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Porsche Taycan Facelift (2024): Preis/Turbo/GT

Porsche zieht das Tuch vom Taycan Turbo GT

Martin Urbanke Geschäftsführender Redakteur Test & Reifen
Inhalt
  1. Preis: Das Porsche Taycan Facelift (2024) kostet sechsstellig
  2. Antriebe: Wie gehabt Taycan, 4, 4S, Turbo & Turbo S sowie neu Turbo S GT
  3. Exterieur: Behutsames Lifting an allen Varianten
  4. Interieur: Alles wie gehabt
  5. Fahreindruck: Höher, weiter, schneller

Das Porsche Taycan Facelift (2024) ist da und bezieht sich sowohl auf die Limousine, als auch auf den Cross Turismo und Sport Turismo. Das sind die Änderungen im Innenraum und beim Preis, die neuen Leistungsstufen (bis Turbo GT) und Reichweiten.

Mit Alexander Koch, Lukas Bädorf & Victoria Zippmann

 

Preis: Das Porsche Taycan Facelift (2024) kostet sechsstellig

Seit 2019 ist das erste Elektroauto von Porsche – der Taycan – auf dem Markt. 2024 folgt das Porsche Taycan Facelift – wie gehabt auch als offroadig angehauchter Cross Turismo sowie als klassischer "Kombi" Sport Turismo. Porsche nennt einen Einstiegspreis von 101.500 Euro für den Taycan, der 4S schlägt mit 120.900 Euro zu Buche. Noch kostspieliger wird es mit dem Turbo ab 175.600 Euro und dem Turbo S ab 209.900 Euro (Stand: März 2024). Die Varianten Cross Turismo und Sport Turismo sind jeweils etwas teurer. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

Das Porsche Taycan Facelift (2024) im Video:

 
 

Antriebe: Wie gehabt Taycan, 4, 4S, Turbo & Turbo S sowie neu Turbo S GT

Antriebsseitig macht das Porsche Taycan Facelift (2024) einen Sprung nach vorne. Bis dato reichte das Angebot von 300 kW (408 PS/Taycan) über 440 kW (598 PS/GTS) bis hin zu 560 kW (761 PS/Turbo S), je nach Leistungsstufe oder Häkchen im Konfigurator mit Hinterrad- oder Allradantrieb (4/4S und aufwärts). Mit der Modellpflege verschiebt sich der Leistungsgipfel des Turbo S auf irrwitzige 700 kW (952 PS). Der Taycan Turbo erstarkt auf 650 kW (884 PS), der Taycan 4S leistet nun je nach Akku zwischen 400 und 440 kW (544 bis 598 PS). Der Basis-Taycan behält seine Leistungswerte bei, doch verbessert sich die Sprintzeit von ehemals 5,4 s auf 100 km/h auf deren 4,8 s.

Um die Power noch intensiver zu erleben, lässt sich ein kurzfristiger Boost von 70 kW per Tastendruck abrufen. Porsche nennt diese Funktion – wie im Rennsport üblich – "Push-to-Pass". Der neue Turbo S verfügt damit über eine Grundleistung von 570 kW, legt im "Push-to-Pass"-Boost auf 640 kW zu und gibt erst bei aktiver Lauch Control die vollen 700 kW frei.

Die Ladeleistung steigt mit der neuen Performance Plus-Batterie (Kapazität: 105 kWh, netto: 97 kWh) auf fantastische 320 kW (bislang: 270 kW). Noch dazu lässt sich das System in einem größeren Temperaturfenster und über einen längeren Zeitraum mit Volldampf laden. Bisher musste der Akku 35 Grad warm sein, um sich binnen 21,5 min von zehn auf 80 Prozent laden zu lassen. Der neue Taycan benötigt dazu nur noch 18 min – selbst wenn der Akku erst bei 15 °C ist. Zum Vergleich: Der "alte" Taycan braucht dann rund 37 min, obwohl er die geringere Kapazität hat. Die Rekuperation erreicht nun bis zu 400 kW. Mit dem größeren Akku sowie der in vielen Details optimierten Effizienz steigt die Reichweite auf bis zu 687 km (WLTP) beim Basismodell. 

Porsche Taycan Turbo GT

Porsche Taycan Turbo GT (2024)
Foto: Porsche

Die bisherigen Antriebsvarianten flankiert ab Frühjahr 2024 der Porsche Taycan Turbo GT. Das neue Spitzenmodell leistet dank stärkerem Pulswechselrichter (900 statt 600 A) 580 kW (789 PS), bei aktivierter Launch Control sind es bis zu 760 kW (1033 PS) und für zwei Sekunden sogar bis zu 815 kW (1108 PS) gemäß Peak-Power-Messung. Dieser Attack Mode basiert auf der "Push-to-Pass"-Funktion der übrigen Taycan Modelle.

Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 305 km/h (290 km/h ohne Weissach-Paket), das maximale Drehmoment bei 1340 Nm erreicht. Der Antriebsstrang des Turbo GT ist auf maximale Traktion und Leistung ausgelegt. Die Querdynamik soll dem allerdings in nichts nachstehen, betont der Entwicklungsfahrer Lars Kern. Serienmäßig ist das Porsche Active Ride-Fahrwerk mit GT-spezifischer Abstimmung an Bord. Der Spitzen-Taycan schafft bis zu 555 km Reichweite, was nicht zuletzt seiner Gewichtsoptimierung von 75 kg im Vergleich zum Turbo S zu verdanken ist.

Und Porsche wäre nicht Porsche, wenn mit einem neuen Spitzenmodell nicht auch eine neue Nürburgring-Bestzeit herausspringt: 7:07,55 min benötigt das Topmodell als Prototyp, wie Porsche Anfang 2024 bekannt gab. Damit nimmt es dem Taycan Turbo S 26 und dem Model S Plaid 18 s ab. Im Februar 2024 absolvierte die Serienversion des Porsche Taycan Turbo GT (2024) mit Weissach-Paket den Weathertech Raceway Laguna Seca in Kalifornien/USA als schnellstes elektrisches Serienauto in 1:27,87 min.

Anpassungen beim Fahrwerk

Um trotz enormer Power kein knüppelhartes Sportfahrwerk einbauen zu müssen und die außerordentliche Dynamik dennoch sicher umzusetzen, erhält das Porsche Taycan Facelift (2024) serienmäßig ein Luftfahrwerk mit neuen Zwei-Kammer-Federn sowie Zweiventil-Dämpfern, die Zug- und Druckstufe unabhängig voneinander regeln können. Das soll neben mehr Komfort auch mehr Dynamik erlauben. Noch mehr Möglichkeiten bietet das optionale Active Ride-Fahrwerk, bei dem elektrische Hochvolt-Hydraulikpumpen den errechneten optimalen Volumenstrom im Zweiventil-Dämpfer innerhalb von Millisekunden erzeugen. Die Luftfederung benötigt hier aber nur Ein-Kammer-Federn und kann auf Fahrerwunsch den Taycan sogar aktiv in die Kurve neigen sowie den Nickbewegungen beim Bremsen und Beschleunigen entgegenwirken oder das Fahrzeug beim Zustieg anheben – ein spürbarer Komfortgewinn.

Die Konkurrenten:

 

Exterieur: Behutsames Lifting an allen Varianten

Das Porsche Taycan Facelift (2024) weist nur wenige optische Unterschiede zum Vorgänger auf. Auffälligste Änderungen sind die neu gestalteten Schweller und Schürzen, die den Wagen im Falle der Turbo-Modelle optisch in die Breite ziehen und die Radläufe betonen. Der Basis-Taycan zeigt sich dagegen vor allem aus der Heckansicht überaus dezent und zurückhaltend. Wer Aufsehen erregen will, ist mit dem Weissach-Paket für den Taycan Turbo GT gut beraten. Es stattet das Topmodell unter anderem mit einem Heckflügel in Sichtcarbon, einem veränderten Frontdiffusor und diversen Logos aus.

 

Interieur: Alles wie gehabt

Porsche Taycan Facelift (2024)
Foto: Porsche

Im Innenraum des Porsche Taycan Facelift (2024) lassen sich auf den ersten Blick keine Veränderungen erspähen, liegt der Fokus der Modellpflege doch bei der Antriebstechnik. Doch es gibt sie: Das Infotainment erhält eine Modernisierung. Außerdem soll sich die Innenausstattung allgemein verbessert haben.

 

Fahreindruck: Höher, weiter, schneller

Natürlich wirkt es gerade bei einer Marke wie Porsche noch immer befremdlich, wenn das Ingenieursteam den Fortschritt über die Ladegeschwindigkeit definiert und nicht über das Höchsttempo. Aber so, wie sie bei Olympia immer wieder neue Disziplinen einführen, müssen sich auch die Porsche & Co. mit den neuen Gegebenheiten arrangieren. Allerdings hat die Marke ihre Werte nicht aus den Augen verloren: Wenige Wochen ist das erst her, da ist Entwicklungsfahrer Lars Kern mit dem Prototyp einer weiteren Taycan-Variante in 7:07.55 min um die Nordschleife gefahren und hat einen neuen Bestwert für elektrische Limousinen aufgestellt. 
Von Thomas Geiger

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