Kia K4 im Test: Wie schlägt er sich gegen Mazda, Seat & Skoda?
Mit dem neuen Kia K4, Mazda3, Seat Leon und Skoda Octavia messen sich hier vier besonders talentierte Alltagsbegleiter. Wer am meisten Auto fürs Budget bietet, klärt der Vergleichstest.
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- Im Vergleichstest: Kia K4 gegen Mazda3, Seat Leon und Skoda Octavia
- Karosserie: Die Verarbeitungsqualität des Skoda ist makellos
- Fahrkomfort: Seat liegt satt auf der Straße
- Motor/Getriebe: Kia als einziger ohne Mildhybrid
- Fahrdynamik: Wenig Fahrspaß im Mazda
- Umwelt/Kosten: Mazda ist die preisliche Benchmark im Vergleichstest
- Fazit
- Technische Daten & Messwerte von Kia K4 1.6 T-GDI, Mazda3 e-Skyactiv X 186, Seat Leon 1.5 eTSI und Skoda Octavia 1.5 TSI mHEV
- Ausstattung/Preise
- Gesamtbewertung
Im Vergleichstest: Kia K4 gegen Mazda3, Seat Leon und Skoda Octavia
Der Autokauf ist vermutlich mehr denn je eine enorm komplexe Angelegenheit. Das Angebot an Antriebsvarianten und unterschiedlichen Karosserieformen war schließlich noch nie so groß wie heutzutage. Wie ein Fels in der Brandung stellt sich indes das klassische Kompakt-Segment gegen das stetig weiter wachsende Heer an SUV-Crossover-Fliewatüüts.
Neuerscheinungen wie der Kia K4 untermauern dies. Der außergewöhnlich designte Koreaner beerbt den erfolgreichen Ceed und vereint Tugenden wie Praktikabilität und modernes Infotainment auf gekonnte Weise. Doch diese Eigenschaften haben auch andere zu bieten. Zum Beispiel die beiden Wettbewerber aus dem Volkswagen-Konzern, die sich im vorliegenden Vergleichstest gegen den Kia stellen. Der Seat Leon erblickte in seiner jetzigen Form 2020 das Licht der Automobilwelt und begeistert seine Fans seitdem mit dynamischem Fahrverhalten. Der im Jahr 2024 gründlich renovierte Skoda Octavia hingegen setzt alles auf die Karte Nutzwert mit großer Heckklappe und loungigem Wohlfühl-Fond.
Wie üblich ihr ganz eigenes Ding machen die japanischen Konkurrenten aus Hiroshima und schicken den coupéhaften Mazda3 mit komplexem Saugmotor samt Kompressionszündung ins Rennen um Marktanteile – und in diesem speziellen Fall: um den Sieg im Vergleichstest. Geht die Rechnung auf?
Der Kia K4 im Video

Karosserie: Die Verarbeitungsqualität des Skoda ist makellos
Was den für den mobilen Alltag wichtigen Nutzwert angeht, ist der Mazda3 mit seiner durchgestylten Karosserie kein Anwärter auf den Titel „Mitarbeiter des Monats“. Dafür fallen sein Platzangebot vorn wie hinten und auch das Gepäckraumvolumen schlichtweg zu klein aus. Das offenbart vor allem der direkte Vergleich mit dem fast schon mittelklassig vorfahrenden Skoda Octavia. Sei es die Kopffreiheit, der Platz zu den Türen oder der üppige Knieraum im Fond: Der Fließheck-Klassiker genießt mit seiner tollen Raumausnutzung in seinem Segment immer noch eine Sonderstellung. Gleiches gilt für den riesigen Kofferraum, der bei voller Personenbelegung satte 600 l zum Mitnehmen allerlei Gepäckstücke bereitstellt.
Vorn konkurrieren der neue Kia K4 und der eng mit dem Skoda verwandte Seat Leon weitgehend auf Augenhöhe. Beide bieten seitlich reichlich Platz und eine mehr als ausreichende Kopffreiheit. Der Fond des Spaniers glänzt im direkten Duell jedoch mit dem größeren Einstieg und einem größeren Fußraum. Das Ladevolumen des Koreaners übertrifft jenes des Leon allerdings um 58 l. Außerdem bekommt der Kia in diesem Vergleichstest-Kapitel die meisten Punkte für seine Variabilität. Während beim Umlegen der Octavia-Rücksitzlehne eine wuchtige Stufe im Ladeboden entsteht, glänzt das Frachtabteil des Neuling, der wie der Seat und der Skoda über eine zweiteilig ausgeführte Fondsitzlehne mit Durchladeeinrichtung verfügt, mit einem nahezu planen Boden, der das Einladen sperriger Gegenstände deutlich erleichtert.
Was den Südkoreaner ebenfalls auszeichnet ist die weitgehend intuitive Bedienung. Sie wird geprägt von vielen sinnvollen Tasten, etwa für Temperatur, Lüftung und Multimedia, sowie von der Hersteller-typisch übersichtlichen Menüführung mit großen, einfarbigen Grundkacheln und logischen Verzweigungen zu den einzelnen Einstellmöglichkeiten. Darüber hinaus hat der K4 einen hilfreichen Sprachassistenten an Bord, der gern bei der Adresseingabe und auch bei den Klimaeinstellungen weiterhilft.
Letzteres gilt aber ebenfalls für den Seat und den Skoda, die beide zwar mit der gleichen Infotainment-Architektur mit schnellem Rechner gesegnet sind, aber dennoch eine eigenständige Optik auf den Touchscreen zaubern. Gerade die unterschiedlich farbigen Menüsymbole des Seat Leon erscheinen dabei übersichtlicher und einfacher identifizierbar als die einfarbigen, teils etwas kryptischen Symbole des Skoda Octavia. Der Mazda3 hingegen gefällt mit einem griffgünstig gelegenen Dreh-Drück-Steller und vielen sinnvollen Tasten. Im Gegenzug fallen hier allerdings die eher schmucklos gestalteten Text-Menüs ohne Symbole sowie der insgesamt geringere Funktionsumfang ab.
Qualitativ sticht einmal mehr der Skoda etwas heraus – und das im positiven Sinn. Er präsentiert sich innen und außen weitgehend makellos verarbeitet, und der Innenraum verfügt über eine solide Materialauswahl inklusive recht schmutzabweisender Auslegware.

Fahrkomfort: Seat liegt satt auf der Straße
Beim direkten Vergleich der Sitzqualität auf den vorderen Plätzen zeigen sich bei allen vier Modellen im Vergleichstest jeweils eigene Stärken und Schwächen. Der Kia K4 bietet insgesamt einen angenehm ausgeformten Sitz, der mit ausreichend Seitenhalt und komfortabler Polsterung überzeugt. Die Sitzfläche ist jedoch nicht ausziehbar, was besonders Großgewachsenen fehlen könnte. Im Mazda3 erwartet die Mitfahrenden ein nur gering konturiertes Gestühl, dessen Beinauflage eher kurz geraten ist. Auch der Seitenhalt ist nur mäßig ausgeprägt. Die Konzernbrüder Seat Leon und Skoda Octavia hingegen glänzen in dieser Disziplin: Beide Fahrzeuge bieten eine sehr gute Ausformung der Sitze, viel Seitenhalt sowie eine Top-Polsterung, die selbst auf ausgedehnten Fahrten hohen Komfort garantiert. Auch hier ist die Sitzfläche jedoch nicht ausziehbar.
Hinsichtlich des Komforts auf den Rücksitzen unterscheiden sich die Modelle ebenfalls deutlich. Im Kia genießen die Personen an Bord eine lässige Sitzposition, unterstützt durch eine angenehm ausgeformte Rücksitzlehne mit einem Hauch Seitenhalt. Beim Mazda sitzen die Fahrgäste mit stärker angewinkelten Beinen und erhalten – trotz etwas kürzerer Beinauflage gegenüber dem Kia – eine recht angenehm geformte Lehne, die ebenfalls für ein Mindestmaß an Seitenhalt sorgt. Seat und Skoda bieten auch hinten ergonomisch ausgeformte Sitzlehnen sowie -flächen und dazu eine top komfortable Polsterung, die für eine entspannte Sitzposition sorgt – angenehm auf langen Strecken.
Das Komforterlebnis in einem Fahrzeug wird freilich nicht nur durch die Sitze, sondern auch durch die Schallisolierung geprägt. Der Kia etwa fällt ungeachtet der Phonwerte, die das Messgerät ausspuckt, durch ein eher hohes Geräuschniveau auf. Recht laute Abroll- und ausgeprägte Fahrwerksgeräusche prägen das Fahrerlebnis. Auch der Mazda ist von markanten Reifengeräuschen gezeichnet und bringt sogar noch mehr Windgeräusche ins Fahrzeuginnere. Zudem arbeitet der Motor deutlich lauter als der des Kia.
Der Seat glänzt im Vergleichstest mit einem wahrnehmbar leiseren Abrollen, der Motor ist nicht übermäßig laut, und es dringen nur wenige Windgeräusche nach innen. Auffällig sind allerdings häufige Fahrwerksgeräusche. Der Skoda schließlich kann hier am meisten überzeugen: Insgesamt geht es deutlich leiser zu, störende Fahrwerksgeräusche fehlen nahezu ganz, und auch der Motor ist besser gedämmt als der des Seat.
Und wie sieht es mit der Güte der Fahrwerksabstimmungen aus? Im unbeladenen Zustand zeigt der Kia eine gewisse Unruhe: Besonders auf kleinen Wellen entstehen deutlich mehr Aufbaubewegungen als beim Seat, sodass die Karosserie selten ganz zur Ruhe kommt. Grobe Unebenheiten werden zwar nicht unangenehm an die Mitfahrenden weitergegeben, bleiben aber spürbar. Positiv ist das sanfte Anfedern auf Kanten und Querfugen hervorzuheben. Der Mazda schneidet in dieser Disziplin weniger gut ab: Er sackt unangenehm in Senken ab und zeigt ein merkliches Nachschwingen bei mehreren aufeinanderfolgenden Wellen. Die Verbundlenker-Hinterachse leitet zudem mehr Impulse durch als die Vorderachse.
Der Seat hingegen filtert mit seinen optionalen adaptiven Dämpfern die meisten Anregungen sehr souverän heraus und liegt satt auf der Straße. Die Hinterachse wirkt etwas steifer als die Vorderachse, dennoch zeigt sich der Leon nahezu unempfindlich gegenüber einseitigen Anregungen. Der Skoda hingegen – ohne adaptive Dämpfer unterwegs – reicht deutlich mehr kleine Unebenheiten weiter als der Seat, neigt stärker zum Nachschwingen und sackt in Kuhlen ab. Das Fahrverhalten wirkt insgesamt weicher und weniger definiert, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn.

Motor/Getriebe: Kia als einziger ohne Mildhybrid
Im Normalfall sollte der Antrieb eines Kompaktmodells drei Grundbedingungen erfüllen: flotte Fahrleistungen, ein gewisses Maß an Kultiviertheit und – wohl am wichtigsten – den möglichst verantwortungsbewussten Umgang mit teurem Kraftstoff. In letztgenannter Disziplin macht dem Skoda niemand etwas vor. Auf unserer Testrunde, die einen 14-prozentigen Volllastanteil inkludiert, genehmigt sich der Tscheche gerade einmal 6,1 l Superbenzin. Doch auch die Wettbewerber von Mazda und Seat punkten mit geringem Durst: Beide kommen mit durchschnittlich 6,7 l über die Runden.
Der Kia fällt in puncto Effizienz hingegen etwas ab. Er ist als Einziger im Quartett ohne ein spritsparendes Mildhybrid-System unterwegs und benötigt demzufolge 7,4 l je 100 km. Was die Kultiviertheit betrifft, überzeugt der K4 zumindest durch seine Laufruhe im Stand, beim Hochdrehen wird das Triebwerk etwas kerniger. Die Start-Stopp-Automatik arbeitet obendrein weniger sanft als bei den Mitbewerbern, die mit Riemen-Starter-Generatoren ausgerüstet sind. Die Kraftentfaltung zeigt ebenfalls Unterschiede. Beim Kia, dessen 1,6-l-Turbo 150 PS (110 kW) produziert, ist zunächst eine kleine Anfahrschwäche feststellbar, die sich nach kurzer Zeit legt; danach liefert der Motor eine angenehm lineare Leistungsabgabe.
Mazda setzt hier auf einen 186 PS (137 kW) starken Saugmotor mit Kompressionszündung, dafür aber ohne Turboaufladung, was bei niedrigen Drehzahlen eine eher geringe Durchzugskraft mit sich bringt – erst bei höheren Drehzahlen erwacht der Motor zum Leben und hängt dabei spontan am Gas. Die Fahrleistungen selbst sind aller Ehren wert: Den Standardsprint absolviert der Japaner in flotten 8,2 Sekunden, ohne danach nennenswert an Schub zu verlieren. Bis Tempo 180 deklassiert er seinen ärgsten Verfolger, den Kia K4, um glatte fünf Sekunden.
Seat und Skoda, beide mit dem gleichen 150-PS-TSI (110 kW) ausgerüstet, bieten ordentlichen Vortrieb im unteren und mittleren Drehzahlbereich, allerdings lässt sich auch bei ihnen eine leichte Anfahrschwäche nicht ganz leugnen. Interessant: Mit 229 km/h Spitze erreicht der flach und lang bauende Octavia die höchste Endgeschwindigkeit. Loben können wir an dieser Stelle das Doppelkupplungsgetriebe des Kia: Es überzeugt mit schnellen und sehr sanften Gangwechseln. Aber auch der Mazda sammelt Pluspunkte – sein manuelles Getriebe präsentiert sich in exzellenter Verfassung. Die Ganganschlüsse passen gut, die Präzision und die knackige Führung der Schaltung erfreuen das Sportfahrerherz.
Anders verhält es sich bei Seat und Skoda: In beiden Modellen kann das Getriebe mitunter lange im niedrigen Gang verharren, obwohl eine höhere Stufe sinnvoller wäre. Zudem kommt es bei Gaswegnahme zu teils unnötigen Herunterschaltvorgängen, was den Fahrfluss und den Geräuschkomfort negativ beeinträchtigen kann.
Fahrdynamik: Wenig Fahrspaß im Mazda
Mit ihren überschaubar großen Karosserien und den vergleichsweise schlanken Leergewichten sollten sich die vier Kompakten durchaus für eine launige Landpartie auf verwinkelten Straßen eigenen. Im Wesentlichen erfüllt jeder Testaspirant diesen Anspruch – wenn auch mit unterschiedlicher Ausprägung. Am lustvollsten fährt hier der Seat Leon. Gerade im Vergleich mit dem technisch verwandten Skoda Octavia überzeugt der Spanier mit einer erfrischend lebendigen Fahrzeugabstimmung. Selbst in engere Radien lenkt er willig und fast verzögerungsfrei ein und kann höhere Querkräfte aufbauen als der Rest des Testfelds. Seine optionale Progressivlenkung setzt jeden Befehl spontan und direkt um, die Rückmeldung ist zudem sehr ordentlich und gibt jederzeit ein gutes Gefühl für den Straßenzustand. Zudem bringt der Seat seine Kraft spürbar besser auf die Straße als die Wettbewerber.
Doch auch der Kia gefällt im Vergleichstest mit seinen verbindlichen Handling-Eigenschaften. Seine Lenkung spricht aus der Mittellage heraus präzise an, setzt Befehle spontan um, agiert aber etwas gefühlskälter als das noch kommunikativere Lenk-Setup im Seat. Die Karosserie liegt bei schnellen Richtungswechseln erfreulich ruhig, wobei die breite Spur hilft, hohe Querkräfte zu generieren. Allerdings ist das Maß an Untersteuern beim Kia K4 höher als beim Seat Leon. Einen weiteren Glanzpunkt kann der Kia dennoch setzen: Seine Bremswege (100 bis 0 km/h) sind sowohl bei kalter als auch bei heißer Anlage in diesem Vergleichstest die kürzesten. In dieser Hinsicht gerät der Mazda etwas ins Hintertreffen: Für den Kaltbremsweg weist unsere Messung einen um 1,4 m höheren Wert aus.
Das Fahrverhalten des Japaners ist gekennzeichnet von ausgeprägtem Untersteuern und einer im Vergleich zum Seat unwilligeren Einlenkbereitschaft. Dazu kommen kräftige Karosseriebewegungen, die das gesamte Handling wenig dynamisch erscheinen lassen. Das Fahrwerk wirkt zudem zu wenig angebunden, was das Kontrollgefühl weiter schmälert. Die großen Lenkwinkel machen die Sache ebenfalls nicht einfacher. Zu allem Überfluss ringt der Mazda um Haftung. Seine Vorderachse gerät schon bei mittlerem Leistungsabruf ins permanente Traktionsdefizit, Schlupf ist eher die Regel als die Ausnahme.
Der Skoda Octavia wiederum lenkt erheblich weniger willig ein, zeigt stärkere Wankbewegungen in schnellen Kurven, erreicht nur geringere Querkräfte und untersteuert deutlich ausgeprägter als der Kia und der Seat. Ferner erfordert der Octavia mehr Bewegungen am Volant als der Leon, dessen optionale Progressivlenkung aus der Mittellage heraus mit zunehmend direkterer Übersetzung arbeitet. Erfreulicherweise punkten alle vier Fahrzeuge einheitlich mit hoher Fahrsicherheit und sehr berechenbarem Grenzbereich. Speziell der Kia fährt sich ausgesprochen gutmütig, auch bei plötzlichen Lastwechseln bleibt das Fahrverhalten neutral, jedoch verstärkt sich dabei das Untersteuern. Beim Mazda dominiert ein ausgeprägtes Untersteuern den Fahrcharakter, aber auch er bleibt gelassen bei Lastwechselmanövern.
Leon und Octavia zeichnen sich ebenfalls durch ein jederzeit berechenbares Fahrverhalten aus. Lastwechselreaktionen sind kaum spürbar, schon beim geringsten Anflug von Übersteuern als Folge provozierter Brutalo-Lastwechsel werden die beiden durch ihre vergleichsweise dezent eingreifenden Regelsysteme sanft wie-der eingefangen.
Umwelt/Kosten: Mazda ist die preisliche Benchmark im Vergleichstest
Beim lieben Geld hört für die meisten Autokäufer:innen derzeit der Spaß indes auf. Wer mit einem strammen Budget kalkulieren muss, ist quasi prädestiniert für den Mazda3. Dessen Preis-Leistungs-Verhältnis ist im vorliegenden Vergleichstest unschlagbar. Inklusive der testrelevanten Extras kostet beispielsweise der Kia K4 satte 8010 Euro mehr.
Dieser Tatsache „verdankt“ es der Koreaner dann auch, dass er sich trotz der herausragenden Garantieleistungen des Herstellers mit dem Skoda Octavia den letzten Platz im Kostenkapitel teilt. Der Tscheche punktet derweil mit erfreulich niedrigen Unterhaltskosten, die vorrangig durch den geringen Kraftstoffkonsum begünstigt werden. Sein Wertverlust ist hier aber der höchste.
Der Seat Leon liegt vom bewerteten Preis und von den laufenden Kosten her auf einem Niveau mit dem Skoda. Er ist 990 Euro günstiger und kostet weniger in der Haftpflichtversicherung, verschlingt dafür aber etwas mehr Geld für den Kraftstoff.
Fazit
Der Skoda Octavia untermauert mit seiner Praktikabilität und Effizienz seinen Ruf, eines der besten Kompaktautos überhaupt zu sein – ungefährdeter Testsieg! Platz zwei erreicht der Seat Leon, der mit lustvollen Handlingeigenschaften punktet. Die Bronzemedaille geht an den Kia K4. Er bietet genug Platz, eine gehobene Assistenz- und Multimedia-Ausstattung sowie eine lange Garantie. Der Verbrauch ist aber zu hoch. Mehr Auto fürs Geld als der Mazda3 bietet hier niemand. Die unpraktische Karosserie, die langen Bremswege und die mäßigen Komforttugenden vereiteln jedoch ein besseres Ergebnis als Rang vier.
Technische Daten & Messwerte von Kia K4 1.6 T-GDI, Mazda3 e-Skyactiv X 186, Seat Leon 1.5 eTSI und Skoda Octavia 1.5 TSI mHEV
AUTO ZEITUNG 11/2026 | Kia K4 1.6 T-GDI | Mazda3 e-Skyactiv X 186 | Seat Leon 1.5 eTSI | Skoda Octavia 1.5 TSI mHEV |
|---|---|---|---|---|
Technik | ||||
Motor | 4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo, Partikelfilter | 4-Zylinder, 4-Ventiler, Mild-Hybrid, Partikelfilter | 4-Zylinder, 4-Ventiler, Mild-Hybrid, Partikelfilter | 4-Zylinder, 4-Ventiler, Mild-Hybrid, Partikelfilter |
Hubraum | 1598 cm³ | 1998 cm³ | 1498 cm³ | 1498 cm³ |
Bohrung / Hub | 75,6 / 89,0 mm | 83,5 / 91,2 mm | 74,5 / 85,9 mm | 74,5 / 85,9 mm |
Leistung | 110 kW / 150 PS, 4500–6000 /min | 137 kW / 186 PS, 6000 /min | 110 kW / 150 PS, 5000 /min | 110 kW / 150 PS, 5000 /min |
Max. Drehmoment | 250 Nm, 1500–4000 /min | 240 Nm, 4000 /min | 250 Nm, 1500–3500 /min | 250 Nm, 1500–3500 /min |
Kraftübertragung | ||||
Getriebe | 7-Gang, Doppelkupplung | 6-Gang, manuell | 7-Gang, Doppelkupplung | 7-Gang, Doppelkupplung |
Antrieb | Vorderrad | Vorderrad | Vorderrad | Vorderrad |
Fahrwerk | ||||
Radaufhängung | v: McPherson, Querlenker, Stabi / h: Mehrlenker, Federn, Dämpfer, Stabi, ESP | v: McPherson, Querlenker, Stabi / h: Verbundlenker, Federn, Dämpfer, DSC (ESP) | v: McPherson, Querlenker / h: Mehrlenker, Federn, adapt. Dämpfer (opt.), Stabi., ESC (ESP) | v: McPherson, Querlenker, Stabi / h: Verbundlenker, Federn, Dämpfer, ESC (ESP) |
Lenkung | Zahnstange; Servo, elektrisch | Zahnstange; Servo, elektrisch | Zahnstange; Servo, elektr., Progressivl. (opt.) | Zahnstange; Servo, elektrisch |
Bremsen | v: innenbel. Scheiben, h: Scheiben; ABS, Bremsass. | v: innenbel. Scheiben, h: Scheiben; ABS, Bremsass. | v: innenbel. Scheiben, h: Scheiben; ABS, Bremsass. | v: innenbel. Scheiben, h: Scheiben; ABS, Bremsass. |
Serienbereifung | 205/55 R16 | 215/45 R18 | 205/55 R16 | 205/55 R17 |
Testbereifung | 235/40 R18 W | 215/45 ZR18 Y XL | 225/40 R18 Y XL | 225/45 R18 Y |
Reifen | Continental Eco Contact 7 S | Michelin Pilot Sport 5 | Bridgestone Turanza T005 | Kumho Ecsta PS 72 |
Maße & Gewichte | ||||
Außenmaße (L / B / H) | 4440 / 1850 (2129) / 1435 mm | 4460 / 1795 (2028) / 1435 mm | 4368 / 1799 (1995) / 1456 mm | 4698 / 1829 (2004) / 1470 mm |
Radstand | 2720 mm | 2725 mm | 2686 mm | 2686 mm |
Kofferraumvolumen | 438–1217 l | 351–1563 l | 380–1301 l | 600–1555 l |
Leergewicht Werk / Test | 1412 / 1489 kg | 1384 / 1457 kg | 1294 / 1398 kg | 1312 / 1406 kg |
Zul. Gesamtgewicht* | 1940 kg | 1941 kg | 1870 kg | 1930 kg |
Effektive Zuladung | 451 kg | 484 kg | 472 kg | 524 kg |
Anhängelast* (gebr. / ungebr.) | 1410 / 500 kg | 1300 / 600 kg | 1500 / 680 kg | 1500 / 690 kg |
Dachlast* / Stützlast* | k. A. / 75 kg | 75 / 75 kg | 75 / 80 kg | 75 / 80 kg |
Wendekreis links / rechts | 11,5 / 11,5 m | 11,8 / 11,7 m | 11,1 / 11,2 m | 11,3 / 11,3 m |
Fahrleistungen | ||||
0 – 50 km/h | 3,4 s | 3,0 s | 3,1 s | 3,4 s |
0 – 100 km/h | 8,7 s | 8,2 s | 8,4 s | 8,8 s |
Höchstgeschwindigkeit* | 205 km/h | 216 km/h | 217 km/h | 229 km/h |
Handlingkurs | 1:43,4 min | 1:43,6 min | 1:42,6 min | 1:44,5 min |
Slalom (Pylonenabstand 18 m) | 63,1 km/h | 63,3 km/h | 66,3 km/h | 65,7 km/h |
Bremswege | ||||
aus 100 km/h kalt / warm | 34,6 / 33,2 m | 36,0 / 35,0 m | 35,4 / 34,6 m | 34,7 / 33,9 m |
aus 50 / 150 km/h kalt | 8,9 / 76,0 m | 9,2 / 79,3 m | 9,1 / 76,6 m | 8,9 / 77,3 m |
Innengeräusche | ||||
Standgeräusch | 33 dB(A) | 40 dB(A) | 41 dB(A) | 40 dB(A) |
bei 50 km/h | 58 dB(A) | 60 dB(A) | 61 dB(A) | 60 dB(A) |
bei 100 / 130 km/h | 65 / 68 dB(A) | 66 / 71 dB(A) | 67 / 70 dB(A) | 65 / 70 dB(A) |
Verbräuche | ||||
Testverbrauch | ,4 l S / 100 km | 6,7 l S / 100 km | 6,7 l S / 100 km | 6,1 l S / 100 km |
WLTP-Verbrauch* | 6,9 l S / 100 km | 5,6 l S / 100 km | 5,1 l S / 100 km | 4,9 l S / 100 km |
CO2 Test / WLTP | 175 / 155 g/km | 159 / 126 g/km | 159 / 117 g/km | 145 / 111 g/km |
Tankinhalt* | 47 l | 51 l | 45 l | 45 l |
Reichweite | 635 km | 761 km | 672 km | 738 km |
*Werksangaben | ||||
Ausstattung/Preise
Kia K4 1.6 T-GDI | Mazda3 e-Skyactiv X 186 | Seat Leon 1.5 eTSI | Skoda Octavia 1.5 TSI mHEV | |
|---|---|---|---|---|
Grundpreis | 34.290 € | 32.940 € | 33.720 € | 36.720 € |
Testwagen-Optionen | ||||
Fahrwerk | - | - | 2100 €² | - |
Lenkung | - | - | ² | - |
Reifen | 6660 €¹ | - | 750 €³ | 840 €³ |
Sitze | - | - | ⁴ | - |
Aufpreis | 6660 € | 0 € | 2850 € | 840 € |
Bewerteter Preis | 40.950 € | 32.940 € | 36.570 € | 37.560 € |
Ausstattung | ||||
Einparkassistent | Serie / Serie | Serie / Serie | Serie / 715 € | Serie / Serie |
Head-up-Display | 4290 €⁵ | Serie | - | - |
Lenkradheizung | Serie | Serie | 495 €⁷ | 460 € |
Metallic-Lackierung | 790 € | 850 € | 810 € | 660 € |
Navigationssystem | Serie | Serie | 1415 € | 1610 € |
Sitzheizung | Serie / 5480 €⁶ | Serie / - | 495 €⁷ / - | Serie / 750 €⁸ |
Wartung / Rabatt / Wertverlust | ||||
Werkstattkosten* | 632 € | 600 € | 554 € | 571 € |
Rabatt** | 16,3 % / 5589 € | 23,0 % / 7576 € | 19,7 % / 6643 € | 23,3 % / 8556 € |
Wertverlust (DAT) nach 4 Jahren / 20.000 km p.a. | 62,2 % / 21.328 € | 58,1 % / 19.138 € | 63,4 % / 21.379 € | 61,8 % / 22.693 € |
Versicherung / Steuern pro Jahr | ||||
HP / VK / TK Typklassen | 15 / 24 / 19 | 15 / 22 / 23 | 11 / 18 / 23 | 13 / 18 / 22 |
HP / VK / TK Kosten | 634 / 1096 / 131 € | 634 / 967 / 198 € | 446 / 790 / 198 € | 543 / 790 / 185 € |
Abgasnorm / Steuer | Euro 6e / 166 € | Euro 6e / 104 € | Euro 6e / 74 € | Euro 6e / 62 € |
* Wartungskosten pro Jahr einschl. üblicher Verschleißteile ohne Reifen, ermittelt durch den ADAC **Quelle: www.meinauto.de; zzgl. eventueller Überführungskosten ¹ 18-Zoll-Bereifung, Bestandt. Design-Paket (490 €), nur in Verbindung mit DriveWise-Park-Pro-Paket (1290 €), Sitzpaket (1190 €) und Sound-Paket (690 €), erhältlich ab Ausstattung GT-Line (3000 €) ² Dynamic-Paket mit adaptiven Dämpfern und Progressivlenkung (970 €), erhältlich ab Ausstattung FR 1130 € ³ 18-Zoll-Bereifung ⁴ Sport-Komfortsitze, Bestandt. Ausstattung FR (1130 €) ⁵ Bestandt. DriveWise-Pro-Park-Paket (1290 €), erhältlich ab Ausstattung GT-Line (3000 €) ⁶ Bestandt. Sitz-Paket (1190 €), nur in Verb. m. DriveWise-Pro-Park-Paket (1290 €), erhältlich ab Ausstattung GT-Line (3000 €) ⁷ Bestandt. Winter-Paket (495 €) ⁸ Bestandt. Winter-Plus-Paket (750 €) | ||||
Gesamtbewertung
Punkte max. | Kia K4 1.6 T-GDI | Mazda3 e-Skyactiv X 186 | Seat Leon 1.5 eTSI | Skoda Octavia 1.5 TSI mHEV | |
|---|---|---|---|---|---|
Karosserie | 1000 | 603 | 549 | 600 | 649 |
Fahrkomfort | 1000 | 703 | 673 | 727 | 734 |
Motor / Getriebe | 1000 | 634 | 658 | 670 | 689 |
Fahrdynamik | 1000 | 694 | 654 | 719 | 707 |
Eigenschaftswertung | 4000 | 2634 | 2534 | 2716 | 2779 |
Kosten / Umwelt | 1000 | 372 | 409 | 373 | 372 |
Gesamtwertung | 5000 | 3006 | 2943 | 3089 | 3151 |
Platzierung | 3 | 4 | 2 | 1 | |




































