AUTO ZEITUNG 03/2019: Heft-Vorschau Neue AUTO ZEITUNG jetzt im Handel!

von Volker Koerdt 09.01.2019

Die Themen der AUTO ZEITUNG 03/2019: Verkehrsschilder-Erkennungen im Test, Vorschau auf 60 neue SUV und der Seat Tarraco im Vergleichstest. Dazu die Aufsteiger des Jahres 2018, der Audi Q3 in der Kaufberatung, ein Special "Reisemobile" und weitere spannende Themen!

Immer mehr Autofahrer vertrauen der Elektronik. Ob es Kontrollleuchten in den Displays sind, Fahrerassistenzsysteme oder das Navigationssystem – vieles funktioniert im Alltag oft tadellos, doch die Automobilindustrie strebt nach Höherem. Schon seit längerer Zeit träumen die Entwicklungsingenieure vom autonomen Fahren. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die korrekte Schildererkennung, denn danach muss das Auto seine Geschwindigkeit automatisch anpassen. Und hier ist noch eine Menge Luft nach oben. Eines vorweg: Kein Auto schaffte es in unserem Test, alle Temposchilder fehlerlos zu erkennen. Bester war der Volvo S90, der immerhin noch 95 Prozent der Schilder korrekt interpretierte. Die Fehlerquote bewegte sich meist zwischen 15 und 20 Prozent. Selbst ein nagelneuer Audi A8 mit modernster Elektronik erkannte 17,5 Prozent der Verkehrsschilder nicht. Kein Ruhmesblatt. Das Ärgerliche an der Sache: Den Geschwindigkeitsanzeigen im Auto kann man nicht trauen. Dabei geht es hier noch nicht einmal um die Zukunft des autonomen Fahrens, sondern schlicht um den eigenen Führerschein. Denn wenn das Fahrzeug 100 km/h anzeigt, obwohl nur 50 km/h erlaubt sind, wird das nicht nur teuer, sondern kostet auch die Fahrerlaubnis.

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Spannende Themen in der AUTO ZEITUNG 03/2019

Dass das kein Einzelfall ist, erfährt die Redaktion oft genug. In direkter Nähe der Büros gibt es eine Autobahnabfahrt, die ein Tempolimit von 60 km/h aufweist. Doch viele Autos zeigen die 100 km/h der parallel verlaufenden Autobahn an. Wie kann das sein? Die meisten Fahrzeuge ermitteln ihre Infos aus digitalen Kartendaten und dem Kamerasystem. Wenn Letzteres keine klaren Hinweise liefert, nutzen die Autos nur die weniger aktuellen Kartendaten. Dann kommt es zu Fehlanzeigen. Nicht selten ist auch, dass gleichzeitig zwei unterschiedliche Tempolimits angezeigt werden: und zwar im Display des Tachos ein anderes als im Navi-Bildschirm. Die Daten im Tacho wurden von der Kamera ermittelt, die Daten im Navigations-Display stammen aus dem Kartenmaterial. Damit ist die Verwirrung komplett. Nun ist es zugegebenermaßen für ein Fahrzeug generell keine einfache Aufgabe, alle Schilder immer einwandfrei zu erkennen, da auch Lichtverhältnisse, Wetterbedingungen und Spiegelungen den Kamerasystemen das Ablesen erschweren. Und doch haben wir tagsüber bei gutem Wetter und ohne Regen getestet. Bei Starkregen oder gar Schneefall, wenn die Kamerasysteme durch Schnee bedeckt sind, fallen sie komplett aus. Es ist also noch ein weiter Weg, bis die Verkehrsschilder-Erkennungen so funktionieren, dass man ihnen vorbehaltlos vertrauen kann. Bis dahin gilt: Kontrolle ist besser!

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