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Mercedes A 220 d: Test über 100.000 km So schlägt sich die Dauertest-A-Klasse

von Caspar Winkelmann 31.05.2021
Inhalt
  1. Der Mercedes A 220 d im Test über 100.000 Kilometer
  2. Das gefällt und nervt an der Dauertest-Mercedes A-Klasse
  3. Dauertest-A-Klasse: Displays gut, Bedienung umstritten
  4. Software-Update für das Doppelkupplungsgetriebe
  5. Technische Daten des Mercedes A 220 d

Die Mercedes A-Klasse sieht sportlich aus, verfügt über das moderne Multimediasystem MBUX und ist mit etlichen Motorvarianten zu haben. Seit Oktober 2019 muss sich ein Mercedes A 220 d im Test über 100.000 Kilometer beweisen. Das Zwischenergebnis zum Dauertest nach 58.000 Kilometern.

Alltagstauglichkeit: Die 4,42 Meter lange Mercedes A-Klasse ist neben unserem Corolla derzeit der einzige Kompakte im Fuhrpark für den Test über 100.000 Kilometer. Inzwischen hat der Mercedes A 220 d rund 58.000 Kilometer abgespult und einigen Redaktionsmitgliedern bereits den Kopf verdreht. Dank angenehm kleinem Wendekreis und optionalem Einparkassistenten samt 360-Grad-Kamera "findet man auch in engen Parkhäusern oder in der Innenstadt fast immer einen passenden Parkplatz", notiert Holger Ippen ins Fahrtenbuch des 100.000-Kilometer-Tests. 335 bis 1200 Liter Laderaumvolumen sind jedoch auch für einen Kompakten eher bescheiden, schließlich bieten Konkurrenten vom Schlag eines VW Golf mehr Stauraum. "Zwei mittelgroße Koffer mit Fotoausrüstung, und der Kofferraum ist voll", kritisiert deshalb etwa Fotograf Frank Ratering nach einem Shooting mit dem Dauertester im Norddeutschen. Mercedes-A-Klasse-Modelle mit Turbobenziner bieten übrigens alle immerhin 370 bis 1210 Liter – bei den Versionen mit Turbodiesel wie dem Mercedes A 220 d benötigt der Bauraum für den AdBlue-Tank Platz.

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Der Mercedes A 220 d im Test über 100.000 Kilometer

Das nervt: "Durch die geringe Bodenfreiheit schleift der Stuttgarter mit seiner Kunststoff-Lippe vorn über Verkehrsschwellen", kritisiert Testredakteur Paul Englert nach einer längeren Fahrt mit dem Dauertester. Testchef und Zwei-Meter-Mann Michael Godde stört sich beim Test über 100.000 Kilometer derweil an der "teilweise laut rauschenden Klimaanlage" sowie den "relativ kleinen Sitzen" des Mercedes A 220 d. Auch der teils sehr harsch eingreifende Spurhalteassistent der Mercedes A-Klasse handelt sich beim Test über 100.000 Kilometer immer wieder Kritik ein.

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Das gefällt und nervt an der Dauertest-Mercedes A-Klasse

Das gefällt: Vor allem der Zweiliter-Turbodiesel des Mercedes A 220 d überzeugt im Test über 100.000 Kilometer. "Der Motor hat Qualm ohne Ende, läuft Tacho locker 240 km/h", notiert Tester Marcel Kühler nach einer längeren Dienstreise ins Fahrtenbuch. Auch die Effizienz des 190 PS starken Selbstzünders kann sich sehen lassen: "Fotoshooting im Süddeutschen, zurück nach Köln in die Redaktion, von da aus gleich weiter gen Hamburg in die Verlagszentrale – und das alles mit einem Durchschnittsverbrauch von nur 5,5 Litern“, notiert Stefan Miete, stellvertretender Chefredakteur, nach zwei Tagen am Steuer der Mercedes A-Klasse beim Kilometerstand von 32.971. Tatsächlich brilliert der Dauertester mit seinem mustergültig sparsamen Zweiliter-Turbodiesel, der trotz überschaubarer 43 Liter Tankvolumen Reichweiten von weit über 800 Kilometern ermöglicht. Nach 58.000 Kilometern hat sich der Dieselverbrauch bei knapp sechs Litern eingependelt. Und auch das Interieur erhält Pluspunkte: "Bei jedem Einsteigen denke ich mir: Es gibt in der Kompaktklasse noch immer kein cooleres Interieur", bemerkt Autor Johannes Riegsinger. Tatsächlich machen die hochauflösenden Displays oder die beleuchteten Lüftungsdüsen richtig was her.

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Dauertest-A-Klasse: Displays gut, Bedienung umstritten

Multimedia: "Auf die intelligente Sprachsteuerung des MBUX-Systems ist Verlass", vermerkt Holger Ippen bei Kilometerstand 10.298 beim Test über 100.000 Kilometer mit dem Mercedes A 220 d. Auch die hochauflösenden und gut ablesbaren Displays gefallen. Mit der Bedienung via Lenkradtasten oder per Touchpad auf der Mittelkonsole stehen dagegen einige Kolleg:innen auf Kriegsfuß: "Die Bedienung via Touchflächen am Lenkrad oder Touchpad auf der Mittelkonsole verlangt Eingewöhnung und lenkt teilweise stark vom Verkehrsgeschehen ab", meint etwa Tester Elmar Siepen zur Mercedes A-Klasse. Auch die kratzanfälligen Hochglanzoberflächen im Innenraum können beim Dauertest nicht überzeugen.

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Software-Update für das Doppelkupplungsgetriebe

Werkstatt & Kosten: Bei 23.600 Kilometern vom 100.000-Kilometer-Test ließ sich der Rückwärtsgang des Mercedes A 220 d nicht mehr einlegen, und das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe steuerte während der Fahrt nur noch die Gänge zwei, vier, sechs und acht an. Ein Werkstattaufenthalt brachte Klarheit: kein mechanischer Defekt, sondern ein bekanntes Softwareproblem der Mercedes A-Klasse. Nach einem Update zeigte das Doppelkupplungsgetriebe des Dauertesters keine Ausfallerscheinungen mehr.

 

Technische Daten des Mercedes A 220 d

AUTO ZEITUNG 07/2020Mercedes A 220 d
Technik, Maße & Gewicht
Motor4-Zyl., 4-Vent., Turbodiesel
Hubraum1950 cm³
Leistung140 kW/190 PS bei 4000/min
Max. Gesamtdrehmoment400 Nm bei 1600 - 2600/min
Getriebe8-Gang-Doppelkuppl.
AntriebVorderrad
L/B/H4419/1796 (1992)/1440 mm
Leergewicht1415 kg
Kofferraumvolumen335- 1200 l
Fahrleistungen & Verbrauch (Werksangaben)
0 - 100 km/h7,6 s
Höchstgeschwindigkeit246 km/h
Verbrauch (EU)4,2 l D/100 km
CO2-Ausstoß (EU)114 g/km
Preise
Grundpreis37.045 Euro
Testwagenpreis54.686 Euro

von Caspar Winkelmann von Caspar Winkelmann
Unser Fazit

Schnell, sparsam und bestens vernetzt – die Mercedes A-Klasse macht im Fahralltag richtig Laune. So findet sie im Test über 100.000 Kilometer in der Redaktion viele Fans. Das Raumangebot ist allerdings eingeschränkt, und nach gut 20.000 Kilometer machte bereits das Doppelkupplungsgetriebe des Mercedes A 220 d Probleme. Nach einem Software-Update gab es jedoch keine Ausfallerscheinungen mehr.

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