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Geht auch ganz einfach:

Ölwechsel fällig: Tipps, Kosten, wie oft erneuern Hilfreiche Tipps zum Ölwechsel

AUTO ZEITUNG 24.10.2022
Inhalt
  1. Wozu regelmäßiger Ölwechsel?
  2. Welches Motoröl braucht man?
  3. Wie oft muss man Motoröl wechseln?
  4. Muss auch der Ölfilter gewechselt werden?
  5. Welche Kosten fallen beim Ölwechsel in der Werkstatt an?
  6. Kann man sein eigenes Motoröl in die Werkstatt bringen?
  7. Wie wechselt man Motoröl selbst?

Ölwechsel selber machen oder mit dem Auto in die Werkstatt? Wie hoch sind die Kosten? Wie oft wechseln? Und kann man sein eigenes Motoröl mit in die Werkstatt bringen? Unser Ratgeber gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen!

Regelmäßige Ölwechsel gemäß Herstellerangabe sind wichtig, da das Motoröl mit der Zeit durch Metallpartikel, Staub und den Rückständen des Verbrennungsvorgangs "verschmutzt" und die sich darin enthaltenen Additive abbauen. Das belastet den Motor. Auch ein Wechsel des Ölfilters bietet sich bei dieser Gelegenheit an. Ob man dazu in die Werkstatt muss oder es selber macht, ist eine Frage der Kosten und der eigenen Fähigkeiten. Wir haben die wichtigsten Fragen rund um das Thema Motoröl, Ölwechsel und wie oft das Motoröl erneuert werden sollte, zusammengetragen und beantwortet. Auch interessant: Unsere Produkttipps auf Amazon

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Das richtige Motoröl finden (Video):

 
 

Wozu regelmäßiger Ölwechsel?

Die Aufgaben, die an Motoröl gestellt werden, sind so vielfältig wie anspruchsvoll. Es schmiert, kühlt, reinigt und schützt den Motor darüber hinaus vor Korrosion. Durch den vom Öl gebildeten Schmierfilm wird verhindert, dass sich die beweglichen Motorbauteile durch Reibung festfressen, was im schlimmsten Fall einen Totalschaden am Motor zur Folge hätte. Gleichzeitig fungiert Motoröl als Feinabdichtung zwischen Zylinderlauffläche und Abstreifring des Kolbens und kühlt die durch den laufenden Motor beanspruchten Teile. Durch den Motorbetrieb entstehenden Schmutzpartikel wie durch Verbrennung entstandene Rückstände werden durch das zirkulierende Motoröl gebunden und so an einer Ablagerung gehindert. Sie sammeln sich im Ölfilter, bis dieser gesättigt ist. Dann wird das "schmutzige" Motoröl für den Motor gefährlich, da dieses ungefiltert in die Maschine dringt. Dagegen helfen regelmäßige Ölwechsel und Erneuerung der Ölfilter.

So wechselt man Motoröl selbst (Video):

 
 

Welches Motoröl braucht man?

Beim Ölwechsel das falsche Motoröl zu verwenden, kann im schlimmsten Fall ein Motorschaden drohen. Schnellen Aufschluss darüber, welcher Motor welches Motoröl braucht, leistet daher ein Blick in das Benutzerhandbuch des Autos. Unter dem Punkt "Motoröl nachfüllen" findet man zumeist alle relevanten Informationen und die von den Herstellern freigegebenen Motoröle. Und die Info, ob das Motoröl für Diesel- oder Benzinmotor zu verwenden ist, steht meist vorne auf dem Ölkanister – im Zweifel kann man aber auch immer an der Tankstelle nachfragen. Die Wahl zwischen Mineral- und Synthetiköl ist dabei eine Frage der eigenen Präferenz. Synthetiköle sind meist von den Kosten her teurere Spezialöle, die etwa beim Spritsparen helfen sollen, für mehr Kühlung sorgen oder über längere Zeit nicht gewechselt werden müssen. Aber Vorsicht: Wer ein Synthetiköl benutzt, sollte dieses auch regelmäßig verwenden und nicht mit jedem Nachfüllen wechseln. Es muss übrigens nicht immer gleich teures Markenöl sein, auch günstige Motoröle aus dem Discounter oder Baumarkt sind in Ordnung. Das haben unabhängige Tests ergeben.

Motoröl Mineral- oder Synthetiköl?
Das richtige Motoröl finden Mineral- oder Synthetiköl?

 

Wie oft muss man Motoröl wechseln?

In welchen Abständen man Ölwechsel macht und Ölfilter tauscht, findet sich im Benutzerhandbuch des Autos. Allgemein gültig ist allerdings auch noch heute die Regel: alle 10.000 Kilometer oder alle 12 Monate, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Allerdings können bestimmte Faktoren, wie etwa die individuelle Fahrweise und die damit einhergehende mögliche Belastung des Motors, Auswirkung auf den empfohlenen Wechselintervall haben. Problematisch sind vor allem häufige Kurzfahrten, wie etwa im Stadtverkehr, da durch die zahlreichen Kaltstarts nicht verbrannte Bestandteile des Benzins das Motoröl ausdünnen und damit sowohl Fließ-  als auch Schmierfähigkeit des Öls vermindern können. Ein weiteres Problem stellen Motoröle in Dieselmotoren dar. Hier können Rußpartikel nämlich zu einer Verdickung des Motoröls führen. Dies kann gerade im Winter und bei kalten Außentemperaturen zum Ärgernis werden, da es den Kaltstart erschwert. Wenn man in den Wintermonaten oft auf Kurzstrecken unterwegs ist, ist es daher sinnvoll, die Intervalle beim Ölwechsel zu verkürzen.

So den Ölstand überprüfen (Video):

 
 

Muss auch der Ölfilter gewechselt werden?

Verglichen mit Motoröl halten sich die Kosten eines Ölfitlers in Grenzen (etwa 10 Euro), daher sollte dieser am besten mit jedem Ölwechsel gleich mit ausgetauscht werden. Im Motor spielt der Ölfilter eine zentrale Rolle, da er das Motoröl von Partikeln säubert, die sich während des Ölkreislaufs darin absetzen. Aber natürlich ist so ein Filter auch irgendwann dicht, denn die herausgefilterten und abgelagerten Partikel sorgen dafür, dass das Motoröl nicht mehr ausreichend gereinigt werden kann. Spätestens dann wird ein Öl- und Ölfilterwechsel nötig. Ist der Ölfilter komplett zu, wird der Motor zwar weiterhin über ein Bypass-Ventil mit Öl versorgt, allerdings kommen dabei alle schädlichen Partikeln ungefiltert in den Motor, was schlimmstenfalls zu einem Motorschaden führen kann. Hier also lieber keine Kosten scheuen.

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Welche Kosten fallen beim Ölwechsel in der Werkstatt an?

Die Kosten für den Ölwechsel in der Werkstatt berechnet sich aus drei Faktoren, bestehend aus veranschlagtem Arbeitslohn, Einfüllmenge und Literpreis des verwendeten Motoröls. Arbeitslohn und Kosten des Motoröls variieren natürlich von Werkstatt zu Werkstatt, hier sollte man nicht scheuen, Preise zu vergleichen oder nach einem günstigeren Öl beim Wechsel zu verlangen. Hierbei gibt es natürlich Kosten-Unterschiede zwischen Vertrags- und freien Werkstätten. In einer Vertragswerkstatt kann ein Ölwechsel schon mal zwischen 100 und 150 Euro kosten, wohingegen freie Werkstätte auch günstigere Angebote machen.

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Kann man sein eigenes Motoröl in die Werkstatt bringen?

Motoröl ist im Handel meist günstiger als bei der Werkstatt. Beim Ölwechsel Kosten durch selbst mitgebrachtes Öl zu sparen, funktioniert aber nicht unbedingt. Die Werkstatt kann dessen Verwendung im Rahmen der Vertragsfreiheit ablehnen, wie der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) mitteilt. Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE) sagt: "Wir raten Verbrauchern, die ihr Öl mitbringen wollen, vorher bei der Werkstatt anzurufen, um zu klären, ob sie bereit ist, es zu verwenden"

 

Wie wechselt man Motoröl selbst?

Einen Ölwechsel selber zu machen ist nicht halb so kompliziert, wie es sich anhört oder die Kosten in der Werkstatt implizieren. Eine einfache Anleitung in zehn Schritten ist hier zu finden: Ölwechsel selber machen

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