleiter verantwortlich für Porsches Formel-E-Programm. "Dank dieser Entwicklung werden wir uns mit vielen großen Automobilherstellern auf der Rennstrecke messen können. "Die Möglichkeiten und die Performance elektrischer Antriebe sind nicht erst seit gestern ein zentrales Thema bei Porsche", erklärt Seidl. "Je tiefer die Ingenieure in das Thema vordringen, desto faszinierender werden die Lösungen.“ 

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Porsche entwickelt Antriebsstrang

Die Formel E stellt das Chassis und die Batterie, die einzelnen Antriebskomponenten sind hingegen Eigenentwicklungen. Deshalb kann Porsche unter anderem den Elektromotor, das Getriebe, das Brake-by-Wire-System, das Differenzial, das Steuergerät und die Antriebswellen selbst entwickeln. Auch einzelne Fahrwerksteile an der Hinterachse und das Kühlsystem des Porsche-Formel-E-Rennwagens sind Eigenentwicklungen des Herstellers.

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