AUTO ZEITUNG Classic Cars 05/21: Vorschau Die Themen der neuen Classic Cars

von Volker Koerdt 07.04.2021

Die Themen der AUTO ZEITUNG Classic Cars 05/2021: Wir vergleichen die schnellsten Sportwagen der 80er, präsentieren die DKW-Familie und laden BMW 1800 und Glas 1700 TS zum Showdown ein. Weitere Highlights: Kaufberatung mit zehn schnellen GTI und die Saab-Geschichte. Dazu zahlreiche Vergleiche und aktuelle Notierungen!

Die neue AUTO ZEITUNG Classic Cars 05/2021 ist da: Landmaschinen, Roller und Autos bildeten die breit gefächerte Modellpalette der 1883 gegründeten Landmaschinen-Fabrik Glas. Die Landmaschinen brachten das erste Geld, die Roller den größten Erfolg und die Autos die Pleite. Das Schicksal der Hans Glas GmbH zeigt dabei ähnlich tragische Züge wie das von Borgward. Beide waren traditionsreiche Familienunternehmen, hatten kurzzeitig Erfolg und übernahmen sich am Ende. Dabei war die Welt in den 50er-Jahren für Glas durchaus noch in Ordnung. Junior-Chef Andreas Glas kam, angestachelt durch den Erfolg der Vespa, auf die Idee, selbst einen Motorroller zu entwickeln. Der Goggo-Roller avancierte mit über 60.000 Verkäufen zum erfolgreichsten Roller der frühen 50er-Jahre. Die Glas-Dynastie wusste damals, was die Menschen brauchten und landete mit dem Kleinwagen Goggomobil 1955 den nächsten Coup. Zum Preis von 3000 Mark konnten sich vier Personen in drangvoller Enge mit bis zu 20 PS fortbewegen. Ab 1957 gab es sogar ein Coupé – kein "Sport"-Coupé mit so wenig Leistung (15 kW/20 PS) war jemals erfolgreicher. 66.511 Fahrzeuge wurden davon verkauft. Von der Goggo-Limousine waren es sogar knapp 215.000. Doch der wachsende Wohlstand verlangte nach größeren Autos. Kleinstwagen und Roller waren bald so out wie Nierentisch und Muckefuck. AUTO ZEITUNG Classic Cars als ePaper lesen

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Große Themen-Vielfalt in der AUTO ZEITUNG Classic Cars 05/2021

So schickten die Dingolfinger 1958 den Isar ins Rennen. In der stärksten Version leistete der Zweizylinder-Viertakt-Boxer 30 PS und nahm damit den VW Käfer ins Visier. Doch während der Käfer lief und lief, verhinderten beim Glas allzu viele Mängel einen größeren Erfolg. Als Hoffnungsträger startete 1962 die 04er-Modellreihe. Mit bis zu 85 PS im 1304 TS verdiente sich das Auto auch im Rennsport seine Meriten. Eine "überzeugend einfache Linienführung" textete damals die Glas-Werbung – selten wurde ein phantasieloses und hässliches Design so nett umschrieben. Mit 38.507 gebauten Exemplaren blieb auch dieses Modell hinter den Erwartungen zurück. Die gelungenen Sportwagen 1300 GT und 1700 GT blieben Nischenprodukte, mit denen kein großes Verkaufsvolumen zu erzielen war. Auch der 1700er konnte sich nicht gegen die Konkurrenz von BMWs "Neuer Klasse" durchsetzen. Nun trat bei Glas "der Borgward-Effekt" ein: Trotz finanzieller Engpässe leisteten sich die Bayern ein Leuchtturm- Projekt. Was für Borgward der aufwendige P100 war, war bei Glas das V8-Sportcoupé mit einem eigens entwickelten Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Zahnriemenantrieb, dazu kam ein schickes Design von Pietro Frua. Das Auto hatte alles, was man brauchte, doch die Marke kein Image. Einen "Goggo-V8", für dieses Modell stand die Marke Glas, wollten die wenigsten. Die Entwicklung verschlang mehr Geld als geplant. 1966 übernahm BMW schließlich das Glas-Werk in Dingolfing und baute GT und V8 weiter. Damit war innerhalb von fünf Jahren nach Borgward die zweite deutsche Marke verschwunden, die nicht an fehlendem Know-how, sondern an falschen Marketing-Entscheidungen und finanziellen Fehlplanungen scheiterte.

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