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Flowcamper Frieda: Alle Infos zu den Unikat-Campern

Im Flowcamper gegen den Strom

Dominik Mothes Redakteur
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Inhalt
  1. Preis: Flowcamper Frieda ab 57.500 Euro
  2. Innenraum: Minimalistischer Eigenbau
  3. Basisfahrzeug: Mercedes Vito oder VW T6.1

Wird Campen zu schnelllebig? Die Vanufaktur GmbH sagt ja und stellt den Branchen-Riesen einen in Handarbeit aufgebauten Gegenentwurf entgegen. Mit dem Flowcamper Frieda gibt es einen entschleunigten Van auf Mercedes- oder VW-Basis mit minimalistischer Ausstattung.

 

Preis: Flowcamper Frieda ab 57.500 Euro

Ganz nach der "weniger ist mehr"-Philosophie baut der Flowcamper Frieda, der ab 57.500 Euro (Stand: Juli 2024) erhältlich ist, auf eine reduzierte Ausstattung. Dem Hersteller aus Hagen geht es darum, zu den Wurzeln der klassischen Bullis zurückzufinden. Daher ist jeder Flowcamper ein Unikat, das in Handarbeit aufgebaut wird, anstatt in Massen aus einer Fabrikhalle zu rollen. Als Basis für den Campingbus Frieda wählt die "Vanufaktur" den Mercedes Vito oder den VW T6.1. Auch Camper:innen, die Minimalismus wählen, aber dennoch mehr Platzbedarf haben, wird Flowcamper mit dem "Max", einem Campervan auf Mercedes Sprinter-Basis, gerecht – dieser hat jedoch aufgrund der großen Beliebtheit eine Lieferzeit von knapp drei Jahren.
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Innenraum: Minimalistischer Eigenbau

Im Innenraum des Flowcamper Frieda dominiert Holz. Kein exotisches Edelholz, keine Hochglanz-Wandverkleidungen zu Dekozwecken, sondern ehrliches und minimalistisches Holzmobiliar. Der gesamte Ausbau geschieht in Handarbeit, weshalb jeder Camper laut Flowcamper ein Unikat ist. Die Ausstattung des Innenraums ist komplett unabhängig vom Basisfahrzeug, Grundrisse gibt es ebenfalls nicht.

Flowcamper Frieda
Foto: Flowcamper

Der Wohnraum besteht aus mindestens einer Sitzbank im Wohnbereich (auf Wunsch ist eine Aufrüstung auf acht Sitzplätze und drei Sitzreihen möglich), die sich zum Bett (160x187-200 mm) umklappen lässt. Gegen Aufpreis ist auch ein Aufstelldach mit zwei zusätzlichen Schlafplätzen (110x185 mm) erhältlich. Eine klassische Essnische gibt es im Wohnraum nicht, dafür aber modulare Möbelkästen sowie einen schwenkbaren Tisch, der auch Kochen vor der Schiebetüre ermöglicht. Zum Serienumfang zählt ein Einflammen-Gaskocher mit Gaskartuschen, eine 21-l-Kompressor-Kühlbox mit maßangefertigter Aufbewahrungsbox sowie eine Edelstahlspüle mit Handdusche. Zwei Zwölf-Liter-Wassertanks stehen für Frisch- und Abwasser zur Verfügung, dank langen Schläuchen auch draußen. Optional gibt es eine akkubetriebene Heckdusche am hinteren Radkasten unter dem Bett. Der Bettkasten lässt sich zudem durch eine größere Kühlbox oder eine ausziehbare Heckküche aufwerten – es bleibt jedoch stets bei einem tragbaren Gaskocher.

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Unter dem Bett findet ebenfalls die zweite Autobatterie für die Bordelektronik sowie das Reisegepäck seinen Platz. Bei mehr Platzbedarf gibt es gegen Aufpreis einen Fahrradträger für die Heckklappe oder Dachgepäckträger für Dachboxen & Co. Im Alltag lässt sich der Camper dank demontierbaren Sitzbänken und Möbelmodulen entweder als normaler Kleinbus oder Transporter nutzen. Neben dem Standardmodell bietet Flowcamper den Frieda auch als Variante "Luftig" mit einer zweiten Schiebetüre an der linken Fahrzeugseite sowie als "Plus" mit mehr Stauraum, dafür aber einer Zweier- statt der üblichen Dreier-Sitzbank an.

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Basisfahrzeug: Mercedes Vito oder VW T6.1

Den Flowcamp Frieda gibt es entweder als "Frieda Stern" auf Basis eines Mercedes Vito oder einfach nur als "Frieda" (VW T6.1). Für den Mercedes-Camper steht ab Werk der 114 CDI mit 1,8 l Hubraum und 136 PS (100 kW) mit Neunstufen-Automatikgetriebe zur Verfügung. Gegen Aufpreis gibt es drei weitere Motorisierungen (116 CDI, 119 CDI, 124 CDI) mit bis zu 237 PS (174 kW). Allradantrieb ist ebenfalls eine Option beim Mercedes.

Bei der VW-Basis sind die Antriebe dagegen an Ausstattungslinien geknüpft. In der Basis gibt es den VW T6.1 mit dem nur 110 PS (81 kW) starken 2,0-l-Dieselmotor und einem Fünfgang-Schaltgetriebe. Mit der Ausstattung "Mittel" kommt die nächsthöhere Leistungsstufe des TDI mit 150 PS (110 kW) zum Einsatz, hier an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Darüber rangiert die Ausstattung "Allrad", bei der der 2,0-l-Vierzylinder-Dieselantrieb mit 150 PS (110 kW) um den 4Motion-Allradantrieb sowie ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe erweitert wird. Bei allen VW-Campern ist die zulässige Gesamtmasse auf 2800 kg beschränkt, der Kraftstofftank misst bei der Basis-Motorisierung 70l, bei den 150-PS-Dieseln jeweils 80 l. Mehr Zuladung bietet der Mercedes Vito mit 3100 kg Gesamtgewicht, dafür ist die Reichweite durch den 57-l-Dieseltank eingeschränkt.

Die Basisausstattung der beiden Fahrzeuge unterscheidet sich gar nicht einmal so stark – der Einstiegspreis des Mercedes liegt immerhin nur knapp 1000 Euro über dem VW. Der Mercedes kommt ab Werk mit einem DAB+-fähigen Radio, einem Tempomaten sowie diversen Assistenzsystemen wie einem Seitenwindassistenten, einer Berganfahrhilfe oder dem "Attention Assist"-System. Optional lässt sich der Vito unter anderem mit diversen Fahrassistenten, einer Klimaanlage, einer Standheizung oder LED-Scheinwerfern ausstatten. Beim T6.1 gibt es zwar weniger Assistenten im Serienumfang, dafür aber eine manuelle Klimaanlage und eine Rückfahrkamera. Ab "Mittel" sind im VW selbst LED-Scheinwerfer, Sitzheizung eine aktive Geschwindigkeitsregelanlage und eine Standheizung inklusive. Die Aufpreisliste für den VW Bus beschränkt sich daher auf Lackierungen und Folierungen.

Es muss jedoch kein Neufahrzeug sein. Flowcamper bietet auch den Umbau eines gebrauchten Kleinbusses an. Das Basisfahrzeug muss jedoch auch hier entweder ein Mercedes Vito mit mittlerem Radstand (5,14 m Länge) oder ein VW T5, T6 oder T6.1 mit kurzem Radstand sein. Die Fahrzeuge dürfen auch keine Pkw-Versionen (V-Klasse oder Multivan/Caravelle) oder Camperumbauten (Marco Polo oder California) sein, damit das Flowcamper-Team dem Bus den eigenen Ausbau verpassen kann. Der Umbau kostet Camper:innen mit selbst mitgebrachtem Fahrzeug 19.500 Euro (Stand: Juli 2024).

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